Inhalt

BayAgrSchO
Text gilt ab: 13.08.2021
Fassung: 05.09.2019
Gesamtansicht
Vorheriges Dokument (inaktiv)
Nächstes Dokument (inaktiv)

Bayerische Agrarschulordnung
(BayAgrSchO)
Vom 5. September 2019
(GVBl. S. 564)
BayRS 7803-1-L

Vollzitat nach RedR: Bayerische Agrarschulordnung (BayAgrSchO) vom 5. September 2019 (GVBl. S. 564, BayRS 7803-1-L), die zuletzt durch § 1 der Verordnung vom 28. Juli 2021 (GVBl. S. 505) geändert worden ist
Auf Grund des Art. 44 Abs. 2 Satz 1, des Art. 45 Abs. 2 Satz 4, des Art. 52 Abs. 5 Satz 5, des Art. 85 Abs. 1a Satz 3, des Art. 89 Abs. 1 Satz 1 und des Art. 114 Abs. 5 Satz 1 des Bayerischen Gesetzes über das Erziehungs- und Unterrichtswesen (BayEUG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 31. Mai 2000 (GVBl. S. 414, 632, BayRS 2230-1-1-K), das zuletzt durch § 1 des Gesetzes vom 24. Juli 2019 (GVBl. S. 398) und durch § 4 des Gesetzes vom 24. Juli 2019 (GVBl. S. 408) geändert worden ist, verordnet das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten:
§ 1
Geltungsbereich
(1) Diese Schulordnung gilt für die staatlichen Landwirtschaftsschulen, die staatlichen Fachschulen für Agrarwirtschaft sowie für die Staatliche Fachakademie für Landwirtschaft (Schulen) im Geschäftsbereich des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (Staatsministerium).
(2) Abweichend von Abs. 1 gilt § 77a für sämtliche Schularten im Sinne von § 1 der Agrarfachschulverordnung.
§ 2
Bildungsziele
1Im Rahmen des gemeinsamen Bildungs- und Erziehungsauftrages aller Schulen (Art. 1 Bayerisches Gesetz über das Erziehungs- und Unterrichtswesen – BayEUG) haben die Schulen nach § 1 insbesondere das Ziel, die Studierenden auf ihre Aufgaben in der Agrar- und Hauswirtschaft vorzubereiten und in ihrer Persönlichkeit zu stärken. 2Dabei sollen die Studierenden
1.
Verantwortung für die Belange der Agrar- oder Hauswirtschaft und des ländlichen Raumes übernehmen,
2.
sich der Bedeutung ihrer Rolle als Erzeuger regionaler und hochwertiger Lebensmittel sowie ihrer Verantwortung bewusst werden, Leistungen für Natur und Umwelt zu erbringen,
3.
selbständig und nachhaltig wirtschaftend unter besonderer Berücksichtigung von Ökonomie und Ökologie, Umwelt- und Ressourcenschutz sowie dem Tierwohl agieren und
4.
berufliche Handlungs- und Entscheidungsfähigkeit entwickeln.
3Der Unterricht findet praxisorientiert statt. 4Die aktuellen, regionalen, betrieblichen und persönlichen Rahmenbedingungen der Studierenden finden im Rahmen der Lehrpläne Berücksichtigung.
§ 3
Schulleitung (vergleiche Art. 57 BayEUG)
1Vorbehaltlich anderweitiger Regelungen entscheidet die Schulleiterin oder der Schulleiter insbesondere
1.
über die Durchführung und Verbindlichkeit von sonstigen Schulveranstaltungen,
2.
über den Erlass einer Hausordnung,
3.
über die Verbreitung von gedruckten oder digitalen Schriften und Plakaten im schulischen Interesse und
4.
im Einvernehmen mit dem Aufwandsträger über die Zulässigkeit von Bild-, Film-, Fernseh- und Tonaufnahmen in der Schule.
2Anderweitige Mitwirkungsrechte, wie etwa nach dem Bayerischen Gesetz über das Erziehungs- und Unterrichtswesen oder dem Bayerischen Personalvertretungsgesetz bleiben unberührt.
§ 4
Lehrerkonferenz (vergleiche Art. 58 BayEUG)
(1) An Schulen mit mehreren Ausbildungsrichtungen, die als Abteilungen oder Fachrichtungen geführt werden, werden neben der Lehrerkonferenz gemäß Art. 58 Abs. 1 Satz 2 BayEUG für schulartspezifische Angelegenheiten Teilkonferenzen gebildet.
(2) Die Lehrerkonferenz beschließt im Rahmen ihrer Aufgaben nach Art. 58 Abs. 3 und 4 BayEUG auch über
1.
Widersprüche gegen Verwaltungsakte,
2.
Beschwerden von grundsätzlicher Bedeutung mit Ausnahme von Aufsichtsbeschwerden gegen die Schule und von Dienstaufsichtsbeschwerden,
3.
sonstige Schulveranstaltungen, die die gesamte Schule betreffen.
(3) 1Die Schulleitung führt den Vorsitz in der Lehrerkonferenz und in der Teilkonferenz (vorsitzendes Mitglied); diese kann den Vorsitz in der Teilkonferenz an die Leiter der Abteilungen oder die Leiter der Fachrichtungen delegieren. 2Die Lehrerkonferenz wird bei Bedarf, mindestens aber einmal in jedem Schulhalbjahr oder Semester einberufen; ihre Sitzungen sind nicht öffentlich. 3Soweit an Schulen Teilkonferenzen eingerichtet sind, ist neben den Lehrerkonferenzen bei Bedarf, mindestens jedoch einmal im Semester oder im Schulhalbjahr, die Teilkonferenz einzuberufen. 4Ort, Zeit und Tagesordnung sind den Mitgliedern mindestens eine Woche vor Beginn schriftlich oder durch Aushang in der an der Schule üblichen Weise bekannt zu geben. 5In dringenden Fällen kann die Frist unterschritten werden. 6Jedes Mitglied kann die Behandlung zusätzlicher Tagesordnungspunkte beantragen. 7Die zusätzlichen Tagesordnungspunkte werden in die Tagesordnung aufgenommen, wenn das vorsitzende Mitglied oder mindestens ein Viertel der Mitglieder der Lehrerkonferenz dem zustimmen.
(4) 1Mitglieder der Lehrerkonferenz oder Teilkonferenz gemäß Art. 58 Abs. 2 Satz 1 BayEUG sind zur Teilnahme an den Sitzungen verpflichtet. 2Das vorsitzende Mitglied kann Lehrkräfte von der Teilnahme an einzelnen Konferenzsitzungen ganz oder teilweise befreien und Dritte zur Beratung einzelner Tagesordnungspunkte hinzuziehen.
(5) Den Klassen- oder Semestersprechern ist Gelegenheit zu geben, an der Lehrerkonferenz oder Teilkonferenz teilzunehmen, wenn und soweit Angelegenheiten beraten werden, welche die Studierenden allgemein betreffen; die Entscheidung hierüber trifft das vorsitzende Mitglied.
(6) 1Die Lehrerkonferenz oder Teilkonferenz ist beschlussfähig, wenn sämtliche Mitglieder ordnungsgemäß geladen sind und die Mehrheit der Mitglieder anwesend ist. 2Wird die Lehrerkonferenz oder Teilkonferenz zum zweiten Mal zur Behandlung desselben Gegenstands zusammengerufen, so ist sie insoweit ohne Rücksicht auf die Zahl der Anwesenden beschlussfähig.
(7) 1Stimmberechtigt sind alle Mitglieder der Lehrerkonferenz oder Teilkonferenz. 2Bei Besorgnis der Befangenheit gilt Art. 21 des Bayerischen Verwaltungsverfahrensgesetzes entsprechend. 3Beschlüsse werden in offener Abstimmung mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen gefasst. 4Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des vorsitzenden Mitglieds den Ausschlag.
(8) 1Über Beratungen und Abstimmungen, die Angelegenheiten von Studierenden, Schulpersonal oder dritten Personen betreffen, ist Verschwiegenheit zu bewahren. 2Die Lehrerkonferenz oder Teilkonferenz kann auch die vertrauliche Behandlung anderer Beratungsgegenstände beschließen.
(9) 1Über den Ablauf jeder Lehrerkonferenz und jeder Teilkonferenz ist ein Protokoll in schriftlicher oder elektronischer Form anzufertigen; dieses ist drei Jahre aufzubewahren. 2Die Mitglieder der Lehrerkonferenz und der Teilkonferenz haben das Recht, die Niederschrift einzusehen, die nach Abs. 4 und Abs. 5 hinzugezogenen Personen nur hinsichtlich der Tagesordnungspunkte, zu denen sie hinzugezogen wurden.
§ 5
Studierende, Studierendenvertretung
(1) 1Alle Studierenden haben sich so zu verhalten, dass die Aufgabe der Schule erfüllt und das Bildungsziel erreicht werden kann. 2In diesem Rahmen ist den Anordnungen der Schulleitung, der Lehrkräfte und derjenigen Personen zu folgen, denen bestimmte Aufgaben in der Schule übertragen wurden. 3Die Studierenden haben neben ihren Rechten und Pflichten aus Art. 56 und 62 BayEUG das Recht, im Rahmen der Lehrpläne ihre beruflichen Erfahrungen und regionale Besonderheiten in den Unterricht einzubringen.
(2) 1Die Studierenden wählen zu Schuljahres- oder Semesterbeginn aus dem Kreis der Studierenden jeweils eine Person zum Klassen- oder Semestersprecher sowie eine weitere Person als Stellvertretung. 2Auf Antrag der Mehrheit der Studierenden kann eine Neuwahl durchgeführt werden. 3Die Semester- oder Klassensprecher vertreten die Studierenden in Schulangelegenheiten.
(3) 1Die Semester- oder Klassensprecher und ihre Stellvertreter bilden die Studierendenvertretung der Schule. 2Die Studierendenvertretung nimmt die Aufgaben nach Art. 62 Abs. 4 BayEUG wahr. 3Die Mitglieder der Studierendenvertretung wählen ein vorsitzendes Mitglied und einen Stellvertreter.
(4) Die Schulleitung unterrichtet die Studierendenvertretung über deren Aufgaben und laufend über Angelegenheiten, die für die Schule von allgemeiner Bedeutung sind, wie Beschlüsse einer Lehrerkonferenz oder Rechts- und Verwaltungsvorschriften, soweit sie Angelegenheiten der Studierenden betreffen.
§ 5a
Einsatz digitaler Hilfsmittel
Für die Beratung und Beschlussfassungen schulischer Gremien durch Einbeziehung digitaler oder fernmündlicher Hilfsmittel ist § 18a der Bayerischen Schulordnung (BaySchO) entsprechend anzuwenden.
§ 6
Anmeldung, Aufnahme in die Schule
(1) 1Aufnahmeanträge sind mit den jeweils erforderlichen Unterlagen und Nachweisen bis zu dem von der Schule bekannt gegebenen Termin bei der Schule zu stellen. 2Für die Anmeldung sind Aufnahmeanträge nach dem Muster des Staatsministeriums zu verwenden. 3Mit der Anmeldung sind die Nachweise über die berufliche und gegebenenfalls schulische Vorbildung im Original oder in beglaubigter Abschrift vorzulegen.
(2) 1Über die Aufnahme entscheidet die Schulleitung durch schriftlichen Bescheid; ablehnende Entscheidungen sind zu begründen und mit einer Rechtsbehelfsbelehrung zu versehen. 2Liegt eine rechtskräftige Verurteilung wegen einer Straftat im Sinne von Art. 44 Abs. 2 Satz 2 BayEUG vor, kann die Aufnahme versagt werden. 3In begründeten Fällen kann die Schulaufsichtsbehörde im Rahmen verfügbarer Studienplätze von einzelnen Aufnahmevoraussetzungen befreien (Sonderzulassung). 4Bei der Sonderzulassung zu den Fachschulen für Agrarwirtschaft ist die Befreiung vom Nachweis der erfolgreichen Abschlussprüfung ausgeschlossen. 5Bei der staatlichen Fachakademie für Landwirtschaft (Fachakademie) entscheidet über die Sonderzulassung die Schulleitung.
(3) Die zugelassenen Studierenden sind über die für ihre Schule geltende Schulordnung zu informieren.
(4) Sind mehr Bewerberinnen und Bewerber vorhanden, als im Hinblick auf die räumlichen und personellen Verhältnisse einer Schule aufgenommen werden können, so führen die Schulen einen örtlichen Ausgleich unter angemessener Berücksichtigung von Härtefällen durch; gelingt dieser nicht, entscheidet die Schulaufsicht nach sachgerechten Kriterien gemäß den Vorgaben des Staatsministeriums.
(5) In Einzelfällen können Personen nach Abstimmung mit dem Staatsministerium im Rahmen verfügbarer Studienplätze an Teilen des Unterrichts teilnehmen.
(6) 1Eine Klasse oder ein Semester wird an den Fachschulen und der Fachakademie nur bei mindestens 16 Studierenden eröffnet. 2In Ausnahmefällen kann das Staatsministerium Abweichungen zulassen. 3Wird ein Studiengang nur an einer Fachschule oder an der Fachakademie angeboten, ist die Klasse oder das Semester abweichend von Satz 1 auch dann zu eröffnen, wenn die Mindestzahl an Studierenden unterschritten wird.
§ 7
Probezeit
(1) 1Das erste Schulhalbjahr oder Semester ist Probezeit. 2In einsemestrigen Studiengängen in Vollzeitform beträgt die Probezeit drei Monate, in Teilzeitform sechs Monate. 3Die Probezeit kann im Einzelfall bei Vorliegen eines wichtigen Grundes um längstens drei Monate verlängert werden. 4Als wichtiger Grund gilt insbesondere der Nachweis einer längerfristigen Erkrankung, die die Leistungsfähigkeit beeinträchtigt.
(2) Die Probezeit ist nicht bestanden, wenn bei einer Gesamtwürdigung der Leistungen und der Eignung des oder der Studierenden voraussichtlich das Bildungsziel der Schule nicht erreicht wird.
(3) Über das Bestehen der Probezeit und die Verlängerung der Probezeit entscheidet die Schulleitung auf der Grundlage einer Empfehlung der Lehrerkonferenz.
(4) 1Hat ein Studierender oder eine Studierende die Probezeit nicht bestanden oder wird diese verlängert, so ist ihm oder ihr dies unverzüglich schriftlich mitzuteilen; dabei sind die Gründe darzulegen. 2Mit der Bekanntgabe des Nichtbestehens der Probezeit endet das Schulverhältnis.
§ 8
Gestaltung des Unterrichts, Wahlfächer, Unterrichtszeit und Distanzunterricht
(1) 1Für die Unterrichtsgestaltung gelten die jeweiligen Stundentafeln; in begründeten Fällen kann das Staatsministerium Abweichungen hiervon genehmigen. 2Auf Basis der Stundentafeln setzt die Schulleitung Stundenpläne für die Klassen oder Semester fest; die Lehrkräfte erstellen Unterrichtsplanungen zu den einzelnen Unterrichtsfächern und stimmen diese aufeinander ab. 3Im Lehrplan festgelegte Seminare sowie sonstige verbindliche Schulveranstaltungen sind Bestandteil des Unterrichts.
(2) 1Im Rahmen ihres Bildungsauftrages entscheiden die Schulen über die Einrichtung von Unterricht in Wahlfächern, die in den Stundentafeln vorgesehen sind. 2Darüber hinaus kann die Schulleitung weitere Wahlfächer einrichten; die erstmalige Einrichtung ist unter Angabe von Fachbezeichnung, Inhalt und Zeitumfang vor Unterrichtsbeginn dem Staatsministerium zur Genehmigung vorzulegen. 3Unterricht in Wahlfächern kann eingerichtet werden, wenn zu Beginn des Semesters oder Schulhalbjahres mindestens zwölf Studierende, bei Fortführung in einem folgenden Semester oder Schulhalbjahr mindestens acht Studierende daran teilnehmen. 4Die Schulleitung kann in begründeten Einzelfällen unter Beachtung wirtschaftlicher und pädagogischer Grundsätze davon abweichen.
(3) 1Der Unterricht wird in der Regel von Montag bis Freitag ganztägig erteilt. 2Ausgenommen davon sind Studiengänge in Teilzeitform. 3In begründeten Fällen kann die Schulleitung auch Unterricht am Samstag genehmigen; dabei sind die Feiertage zu beachten. 4Aus besonderen Gründen kann die Schulleitung einzelne Tage, an denen ein geregelter Schulbetrieb aufgrund besonderer regionaler und außerhalb des Einflusses der Schule liegender Vorkommnisse nicht mehr gesichert ist, im Schuljahr für unterrichtsfrei erklären. 5Es muss gleichzeitig festgelegt werden, wann der entfallene Unterricht zeitnah nachzuholen ist.
(4) 1Eine Unterrichtsstunde dauert an den staatlichen Landwirtschaftsschulen (Landwirtschaftsschulen) 50 Minuten, an den übrigen Schulen 45 Minuten. 2Die Schulleitung setzt für die Zeit zwischen den Unterrichtsstunden geeignete Pausenlängen fest.
(5) 1Das vollständige oder auszugsweise Mitschneiden des Unterrichts auf Bild- und Tonträgern ist verboten. 2Die Lehrkraft kann Ausnahmen von Satz 1 zulassen, soweit dies für den Unterrichtszweck erforderlich ist.
(6) 1Mit Genehmigung der Schulaufsichtsbehörde kann in organisatorisch oder pädagogisch begründeten Fällen der Unterricht in einzelnen Fächern in begrenztem Umfang als Distanzunterricht abgehalten werden. 2Die Lehrerkonferenz ist vorher anzuhören. 3Für die Durchführung von Distanzunterricht ist § 19 Abs. 4 BaySchO entsprechend anzuwenden.
§ 9
Teilnahme, Befreiung, Verhinderung, Beurlaubung
(1) 1In begründeten Ausnahmefällen kann die Klassenleitung oder Semesterleitung auf schriftlichen Antrag von der Verpflichtung regelmäßig am Unterricht teilzunehmen für einzelne Unterrichtsstunden bis zur Dauer eines Schultags befreien. 2Eine längere Unterrichtsbefreiung (Beurlaubung) kann nur die Schulleitung gewähren. 3In einem fachpraktischen Semester ist eine Unterrichtsbefreiung höchstens an einem Sommersemestertag durch die Klassenleitung oder Semesterleitung möglich. 4Darüber hinausgehende Fehltage im Sommersemester sind an einer anderen Schule nachzuholen; den konkreten Nachholtermin legt die Schulleitung fest. 5Ist dies nicht möglich, legt die Schulleitung eine anderweitige Ersatzleistung fest.
(2) 1Sind Studierende aus zwingenden Gründen verhindert, am Unterricht oder einer sonstigen verbindlichen Schulveranstaltung teilzunehmen, so ist die Schule unverzüglich unter Angabe des Grundes zu verständigen. 2Im Fall fernmündlicher Verständigung ist eine schriftliche Mitteilung innerhalb von drei Werktagen nach Fernbleiben vom Unterricht nachzureichen. 3Außerschulische Einrichtungen der praktischen oder fachpraktischen Ausbildung sind darüber hinaus in der von der Schule festgelegten Weise zu unterrichten.
(3) 1Die Schule kann die Vorlage eines ärztlichen Zeugnisses verlangen
1.
bei Erkrankung von mehr als drei Unterrichtstagen oder bei Erkrankung am Tag eines angekündigten Leistungsnachweises,
2.
wenn sich krankheitsbedingte Versäumnisse häufen oder berechtigte Zweifel an der Erkrankung bestehen.
2In den Fällen von Satz 1 Nr. 2 kann die Schule die Vorlage eines amtsärztlichen Zeugnisses verlangen. 3Das Zeugnis nach den Sätzen 1 und 2 ist der Schule innerhalb von zehn Tagen, nachdem es verlangt wurde, vorzulegen; wird es nicht innerhalb dieser Frist vorgelegt, so gilt das Fernbleiben als unentschuldigt.
(4) Der durch Abwesenheit versäumte Lehrstoff ist von den Studierenden selbständig und eigenverantwortlich nachzuarbeiten.
(5) 1Beschäftigungsverbote nach dem Mutterschutzgesetz stellen einen zwingenden Beurlaubungsgrund dar, es sei denn, dies widerspricht dem ausdrücklichen Wunsch der Studierenden und das Beschäftigungsverbot ist verzichtbar. 2Satz 1 gilt entsprechend für die Befreiung vom Unterricht in einzelnen Fächern und für die Teilnahme an Prüfungen.
§ 10
Ordnungsmaßnahmen
Abweichend von Art. 86 Abs. 2 BayEUG sollen folgende Ordnungsmaßnahmen vorrangig angewendet werden:
1.
der schriftliche Verweis durch die Lehrkraft,
2.
der verschärfte Verweis durch die Schulleitung,
3.
die Androhung der Entlassung von der Schule bei einer schulischen Gefährdung,
4.
die Entlassung von der Schule bei einer schulischen Gefährdung.
§ 11
Verbot von Rauschmitteln, Sicherstellung von Gegenständen
(1) Das Rauchen und der Konsum alkoholischer Getränke und sonstiger Rauschmittel ist Studierenden auf dem Schulgelände und bei schulischen Veranstaltungen untersagt; über die Einrichtung von Raucherbereichen im Außengelände sowie Ausnahmen vom Verbot des Konsums alkoholischer Getränke entscheidet die Schulleitung.
(2) 1Das Mitbringen und Mitführen von gefährlichen Gegenständen sowie von sonstigen Gegenständen, die den Unterricht oder die Ordnung der Schule stören, ist den Studierenden untersagt. 2Derartige Gegenstände können weggenommen und sichergestellt werden.
§ 12
Finanzielle Abwicklung sonstiger Schulveranstaltungen
Für die finanzielle Abwicklung sonstiger Schulveranstaltungen, insbesondere die Einrichtung eines Kontos der Schule, ist § 25 BaySchO entsprechend anzuwenden.
§ 13
Sammlungen und Spenden (vergleiche Art. 84 BayEUG)
1Über Sammelbestellungen im schulischen Interesse entscheidet die Schulleitung. 2Für Sammlungen und Spenden ist § 26 der BaySchO entsprechend anzuwenden.
§ 14
Erhebungen
1Erhebungen durch nicht zur Schule gehörende Personen und Organisationen einschließlich Umfragen und wissenschaftliche Untersuchungen erfordern eine schulaufsichtliche Genehmigung. 2Datenschutzrechtliche Bestimmungen bleiben unberührt.
§ 15
Leistungsnachweise
(1) 1Leistungsnachweise können schriftlich, mündlich oder praktisch durchgeführt werden. 2Große Leistungsnachweise sind Schulaufgaben, Dokumentationen und Praktikumsberichte. 3Kleine Leistungsnachweise sind Stegreifaufgaben, Kurzarbeiten, Projekte, Präsentationen, mündliche und praktische Leistungsnachweise sowie angekündigte Einzelprüfungen. 4Mündliche und praktische Leistungen sowie Projekte und Präsentationen können als großer Leistungsnachweis gewertet werden, wenn deren Umfang dem einer Schulaufgabe entspricht. 5Inhalt und Dauer der Leistungsnachweise sowie die zugelassenen Hilfsmittel bestimmt die zuständige Lehrkraft. 6Termine für große Leistungsnachweise sowie Termine und Inhalte der Einzelprüfungen sind rechtzeitig anzukündigen, Termine für Schulaufgaben werden mindestens eine Woche vorher angekündigt. 7An einem Tag soll nicht mehr als eine Schulaufgabe angesetzt werden, in einer Kalenderwoche sollen nicht mehr als zwei Schulaufgaben abgehalten werden.
(2) 1Stegreifaufgaben werden nicht angekündigt und haben nur den Lerninhalt der letzten Unterrichtsstunde zum Gegenstand. 2Kurzarbeiten werden mindestens eine Woche vorher angekündigt und haben den Lerninhalt mehrerer Unterrichtsstunden sowie Grundkenntnisse zum Gegenstand.
§ 16
Korrektur, Bewertung von Leistungen, Notenbildung
(1) 1Leistungsnachweise werden von den Lehrkräften zeitnah bewertet. 2Die bewerteten schriftlichen Leistungsnachweise werden den Studierenden zur Einsichtnahme vorgelegt.
(2) Die Bewertung der Leistungsnachweise erfolgt nach den Notenstufen des Art. 52 Abs. 2 BayEUG.
(3) 1Bei rechnerischer Ermittlung einer Note aus mehreren Leistungnachweisen ist die Note auf zwei Dezimalstellen zu berechnen. 2Die dritte Dezimalstelle bleibt unberücksichtigt. 3Die ermittelten Zahlenwerte werden den Notenstufen wie folgt zugeordnet:
1,00 bis 1,50 = Note 1,
1,51 bis 2,50 = Note 2,
2,51 bis 3,50 = Note 3,
3,51 bis 4,50 = Note 4,
4,51 bis 5,50 = Note 5,
5,51 bis 6,00 = Note 6.
4Die Sätze 1 bis 3 gelten auch, wenn die Leistung von mehr als einem Prüfer bewertet wird.
(4) Wird ohne ausreichende Entschuldigung ein angekündigter Leistungsnachweis versäumt, eine Leistung verweigert oder nicht termingerecht abgegeben, so wird die Note 6 „ungenügend“ erteilt.
(5) Nach Beginn der Leistungserhebung können gesundheitliche Gründe, denen zufolge die Leistung nicht gewertet werden soll, in der Regel nicht mehr anerkannt werden.
(6) 1Bedienen sich Studierende beim Ablegen eines Leistungsnachweises unerlaubter Hilfe (Unterschleif), so wird die Arbeit abgenommen und mit der Note 6 „ungenügend“ bewertet. 2Ebenso kann beim Versuch verfahren werden oder wenn zu fremdem Vorteil gehandelt wird. 3Als Versuch gilt auch die Bereithaltung nicht zugelassener Hilfsmittel. 4Die Sätze 1 bis 3 gelten auch dann, wenn der Unterschleif oder der Versuch erst nachträglich bekannt wird.
§ 17
Nachholen von Leistungsnachweisen
(1) 1Versäumen Studierende einen angekündigten Leistungsnachweis mit ausreichender Entschuldigung, so erhalten sie einen Nachtermin. 2Versäumen Studierende mehrere angekündigte Leistungsnachweise mit ausreichender Entschuldigung, so kann ein Nachtermin für mehrere Leistungsnachweise angesetzt werden. 3Der Nachtermin ist den Studierenden mindestens eine Woche vorher mitzuteilen.
(2) 1Wird der Nachtermin mit ausreichender Entschuldigung versäumt, so kann eine Ersatzprüfung angesetzt werden. 2Eine Ersatzprüfung kann in einem Fach nur einmal im Semester oder Schulhalbjahr stattfinden. 3Sie kann sich über den gesamten bis dahin behandelten Unterrichtsstoff des Semesters oder Schulhalbjahres erstrecken. 4Der Termin der Ersatzprüfung und der Prüfungsstoff sind den Studierenden spätestens eine Woche vorher mitzuteilen.
(3) 1Nehmen Studierende an der Ersatzprüfung wegen Erkrankung nicht teil, so muss die Erkrankung durch ärztliches Zeugnis nachgewiesen werden. 2Die Schule kann die Vorlage eines amtsärztlichen Zeugnisses verlangen.
§ 18
Zeugnisse
(1) 1An den Landwirtschaftsschulen und den Fachschulen für Agrarwirtschaft erhalten Studierende zum Ende jedes Semesters ein Zeugnis über die erzielten Leistungen. 2Zum Ende des jeweiligen Studiengangs ist dies das Abschlusszeugnis. 3An den Landwirtschaftsschulen enthält das Sommersemesterzeugnis in der Abteilung Landwirtschaft die Note der Semesterarbeit und die Note für die Sommersemestertage gemäß § 19 Abs. 2 Satz 3. 4An den Fachschulen für Agrarwirtschaft enthält das Semesterzeugnis des fachpraktischen Semesters die Note der Semesterarbeit und die Note für die Sommersemestertage gemäß § 19 Abs. 4.
(2) 1An der Fachakademie erhalten die Studierenden zum Abschluss des ersten und zweiten Schuljahres ein Jahreszeugnis. 2Es umfasst die Leistungen im ersten oder zweiten Schuljahr in den Pflicht- und Zusatzfächern.
(3) Zeugnisse werden nach den vom Staatsministerium herausgegebenen Vorlagen erstellt.
(4) 1Die Noten der Zeugnisse werden von einer Lehrerkonferenz oder Teilkonferenz gemäß § 4 festgesetzt. 2Haben Studierende in einem Fach keine hinreichenden Leistungsnachweise erbracht und mit ausreichender Entschuldigung weder an Nachterminen noch an einer Ersatzprüfung teilgenommen, so wird anstelle einer Note eine entsprechende Bemerkung mit der Folge des § 20 Abs. 2 Satz 4 aufgenommen. 3In Fächern, die im folgenden Semester oder Schuljahr nicht fortgeführt werden und deren Note ins Abschlusszeugnis eingeht, ist die Abschlusszeugnisnote zu gleichen Teilen aus der Fortgangsnote nach § 19 Abs. 1 und der in einer Nachprüfung ermittelten Note zu bilden. 4In der Nachprüfung ist der versäumte Unterrichtsstoff abzuprüfen. 5Die Dauer soll dem Zeitrahmen eines großen Leistungsnachweises in dem jeweiligen Fach entsprechen.
(5) Wird Studierenden das Vorrücken auf Probe nach § 20 Abs. 4 gestattet, so wird in das Semesterzeugnis oder Jahreszeugnis folgende Bemerkung aufgenommen: „Die Studierende oder der Studierende erhält die vorläufige Erlaubnis zum Vorrücken in das nächste Semester.“ oder „Die Studierende oder der Studierende erhält die vorläufige Erlaubnis zum Vorrücken in das nächste Schuljahr.“.
(6) Die Teilnahme an den Seminaren laut Stundentafel sowie an Wahlfächern wird in das Zeugnis mit der Bemerkung „teilgenommen“ eingetragen.
§ 19
Bildung der Fortgangsnoten und der Zeugnisnoten
(1) 1Die Fortgangsnoten werden für jedes Fach aus den im Laufe eines Semesters oder Schuljahres erbrachten Leistungsnachweisen ermittelt. 2Dabei wird der Mittelwert aus den Noten der großen Leistungsnachweise doppelt und der Mittelwert aus den Noten der kleinen Leistungsnachweise einfach gewichtet. 3Die dritte Dezimalstelle bleibt dabei unberücksichtigt. 4Sofern nichts Abweichendes geregelt ist, ist die Fortgangsnote zugleich die Zeugnisnote. 5Die Notenstufe ist als ganze Note auszuweisen.
(2) 1An den Landwirtschaftsschulen wird im dreisemestrigen Studiengang der Abteilung Landwirtschaft die Betriebsdokumentation als großer Leistungsnachweis im Fach Betriebslehre gewertet. 2Im Prüfungsfach Berufsausbildung und Mitarbeiterführung errechnet sich die Semesterzeugnisnote im ersten Semester aus der nach Abs. 1 ermittelten Fortgangsnote sowie der Note der schriftlichen Abschlussprüfung nach § 36 Abs. 1 zu gleichen Teilen. 3Die Note für die Sommersemestertage wird aus den Noten der Leistungsnachweise der Sommersemestertage gemäß § 31 Abs. 2 ermittelt.
(3) 1An den Landwirtschaftsschulen in den Studiengängen der Abteilung Hauswirtschaft errechnet sich im Prüfungsfach Berufs- und Arbeitspädagogik die schriftliche Note aus der nach Abs. 1 ermittelten Fortgangsnote sowie aus der Note der schriftlichen Abschlussprüfung nach § 36 Abs. 2, 3 oder 4 zu gleichen Teilen. 2Darüber hinaus werden folgende Regelungen getroffen:
1.
Im ersten Semester des zwei- und dreisemestrigen Studiengangs ist die schriftliche Note zugleich die Semesterzeugnisnote.
2.
Im zweiten Semester des dreisemestrigen Studiengangs ist die Note der praktischen Abschlussprüfung in der Arbeitsunterweisung mit Fachgespräch nach § 36 Abs. 2 zugleich die Semesterzeugnisnote.
(4) An den Fachschulen für Agrarwirtschaft im fachpraktischen Semester wird die Note für die Sommersemestertage aus den Noten der Leistungsnachweise der Sommersemestertage gemäß § 67 Abs. 2 ermittelt.

Abschnitt 3 Vorrücken, Wiederholen und Notenausgleich

§ 20
Vorrücken, Wiederholen
(1) Das Semesterzeugnis oder Jahreszeugnis enthält die Feststellung, ob die Berechtigung zum Vorrücken in das nächste Semester oder Schuljahr erworben wurde.
(2) 1Die Berechtigung zum Vorrücken wird nicht erworben, wenn in einem Pflichtfach die Note 6 „ungenügend“ oder in zwei Pflichtfächern die Note 5 „mangelhaft“ erteilt worden ist. 2An den Landwirtschaftsschulen, Abteilung Landwirtschaft wird die Berechtigung zum Vorrücken ferner nicht erworben, wenn im zweiten Semester an mehr als einem verpflichtenden Sommersemestertag nicht teilgenommen wurde, die Semesterarbeit nicht termingerecht vorgelegt wurde oder im Zeugnis einmal die Note 6 „ungenügend“ oder zweimal die Note 5 „mangelhaft“ erteilt worden ist. 3Satz 2 gilt an den Fachschulen für Agrarwirtschaft im fachpraktischen Semester entsprechend. 4Eine Bemerkung in einem Pflichtfach gemäß § 18 Abs. 4 Satz 2 steht hinsichtlich des Vorrückens einer Note 6 „ungenügend“ gleich.
(3) 1Wurde die Berechtigung zum Vorrücken nicht erworben, kann das Semester oder Schuljahr einmal wiederholt werden. 2Ausnahmen zur Wiederholung nach Art. 53 Abs. 3 und 5 Satz 1 BayEUG bleiben unberührt.
(4) 1Studierenden, die aufgrund eines nachgewiesenen Härtefalles oder in Fällen des § 18 Abs. 4 Satz 2 die Voraussetzungen zum Vorrücken in das nächste Semester oder Schuljahr nicht erfüllen, kann das Vorrücken auf Probe gestattet werden, wenn zu erwarten ist, dass die entstandenen Lücken geschlossen werden können und das angestrebte Bildungsziel erreicht werden kann. 2Soweit eine Nachprüfung gemäß § 18 Abs. 4 Satz 3 durchzuführen ist, gelten die Voraussetzungen des Satzes 1 mit deren Bestehen als erfüllt.
(5) 1Über das Vorrücken und das Vorrücken auf Probe gemäß Abs. 4 entscheidet die Lehrerkonferenz. 2Drei Monate nach Beginn des nächsten Semesters oder Schuljahres entscheidet die Lehrerkonferenz über das Bestehen des Vorrückens auf Probe oder ob in das vorhergehende Semester oder Schuljahr zurückverwiesen wird. 3An den Landwirtschaftsschulen kann bei Studiengängen in Teilzeitform die Frist von der Lehrerkonferenz um höchstens drei Monate verlängert werden.
§ 21
Notenausgleich
(1) 1Studierenden, die nach § 20 Abs. 2 vom Vorrücken ausgeschlossen sind, kann unter folgenden Voraussetzungen Notenausgleich gewährt werden:
1.
wenn sie bei der Note 5 „mangelhaft“ in zwei Pflichtfächern mindestens ausreichende Leistungen in allen übrigen Pflichtfächern erzielt haben und
2.
wenn sie in mindestens einem Pflichtfach die Note 1 „sehr gut“ oder in zwei Pflichtfächern die Note 2 „gut“ aufweisen.
2Ein Notenausgleich ist ausgeschlossen, wenn in zwei Pflichtfächern, die in diesem Schuljahr abgeschlossen wurden, die Note 5 „mangelhaft“ erzielt wurde. 3Ferner ist ein Notenausgleich an den Landwirtschaftsschulen im zweiten Semester der Abteilung Landwirtschaft und an den Fachschulen für Agrarwirtschaft im fachpraktischen Semester ausgeschlossen.
(2) Die Feststellung über die Gewährung von Notenausgleich trifft die Lehrerkonferenz.

Kapitel 5 Individuelle Unterstützung, Nachteilsausgleich, Notenschutz und Studierendenunterlagen

§ 22
Individuelle Unterstützung, Nachteilsausgleich und Notenschutz
Für die Gewährung von Individueller Unterstützung, Nachteilsausgleich und Notenschutz sind die §§ 31 bis 36 der BaySchO entsprechend anzuwenden.
§ 23
Studierendenunterlagen (vergleiche Art. 85 Abs. 1a BayEUG)
1Für die Verwendung, Weitergabe, Aufbewahrung und Einsichtnahme von Studierendenunterlagen sowie das Verfahren bei Auflösung, Zusammenlegung oder Teilung einer Schule sind die §§ 37 bis 42 der BaySchO entsprechend anzuwenden. 2Abweichend von § 37 Satz 2 Nr. 1 Buchst. a bis d der BaySchO sollen die Studierendenunterlagen elektronisch geführt werden.
§ 24
Schulaufsicht
Abweichend von Art. 114 Abs. 1 Nr. 2 BayEUG obliegt die unmittelbare staatliche Schulaufsicht für die Landwirtschaftsschulen und die Fachschulen für Agrarwirtschaft, Fachrichtung ökologischer Landbau den Regierungen.
§ 25
Härtefallklausel
Das Staatsministerium oder die von ihm beauftragte Stelle kann von einzelnen Bestimmungen der Schulordnung Ausnahmen gewähren, wenn die Anwendung der Bestimmung im Einzelfall zu einer unbilligen Härte führen würde und die Abweichung auch unter dem Gesichtspunkt der Gleichstellung unbedenklich erscheint.

Kapitel 1 Allgemeines

§ 26
Gliederung
1Die Landwirtschaftsschulen gliedern sich in die Abteilung Landwirtschaft und die Abteilung Hauswirtschaft. 2Die Abteilung Landwirtschaft wird in dreisemestriger Form, die Abteilung Hauswirtschaft in ein-, zwei- oder dreisemestriger Form geführt. 3Der dreisemestrige Studiengang der Abteilung Hauswirtschaft wird als „Fachschule für hauswirtschaftliche Betriebsführung (Meisterschule)“, der zweisemestrige wird als „Fachschule für Haushalt und Familie“ (Teil I der Fortbildung zum staatlich geprüften Dorfhelfer oder zur staatlich geprüften Dorfhelferin) und der einsemestrige Studiengang als „Fachschule für Ernährung und Haushaltsführung“ geführt.
§ 27
Bildungsziele
(1) 1Im Rahmen des gemeinsamen Bildungs- und Erziehungsauftrags aller Schulen (Art. 1 BayEUG) sowie des gemeinsamen Bildungsauftrags der Schulen gemäß § 2 soll die Landwirtschaftsschule die Studierenden auf ihren Beruf als Unternehmer oder Unternehmerin oder als Betriebsleiter oder Betriebsleiterin der Landwirtschaft oder der Hauswirtschaft vorbereiten. 2Darüber hinaus erwerben die Studierenden persönlichkeits- und berufsrelevante Schlüsselqualifikationen, wie zum Beispiel Anleitungskompetenz, und entwickeln Bewusstsein für die gemeinsame Verantwortung von Erzeugern und Verbrauchern für eine nachhaltige Agrarwirtschaft. 3In den zwei- und dreisemestrigen Studiengängen sollen die Studierenden insbesondere darauf vorbereitet werden, Fach- und Führungsfunktionen zu übernehmen, in denen zu verantwortende Leitungsprozesse von Organisationen eigenständig gesteuert werden, eigenständig ausgeführt werden und dafür Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen geführt werden.
(2) In den einzelnen Studiengängen erwerben die Studierenden folgende Kenntnisse und Kompetenzen:
1.
Im dreisemestrigen Studiengang der Abteilung Landwirtschaft erwerben sie Wissen und Können in der Betriebs- und Unternehmensführung, insbesondere die notwendige Handlungs- und Entscheidungskompetenz zur Optimierung und Weiterentwicklung des eigenen Betriebs; sie vertiefen ihr Wissen in der umwelt- und tiergerechten Produktions- und Verfahrenstechnik sowie im Ressourcenschutz und erwerben die fachtheoretischen Grundlagen der Berufsbildung und der Mitarbeiterführung.
2.
Im dreisemestrigen Studiengang der Abteilung Hauswirtschaft erwerben sie Wissen und Können zur Übernahme von Führungsaufgaben in landwirtschaftlichen Unternehmerhaushalten, hauswirtschaftlichen Dienstleistungsbetrieben und gehobenen Privathaushalten sowie zur Gründung und Führung von eigenständigen hauswirtschaftlichen Unternehmen und Einkommenskombinationen.
3.
Im zweisemestrigen Studiengang der Abteilung Hauswirtschaft erwerben die Studierenden Wissen und Können zur Leitung fremder landwirtschaftlicher Unternehmerhaushalte sowie zur Betreuung und Versorgung von Personen aller Altersgruppen unter besonderer Berücksichtigung sozialer und pädagogischer Aspekte; zudem erwerben sie Kompetenzen für die Existenzgründung.
4.
Im einsemestrigen Studiengang der Abteilung Hauswirtschaft erwerben die Studierenden Grundlagen für die Aufgaben im Haushalt und im landwirtschaftlich-hauswirtschaftlichen Unternehmen. Der Studiengang ermöglicht den Einstieg in das Berufsfeld Hauswirtschaft und dient der Förderung insbesondere von Frauen im ländlichen Raum. Die Studierenden erwerben Kompetenzen zur nachhaltigen Führung des eigenen oder fremden Haushalts, einschließlich des landwirtschaftlichen Unternehmerhaushalts sowie für eine qualifizierte Tätigkeit im Bereich hauswirtschaftliche Dienstleistungen, insbesondere zur hauswirtschaftlichen Betreuung, Versorgung und Alltagsbegleitung von Personen und Personengruppen unterschiedlicher Altersstufen. Die Studierenden erwerben Kompetenzen als Basis für ein zusätzliches Einkommen, auch für den landwirtschaftlichen Betrieb sowie für die Übernahme von Bildungs- und Referententätigkeiten im Bereich Ernährung und Hauswirtschaft.
§ 28
Bildungsdauer, Semestergestaltung (vergleiche Art. 5 BayEUG)
(1) Das Schuljahr kann in den Studiengängen der Abteilung Hauswirtschaft abweichend von Art. 5 BayEUG von der Schule im Einvernehmen mit dem Staatsministerium anderweitig festgelegt werden.
(2) 1Die Unterrichtszeiten in der Abteilung Landwirtschaft regelt das Staatsministerium, in der Abteilung Hauswirtschaft die Schulleitung. 2Die Schulleitung legt die Sommersemestertage im fachpraktischen Semester der Abteilung Landwirtschaft fest. 3Die Zahl der Unterrichtsstunden ergibt sich aus den Stundentafeln (Anlagen 1 bis 4) und beträgt mindestens 600 Unterrichtsstunden; dies entspricht in der Regel 20 Unterrichtswochen je fachtheoretischem Semester. 4Abweichend davon umfasst der einsemestrige Studiengang der Abteilung Hauswirtschaft in der Regel 22 Unterrichtswochen.
(3) 1Der dreisemestrige Studiengang der Abteilung Landwirtschaft umfasst in folgender Reihenfolge ein fachtheoretisches, ein fachpraktisches und ein weiteres fachtheoretisches Semester. 2Vor Beginn des ersten fachtheoretischen Semesters der Abteilung Landwirtschaft sollen die Studierenden allgemeine betriebliche und produktionstechnische Daten erheben, die der Erstellung der Betriebsdokumentation im ersten Semester dienen. 3Im fachpraktischen Semester erstellen die Studierenden eine betriebsbezogene Semesterarbeit. 4Zusätzlich führt die Schule 15 Sommersemestertage durch.
(4) 1Die Studiengänge in der Abteilung Hauswirtschaft können nach Genehmigung durch das Staatsministerium in Teilzeitform durchgeführt werden. 2Im einsemestrigen Studiengang in Teilzeitform soll die Semesterdauer 21 Monate nicht überschreiten.
§ 29
Zugangsvoraussetzungen
Für die einzelnen Studiengänge sind folgende Zugangsvoraussetzungen zu erfüllen:
1.
Im dreisemestrigen Studiengang der Abteilung Landwirtschaft sind der Berufsabschluss in einem anerkannten Ausbildungsberuf der Landwirtschaft und zusätzlich ein Jahr einschlägige Berufspraxis erforderlich.
2.
Im dreisemestrigen Studiengang der Abteilung Hauswirtschaft sind der Berufsabschluss im Ausbildungsberuf Hauswirtschafter/Hauswirtschafterin sowie zusätzlich ein Jahr einschlägige Berufspraxis oder ein Nachweis über die Erfüllung der Zulassungsvoraussetzungen gemäß § 2 der Verordnung über die Anforderungen der Meisterprüfung für den Beruf Hauswirtschafter/Hauswirtschafterin vom 28. Juli 2005 (BGBl. I S. 2278) erforderlich.
3.
Im zweisemestrigen Studiengang der Abteilung Hauswirtschaft ist der Berufsabschluss im Ausbildungsberuf Hauswirtschafter/Hauswirtschafterin erforderlich.
4.
Im einsemestrigen Studiengang der Abteilung Hauswirtschaft ist ein nicht hauswirtschaftlicher Berufsabschluss mit in der Regel ausreichender praktischer Berufstätigkeit nachzuweisen; ergänzend dazu kann Personen, die keine Aufnahme in den einsemestrigen Studiengang der Abteilung Hauswirtschaft beantragen, die Teilnahme an den Fächern „Berufs- und Arbeitspädagogik“ oder „Unternehmensführung“ im Sachthema „Unternehmensgründung“ gemäß § 6 Abs. 5 gestattet werden.
§ 30
Große Leistungsnachweise
(1) 1In allen Pflichtfächern mit einer oder zwei Wochenstunden ist in jedem fachtheoretischen Semester mindestens ein großer Leistungsnachweis, bei allen übrigen Pflichtfächern sind mindestens zwei große Leistungsnachweise zu erbringen. 2Abweichend von Satz 1 muss in den Studiengängen der Abteilung Hauswirtschaft in jedem Pflichtfach mindestens ein großer Leistungsnachweis durchgeführt werden.
(2) In den nachfolgenden Fächern sind die großen Leistungsnachweise wie folgt zu erbringen:
im Pflichtfach Rhetorik und Gesprächsführung in Form eines Vortrags oder einer Moderation,
in Pflichtfächern mit überwiegend fachpraktischem Unterricht in der Abteilung Hauswirtschaft mindestens ein großer Leistungsnachweis in praktischer Form.
§ 31
Kleine Leistungsnachweise
(1) 1In jedem fachtheoretischen Semester wird in den Pflichtfächern mit einer Wochenstunde mindestens ein kleiner Leistungsnachweis, in allen anderen Pflichtfächern werden mindestens zwei kleine Leistungsnachweise durchgeführt. 2Abweichend davon muss im dreisemestrigen Studiengang der Abteilung Hauswirtschaft in jedem Pflichtfach mindestens ein kleiner Leistungsnachweis durchgeführt werden.
(2) 1Im fachpraktischen Semester der Abteilung Landwirtschaft ist zum Abschluss jedes Sommersemestertages ein kleiner Leistungsnachweis zu erbringen. 2Mehrere thematisch zusammengehörige Sommersemestertage können in einem Leistungsnachweis zusammengefasst werden. 3In diesem Fall erfolgt die Gewichtung entsprechend der Anzahl an zugehörigen Sommersemestertagen.
§ 32
Semesterarbeit, Betriebsdokumentation
(1) In der Abteilung Landwirtschaft ist im ersten fachtheoretischen Semester eine Betriebsdokumentation im Fach Betriebslehre anzufertigen, in der die Produktionsfaktoren eines landwirtschaftlichen Betriebes beschrieben und beurteilt werden.
(2) Im fachpraktischen Semester der Abteilung Landwirtschaft ist eine Semesterarbeit zu erstellen und zu bewerten.
§ 33
Prüfungsausschuss
(1) 1Die Abschlussprüfungen werden vor einem Prüfungsausschuss abgelegt. 2Den Vorsitz in den Prüfungsausschüssen führt die Schulleitung. 3Entspricht die Fachrichtung der Schulleitung nicht der Fachrichtung der Abteilung der Schule, in der die Abschlussprüfung abgenommen wird, ist das vorsitzende Mitglied des Prüfungsausschusses die Leitung dieser Abteilung. 4Der Prüfungsausschuss setzt sich aus dem vorsitzenden Mitglied und Lehrkräften, die in den Prüfungsfächern unterrichten, zusammen. 5Im Bedarfsfall kann das vorsitzende Mitglied des Prüfungsausschusses zusätzliche Ausschussmitglieder berufen, insbesondere Lehrkräfte einer Landwirtschaftsschule oder Mitglieder der fachlich und örtlich zuständigen Meisterprüfungsausschüsse. 6Für Mitglieder des Prüfungsausschusses, die nicht Mitglieder der Lehrerkonferenz sind, gelten die Verschwiegenheitspflicht und die Pflicht zur vertraulichen Behandlung gemäß § 4 Abs. 8 entsprechend.
(2) Über die Prüfungsvorgänge ist eine Niederschrift zu fertigen und vom Vorsitzenden des Prüfungsausschusses zu unterzeichnen.
§ 34
Verhinderung der Teilnahme
1Wer eine Prüfungsarbeit ohne zwingenden Grund versäumt, erhält die Note 6 „ungenügend“. 2Studierende, die an der Abschlussprüfung in allen oder einzelnen Fächern infolge eines von ihnen nicht zu vertretenden Grundes nicht teilnehmen konnten, können die Abschlussprüfung oder die nicht abgelegten Prüfungsteile mit Genehmigung des vorsitzenden Mitglieds des Prüfungsausschusses nachholen. 3Das Staatsministerium oder eine von ihm beauftragte Stelle stellt die schriftlichen Aufgaben. 4Das Staatsministerium legt den Nachtermin und die Schule fest, an der die Prüfung nachgeholt wird. 5Die Prüfung muss bis spätestens sechs Monate nach Abschluss des letzten Prüfungsteils nachgeholt sein.
§ 35
Prüfungsfächer
Es werden folgende Pflichtfächer geprüft:
1.
In der Abteilung Landwirtschaft
a)
Landwirtschaftlicher Pflanzenbau,
b)
Landwirtschaftliche Tierhaltung,
c)
Berufsausbildung und Mitarbeiterführung,
d)
Unternehmensführung.
2.
In der Abteilung Hauswirtschaft
a)
im dreisemestrigen Studiengang (Fachschule für hauswirtschaftliche Betriebsführung)
aa)
Hauswirtschaftliche Versorgungs- und Betreuungsleistungen,
bb)
Betriebs- und Unternehmensführung,
cc)
Berufs- und Arbeitspädagogik,
b)
im zweisemestrigen Studiengang (Fachschule für Haushalt und Familie)
aa)
Haushaltsmanagement,
bb)
Ernährung und Service,
cc)
Erziehung und Familie,
dd)
Berufs- und Arbeitspädagogik,
ee)
Unternehmensgründung und Projektmanagement,
c)
im einsemestrigen Studiengang (Fachschule für Ernährung und Haushaltsführung)
aa)
Berufs- und Arbeitspädagogik,
bb)
Haus- und Textilpraxis, Küchenpraxis, Hausgartenbau in Form einer fächerübergreifenden fachpraktischen Prüfung (FFP).
§ 36
Prüfungsverfahren, Prüfungsdauer
(1) 1Die Abschlussprüfung wird in der Abteilung Landwirtschaft schriftlich und in Form einer Wirtschafterarbeit durchgeführt. 2Die Dauer der schriftlichen Prüfungen beträgt in den Fächern:
1.
Landwirtschaftlicher Pflanzenbau:
180 Minuten
2.
Landwirtschaftliche Tierhaltung:
180 Minuten
3.
Berufsausbildung und Mitarbeiterführung:
150 Minuten.
3In den Prüfungsfächern „Landwirtschaftlicher Pflanzenbau“ und „Landwirtschaftliche Tierhaltung“ stehen jeweils zwei Themen zur Wahl. 4Im Prüfungsfach „Unternehmensführung“ ist eine Wirtschafterarbeit als Hausarbeit zu erstellen. 5Die Wirtschafterarbeit umfasst die produktionstechnische und betriebswirtschaftliche Analyse sowie die Entwicklungsmöglichkeiten eines landwirtschaftlichen Betriebs oder eines wesentlichen Betriebszweigs.
(2) 1Die Abschlussprüfung in der Abteilung Hauswirtschaft im dreisemestrigen Studiengang wird schriftlich, im Fach „Berufs- und Arbeitspädagogik“ schriftlich im ersten Semester, praktisch und mündlich im zweiten Semester durchgeführt. 2Die Dauer der Prüfungen beträgt in den Fächern:
1.
Hauswirtschaftliche Versorgungs- und Betreuungsleistungen (schriftlich):
180 Minuten
2.
Betriebs- und Unternehmensführung (schriftlich):
180 Minuten
3.
Berufs- und Arbeitspädagogik:


schriftlicher Teil:
180 Minuten

praktischer Teil:
60 Minuten

davon Arbeitsunterweisung (AU):
45 Minuten


und Fachgespräch:
15 Minuten.
(3) 1Die Abschlussprüfung in der Abteilung Hauswirtschaft im zweisemestrigen Studiengang wird schriftlich und mündlich, im Fach „Berufs- und Arbeitspädagogik“ schriftlich im ersten Semester, praktisch und mündlich im zweiten Semester durchgeführt. 2Die Dauer der Prüfungen beträgt in den Fächern:
1.
Haushaltsmanagement (schriftlich):
180 Minuten
2.
Ernährung und Service (schriftlich):
90 Minuten
3.
Erziehung und Familie (schriftlich):
90 Minuten
4.
Berufs- und Arbeitspädagogik:


schriftlicher Teil:
180 Minuten

praktischer Teil:
60 Minuten

davon Arbeitsunterweisung (AU):
45 Minuten


und Fachgespräch:
15 Minuten
5.
Unternehmensgründung und Projektmanagement:

Präsentation:
15 Minuten

Kolloquium:
30 Minuten.
3Das Thema der Präsentation wird zu Beginn des zweiten Semesters auf Vorschlag des Prüflings von der zuständigen Lehrkraft festgelegt.
(4) 1Die Abschlussprüfung in der Abteilung Hauswirtschaft im einsemestrigen Studiengang wird in den Fächern „Haus- und Textilpraxis, Küchenpraxis und Hausgartenbau“ in praktischer Form in einer „Fächerübergreifenden Fachpraktischen Prüfung“ (FFP) und im Fach „Berufs- und Arbeitspädagogik“ schriftlich, praktisch und mündlich durchgeführt. 2Die Dauer der Prüfung beträgt in den Fächern:
1.
Berufs- und Arbeitspädagogik:


schriftlicher Teil:
180 Minuten

praktischer Teil:
60 Minuten

davon Arbeitsunterweisung (AU):
45 Minuten


und Fachgespräch:
15 Minuten
2.
Haus- und Textilpraxis, Küchenpraxis und Hausgartenbau (FFP):
150 Minuten.
3Die Studierenden erhalten die Prüfungsthemen für die Prüfung nach Satz 2 Nr. 2 eine Woche vor dem Prüfungstermin. 4Sie erstellen eine schriftliche Ausarbeitung, die unmittelbar vor Beginn der praktischen Prüfung abzugeben ist.
§ 37
Schriftliche Prüfungen
(1) 1Für die schriftliche Prüfung werden die Prüfungsthemen, die zugelassenen Hilfsmittel sowie die Prüfungstermine nach Vorgaben des Staatsministeriums festgelegt. 2Die Schulleitung reicht nach Anforderung Themenvorschläge ein.
(2) 1In der Abteilung Landwirtschaft entsprechen die Prüfungsfächer „Landwirtschaftlicher Pflanzenbau“ und „Landwirtschaftliche Tierhaltung“ dem Prüfungsteil „Produktions- und Verfahrenstechnik“ in der Meisterprüfung. 2Nach Terminvorgabe des Staatsministeriums wird ein Thema für die Wirtschafterarbeit von der zuständigen Lehrkraft festgelegt. 3Dabei soll nach Zulassung zur Meisterprüfung das vom Meisterprüfungsausschuss beschlossene Thema festgelegt werden. 4Themenvorschläge der Prüfungsteilnehmer sind zu berücksichtigen. 5Nach Festlegung des Themas der Wirtschafterarbeit ist diese innerhalb eines Zeitraums von sechs Monaten zu fertigen.
(3) Im dreisemestrigen Studiengang der Abteilung Hauswirtschaft entsprechen die Prüfungsfächer „Hauswirtschaftliche Betreuungs- und Versorgungsleistungen“ und „Betriebs- und Unternehmensführung“ den Prüfungsteilen in der Meisterprüfung.
§ 38
Berufs- und Arbeitspädagogik
(1) 1Die Prüfung im Fach „Berufs- und Arbeitspädagogik“ in der Abteilung Hauswirtschaft findet entsprechend § 4 Abs. 2 und 4 der Ausbilder-Eignungsverordnung statt; der Inhalt dieses Unterrichtsfachs entspricht den in § 3 der Ausbilder-Eignungsverordnung genannten Anforderungen. 2Dies kann den Studierenden bestätigt werden. 3Die Studierenden können bei der zuständigen Stelle gemäß § 6 Abs. 3 der Ausbilder-Eignungsverordnung die Befreiung von der Prüfung nach § 4 der Ausbilder-Eignungsverordnung beantragen, wenn die Prüfung im Fach „Berufs- und Arbeitspädagogik“ in der Abteilung Hauswirtschaft im schriftlichen und praktischen Teil jeweils mit mindestens Note 4 „ausreichend“ bewertet wurde.
(2) Studierende, die vor der Zulassung die berufs- und arbeitspädagogische Eignung nach §§ 4 und 6 der Ausbilder-Eignungsverordnung nachweisen, können durch die Schulleitung auf schriftlichen Antrag von der Teilnahme am Unterricht sowie an den Leistungsnachweisen und der schriftlichen und praktischen Abschlussprüfung im Fach Berufs- und Arbeitspädagogik befreit werden.
(3) 1Prüfungsteilnehmer, die im Fach „Berufs- und Arbeitspädagogik“ im schriftlichen oder praktischen Prüfungsteil die Note 5 „mangelhaft“ erzielt haben, können auf schriftlichen Antrag den nicht bestandenen Teil oder die nicht bestandenen Teile der Prüfung zum nächsten Prüfungstermin nach Abschluss des Studiengangs einmal wiederholen. 2Eine Wiederholung zur reinen Notenverbesserung ist nicht möglich.
§ 39
Berufsausbildung und Mitarbeiterführung
1Die Abschlussprüfung im Fach „Berufsausbildung und Mitarbeiterführung“ findet am Ende des ersten Semesters statt. 2Studierende in der Abteilung Landwirtschaft legen mit der Abschlussprüfung im Fach „Berufsausbildung und Mitarbeiterführung“ den schriftlichen Teil der Prüfung über den Nachweis der berufs- und arbeitspädagogischen Eignung nach der Ausbilder-Eignungsverordnung sowie der Prüfung nach der Verordnung über die Anforderungen in der Meisterprüfung für den Beruf Landwirt/Landwirtin im Teil „Berufsausbildung und Mitarbeiterführung“ ab.
§ 40
Festsetzung der Fortgangsnoten, Bewertung der Prüfungsleistungen, Prüfungsergebnis
(1) 1Vor Beginn der Abschlussprüfung werden in der Lehrerkonferenz entsprechend §§ 16 und 19 die Fortgangsnoten festgestellt; die Noten der Abschlussprüfungen werden vom Prüfungsausschuss beschlossen. 2Abweichend davon werden die Fortgangsnoten im Fach „Berufs- und Arbeitspädagogik“ und in den zur Fächerübergreifenden Fachpraktischen Prüfung zugehörigen Fächern in der Abteilung Hauswirtschaft erst am Semesterende von der Lehrerkonferenz beschlossen.
(2) 1Die Leistungen in den Abschlussprüfungen werden von zwei Mitgliedern des Prüfungsausschusses, in der Regel von der zuständigen Lehrkraft sowie einem weiteren Mitglied, unabhängig voneinander nach Maßgabe des Staatsministeriums bewertet. 2Jeder Prüfer bewertet jede Leistung mit einer ganzen Note. 3Die Noten für die Leistungen ergeben sich aus dem arithmetischen Mittel der Bewertungen der Prüfer.
(3) Für die Bewertung der Prüfungsleistungen gelten § 16 Abs. 2 und 3.
(4) 1Abweichend von den Abs. 2 und 3 werden die Leistungen in der Abschlussprüfung in der Abteilung Landwirtschaft sowie im dreisemestrigen Studiengang der Abteilung Hauswirtschaft nach Maßgabe der für die jeweilige Meisterprüfung relevanten Regelungen von einer nach § 40 Abs. 1 und 2 Berufsbildungsgesetz (BBiG) besetzten Prüferdelegation abgenommen. 2Die Bewertung der Leistungen erfolgt nach Maßgabe des Berufsbildungsgesetzes und der auf dessen Grundlage erlassenen Prüfungsordnungen.
§ 41
Abschlusszeugnisse (vergleiche Art. 54, 55 BayEuG)
(1) 1Im Abschlusszeugnis sind auszuweisen:
die Gesamtnote in Worten nach Maßgabe des § 16 Abs. 2 und 3,
die auf zwei Dezimalstellen errechnete Gesamtnote,
die Zeugnisnoten der Pflichtfächer des Abschlusssemesters,
die Zeugnisnoten der in den vorausgegangenen Semestern abgeschlossenen Pflicht- und Prüfungsfächer und
Thema und Bewertung der Wirtschafterarbeit.
2Die Teilnahme an den Seminaren laut Stundentafel sowie an Wahlfächern wird in das Abschlusszeugnis mit der Bemerkung „teilgenommen“ eingetragen. 3Der Nachweis der berufs- und arbeitspädagogischen Eignung wird mit der Bemerkung: ‚Die Inhalte des Unterrichtsfachs „Berufs- und Arbeitspädagogik“ entsprechen den in § 3 Ausbilder-Eignungsverordnung genannten Anforderungen‘ eingetragen.
(2) 1Die Abschlusszeugnisnote wird in Prüfungsfächern aus der Fortgangsnote des Abschlusssemesters und der Prüfungsnote errechnet; dabei sind beide Noten gleichwertig. 2Im einsemestrigen Studiengang der Abteilung Hauswirtschaft ist die Prüfungsnote in der Fächerübergreifenden Fachpraktischen Prüfung zugleich die Abschlusszeugnisnote. 3Im zweisemestrigen Studiengang der Abteilung Hauswirtschaft wird die Fortgangsnote aus den Semesterfortgangsnoten des ersten und zweiten Semesters errechnet; dabei sind beide Noten gleichwertig. 4In den übrigen Fächern ist die Fortgangsnote zugleich die Note des Abschlusszeugnisses. 5Die Abschlusszeugnisnoten sind als ganze Noten auszuweisen.
(3) 1Im Abschlusszeugnis wird zusätzlich eine Gesamtnote mit zwei Dezimalstellen ausgewiesen. 2Diese wird wie folgt errechnet:
1.
In den zwei- und dreisemestrigen Studiengängen der Abteilung Landwirtschaft und Hauswirtschaft wird die Gesamtnote aus den Abschlusszeugnisnoten aller Prüfungsfächer und Pflichtfächer errechnet; dabei werden die Zeugnisnoten der Prüfungsfächer je zweifach, die Zeugnisnoten der sonstigen Pflichtfächer einfach gewertet.
2.
Im einsemestrigen Studiengang der Abteilung Hauswirtschaft wird die Gesamtnote aus den Noten der Pflichtfächer gebildet; dabei wird die Note der „Fächerübergreifenden Fachpraktischen Prüfung“ wie ein Pflichtfach gewertet; alle Noten sind gleichwertig.
(4) Abschlusszeugnisse, Urkunden und sonstige Bestätigungen werden nach Vorgaben des Staatsministeriums erstellt.
(5) Abweichend von Abs. 2 gilt in den Studiengängen der Abteilung Hauswirtschaft:
1.
In allen Studiengängen der Abteilung Hauswirtschaft wird im Prüfungsfach Berufs- und Arbeitspädagogik die Note im Abschlusszeugnis aus der „schriftlichen Note“ nach § 19 Abs. 3 Satz 1 und der Note im praktischen Teil gebildet; beide Noten sind gleichwertig.
2.
Im Fach „Unternehmensgründung“ im zweisemestrigen Studiengang zählt bei der Bildung der Abschlusszeugnisnote die Note der Präsentation zweifach, die Note des Kolloquiums einfach.
3.
In der „Fächerübergreifenden Fachpraktischen Prüfung“ im einsemestrigen Studiengang wird die Abschlusszeugnisnote aus den Bewertungen der Prüfer mit gleicher Gewichtung berechnet; diese ist im Abschlusszeugnis als ganze Note auszuweisen.
§ 42
Bestehen und Wiederholen
(1) 1Das Abschlusssemester ist bestanden, wenn die Gesamtnote mindestens „ausreichend“ ist und wenn im Abschlusszeugnis in keinem Pflichtfach die Zeugnisnote 6 „ungenügend“ oder in höchstens einem Pflichtfach die Zeugnisnote 5 „mangelhaft“ erteilt worden ist. 2Abweichend von Satz 1 ist das Abschlusssemester auch bestanden, wenn
1.
die Gesamtnote „ausreichend“ ist,
2.
in nur einem Prüfungsfach und in einem sonstigen Pflichtfach oder in zwei sonstigen Pflichtfächern die Zeugnisnote 5 „mangelhaft“ ist und
3.
in einem anderen Prüfungsfach die Zeugnisnote 1 „sehr gut“ oder in zwei Prüfungsfächern oder in einem Prüfungsfach und in einem sonstigen Pflichtfach jeweils wenigstens die Zeugnisnote 2 „gut“ erzielt wurde.
(2) Die ermittelten Zeugnisnoten im Prüfungsfach „Berufsausbildung und Mitarbeiterführung“ in der Abteilung Landwirtschaft oder „Berufs- und Arbeitspädagogik“ im dreisemestrigen Studiengang der Abteilung Hauswirtschaft werden zum Bestehen des Studiengangs nicht berücksichtigt.
(3) In der Abteilung Landwirtschaft ist im dreisemestrigen Studiengang das Abschlusssemester außer in den Fällen des Abs. 1 Satz 1 nicht bestanden, wenn in der Wirtschafterarbeit die Note 6 „ungenügend“ erzielt wurde; ein Notenausgleich nach Abs. 1 Satz 2 ist nicht möglich.
(4) Studierende, die das Abschlusssemester nicht bestanden haben, erhalten ein Zeugnis mit den Einzelnoten und dem Vermerk über das Nichtbestehen dieses Semesters.
(5) 1Bei Nichtbestehen kann das Abschlusssemester einschließlich der Abschlussprüfung einmal wiederholt werden. 2Mit Genehmigung des Staatsministeriums ist eine zweite Wiederholung möglich. 3Eine Wiederholung der schriftlichen Abschlussprüfung in den Prüfungsfächern „Berufsausbildung und Mitarbeiterführung“ und „Berufs- und Arbeitspädagogik“ zur Notenverbesserung ist während des Studiengangs nicht möglich.
§ 43
Berufsbezeichnung, Urkunden, Berechtigungen
(1) 1Studierende, die einen Studiengang der Landwirtschaftsschulen erfolgreich abgeschlossen haben, erhalten ein Abschlusszeugnis sowie eine Urkunde über die erworbene Berufsbezeichnung. 2Mit dem Zeugnis des zweisemestrigen Studiengangs der Abteilung Hauswirtschaft wird der erfolgreiche Besuch der Landwirtschaftsschule gemäß § 3 Abs. 1 Nr. 4 der Prüfungsordnung für die Fachschulen für Dorfhelferinnen und Dorfhelfer nachgewiesen.
(2) 1Die Absolventen sind berechtigt, folgende Berufsbezeichnungen zu führen:
1.
Landwirtschaftsschule, Abteilung Landwirtschaft: „Staatlich geprüfte Wirtschafterin für Landbau“ oder „Staatlich geprüfter Wirtschafter für Landbau“, die Berufsbezeichnung kann mit oder ohne den Zusatz „Bachelor Professional in Agrarwirtschaft“ geführt werden,
2.
Landwirtschaftsschule, Abteilung Hauswirtschaft
a)
im dreisemestrigen Studiengang (Fachschule für hauswirtschaftliche Betriebsführung): „Staatlich geprüfte Wirtschafterin für Ernährung und Haushaltsmanagement“ oder „Staatlich geprüfter Wirtschafter für Ernährungs- und Haushaltsmanagement“, die Berufsbezeichnung kann mit oder ohne den Zusatz „Bachelor Professional in Agrarwirtschaft“ geführt werden,
b)
im einsemestrigen Studiengang (Fachschule für Ernährung und Haushaltsführung): „Fachkraft für Ernährung und Haushaltsführung“.
2Im zweisemestrigen Studiengang (Fachschule für Haushalt und Familie) erwerben die Studierenden mit Bestehen des „Teil I der Abschlussprüfung“ die Berechtigung, Teil II der Weiterbildung zur Dorfhelferin oder zum Dorfhelfer zu besuchen.

Kapitel 1 Allgemeines

§ 44
Fachrichtung
Die Fachakademie wird mit der Fachrichtung Ernährungs- und Versorgungsmanagement geführt.
§ 45
Bildungsziele
(1) 1Im Rahmen des gemeinsamen Bildungs- und Erziehungsauftrags aller Schulen (Art. 1 BayEUG) sowie des gemeinsamen Bildungsauftrags der Schulen gemäß § 2 hat die Fachakademie das Ziel, die Studierenden zur Übernahme von Aufgaben als Fach- und Führungskräfte in hauswirtschaftlichen und landwirtschaftlich-hauswirtschaftlichen Betrieben und Dienstleistungsunternehmen sowie einer unternehmerischen Tätigkeit vorzubereiten. 2Sie schafft die fachlichen Voraussetzungen für die Laufbahn der landwirtschaftlich-hauswirtschaftlichen Fachlehrerinnen oder Fachlehrer und Fachberaterinnen oder Fachberater sowie für die Laufbahn eines entsprechenden landwirtschaftlich-technischen öffentlichen Dienstes und für die Laufbahn Fachlehrerin oder Fachlehrer für Ernährung und Versorgung an berufsbildenden Schulen oder vergleichbare Angestellte.
(2) Die Fachakademie dient der vertieften beruflichen Fortbildung und vermittelt auch die für ein Fachhochschulstudium erforderlichen Lern- und Arbeitstechniken.
§ 46
Bildungsdauer, Unterrichtsgestaltung
(1) 1Die Fortbildung an der Fachakademie dauert in Vollzeitform drei Schuljahre. 2Sie gliedert sich in folgende Abschnitte:
1.
einen Abschnitt von eineinhalb Schuljahren an der Fachakademie,
2.
ein daran anschließendes von der Fachakademie begleitetes Berufspraktikum von einem halben Schuljahr und
3.
einen daran anschließenden Abschnitt von einem Schuljahr an der Fachakademie.
(2) Die Zahl der Unterrichtsstunden ergibt sich aus der Stundentafel (Anlage 5).
§ 47
Zugangsvoraussetzungen
(1) Für die Aufnahme in das erste Schuljahr der Fachakademie sind ein mittlerer Schulabschluss und zusätzlich eine einschlägige abgeschlossene Berufsausbildung in einem staatlich anerkannten Ausbildungsberuf mit einer Regelausbildungsdauer von mindestens drei Jahren erforderlich.
(2) 1Bewerber mit dem Abschluss „Staatlich geprüfter Wirtschafter/Staatlich geprüfte Wirtschafterin für Ernährung und Haushaltsmanagement“ sowie „Meister/Meisterin der Hauswirtschaft“ können zu Beginn des zweiten Schuljahres in die Fachakademie aufgenommen werden. 2Bewerber mit dem Abschluss „Staatlich geprüfter Techniker/Staatlich geprüfte Technikerin für Hauswirtschaft und Ernährung“ oder Bewerber mit vergleichbarem Schulabschluss können zu Beginn des dritten Schuljahres in die Fachakademie aufgenommen werden.
§ 48
Große Leistungsnachweise
1In allen Pflicht- und Zusatzfächern mit einer Wochenstunde ist mindestens ein großer Leistungsnachweis, in allen übrigen Pflicht- und Zusatzfächern sind in jedem Schuljahr mindestens zwei große Leistungsnachweise zu erbringen. 2Abweichend von Satz 1 sind in Schuljahren, die mindestens zwölf Wochen Berufspraktikum enthalten, in Pflicht- und Zusatzfächern mit weniger als sechs Wochenstunden mindestens ein großer Leistungsnachweis, in allen anderen Pflicht- und Zusatzfächern mindestens zwei große Leistungsnachweise zu erbringen. 3In Wahlfächern werden keine großen Leistungsnachweise erbracht.
§ 49
Kleine Leistungsnachweise
1In jedem Schuljahr sind in den Pflicht- und Zusatzfächern mit einer Wochenstunde mindestens ein kleiner Leistungsnachweis, in allen anderen Pflicht- und Zusatzfächern mindestens zwei kleine Leistungsnachweise zu erbringen. 2Abweichend von Satz 1 sind in Schuljahren, die mindestens zwölf Wochen Betriebspraktikum enthalten, in Pflicht- und Zusatzfächern mit weniger als sechs Wochenstunden mindestens ein kleiner Leistungsnachweis, in allen anderen Pflicht- und Zusatzfächern mindestens zwei kleine Leistungsnachweise zu erbringen.
§ 50
Berufspraktikum, Praktikumsbericht
(1) Die Schulleitung wählt in Absprache mit den Studierenden die Praktikumsbetriebe aus.
(2) 1Das Praktikum ist in Form eines Praktikumsberichts zu dokumentieren und zu präsentieren. 2Der Praktikumsbericht zählt als großer Leistungsnachweis im Fach „Betriebsmanagement“ des dritten Schuljahrs.
§ 51
Prüfungsausschuss
(1) 1Die Abschlussprüfungen werden vor einem Prüfungsausschuss abgelegt. 2Den Vorsitz im Prüfungsausschuss führt eine vom Staatsministerium bestellte Person oder in deren Vertretung die Schulleitung. 3Der Prüfungsausschuss setzt sich aus dem vorsitzenden Mitglied, der Schulleitung und Lehrkräften, die in den Prüfungsfächern unterrichten, zusammen. 4Im Bedarfsfall kann die Schulleitung in Absprache mit dem vorsitzenden Mitglied zusätzliche Ausschussmitglieder berufen. 5Für Mitglieder, die nicht Mitglieder der Lehrerkonferenz sind, gelten die Verschwiegenheitspflicht und die Pflicht zur vertraulichen Behandlung gemäß § 4 Abs. 8 entsprechend.
(2) Über die Prüfungsvorgänge ist eine Niederschrift zu fertigen und vom Vorsitzenden des Prüfungsausschusses zu unterzeichnen.
§ 52
Verhinderung der Teilnahme
1Wer eine Prüfungsarbeit ohne zwingenden Grund versäumt, erhält die Note 6 „ungenügend“. 2Studierende, die an der Abschlussprüfung in allen oder einzelnen Fächern infolge eines von ihnen nicht zu vertretenden Grundes nicht teilnehmen konnten, können die Abschlussprüfung oder die nicht abgelegten Prüfungsteile mit Genehmigung des vorsitzenden Mitglieds des Prüfungsausschusses nachholen. 3Das Staatsministerium oder eine von ihm beauftragte Stelle stellt die schriftlichen Aufgaben. 4Das Staatsministerium legt den Nachholtermin fest. 5Die Prüfung muss bis spätestens sechs Monate nach Abschluss des letzten Prüfungsteils nachgeholt sein.
§ 53
Prüfungsfächer, Prüfungsverfahren, Prüfungsdauer
1Die Fachakademie endet mit einer Abschlussprüfung. 2Den Zeitpunkt der Abschlussprüfung legt das Staatsministerium fest. 3Die Abschlussprüfung wird schriftlich, mündlich und praktisch in den folgenden Fächern durchgeführt:
1.
Ernährung und Gesundheit (schriftlich)
180 Minuten
2.
Rechnungswesen und Controlling (schriftlich)
180 Minuten
3.
Betriebslehre und Personalwirtschaft (schriftlich)
180 Minuten
4.
Betriebsmanagement

Ausarbeitung
240 Minuten
Praktische Prüfung
240 Minuten
und Prüfungsgespräch
etwa 20 Minuten
5.
Berufs- und Arbeitspädagogik

Schriftlich
180 Minuten
Praktisch
60 Minuten
Davon Arbeitsunterweisung (AU)
45 Minuten
und Fachgespräch
15 Minuten.
§ 54
Schriftliche Prüfung
(1) 1Für die schriftliche Prüfung werden die Prüfungsthemen, die zugelassenen Hilfsmittel sowie die Prüfungstermine nach Vorgaben des Staatsministeriums festgelegt. 2Die Schulleitung reicht nach Anforderung Themenvorschläge ein.
(2) Die schriftliche Abschlussprüfung in den Fächern „Ernährung und Gesundheit“, „Rechnungswesen und Controlling“, „Betriebslehre und Personalwirtschaft“ findet am Ende des dritten Schuljahres statt, die schriftliche Abschlussprüfung im Fach „Berufs- und Arbeitspädagogik“ findet im dritten Schuljahr statt.
§ 55
Mündliche Prüfung
(1) Wenn die Jahresfortgangsnote und die Note der schriftlichen Prüfung um mehr als eine Note auseinanderliegen, wird auf Antrag in einem oder mehreren der folgenden Prüfungsfächer mündlich geprüft:
1.
Ernährung und Gesundheit,
2.
Rechnungswesen und Controlling,
3.
Betriebslehre und Personalwirtschaft.
(2) 1Die mündliche Prüfung dauert jeweils 20 Minuten. 2Die Bewertung erfolgt nach Maßgabe des § 57 Abs. 2.
§ 56
Praktische Prüfung, Berufs- und Arbeitspädagogik
(1) Die praktische Prüfung im Fach „Betriebsmanagement“ findet am Ende des dritten Schuljahres statt.
(2) Die praktische Prüfung im Fach „Berufs- und Arbeitspädagogik“ findet im zweiten Schuljahr statt.
(3) 1Die gesamte Prüfung im Fach „Berufs- und Arbeitspädagogik“ findet nach Maßgabe von § 4 Abs. 2 und 4 der Ausbilder-Eignungsverordnung statt. 2Der Inhalt dieses Prüfungsfachs entspricht den in § 3 der Ausbilder-Eignungsverordnung genannten Anforderungen. 3Dies kann den Studierenden bestätigt werden. 4Die Studierenden können bei der zuständigen Stelle gemäß § 6 Abs. 3 der Ausbilder-Eignungsverordnung die Befreiung von der Prüfung nach § 4 der Ausbilder-Eignungsverordnung beantragen, wenn die Prüfung im Fach „Berufs- und Arbeitspädagogik“ im schriftlichen und praktischen Teil jeweils mit mindestens Note 4 „ausreichend“ bewertet wurde.
(4) Studierende, die vor der Zulassung die berufs- und arbeitspädagogische Eignung nach den §§ 4 und 6 der Ausbilder-Eignungsverordnung nachweisen, können durch die Schulleitung auf schriftlichen Antrag von der Teilnahme am Unterricht sowie an den Leistungsnachweisen und der schriftlichen und praktischen Abschlussprüfung im Fach Berufs- und Arbeitspädagogik befreit werden.
(5) 1Prüfungsteilnehmer, die im Fach „Berufs- und Arbeitspädagogik“ im schriftlichen oder praktischen Prüfungsteil die Note 5 „mangelhaft“ erzielt haben, können auf schriftlichen Antrag den nicht bestandenen Teil oder die nicht bestandenen Teile der Prüfung zum nächsten Prüfungstermin nach Abschluss der Schule einmal wiederholen. 2Eine Wiederholung zur Notenverbesserung ist nicht möglich.
§ 57
Festsetzung der Fortgangsnoten, Bewertung der Prüfungsleistungen, Prüfungsergebnis
(1) 1Vor Beginn der Abschlussprüfung werden in der Lehrerkonferenz entsprechend §§ 16 und 19 am Ende des dritten Schuljahres die Fortgangsnoten festgestellt. 2Die Noten der Abschlussprüfungen werden vom Prüfungsausschuss beschlossen. 3Abweichend davon wird die Fortgangsnote im Fach „Berufs- und Arbeitspädagogik“ am Ende des zweiten Schuljahres beschlossen.
(2) 1Die Leistungen in den Abschlussprüfungen werden von zwei Mitgliedern des Prüfungsausschusses, in der Regel von der zuständigen Lehrkraft sowie einem weiteren Mitglied, unabhängig voneinander nach Maßgabe des Staatsministeriums bewertet. 2Jeder Prüfer bewertet jede Leistung mit einer ganzen Note. 3Die Noten für die Leistungen ergeben sich aus dem arithmetischen Mittel der Bewertungen der Prüfer.
(3) Für die Bewertung der Prüfungsleistungen gilt § 16 Abs. 2 und 3.
§ 58
Abschlusszeugnisse
(1) 1Im Abschlusszeugnis sind auszuweisen:
1.
die Gesamtnote in Worten nach Maßgabe des § 16 Abs. 2 und 3,
2.
die auf zwei Dezimalstellen errechnete Gesamtnote,
3.
die Zeugnisnoten der Pflichtfächer des Abschlussjahres und
4.
die Zeugnisnoten der in den vorausgegangenen Schuljahren abgeschlossenen Pflicht- und Prüfungsfächer.
2Die Teilnahme an den Seminaren laut Stundentafel sowie an Wahlfächern wird in das Abschlusszeugnis mit der Bemerkung „teilgenommen“ eingetragen. 3Der Nachweis der berufs- und arbeitspädagogischen Eignung wird mit der Bemerkung: „Die Inhalte des Unterrichtsfachs „Berufs- und Arbeitspädagogik“ entsprechen den in § 3 Ausbilder-Eignungsverordnung genannten Anforderungen.“ eingetragen.
(2) 1Bei der Ermittlung der Abschlusszeugnisnote in Prüfungsfächern wird die nach § 19 Abs. 1 Satz 2 und 3 auf zwei Dezimalstellen ermittelte Fortgangsnote des Abschlussjahres, die Note der schriftlichen Prüfung und die Note der praktischen Prüfung je zweifach, die Note der mündlichen Prüfung je einfach gewertet. 2In den übrigen Fächern ist die Fortgangsnote zugleich die Note des Abschlusszeugnisses. 3Die Abschlusszeugnisnoten sind als ganze Noten auszuweisen. 4Im Fach „Berufs- und Arbeitspädagogik“ wird die Abschlusszeugnisnote aus der Jahresfortgangsnote des zweiten Schuljahres, der Note der schriftlichen Prüfung und der Note der praktischen Prüfung aus dem zweiten Schuljahr zu gleichen Teilen ermittelt.
(3) 1Im Abschlusszeugnis wird zusätzlich eine Gesamtnote mit zwei Dezimalstellen ausgewiesen. 2Für die Berechnung der Gesamtnote und für das Bestehen der Abschlussprüfung zählen alle Noten der Pflichtfächer im Abschlusszeugnis.
(4) Abschlusszeugnisse, Urkunden und sonstige Bestätigungen werden nach Vorgaben des Staatsministeriums erstellt.
§ 59
Bestehen und Wiederholen
(1) 1Das Abschlussjahr der Fachakademie ist bestanden, wenn die Gesamtnote mindestens „ausreichend“ ist und wenn im Abschlusszeugnis in keinem Pflichtfach die Zeugnisnote 6 „ungenügend“ oder in höchstens einem Pflichtfach die Zeugnisnote 5 „mangelhaft“ erteilt worden ist. 2Abweichend von Satz 1 ist das Abschlussjahr auch bestanden, wenn
1.
die Gesamtnote „ausreichend“ ist,
2.
in nur einem Prüfungsfach und in einem sonstigen Pflichtfach oder in zwei sonstigen Pflichtfächern die Zeugnisnote 5 „mangelhaft“ ist und
3.
in einem anderen Prüfungsfach die Zeugnisnote 1 „sehr gut“ oder in zwei Prüfungsfächern oder in einem Prüfungsfach und in einem sonstigen Pflichtfach jeweils mindestens die Zeugnisnote 2 „gut“ erzielt wurde.
(2) Studierende, die das Abschlussjahr nicht bestanden haben, erhalten ein Zeugnis mit den Einzelnoten und dem Vermerk über das Nichtbestehen dieses Schuljahres.
(3) 1Bei Nichtbestehen kann das Abschlussjahr einschließlich der Abschlussprüfung einmal wiederholt werden. 2Mit Genehmigung des Staatsministeriums ist eine zweite Wiederholung möglich.
§ 60
Berufsbezeichnung, Urkunden, Berechtigungen, Fachhochschulreife
(1) 1Bei erfolgreichem Abschluss verleiht die Fachakademie den Berufsabschluss „Staatlich geprüfte Betriebswirtin für Ernährungs- und Versorgungsmanagement“ oder „Staatlich geprüfter Betriebswirt für Ernährungs- und Versorgungsmanagement“. 2Die Berufsbezeichnung kann mit oder ohne den Zusatz „Bachelor Professional in Agrarwirtschaft“ geführt werden.
(2) Studierende, die die Fachakademie erfolgreich abgeschlossen haben, erhalten ein Abschlusszeugnis sowie eine Urkunde über die erworbene Berufsbezeichnung.
(3) Mit dem Besuch der Fachakademie wird nach Maßgabe der Prüfungsordnung für die Ergänzungsprüfung zum Erwerb der Fachhochschulreife der Erwerb der Fachhochschulreife ermöglicht.
(4) Die bestandene Abschlussprüfung ist eine gemäß § 2 Abs. 1 Nr. 2 der Verordnung über die Anforderungen an die fachliche Eignung und die Anerkennung von Prüfungen zum Nachweis der fachlichen Eignung für die Berufsausbildung in den Berufen der Landwirtschaft und in der Hauswirtschaft für die Berufsausbildung im Ausbildungsberuf Hauswirtschafter/ Hauswirtschafterin anerkannte Prüfung.
§ 61
Fachakademiebeirat
1Das Staatsministerium oder mit dessen Zustimmung die Fachakademie kann einen Beirat einrichten und in diesen geeignete Vertreter aus Wirtschaft und Gesellschaft berufen. 2Der Beirat hat die Aufgabe, die Verbindung der Fachakademie zu Wirtschaft und Arbeitswelt sicherzustellen.

Kapitel 1 Allgemeines

§ 62
Gliederung
(1) Die Fachschulen für Agrarwirtschaft gliedern sich in die Fachrichtungen
1.
Garten- und Landschaftsbau,
2.
Gartenbau,
3.
Milchwirtschaft und Molkereiwesen,
4.
ökologischer Landbau sowie
5.
Milchwirtschaftliches Laborwesen.
(2) Die Fachrichtung Gartenbau gliedert sich in die Fachgebiete
1.
Gemüsebau,
2.
Zierpflanzenbau/Management und Gestaltung sowie
3.
Staudengärtnerei/Management und Gestaltung.
(3) Die Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau kann auch mit dem Fachgebiet Management und Gestaltung angeboten werden.
§ 63
Bildungsziele
Im Rahmen des gemeinsamen Bildungs- und Erziehungsauftrags aller Schulen sowie des gemeinsamen Bildungsauftrags der Schulen gemäß § 2 hat die Fachschule für Agrarwirtschaft das Ziel, die Studierenden als Fachkräfte mit beruflicher Erfahrung zu befähigen, Führungsaufgaben in Betrieben, Unternehmen, Verwaltungen und Einrichtungen zu übernehmen und selbständig verantwortungsvolle Tätigkeiten auszuführen.
§ 64
Bildungsdauer, Semestergestaltung
(1) 1Die Unterrichtszeiten regelt das Staatsministerium. 2Der Unterricht wird erteilt:
1.
im zweisemestrigen Studiengang in zwei fachtheoretischen Semestern mit je 20 Unterrichtswochen in Vollzeitform oder
2.
im dreisemestrigen Studiengang in zwei fachtheoretischen Semestern im ersten und dritten Semester und einem fachpraktischen zweiten Semester.
3Im fachpraktischen Semester gemäß Satz 2 Nr. 2 führt die Schule 15 Sommersemestertage durch.
(2) Die Zahl der Unterrichtsstunden ergibt sich aus der Stundentafel (Anlagen 6 bis 15).
§ 65
Zugangsvoraussetzungen
1Für die Aufnahme ist die erfolgreiche Abschlussprüfung in einem der gewählten Fachrichtung einschlägigen oder verwandten Ausbildungsberuf und zusätzlich eine weitere einschlägige Berufstätigkeit von zwei Jahren erforderlich. 2Abweichend von Satz 1 ist die Aufnahme in die Fachschulen für Agrarwirtschaft, Fachrichtung ökologischer Landbau nach einer einschlägigen Berufstätigkeit von einem Jahr möglich.
§ 66
Große Leistungsnachweise
In allen Pflichtfächern mit einer oder zwei Wochenstunden ist in jedem fachtheoretischen Semester mindestens ein großer Leistungsnachweis, bei allen übrigen Pflichtfächern sind mindestens zwei große Leistungsnachweise zu erbringen.
§ 67
Kleine Leistungsnachweise
(1) In jedem fachtheoretischen Semester wird in den Pflichtfächern mit einer Wochenstunde mindestens ein kleiner Leistungsnachweis, in allen anderen Pflichtfächern werden mindestens zwei kleine Leistungsnachweise durchgeführt.
(2) 1Im fachpraktischen Semester ist zum Abschluss jedes Sommersemestertages ein kleiner Leistungsnachweis zu erbringen. 2Mehrere thematisch zusammengehörige Sommersemestertage können in einem Leistungsnachweis zusammengefasst werden. 3In diesem Fall erfolgt die Gewichtung entsprechend der Anzahl an zugehörigen Sommersemestertagen.
§ 68
Semesterarbeit, praxisbezogene Aufgabe
1Im dreisemestrigen Studiengang ist im fachpraktischen Semester eine Semesterarbeit anzufertigen. 2Für Studierende der Fachrichtungen Gartenbau und Garten- und Landschaftsbau wird die Semesterarbeit mit den Anforderungen an die praxisbezogene Aufgabe der Meisterprüfung abgestimmt.
§ 69
Prüfungsausschuss
(1) 1Die Abschlussprüfungen werden vor einem Prüfungsausschuss abgelegt. 2Den Vorsitz im Prüfungsausschuss führt die Schulleitung. 3Der Prüfungsausschuss setzt sich aus dem vorsitzenden Mitglied und Lehrkräften, die in den Prüfungsfächern unterrichten, zusammen. 4Im Bedarfsfall kann das vorsitzende Mitglied zusätzliche Ausschussmitglieder, insbesondere Mitglieder der fachlich und örtlich zuständigen Meisterprüfungsausschüsse, berufen. 5Für Mitglieder des Prüfungsausschusses, die nicht Mitglieder der Lehrerkonferenz sind, gelten die Verschwiegenheitspflicht und die Pflicht zur vertraulichen Behandlung gemäß § 4 Abs. 8 entsprechend.
(2) Über die Prüfungsvorgänge ist eine Niederschrift zu fertigen und vom Vorsitzenden des Prüfungsausschusses zu unterzeichnen.
§ 70
Verhinderung der Teilnahme
1Wer eine Prüfungsarbeit ohne zwingenden Grund versäumt, erhält die Note 6 „ungenügend“. 2Studierende, die an der Abschlussprüfung in allen oder einzelnen Fächern infolge eines von ihnen nicht zu vertretenden Grundes nicht teilnehmen konnten, können die Abschlussprüfung oder die nicht abgelegten Prüfungsteile mit Genehmigung des vorsitzenden Mitglieds des Prüfungsausschusses nachholen. 3Das Staatsministerium oder eine von ihm beauftragte Stelle stellt die schriftlichen Aufgaben. 4Das Staatsministerium legt den Nachholtermin fest. 5Die Prüfung muss bis spätestens sechs Monate nach Abschluss des letzten Prüfungsteils nachgeholt sein.
§ 71
Prüfungsfächer, Prüfungsverfahren
(1) 1In der Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau sowie in der Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau, Fachgebiet Management und Gestaltung wird die Abschlussprüfung schriftlich, mündlich und praktisch in den folgenden Fächern durchgeführt:
1.
Baubetrieb
a)
schriftlich
b)
praxisbezogene Aufgabe nach Maßgabe der Meisterprüfung im Teil „Produktion, Dienstleistung und Vermarktung“
180 Minuten
2.
Betriebswirtschaft und Marketing (schriftlich)
180 Minuten
3.
Betriebsführung
Betriebsbeurteilung nach Maßgabe der Meisterprüfung im Teil „Betriebs- und Unternehmensführung“
4.
Berufsausbildung und Mitarbeiterführung
a)
schriftlich
b)
praktische Ausbildungseinheit mit Fachgespräch nach Maßgabe der Meisterprüfung im Teil „Berufsausbildung und Mitarbeiterführung“
c)
Fallstudie nach Maßgabe der Meisterprüfung im Teil „Berufsausbildung und Mitarbeiterführung“.
150 Minuten
2In den schriftlichen Prüfungen nach Satz 1 Nr. 1 Buchst. a und Nr. 2 stehen je zwei Themen zur Wahl.
(2) 1In der Fachrichtung Gartenbau, Fachgebiet Zierpflanzenbau/Management und Gestaltung und Fachgebiet Staudengärtnerei/Management und Gestaltung wird die Abschlussprüfung schriftlich, mündlich und praktisch in den folgenden Fächern durchgeführt:
1.
Produktion
a)
schriftlich
b)
praxisbezogene Aufgabe nach Maßgabe der Meisterprüfung im Teil „Produktion, Dienstleistung und Vermarktung“
180 Minuten
2.
Betriebswirtschaft und Marketing (schriftlich)
180 Minuten
3.
Betriebsführung
Betriebsbeurteilung nach Maßgabe der Meisterprüfung im Teil „Betriebs- und Unternehmensführung“
4.
Berufsausbildung und Mitarbeiterführung
a)
schriftlich
b)
praktische Ausbildungseinheit mit Fachgespräch nach Maßgabe der Meisterprüfung im Teil „Berufsausbildung und Mitarbeiterführung“
c)
Fallstudie nach Maßgabe der Meisterprüfung im Teil „Berufsausbildung und Mitarbeiterführung“.
150 Minuten
2In den schriftlichen Prüfungen nach Satz 1 Nr. 1 Buchst. a und Nr. 2 stehen je zwei Themen zur Wahl.
(3) 1In der Fachrichtung Gartenbau, Fachgebiet Gemüsebau wird die Abschlussprüfung schriftlich, mündlich und praktisch in den folgenden Fächern durchgeführt:
1.
Produktion
a)
schriftlich
b)
praxisbezogene Aufgabe nach Maßgabe der Meisterprüfung im Teil „Produktion, Dienstleistung und Vermarktung“
180 Minuten
2.
Betriebswirtschaft und Marketing (schriftlich)
180 Minuten
3.
Betriebsführung
Betriebsbeurteilung nach Maßgabe der Meisterprüfung im Teil „Betriebs- und Unternehmensführung“
4.
Berufsausbildung und Mitarbeiterführung
a)
schriftlich
b)
praktische Ausbildungseinheit mit Fachgespräch nach Maßgabe der Meisterprüfung im Teil „Berufsausbildung und Mitarbeiterführung“
c)
Fallstudie nach Maßgabe der Meisterprüfung im Teil „Berufsausbildung und Mitarbeiterführung“.
150 Minuten
2In den schriftlichen Prüfungen nach Satz 1 Nr. 1 Buchst. a und Nr. 2 stehen je zwei Themen zur Wahl.
(4) 1In der Fachrichtung ökologischer Landbau wird die Abschlussprüfung schriftlich, mündlich und praktisch durchgeführt:
1.
Ökologischer Pflanzenbau
(schriftlich)
180 Minuten
2.
Ökologische Tierhaltung
(schriftlich)
180 Minuten
3.
Betriebsführung und -entwicklung
Wirtschafterarbeit nach Maßgabe der Meisterprüfung im Teil „Betriebs- und Unternehmensführung“ zur schriftlichen Meisterarbeit
4.
Berufsausbildung und Mitarbeiterführung
(schriftlich)
150 Minuten
2In den schriftlichen Prüfungen nach Satz 1 Nr. 1 und 2 stehen je zwei Themen zur Wahl.
(5) In der Fachrichtung Milchwirtschaft und Molkereiwesen wird die Abschlussprüfung schriftlich, mündlich und praktisch durchgeführt:
1.
Milchbe- und -verarbeitung, Verfahrenstechnik und Qualtitätsmanagement unter Berücksichtung nachhaltigen Wirtschaftens

schriftlich
240 Minuten
2.
Angewandte Produktionstechnologien und Qualitätssicherungskonzepte

praxisbezogene Aufgabe nach Maßgabe der Meisterprüfung im Teil „Produktions- und Verfahrenstechnik“
3.
Wirtschaftslehre und Recht
schriftlich
180 Minuten
4.
Rechnungswesen und ressourcenorientiertes Prozesscontrolling
Betriebsbezogene Situationsaufgabe nach Maßgabe der Meisterprüfung im Teil „Betriebs- und Unternehmensführung“
5.
Berufsausbildung und Mitarbeiterführung
a)
schriftlich
b)
praktische Ausbildungseinheit mit Fachgespräch nach Maßgabe der Meisterprüfung im Teil „Berufsausbildung und Mitarbeiterführung“
c)
Fallstudie nach Maßgabe der Meisterprüfung im Teil „Berufsausbildung und Mitarbeiterführung“.
150 Minuten
(6) In der Fachrichtung Milchwirtschaftliches Laborwesen wird die Abschlussprüfung schriftlich, mündlich und praktisch durchgeführt:
1.
Chemische, physikalische und mikrobiologische Untersuchungen
a)
schriftlich
b)
praktische Meisterarbeit nach Maßgabe der Meisterprüfung im Teil „Unternehmens- und Verfahrenstechnik“
150 Minuten
2.
Qualitätssicherung und milchwirtschaftliche Technologie
schriftlich
90 Minuten
3.
Betriebswirtschaft, Informationsmanagement und Fachrecht
a)
schriftlich
b)
betriebsbezogene Situationsaufgabe nach Maßgabe der Meisterprüfung im Teil „Laborführung“
180 Minuten
4.
Berufsausbildung und Mitarbeiterführung
a)
schriftlich
b)
praktische Ausbildungseinheit mit Fachgespräch nach Maßgabe der Meisterprüfung im Teil „Berufsausbildung und Mitarbeiterführung“
c)
Fallstudie nach Maßgabe der Meisterprüfung im Teil „Berufsausbildung und Mitarbeiterführung“.
150 Minuten
§ 72
Prüfungsthemen
(1) 1Für die schriftliche Prüfung werden die Prüfungsthemen, die zugelassenen Hilfsmittel sowie die Prüfungstermine nach Vorgaben des Staatsministeriums festgelegt. 2Die Schulleitung reicht nach Anforderung Themenvorschläge ein.
(2) 1Das Thema für die praxisbezogene Aufgabe, des Arbeitsprojektes und der Wirtschafterarbeit wird nach Terminvorgabe des Staatsministeriums von der zuständigen Lehrkraft festgelegt. 2Dabei soll nach Zulassung zur Meisterprüfung das vom Meisterprüfungsausschuss beschlossene Thema festgelegt werden. 3Themenvorschläge der Prüfungsteilnehmer sind zu berücksichtigen. 4Nach Festlegung des Themas sind die Arbeiten nach Maßgabe der für den jeweiligen Beruf geltenden Verordnung über die Anforderungen in der Meisterprüfung anzufertigen.
§ 73
Festsetzung der Fortgangsnoten, Bewertung der Abschlussprüfung
(1) 1Vor Beginn der Abschlussprüfung werden in der Lehrerkonferenz gemäß den §§ 16 und 19 am Ende des zweiten und dritten Semesters die Fortgangsnoten festgestellt. 2Die Noten der Abschlussprüfungen werden vom Prüfungsausschuss beschlossen.
(2) 1Die Leistungen in den Abschlussprüfungen werden von zwei Mitgliedern des Prüfungsausschusses, in der Regel von der zuständigen Lehrkraft sowie einem weiteren Mitglied, unabhängig voneinander nach Maßgabe des Staatsministeriums bewertet. 2Jeder Prüfer bewertet jede Leistung mit einer ganzen Note. 3Die Noten für die Leistungen ergeben sich aus dem Mittelwert der Bewertungen der Prüfer.
(3) Für die Bewertung der Prüfungsleistungen gilt § 16 Abs. 2 und 3.
(4) 1Abweichend von Abs. 2 und 3 werden die Leistungen in der Abschlussprüfung, die gleichzeitig Bestandteil einer Meisterprüfung sind, nach Maßgabe der für die jeweilige Meisterprüfung relevanten Regelungen von einer nach § 40 Abs. 1 und 2 BBiG besetzten Prüferdelegation abgenommen. 2Die Bewertung der Leistungen erfolgt nach Maßgabe des Berufsbildungsgesetzes und der auf dessen Grundlage erlassenen Prüfungsordnungen.
§ 74
Abschlusszeugnisse
(1) 1Im Abschlusszeugnis sind auszuweisen:
1.
die Gesamtnote in Worten nach Maßgabe des § 16 Abs. 2 und 3,
2.
die auf zwei Dezimalstellen errechnete Gesamtnote,
3.
die Zeugnisnoten der Pflichtfächer des Abschlussjahres und
4.
die Zeugnisnoten der in den vorausgegangenen Semestern abgeschlossenen Pflicht- und Prüfungsfächer.
2Die Teilnahme an den Seminaren laut Stundentafel sowie an Wahlfächern wird in das Abschlusszeugnis mit der Bemerkung „teilgenommen“ eingetragen. 3Weitere Zusatzqualifikationen, in denen Zertifikate erworben wurden, werden aufgeführt.
(2) 1Bei der Ermittlung der Zeugnisnote eines Prüfungsfachs werden die auf zwei Dezimalstellen berechnete Fortgangsnote und die Note der schriftlichen Prüfung jeweils einfach gewertet. 2Die von der Meisterprüfung gemäß § 72 Abs. 2 übernommenen Prüfungsteile werden wie folgt gewertet:
praxisbezogene Aufgabe, Betriebsbeurteilung, praktische Ausbildungseinheit mit Fachgespräch und Fallstudie aus den Fachrichtungen Gartenbau und Garten- und Landschaftsbau doppelt;
Wirtschafterarbeit (schriftliche Meisterarbeit) aus der Fachrichtung ökologischer Landbau einfach;
betriebsbezogene Situationsaufgabe einfach, praxisbezogene Aufgabe, die praktische Ausbildungseinheit mit Fachgespräch und die Fallstudie aus der Fachrichtung Milchwirtschaft und Molkereiwesen doppelt;
betriebsbezogene Situationsaufgabe einfach, praktische Meisterarbeit, praktische Ausbildungseinheit mit Fachgespräch und Fallstudie aus der Fachrichtung Milchwirtschaftliches Laborwesen doppelt.
3Bei den übrigen Fächern ist die Fortgangsnote zugleich die Zeugnisnote. 4Die Zeugnisnoten sind als ganze Noten auszuweisen.
(3) 1Im Abschlusszeugnis wird zusätzlich eine Gesamtnote mit zwei Dezimalstellen ausgewiesen. 2Für die Berechnung der Gesamtnote und für das Bestehen der Abschlussprüfung zählen alle Noten der Pflichtfächer im Abschlusszeugnis.
(4) Sofern die Abschlussprüfung im Fach „Berufsausbildung und Mitarbeiterführung“ nach Maßgabe der für den jeweiligen Beruf geltenden Verordnung über die Anforderungen in der Meisterprüfung im Teil „Berufsausbildung und Mitarbeiterführung“ bestanden wurde, ist dies im Abschlusszeugnis einzutragen.
75
Bestehen, Wiederholen
(1) 1Das Abschlusssemester ist bestanden, wenn die Gesamtnote mindestens 4 „ausreichend“ ist und wenn im Abschlusszeugnis in keinem Pflichtfach die Zeugnisnote 6 „ungenügend“ oder in höchstens einem Pflichtfach die Zeugnisnote 5 „mangelhaft“ erteilt worden ist. 2Abweichend von Satz 1 ist das Abschlussjahr auch bestanden, wenn
1.
die Gesamtnote 4 „ausreichend“ ist,
2.
in nur einem Prüfungsfach und in einem sonstigen Pflichtfach oder in zwei sonstigen Pflichtfächern die Zeugnisnote 5 „mangelhaft“ ist und
3.
in einem anderen Prüfungsfach die Zeugnisnote 1 „sehr gut“ oder in zwei Prüfungsfächern oder in einem Prüfungsfach und in einem sonstigen Pflichtfach jeweils mindestens die Zeugnisnote 2 „gut“ erzielt wurde.
(2) 1In der Fachrichtung ökologischer Landbau ist das Abschlusssemester außer in den Fällen des Abs. 1 Satz 1 nicht bestanden, wenn in der Wirtschafterarbeit die Note 6 „ungenügend“ erzielt wurde. 2Ein Notenausgleich nach Abs. 1 Satz 2 ist nicht möglich.
(3) Studierende, die das Abschlusssemester nicht bestanden haben, erhalten ein Zeugnis mit den Einzelnoten und dem Vermerk über das Nichtbestehen dieses Semesters.
(4) 1Bei Nichtbestehen kann das Abschlusssemester einschließlich der Abschlussprüfung einmal wiederholt werden. 2Mit Genehmigung des Staatsministeriums ist eine zweite Wiederholung möglich.
§ 76
Berufsbezeichnung, Urkunden
1Studierende, die die Abschlussprüfung bestanden haben, erhalten neben dem Abschlusszeugnis eine Urkunde nach dem Muster des Staatsministeriums. 2Sie sind berechtigt, die Berufsbezeichnung „Staatlich geprüfter Wirtschafter oder Staatlich geprüfte Wirtschafterin für
1.
Gartenbau, Fachgebiet Zierpflanzenbau/Management und Gestaltung,
2.
Gartenbau, Fachgebiet Staudengärtnerei/Management und Gestaltung,
3.
Gartenbau, Fachgebiet Gemüsebau,
4.
Garten- und Landschaftsbau,
5.
Garten- und Landschaftsbau, Fachgebiet Management und Gestaltung,
6.
ökologischen Landbau,
7.
Milchwirtschaft und Molkereiwesen oder
8.
Milchwirtschaftliches Laborwesen“
zu führen. 3Die Berufsbezeichnung kann jeweils mit oder ohne den Zusatz „Bachelor Professional in Agrarwirtschaft“ geführt werden.
§ 77
Beirat
1Das Staatsministerium oder mit dessen Zustimmung die Fachschule für Agrarwirtschaft kann einen Beirat einrichten und in diesen geeignete Vertreter aus Wirtschaft und Gesellschaft berufen. 2Der Beirat hat die Aufgabe, die Verbindung der Fachschulen für Agrarwirtschaft zu Wirtschaft und Arbeitswelt sicherzustellen.
§ 77a
Sonderregelungen für die Corona-Pandemie
(1) Solange nach § 5 des Infektionsschutzgesetzes eine epidemische Lage von nationaler Tragweite oder in Bayern der coronabedingte Katastrophenfall besteht, kann das Staatsministerium für die Schulen in seinem Geschäftsbereich Abweichungen von den Bestimmungen der jeweiligen Schulordnung in entsprechender Anwendung des § 46b Abs. 1 BaySchO anordnen.
(2) Die in den jeweiligen Schulordnungen vorgesehene Anzahl der schriftlichen und praktischen Leistungsnachweise kann durch die Schulleitung im Benehmen mit der Lehrerkonferenz reduziert werden.
(3) Für fehlende Anteile der fachpraktischen Ausbildung, des Praktikums oder des Berufs- oder Betriebspraktikums, die aufgrund der Corona-Pandemie nicht erbracht werden konnten, gilt § 46b Abs. 9 Satz 1 bis 3 BaySchO entsprechend.
§ 78
Inkrafttreten, Außerkrafttreten, Übergangsvorschriften
(1) 1Diese Verordnung tritt mit Wirkung vom 1. September 2019 in Kraft. 2 § 1 Abs. 2 und § 77a treten mit Ablauf des 31. Juli 2022 außer Kraft. 3 § 5a und § 8 Abs. 6 treten mit Ablauf des 31. Juli 2025 außer Kraft.
(2) 1Für Studierende der Landwirtschaftsschulen, die sich am 1. September 2019 in einem laufenden Semester befunden haben, findet bis zum Abschluss des Schulbesuchs, im Nichtbestehensfall bis zum nächstmöglichen Zeitpunkt der Wiederholungsprüfung, die Schulordnung für die staatlichen Landwirtschaftsschulen in der bis zum 31. August 2019 geltenden Fassung Anwendung. 2Davon ausgenommen sind die §§ 12, 22, 23, 25 und 77a dieser Verordnung, die unmittelbar anzuwenden sind.
(3) 1Für Studierende an der Fachakademie, die sich am 1. September 2020 in einem laufenden Schuljahr befunden haben, findet bis zum Abschluss des Schulbesuchs, im Nichtbestehensfall bis zum nächstmöglichen Zeitpunkt der Wiederholungsprüfung, die Fachakademieordnung Landwirtschaft in der am 31. August 2020 geltenden Fassung Anwendung. 2Abweichend von Satz 1 sind die §§ 12, 22, 23, 25, 60 und 77a dieser Verordnung unmittelbar anzuwenden.
(4) 1Für Studierende der Fachschulen für Agrarwirtschaft, die sich am 13. August 2021 in einem laufenden Semester befunden haben, findet bis zum Abschluss des Schulbesuchs, im Nichtbestehensfall bis zum nächstmöglichen Zeitpunkt der Wiederholungsprüfung, die Fachschulordnung Agrarwirtschaft (FSO Agrar) vom 1. August 2002 (GVBl. S. 374, BayRS 7803-4-L), die zuletzt durch § 2 der Verordnung vom 27. Juli 2020 (GVBl. S. 432) geändert worden ist, Anwendung. 2Abweichend von Satz 1 sind die §§ 12, 22, 23, 25, 76 und 77a dieser Verordnung unmittelbar anzuwenden.
(5) Studierendenunterlagen, die bis zum Inkrafttreten dieser Verordnung angelegt wurden, können in der bisherigen Form fortgeführt werden.
München, den 5. September 2019
Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten
Michaela Kaniber, Staatsministerin
Anlage 1 (zu § 28 Abs. 2 Satz 3)
Stundentafel
Landwirtschaftsschule, Abteilung Landwirtschaft, dreisemestrig
Nr.
Fächer
1. Semester
Wochenstunden
2. Semester
Sommersemestertage
3. Semester
Wochenstunden
1.
Pflichtfächer



1.1
Produktions- und Verfahrenstechnik



1.1.1
Landwirtschaftlicher Pflanzenbau1
6 – 7
6
1.1.2
Landwirtschaftliche Tierhaltung1
6 – 7
5
1.1.3
Naturschutz und Landschaftspflege
2
1.1.4
Tiergesundheit und Tierschutz
2
1.1.5
Waldwirtschaft mit Seminar Waldbau1
1
1.2
Betriebs- und Unternehmensführung



1.2.1
Betriebslehre1
5
5
1.2.2
Unternehmensführung14
5
8
1.2.3
Rechtslehre
2
1.2.4
Steuer- und Sozialrecht
2
1.2.5
Marktlehre und Agrarpolitik
1
1
1.3
Berufliche und persönliche Bildung



1.3.1
Berufsausbildung und Mitarbeiterführung
5
1.3.2
Rhetorik, Gesprächsführung und Präsentation
1
1

Mindestpflichtstunden
33

32
2.
Sommersemestertage



2.1
Landwirtschaftlicher Pflanzenbau12
4
2.2
Landwirtschaftliche Tierhaltung1
4
2.3
Unternehmensführung
4
2.4
Einkommensalternativen
1
2.5
Naturschutz und Landschaftspflege
1
2.6
Ökologischer Landbau
1

Sommersemestertage

15

3.
Wahlfächer



3.1
Musische Bildung
1
1
3.2
Sport
1
1
4.
Seminare
Seminartage

Seminartage
4.1
Landmaschinenseminar
5
4.2
Soziale und religiöse Bildung
5
5
4.3
Persönlichkeitsbildung3
1
4.4
Waldbau
1 – 2
4.5
Ökologischer Landbau
1 – 2
4.6
Berufsausbildung und Mitarbeiterführung
1 – 2

1 [Amtl. Anm.:] Die Fächer „Landwirtschaftlicher Pflanzenbau“ und „Landwirtschaftliche Tierhaltung“ umfassen im ersten Semester grundsätzlich 6 Wochenstunden. Eine zusätzliche Wochenstunde wird je nach regionalem Schwerpunkt entweder dem Pflanzenbau oder der Tierhaltung zugeordnet. Darüber hinaus ist eine Aufstockung eines dieser beiden Fächer um eine weitere Stunde oder um einen weiteren Sommersemestertag in jedem Semester möglich, wenn im Gegenzug das andere Fach oder ein anderes mit der Fußnote 1 versehenes Fach um diese Stunde reduziert wird.
2 [Amtl. Anm.:] An Stelle eines Sommersemestertages „Landwirtschaftlicher Pflanzenbau“ kann auch ein Sommersemestertag „Waldbau“ oder „Flurneuordnung“ angeboten werden.
3 [Amtl. Anm.:] Kann wahlweise im ersten Semester durchgeführt werden.
4 [Amtl. Anm.:] Im ersten oder dritten Semester kann eine Stunde zum Thema „Betriebliche Entwicklung“ zusätzlich angeboten werden.
Anlage 2 (zu § 28 Abs. 2 Satz 3)
Stundentafel
Landwirtschaftsschule, Abteilung Hauswirtschaft, dreisemestrig
– Fachschule für hauswirtschaftliche Betriebsführung –
Nr.
Fächer
1. Semester
Wochenstunden
2. Semester 1
Wochenstunden
3. Semester
Wochenstunden
1.
Pflichtfächer



1.1
Betriebs- und Unternehmensführung
5
6
1.2
Personal- und Qualitätsmanagement
4
3
1.3
Projektmanagement
1
4
1.4
Hauswirtschaftliche Versorgungs- und Betreuungsleistungen
6
6
1.5
Verpflegung
4
4
6
1.6
Haus- und Textilpraxis
4
4
6
1.7
Hausgartenbau
2
2
1
1.8
Berufs- und Arbeitspädagogik
3
2
1.9
Landwirtschaftliche Produktion und Betriebsführung
1
2
4
1.10
Rhetorik und Gesprächsführung
2
1.11
Einkommensalternativen im ländlichen Bereich
7
1.12
Großhaushalt
5
1.13
Haushaltstechnik
3

Mindestpflichtstunden/Woche
32
33
32
2.
Wahlfächer



2.1
Musische Bildung
1
1
2.2
Sport
1
1
3.
Seminare

Seminartage

3.1
Soziale und religiöse Bildung

5

3.2
Aufbereitung landwirtschaftlicher Produkte

4

3.3
Haushaltstechnik

4

3.4
Ökologischer Landbau

1 – 2


1 [Amtl. Anm.:] Im schulischen Teil, modular
Anlage 3 (zu § 28 Abs. 2 Satz 3)
Stundentafel
Landwirtschaftsschule, Abteilung Hauswirtschaft, zweisemestrig
– Fachschule für Haushalt und Familie –
Nr.
Fächer
1. Semester
Wochenstunden
2. Semester
Wochenstunden
1.
Pflichtfächer


1.1
Haushalt und Familie


1.1.1
Erziehung und Familie
3
3
1.1.2
Ernährung und Service
7
7
1.1.3
Haushaltsmanagement
8
8
1.1.4
Nutz- und Wohngarten
1
3
1.2
Landwirtschaft und Unternehmensführung


1.2.1
Berufs- und Arbeitspädagogik
4
2
1.2.2
Betriebsführung und Tierhaltung
3
2
1.2.3
Unternehmensgründung und Projektmanagement
6
7

Mindestpflichtstunden/Woche
32
32
2.
Seminare
Seminartage
2.1
Soziale und religiöse Bildung
5
2.2
Haushaltstechnik
4
2.3
Aufbereitung landwirtschaftlicher Produkte
5
2.4
Ökologischer Landbau
1 –2
2.5
Tierhaltung
10
3.
Praktika
Praktikumswochen


1. Semester
2. Semester
3.1
Großhaushalt
2
3.2
Kindergarten
2
3.3
Einsatzpraktikum / Station für Dorfhelferinnen/Dorfhelfer
3
3.4
Betriebspraktikum
6
Anlage 4 (zu § 28 Abs. 2 Satz 3)
Stundentafel
Landwirtschaftsschule, Abteilung Hauswirtschaft, einsemestrig
– Fachschule für Ernährung und Haushaltsführung –
Nr.
Fächer
Wochenstunden
1.
Pflichtfächer

1.1
Theoretischer Unterricht

1.1.1
Familie und Soziales
3
1.1.2
Haushalts- und Finanzmanagement
3
1.1.3
Ernährungslehre
3
1.1.4
Berufs- und Arbeitspädagogik
3
1.1.5
Unternehmensführung
4
1.2
Fachpraktischer Unterricht

1.2.1
Küchenpraxis
6
1.2.2
Haus- und Textilpraxis
6
1.2.3
Hausgartenbau
2

Mindestpflichtstunden/Woche
30
2.
Wahlfächer

2.1
Grundlagen der Buchführung
2
2.2
Direktvermarktung
1
2.3
Ländliche Gästebeherbergung
1
2.4
Soziale und religiöse Bildung1
1
2.5
Haushaltstechnik1
1
3.
Seminare
Seminartage
3.1
Ökologischer Landbau
1 –2
3.2
Persönlichkeitsbildung
1

1 [Amtl. Anm.:] Stattdessen kann ein zwei- bis dreitägiges Seminar zur sozialen und religiösen Bildung oder zur Haushaltstechnik angeboten werden.
Anlage 5 (zu § 46 Abs. 2)
Stundentafel
Fachakademie, Fachrichtung Ernährungs- und Versorgungsmanagement

1. Schuljahr
2. Schuljahr
3. Schuljahr

Wochenstunden
Wochenstunden
Wochenstunden
Pflichtfächer
Allgemeinbildende Grundlagen
1.1 Deutsch
2
2

1.2 Englisch
2
2
2
1.3 Mathematik
2
1.4 Sozialkunde und Verbraucherbildung
2
1.5 Informationstechnik und EDV-Anwendungen
2
1
Leistungsbereiche
2.1 Ernährung und Gesundheit
8
8
2
2.2 Marketing und Kundenservice
1
2
2.3 Objektgestaltung und Gerätetechnik
1
2
2.4 Objektreinigung
5
2
2.5 Textilien und Wäscheversorgung
4
4
2.6 Garten und Lebensmittelproduktion
2
2
2
Betriebswirtschaft und Führung
3.1 Rechnungswesen und Controlling
4
4
3.2 Qualitätsmanagement und Zertifizierung
1
2
3.3 Existenzgründung und Diversifizierung
2
3.4 Betriebslehre und Personalwirtschaft
3
5
3.5 Berufs- und Arbeitspädagogik
5
3.6 Projektmanagement
2
3
3.7 Betriebsmanagement
8
Mindeststundenzahl:
34
35
32
Zusatzfächer für den Erwerb der Fachhochschulreife
4.1 Englisch
1
4.2 Mathematik
2
2
Wahlfächer
5.1 Informationstechnik – Vertiefung
1
5.2 Musische Bildung
2
5.3 Mode und textiles Gestalten
2
5.4 Garten – Vertiefung
2
Zusatzfächer und Wahlfächer gesamt
4
5
4
6.1 Rehabilitationspädagogische Zusatzqualifikation
1
Pflichtfächer + Wahlfächer
38
40
36
Praktikum (Halbjahresblock im zweiten Schuljahr)1
6 Monate
Unterrichtswochen pro Schuljahr
38
19
33

1 [Amtl. Anm.:] Inhalte und Umfang des Praktikums erfolgen nach den Vorgaben des Staatsministeriums
Anlage 6 (zu § 64 Abs. 2)
Stundentafel
Fachschule für Agarwirtschaft, Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau, zweisemestrig


1. Semester
2. Semester
Wochenstunden
Wochenstunden
1.
PFLICHTFÄCHER


1.1
Produktion, Dienstleistung, Vermarktung


1.1.1
Baubetrieb
11
11
1.1.2
Pflanzenverwendung
6
5
1.2
Betriebs- und Unternehmensführung


1.2.1
Betriebswirtschaft und Marketing
9
5
1.2.2
Betriebsführung
5
6
1.2.3
Recht und Steuer
4
5
1.3
Berufsausbildung und Mitarbeiterführung
4
3

Mindestpflichtstunden/Schultage
39
35
2.
WAHLFÄCHER


2.1
Vertiefung Baubetrieb/Betriebswirtschaft
2
Anlage 7 (zu § 64 Abs. 2)
Stundentafel
Fachschule für Agrarwirtschaft, Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau, dreisemestrig


1. Semester
2. Semester
3. Semester
Wochenstunden
Schultage
Wochenstunden
1.
PFLICHTFÄCHER



1.1
Produktion, Dienstleistung, Vermarktung

6

1.1.1
Baubetrieb
11
11
1.1.2
Pflanzenverwendung
6
5
1.2
Betriebs- und Unternehmensführung

7

1.2.1
Betriebswirtschaft und Marketing
9
5
1.2.2
Betriebsführung
5
6
1.2.3
Recht und Steuer
4
5
1.3
Berufsausbildung und Mitarbeiterführung
4
2
3

Mindestpflichtstunden/Schultage
39
15
35
2.
WAHLFÄCHER



2.1
Vertiefung Baubetrieb/Betriebswirtschaft
2
Anlage 8 (zu § 64 Abs. 2)
Stundentafel
Fachschule für Agrarwirtschaft, Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau, Fachgebiet Management und Gestaltung


1. Semester
2. Semester
Wochenstunden
Wochenstunden
1.
PFLICHTFÄCHER


1.1
Produktion, Dienstleistung, Vermarktung


1.1.1
Baubetrieb
7
7
1.1.2
Pflanzenverwendung und Gestaltung
10
10
1.2
Betriebs- und Unternehmensführung


1.2.1
Betriebswirtschaft und Marketing
6
6
1.2.2
Betriebsführung
7
7
1.2.3
Recht und Steuer
4
4
1.3
Berufsausbildung und Mitarbeiterführung
4
4

Mindestpflichtstunden
38
38
Anlage 9 (zu § 64 Abs. 2)
Stundentafel
Fachschule für Agrarwirtschaft, Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau, zweisemestrig mit E-learning-Phasen


1. Semester
2. Semester
Gesamt
Erste Präsenzphase
Präsenztage
Online-Unterricht
Online-Unterricht
Präsenztage
Zweite Präsenzphase


Unterrichtsstunden
1.
PFLICHTFÄCHER







1.1
Technik und Bauen (Produktion, Dienstleistung und Vermarktung)







1.1.1
Pflanzenverwendung
55
24
25
25
8
88
225
1.1.2
Grünflächenbau
110
20
30
30
20
121
331
1.1.3
Baubetrieb
44
5
5
55
109
1.2
Betriebs- und Unternehmensführung







1.2.1
Betriebswirtschaft und Marketing
44
8
15
15
4
44
130
1.2.2
Betriebsführung
66
4
5
5
8
11
99
1.2.3
Recht und Steuern
44
44
88
1.3
Berufsausbildung und Mitarbeiterführung
44
32
44
120
1.4
Seminare und Übungen
33
40
40
33
146

Mindestpflichtstunden
440
88
120
120
40
440
1 248
Anlage 10 (zu § 64 Abs. 2)
Stundentafel
Fachschule für Agrarwirtschaft, Fachrichtung Gartenbau, Fachgebiet Zierpflanzenbau/Management und Gestaltung


1. Semester
2. Semester
Wochenstunden
Wochenstunden
1.
PFLICHTFÄCHER


1.1
Produktion, Dienstleistung und Vermarktung


1.1.1
Produktion
9
9
1.1.2
Pflanzenverwendung und Gestaltung
11
11
1.2
Betriebs- und Unternehmensführung


1.2.1
Betriebswirtschaft und Marketing
6
6
1.2.2
Recht und Steuern
3
3
1.2.3
Betriebsführung
5
5
1.3
Berufsausbildung und Mitarbeiterführung
4
4

Mindestpflichtstunden
38
38
Anlage 11 (zu § 64 Abs. 2)
Stundentafel
Fachschule für Agrarwirtschaft, Fachrichtung Gartenbau, Fachgebiet Staudengärtnerei/Management und Gestaltung


1. Semester
2. Semester
Wochenstunden
Wochenstunden
1.
PFLICHTFÄCHER


1.1
Produktion, Dienstleistung und Vermarktung


1.1.1
Produktion
9
9
1.1.2
Pflanzenverwendung und Gestaltung
11
11
1.2
Betriebs- und Unternehmensführung


1.2.1
Betriebswirtschaft und Marketing
6
6
1.2.2
Recht und Steuern
3
3
1.2.3
Betriebsführung
5
5
1.3
Berufsausbildung und Mitarbeiterführung
4
4

Mindestpflichtstunden
38
38
Anlage 12 (zu § 64 Abs. 2)
Stundentafel
Fachschule für Agrarwirtschaft, Fachrichtung Gartenbau, Fachgebiet Gemüsebau


1. Semester
2. Semester
3. Semester
Wochenstunden
Schultage
Wochenstunden
1.
PFLICHTFÄCHER



1.1
Produktion, Dienstleistung und Vermarktung



1.1.1
Grundlagen der Kulturführung im biologischen und integrierten Gemüsebau
6
2
5
1.1.2
Produktion
1.1.2.1
Produktion im biologischen und integrierten Gemüsebau
6
6
6
1.1.2.2
Vertiefung biologischer Anbau
2
2
2
1.2
Betriebs- und Unternehmensführung



1.2.1
Betriebswirtschaft und Marketing
5
1
6
1.2.2
Betriebsführung im biologischen und integrierten Gemüsebau
3
2
3
1.2.3
Rechts- und Sozialkunde
3
3
1.3
Berufsausbildung und Mitarbeiterführung
4
2
4
1.4
Seminare und Übungen
4
4

Mindestpflichtstunden
33
15
33
Anlage 13 (zu § 64 Abs. 2)
Stundentafel
Fachschule für Agrarwirtschaft, Fachrichtung ökologischer Landbau


1. Semester
2. Semester
3. Semester
Wochenstunden
Schultage
Wochenstunden
1.
PFLICHTFÄCHER



1.1
Ökologische Landbewirtschaftung und Tierhaltung



1.1.1
Ökologischer Pflanzenbau1
6 bis 8
6 bis 8
1.1.2
Ökologische Tierhaltung1
6 bis 8
6 bis 7
1.1.3
Naturschutz und Artenvielfalt2
2
1.1.4
Landtechnik und Verfahrenstechnik3
2
1.1.5
Nachhaltige Waldwirtschaft
1
1.2
Betriebsführung im ökologischen Landbau



1.2.1
Betriebslehre
6
1.2.2
Betriebsführung und -entwicklung
12
1.2.3
Rechnungswesen
(3 bis) 4
1.2.4
Agrarpolitik im ökologischen Landbau
2
2
1.2.5
Einkommensalternalternativen und Direktvermarktung
2
1.2.6
Steuern, Versicherungen und Recht4
2
1.3
Berufsausbildung und Mitarbeiterführung
4
2.
Schultage



2.1
Ökologischer Pflanzenbau
4 bis 7
2.2
Ökologische Tierhaltung
4 bis 7
2.3
Buchführung, Abschlusserstellung
bis zu 5
2.4
Naturschutz und Artenvielfalt
1

Mindestpflichtstunden/Schultage
33
15
(32 bzw.) 34
3.
WAHL-(PFLICHT-)FÄCHER



3.1
Biologisch-dynamische Wirtschaftsweise
1
3.2
Persönlichkeitsseminar
3 – 5 Tage
3 – 5 Tage

1 [Amtl. Anm.:] Das Fach „Ökologischer Pflanzenbau“ wird am Standort Landshut-Schönbrunn als „Ökologischer Pflanzenbau, Obstbau und Gemüsebau“ angeboten. Die Fächer „Ökologischer Pflanzenbau“ bzw. „Ökologische Tierhaltung“ umfassen an beiden Standorten jeweils mindestens 6 Wochenstunden. Ein bis zwei zusätzliche Wochenstunden werden je nach regionalem Schwerpunkt dem Fach „Ökologischer Pflanzenbau“ (Landshut-Schönbrunn) bzw. dem Fach „Ökologische Tierhaltung“ (Weilheim i.OB) zugeordnet.
2 [Amtl. Anm.:] Das Fach kann auch ins erste Semester verschoben werden.
3 [Amtl. Anm.:] Nur am Standort Landshut-Schönbrunn, am Standort Weilheim i.OB dreitägiges Seminar an der LMS Landsberg.
4 [Amtl. Anm.:] Nur am Standort Weilheim i.OB; am Standort Landshut-Schönbrunn werden die Inhalte in das Fach Betriebsführung und -entwicklung integriert.
Anlage 14 (zu § 64 Abs. 2)
Stundentafel
Fachschule für Agrarwirtschaft, Fachrichtung Milchwirtschaft und Molkereiwesen


1. Semester
2. Semester
Wochenstunden
Wochenstunden
1.
PFLICHTFÄCHER


1.1
Produktions- und Verfahrenstechnik


1.1.1
Milchbe- und -verarbeitung, Verfahrenstechnik und Qualitätsmanagement unter Berücksichtigung nachhaltigen Wirtschaftens
16
16
1.1.2
Angewandte Produktionstechnologien und Qualitätsmanagement
6
7
1.2
Betriebs- und Unternehmensführung


1.2.1
Wirtschaftslehre und Recht
5
4
1.2.2
Rechnungswesen und ressourcenorientiertes Prozesscontrolling
5
5
1.3
Berufsausbildung und Mitarbeiterführung
4
4

Mindestpflichtstunden
36
36
Anlage 15 (zu § 64 Abs. 2)
Stundentafel
Fachschule für Agrarwirtschaft, Fachrichtung Milchwirtschaftliches Laborwesen


1. Semester
2. Semester
1. + 2. Semester
Wochenstunden
Wochenstunden
Wochenstunden
1.
PFLICHTFÄCHER



1.1
Untersuchungs- und Verfahrenstechnik



1.1.1
Chemische, physikalische und mikrobiologische Untersuchungen
8
9
17
1.1.2
Qualitätssicherung und milchwirtschaftliche Technologie
5
6
11
1.2
Laborführung



1.2.1
Betriebswirtschaft, Informationsmanagement und Fachrecht
6
6
12
1.3
Berufsausbildung und Mitarbeiterführung



1.3.1
Berufsausbildung und Mitarbeiterführung
4
2
6
1.3.2
Rhetorik und Kommunikation
1
1
2
1.4
Fachbezogenes Englisch
2
2
4
1.5
Seminare und Übungen
10
10
20

Mindestpflichtstunden/Schultage
36
36
72