Inhalt

Text gilt ab: 01.01.2020
Gesamtvorschrift gilt bis: 31.12.2022

1. Zweck der Zuwendung

1Vor dem Hintergrund eines ausgeprägten technologischen Fortschritts und dem damit verbundenen Strukturwandel ist die Integration des technischen Fortschritts zu einer zentralen Zukunftsaufgabe für die Handwerkswirtschaft geworden. 2Von ihrer erfolgreichen Bewältigung hängt ab, ob flächendeckend gesunde Strukturen an Handwerksbetrieben erhalten und Konzentrationsprozesse vermieden werden können. 3Die Betriebe sollen an neue Produkte, neue Produktionsverfahren, neue Formen der Kooperation und an die Erschließung neuer Märkte herangeführt werden. 4Dabei ist das Handwerk insgesamt sehr inhomogen strukturiert: Technologieorientierten Betrieben mit hohem Entwicklungspotenzial stehen Betriebe mit deutlichem technologischen Nachholbedarf gegenüber. 5Infolgedessen ist auch der Handlungsbedarf breit angelegt und reicht von der Erforschung und Entwicklung neuer Verfahren bis zu einer didaktisch geeigneten Kommunikation von bereits eingeführten Verfahren. 6Mit einer durchschnittlichen Betriebsgröße von vier bis fünf Mitarbeitern ist das Handwerk besonders kleinteilig. 7Daher sind Handwerksbetriebe in aller Regel nicht in der Lage, selbst Maßnahmen zur Erschließung und Integration neuer Technologien zu erforschen und umzusetzen. 8Um dem für Handwerksunternehmen typischen unternehmensgrößenbedingten Nachteil bei der Erschließung und Integration neuer Technologien entgegen zu wirken, werden folgende Maßnahmen umgesetzt:
a)
Im Wege von Forschungs- und Entwicklungsvorhaben in Zusammenarbeit von Handwerksorganisationen und Forschungseinrichtungen mit Leistungsvermögen im Bereich der Handwerkswirtschaft werden handwerksorientierte Applikationen neuer Technologien entwickelt und im Rahmen von Pilotprojekten zur Praxisreife gebracht.
b)
Der Aufbau und Betrieb von handwerksorientierten Innovations- und Technologienetzwerken eröffnet der Handwerkswirtschaft die Möglichkeit, neue Perspektiven der Kooperationen zwischen Handwerksbetrieben, Industrie, Dienstleistern und breitem Mittelstand zu identifizieren, zu kommunizieren und umzusetzen. Anwendungen neuer Technologien werden in didaktisch zielführender Weise, d. h. primär im Wege praktischer Vorführung in Einrichtungen zur technischen Demonstration, sog. „Demonstrationszentren“, weitervermittelt.
9Auf diese Weise kann den unterschiedlichen Bedürfnissen sowohl von technologieintensiven Handwerksbetrieben mit hohem Entwicklungspotenzial als auch von Betrieben mit technologischem Nachholbedarf nachgekommen werden.