Inhalt

RaPO
Text gilt ab: 01.10.2010
Fassung: 17.10.2001
§ 23
Bewertung, Bildung von Endnoten, Notenbekanntgabe
(1) Der Bewertung ist stets die individuelle Leistung des Studenten zugrunde zu legen.
(2) 1Für die Bewertung der einzelnen Prüfungsleistungen und studienbegleitenden Leistungsnachweise werden folgende Noten verwendet:
1 = sehr gut
eine hervorragende Leistung,
2 = gut
eine Leistung, die erheblich über den durchschnittlichen Anforderungen liegt,
3 = befriedigend
eine Leistung, die durchschnittlichen Anforderungen entspricht,
4 = ausreichend
eine Leistung, die trotz ihrer Mängel noch den Anforderungen genügt,
5 = nicht ausreichend
eine Leistung, die wegen erheblicher Mängel den Anforderungen nicht mehr genügt.
2Für die Bewertung werden nur ganze Noten verwendet. 3Abweichend hiervon kann die Prüfungsordnung der Hochschulen die Möglichkeit vorsehen, dass die vorstehenden Notenziffern zur differenzierten Bewertung der Leistungen um 0,3 erniedrigt oder erhöht werden; die Noten 0,7, 4,3, 4,7 und 5,3 sind ausgeschlossen.
(3) 1Ist eine Prüfungsleistung oder ein studienbegleitender Leistungsnachweis von mehreren Prüfern unterschiedlich bewertet worden, sollen sie sich auf eine übereinstimmende Bewertung einigen. 2Kommt eine Einigung nicht zustande, ergibt sich die Note des Leistungsnachweises aus dem auf eine Nachkommastelle abgerundeten arithmetischen Mittel der Prüfungsnoten.
(4) 1Die Prüfungsordnung der Hochschule kann vorsehen, dass studienbegleitende Leistungsnachweise, auf denen keine Endnoten beruhen, in einzelnen Fächern abweichend von Absatz 2 nur mit den Prädikaten „mit Erfolg abgelegt“ oder „ohne Erfolg abgelegt“ bewertet werden. 2Diese Prädikate werden stets zur Bewertung des Kolloquiums im Rahmen der Prüfungen am Ende der praktischen Studiensemester verwendet.
(5) 1In den Prüfungsfächern werden auf Grund der Prüfungsergebnisse Endnoten gebildet. 2Die Prüfungsordnung der Hochschule kann in begründeten Fällen vorsehen, dass in anderen Fächern Endnoten auf Grund von studienbegleitenden Leistungsnachweisen gebildet werden, soweit die Leistungsnachweise nicht der vereinfachten Bewertung nach Absatz 4 unterliegen. 3Die Prüfungsordnung der Hochschule kann auch vorsehen, dass in Prüfungsfächern das Ergebnis studienbegleitender Leistungsnachweise bei der Bildung der Endnote bis zur Hälfte berücksichtigt wird, wenn die Prüfung in diesem Fach mindestens mit der Note „ausreichend“ abgeschlossen wurde.
(6) 1Sind die Noten mehrerer Prüfungsleistungen oder studienbegleitender Leistungsnachweise zu einer Endnote zusammenzufassen, so wird aus den einzelnen Noten das arithmetische Mittel gebildet, das auf eine Nachkommastelle abgerundet wird. 2Die Prüfungsordnung der Hochschule kann unterschiedliche Gewichte der Einzelnoten vorsehen.
(7) Die Endnote sowie die Note der Diplomarbeit lauten bei einer Note oder einem Notendurchschnitt
von
von
von
von
1
1,6
2,6
3,6
bis
bis
bis
bis
1,5
2,5
3,5
4,0
sehr gut
gut
befriedigend
ausreichend
über
4,0
nicht ausreichend.


(8) Sind in einem Prüfungsfach Prüfungsleistungen in unterschiedlichen Prüfungsabschnitten oder über selbständige Teile eines Prüfungsfaches vorgesehen (Teilprüfungen) oder beruht eine Endnote auf mehreren studienbegleitenden Leistungsnachweisen, kann die Prüfungsordnung der Hochschule bestimmen, dass bei der Note „nicht ausreichend“ in einer Teilprüfung oder in bestimmten studienbegleitenden Leistungsnachweisen in diesem Fach die Endnote „nicht ausreichend“ zu erteilen ist.
(9) 1Die Prüfungsordnung der Hochschule kann vorsehen, dass die Noten, die in Prüfungen oder studienbegleitenden Leistungsnachweisen, auf denen Endnoten beruhen, erzielt werden, unter Wahrung der schutzwürdigen Interessen der Betroffenen hochschulöffentlich bekannt gegeben werden. 2Die Prüfungsordnung der Hochschule regelt das Verfahren der Bekanntgabe. 3Für die Vorprüfung bleibt § 32 Abs. 2, für die Diplomprüfung § 38 Satz 7 unberührt.