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BFSO HeilB
Text gilt ab: 01.09.2020
Fassung: 18.01.1993
§ 4
Aufnahmevoraussetzungen
(1) 1Die Aufnahme setzt die gesundheitliche Eignung für den angestrebten Beruf voraus. 2Sie setzt ferner voraus
1.
bei der Berufsfachschule für Ergotherapie einen mittleren Schulabschluß oder eine nach Abschluss der Mittelschule abgeschlossene Berufsausbildung von mindestens zweijähriger Dauer (§ 4 Abs. 2 ErgThG);
2.
bei der Berufsfachschule für Physiotherapie einen mittleren Schulabschluß oder eine nach dem Abschluss der Mittelschule oder einem gleichwertigen Abschluß abgeschlossene Berufsausbildung von mindestens zweijähriger Dauer (§ 10 MPhG);
3.
bei der Berufsfachschule für Logopädie einen mittleren Schulabschluß oder eine nach Abschluss der Mittelschule abgeschlossene Berufsausbildung von mindestens zweijähriger Dauer (§ 4 Abs. 2 LogG);
4.
bei der Berufsfachschule für Massage den Abschluss der Mittelschule oder eine gleichwertige Schulbildung oder eine abgeschlossene Berufsausbildung von mindestens einjähriger Dauer (§ 5 MPhG);
5.
bei der Berufsfachschule für Orthoptik einen mittleren Schulabschluß oder eine nach Abschluss der Mittelschule oder einem gleichwertigen Abschluß abgeschlossene Berufsausbildung von mindestens zweijähriger Dauer (§ 5 Nr. 2 OrthoptG).
(2) 1Die Entscheidung über die Aufnahme trifft der Schulleiter. 2Die Aufnahme ist zu versagen, wenn
1.
das Vorliegen der allgemeinen Aufnahmevoraussetzungen nicht vollständig nachgewiesen ist,
2.
der Bewerber die staatliche Prüfung an einer Berufsfachschule der gleichen Ausbildungsrichtung bereits abgelegt hat, nicht bestanden hat und nicht mehr wiederholen darf,
3.
der Bewerber die Probezeit an einer Berufsfachschule der gleichen Ausbildungsrichtung bereits zweimal nicht bestanden hat,
4.
Tatsachen vorliegen, die nach Feststellung der zuständigen Regierung gemäß § 2 Abs. 1 Nr. 2 ErgThG, § 2 Abs. 1 Nr. 2 MPhG, § 2 Abs. 1 Nr. 2 LogG oder § 2 Abs. 1 Nr. 2 OrthoptG die Versagung der Erlaubnis rechtfertigen würden.
3Mit Zustimmung der Regierung können Schüler ausnahmsweise zugelassen werden, wenn die festgestellten Tatsachen zwar zum Zeitpunkt der Entscheidung die Versagung der Erlaubnis rechtfertigen würden, das Hindernis für die Zukunft jedoch behebbar erscheint und es unverhältnismäßig wäre, seinetwegen die Ausbildung zu verhindern.