Inhalt

BFSO HeilB
Text gilt ab: 01.08.2021
Fassung: 18.01.1993
§ 33
Jahreszeugnisse, Teilnahmebescheinigungen
(1) Über die erzielten Leistungen werden am letzten Unterrichtstag des Schuljahres Jahreszeugnisse ausgestellt, die dem vom Staatsministerium herausgegebenen Muster entsprechen müssen.
(2) Hat ein Schüler in einem Fach keine hinreichenden Leistungsnachweise erbracht und mit ausreichender Entschuldigung weder an Nachterminen noch an einer Ersatzprüfung teilgenommen, so wird an Stelle einer Note eine entsprechende Bemerkung mit der Folge des § 28 Satz 2 aufgenommen.
(3) 1Von Bemerkungen im Sinn des Art. 52 Abs. 3 Satz 3 BayEUG über Anlagen, Mitarbeit und Verhalten des Schülers im Jahreszeugnis kann abgesehen werden. 2Ordnungsmaßnahmen werden nur aus besonderem Anlaß erwähnt. 3Auf Wunsch des Schülers sind Tätigkeiten in der Schülermitverantwortung oder sonstige freiwillige Tätigkeiten für die Schulgemeinschaft zu vermerken.
(4) Im Jahreszeugnis jedes Schuljahres, das nicht unmittelbar der Prüfung vorangeht, muß die Entscheidung über das Vorrücken vermerkt sein.
(5) 1Das Zeugnis wird von der Klassenkonferenz festgesetzt. 2In den Fällen des Nichtvorrückens, der Gewährung von Notenausgleich oder des Vorrückens auf Probe entscheidet die Lehrerkonferenz auf Empfehlung der Klassenkonferenz. 3Gleiches gilt, wenn der Vorsitzende der Klassenkonferenz oder ein Drittel ihrer Mitglieder dies beantragt oder der Schulleiter dies aus besonderen Gründen für erforderlich hält.
(6) 1Gegen Ende des letzten Schuljahres wird gleichzeitig mit der Beschlußfassung über das Jahreszeugnis über die Erteilung der Teilnahmebescheinigung entschieden. 2Wenn die Voraussetzungen vorliegen, die nach § 27 Abs. 1 einem Vorrücken entgegenstünden, und kein Notenausgleich zugebilligt wird, kann bei den Berufsfachschulen für Ergotherapie und Logopädie die Bescheinigung über die regelmäßige und erfolgreiche Teilnahme an den vorgeschriebenen Ausbildungsveranstaltungen (§ 1 Abs. 2 ErgThAPrV, § 1 Abs. 2 LogAPrO) bzw. bei den Berufsfachschulen für Orthoptik an dem theoretischen und praktischen Unterricht (§ 4 Abs. 2 Nr. 1 OrthoptAPrV) nicht erteilt werden. 3Unter den gleichen Voraussetzungen kann bei den Berufsfachschulen für Physiotherapie und für Massage die Bescheinigung über die regelmäßige und erfolgreiche Teilnahme an den Ausbildungsveranstaltungen (§ 1 Abs. 4 PhysTh-APrV bzw. § 1 Abs. 3 MBAPrV) nicht erteilt werden. 4Absatz 5 Satz 2 gilt entsprechend.
(7) Die Schule kann ein Jahreszeugnis, eine Teilnahmebescheinigung oder eine Bescheinigung über die Dauer des Schulbesuchs zurückbehalten, wenn ein vom Schüler zurückzugebendes Lernmittel trotz wiederholter Mahnung weder zurückgegeben noch zu seinem Zeitwert ersetzt wird.