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AgrTSO
Text gilt ab: 01.09.2020
Fassung: 31.05.2001
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Schulordnung für die Staatlichen Technikerschulen für Agrarwirtschaft, für Waldwirtschaft sowie für die Staatliche Meister- und Technikerschule für Weinbau und Gartenbau
(Technikerschulordnung Agrar – AgrTSO)
Vom 31. Mai 2001
(GVBl. S. 292)
BayRS 7803-12-L

Vollzitat nach RedR: Technikerschulordnung Agrar (AgrTSO) vom 31. Mai 2001 (GVBl. S. 292, BayRS 7803-12-L), die zuletzt durch Verordnung vom 8. Juli 2014 (GVBl. S. 255, 376) geändert worden ist
Auf Grund von Art. 5 Abs. 1 Satz 2, Art. 15, 44 Abs. 2 Satz 1, Art. 45 Abs. 2 Satz 1, Art. 49 Abs. 1 Satz 2, Art. 52 Abs. 4, Art. 53 Abs. 4 Satz 2, Art. 58 Abs. 6, Art. 62 Abs. 8, Art. 89 und 128 Abs. 1 des Bayerischen Gesetzes über das Erziehungs- und Unterrichtswesen (BayEUG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 31. Mai 2000 (GVBl. S. 414, ber. S. 632, BayRS 2230-1-1-UK) erlässt das Bayerische Staatsministerium für Landwirtschaft und Forsten folgende Verordnung:
§ 1
Geltungsbereich
1Diese Schulordnung gilt für die staatlichen Technikerschulen für Agrarwirtschaft, für Waldwirtschaft sowie für die staatliche Meister- und Technikerschule für Weinbau und Gartenbau (Technikerschulen). 2Die Technikerschulen gliedern sich in folgende Fachrichtungen:
1.
Technikerschulen für Agrarwirtschaft
a)
Landbau
b)
Milchwirtschaft und Molkereiwesen
c)
Ernährungs- und Versorgungsmanagement
2.
Technikerschule für Waldwirtschaft
3.
Meister- und Technikerschule für Weinbau und Gartenbau
a)
Gartenbau mit den Schwerpunkten
Zierpflanzenbau
Baumschule
b)
Garten- und Landschaftsbau
c)
Weinbau und Oenologie.
§ 2
Ausbildungsziele
(1) 1Im Rahmen des gemeinsamen Bildungs- und Erziehungsauftrags und der allgemeinen Aufgaben aller Schulen (Art. 1 und 2 BayEUG) hat die Technikerschule unter Beachtung ökologischer Notwendigkeiten und des Umweltschutzes die Aufgabe, die Studierenden als Fachkräfte mit beruflicher Erfahrung zur Übernahme von Aufgaben im mittleren Funktionsbereich zu befähigen sowie auf eine spätere Tätigkeit als Betriebsleiter, technischer Leiter oder Unternehmer vorzubereiten. 2In der Meister- und Technikerschule für Weinbau und Gartenbau können die Studierenden ganz oder teilweise die Meisterprüfung im ersten Jahr ablegen.
(2) 1Die Technikerschule dient der vertieften beruflichen Fortbildung und vermittelt auch die für ein Fachhochschulstudium erforderlichen Lern- und Arbeitstechniken. 2Mit der Vorrückungserlaubnis in das letzte Schuljahr wird die Fachschulreife zuerkannt. 3Mit dem Besuch der Technikerschule wird zudem der Erwerb der Fachhochschulreife ermöglicht.
§ 3
Ausbildungsdauer
(1) 1Der Unterricht umfasst zwei Schuljahre mit je 40 Unterrichtswochen in Vollzeitform. 2Bei der dreijährigen Form der Fachrichtung Ernährungs- und Versorgungsmanagement wird der Unterricht auf drei Jahre verteilt und durch ein gelenktes und mittels mediengestützten Unterrichts betreutes Betriebspraktikum im ersten Schuljahr mit zwölf Wochen sowie im zweiten Schuljahr mit 28 Wochen ergänzt.
(2) Beginn und Ende der Unterrichtszeiten sowie Ferienzeiten legt das Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (Staatsministerium) fest.
§ 4
Anmeldung
1Aufnahmeanträge sind bis 1. April jeden Jahres bei der Technikerschule zu stellen. 2Mit dem Aufnahmeantrag sind die nach § 5 erforderlichen Zeugnisse und Nachweise vorzulegen. 3Aufnahmeanträge, die verspätet oder bis zu diesem Termin mit unvollständigen Unterlagen eingehen, können nur im Rahmen der noch vorhandenen Studienplätze berücksichtigt werden.
§ 5
Aufnahme
(1) Die Aufnahme setzt voraus, dass der Bewerber
1.
über eine entsprechende schulische Vorbildung verfügt;
2.
über eine entsprechende berufliche Vorbildung verfügt:
Diese ist durch die erfolgreiche Abschlussprüfung in einem der gewählten Fachrichtung entsprechenden Ausbildungsberuf und eine spätere einschlägige Berufstätigkeit von einem Jahr, bei Bewerbern, die die Meisterprüfung im Rahmen der Meister- und Technikerschule für Weinbau und Gartenbau in den Fachrichtungen Gartenbau oder Garten- und Landschaftsbau ablegen wollen, von mindestens zwei Jahren nachzuweisen; abweichend davon kann der Nachweis in der Fachrichtung Ernährungs- und Versorgungsmanagement durch eine vom Staatsministerium allgemein als gleichwertig anerkannte einschlägige Prüfung und, mit Ausnahme der dreijährigen Form, eine spätere einschlägige Berufstätigkeit von einem Jahr erbracht werden;
3.
die nötige gesundheitliche Eignung besitzt;
4.
ausreichende Kenntnisse der deutschen Sprache nachweist.
(2) Bewerber, die einen mittleren Schulabschluss und den erfolgreichen Abschluss einer Fachschule oder einen vergleichbaren Abschluss der jeweiligen Fachrichtung nachweisen, können direkt in das letzte Schuljahr der Technikerschule aufgenommen werden, sofern die Voraussetzungen nach Absatz 1 erfüllt sind.
(3) 1Über die Aufnahme entscheiden die Schulleiter durch schriftlichen Bescheid; ablehnende Entscheidungen sind zu begründen und mit einer Rechtsbehelfsbelehrung zu versehen. 2In Ausnahmefällen können die Schulleiter im Rahmen noch verfügbarer Studienplätze von einzelnen Aufnahmevoraussetzungen befreien, jedoch nicht vom Nachweis der erfolgreichen Abschlussprüfung in einem der gewählten Fachrichtung entsprechenden Ausbildungsberuf. 3Bei der Entscheidung über die Aufnahme ist Art. 44 Abs. 2 BayEUG zu beachten.
(4) 1Sofern ein Auswahlverfahren (§ 7 Abs. 2) durchgeführt wird, bestimmt die Technikerschule im Zulassungsbescheid einen Termin, bis zu dem zu erklären ist, ob der Studienplatz angenommen wird. 2Geht die Erklärung bis zu diesem Termin bei der Technikerschule nicht ein, wird ein Zulassungsbescheid unwirksam.
§ 6
Probezeit
(1) 1Die Technikerschule kann durch Beschluss der Lehrerkonferenz eine bis zu sechsmonatige Probezeit festlegen. 2Bei der Anmeldung und im Zulassungsbescheid (§ 5 Abs. 3) ist gegebenenfalls auf diese Probezeit und ihre Bedeutung für die endgültige Zulassung hinzuweisen.
(2) 1Die Probezeit ist nicht bestanden, wenn bei einer Gesamtwürdigung der Leistungen des Studierenden nicht damit gerechnet werden kann, dass er das Bildungsziel der Fachschule erreicht. 2Dies ist in der Regel der Fall, wenn die Leistungen am Ende der Probezeit in einem Pflichtfach mit der Note sechs oder in zwei Pflichtfächern mit der Note fünf oder schlechter zu bewerten sind und keine Umstände vorliegen, die bessere Leistungen wahrscheinlich machen; die Bestimmungen über den Notenausgleich (§ 22 Abs. 1) gelten entsprechend.
§ 7
Höchstzulassung, Mindestzulassung
(1) 1Die Schulleiter legen jeweils die Höchstzulassungszahlen für das erste Schuljahr fest. 2Dabei sind die Raumverhältnisse, die für die Ausbildung verfügbaren Einrichtungen und die Erfordernisse eines geordneten Schulbetriebs mit dem Ziel einer erschöpfenden Nutzung der Ausbildungskapazität zugrunde zu legen.
(2) 1Übersteigt die Zahl der zulassungsfähigen Bewerber die Höchstzulassungszahl, sind zunächst Studienplätze auf Antrag an die Bewerber zu vergeben, bei denen im Fall der Nichtzulassung unter Zugrundelegung eines strengen Maßstabs eine außergewöhnliche, insbesondere soziale, betriebliche oder familiäre Härte gegeben ist. 2Darüber hinaus findet ein Auswahlverfahren statt; die Auswahl erfolgt in der Reihenfolge der Gesamtnote in der Abschlussprüfung nach § 37 Berufsbildungsgesetz in den Ausbildungsberufen nach § 5 Abs. 2 dieser Schulordnung. 3Der Gesamtnote wird pro Monat Berufspraxis ein Bonus von 0,02 angerechnet, soweit die Zeit der Berufstätigkeit über die gemäß § 5 Abs. 1 erforderliche Zeit hinausgeht. 4Bei gleicher Gesamtnote entscheidet die Zahl der über die Aufnahmebedingungen (§ 5 Abs. 1 Nr. 2) hinaus nachgewiesenen einschlägigen Praxismonate.
(3) 1Eine Klasse wird nur bei mindestens 16 Studierenden eröffnet. 2In Ausnahmefällen kann das Staatsministerium Abweichungen zulassen.
§ 8
(aufgehoben)
§ 9
Stundentafel
(1) 1Für die Unterrichtsgestaltung gelten die Stundentafeln nach Anlagen 1 bis 7. 2Die Fächer, in denen unterrichtet wird, sind entweder Pflichtfächer, Wahlpflichtfächer oder Wahlfächer.
(2) 1Im Rahmen ihres Bildungsauftrags entscheiden die Schulen darüber, welche Wahlfächer sie anbieten. 2Die erstmalige Einrichtung von Wahlfächern ist unter Angabe von Fachbezeichnung, Inhalt und Zeitumfang dem Staatsministerium vor Unterrichtsbeginn anzuzeigen.
(3) Mit Genehmigung des Staatsministeriums kann der Unterricht gemäß Anlagen 1 bis 7 ganz oder teilweise in ein anderes Schuljahr verlegt werden.
§ 10
Gestaltung des Unterrichts
(1) Vor Schuljahresbeginn werden für die Klassen Stundenpläne und zu den einzelnen Unterrichtsfächern Unterrichtsplanungen erstellt und aufeinander abgestimmt.
(2) 1Im Lehrplan festgelegte Seminare sowie sonstige verbindliche Schulveranstaltungen sind Bestandteil des Unterrichts. 2Die durch die Teilnahme an verbindlichen Schulveranstaltungen entstehenden Auslagen müssen für alle zumutbar sein. 3Im Rahmen des Unterrichts können Seminare sowie ein Betriebspraktikum in geeigneten in- oder ausländischen Betrieben durchgeführt werden. 4Das Betriebspraktikum ist in der Stundentafel festgelegt.
§ 11
Lernmittel
(1) 1Im Unterricht sind Lernmittel zu verwenden, die vom Staatsministerium zugelassen sind. 2Über die Auswahl unter den zugelassenen Lernmitteln entscheiden die Lehrerkonferenzen auf Vorschlag der Schulleiter.
(2) Für die Lernmittelfreiheit gelten die vom Staatsministerium im Rahmen von Art. 19 Abs. 1 des Gesetzes zur Förderung der bayerischen Landwirtschaft erlassenen Bestimmungen.
§ 12
Unterrichtszeit
(1) Der Unterricht wird in der Regel von Montag bis Freitag erteilt.
(2) 1Eine Unterrichtsstunde dauert 45 Minuten. 2Die Schulleiter setzen für die Zeit zwischen den Unterrichtsstunden geeignete Pausenlängen fest.
§ 13
Teilnahme am Unterricht und sonstigen Veranstaltungen
(1) 1Die Studierenden haben pünktlich und regelmäßig am Unterricht und an allen sonstigen Veranstaltungen der Technikerschule, deren Besuch nicht ausdrücklich als freiwillig erklärt wird, teilzunehmen. 2Die Teilnahme an Veranstaltungen der Studierendenvertretung ist freiwillig, ihre Durchführung bedarf der Genehmigung durch die Schulleiter. 3Die Schulleiter können Veranstaltungen der Studierendenvertretung als Schulveranstaltungen anerkennen.
(2) 1Befreiungen von einzelnen Unterrichtsstunden bis zur Dauer eines Schultags können auf schriftlichen Antrag die Klassenleiter erteilen. 2Eine längere Unterrichtsbefreiung können nur die Schulleiter gewähren.
(3) Der durch Abwesenheit versäumte Lehrstoff ist nachzuarbeiten.
(4) 1Wer vor Unterrichtsbeginn die berufs- und arbeitspädagogische Eignung für die Berufsausbildung nach der Ausbilder-Eignungsverordnung nachweist, kann in der Fachrichtung Ernährungs- und Versorgungsmanagement auf Antrag durch den Schulleiter von der Teilnahme an der staatlichen Abschlussprüfung im Fach Berufsausbildung und Mitarbeiterführung befreit werden. 2Wer vor Unterrichtsbeginn die Berechtigung zum Jagdscheinerwerb im Sinn des § 15 des Bundesjagdgesetzes nachweist, ist an der Technikerschule für Waldwirtschaft von der Teilnahme am Pflichtunterricht sowie an den Leistungsnachweisen während des Schuljahres im Fach Vorbereitung auf die Jägerprüfung und von der im ersten Schuljahr stattfindenden Jägerprüfung befreit.
§ 14
Verhinderung am Schulbesuch
1Studierende, die wegen Erkrankung oder aus einem anderen zwingenden Grund am Schulbesuch verhindert sind, haben dies unverzüglich mitzuteilen. 2Bei einer länger als drei Tage dauernden Erkrankung ist ein ärztliches Zeugnis vorzulegen. 3Unabhängig von der Dauer der Abwesenheit kann die Technikerschule ein schulärztliches Zeugnis verlangen, wenn sich krankheitsbedingte Schulversäumnisse häufen oder an der Erkrankung berechtigte Zweifel bestehen.
§ 15
Recht der Studierenden auf Mitwirkung und Information
(1) Die Studierenden haben das Recht, im Rahmen der Lehrpläne an der Gestaltung des Unterrichts mitzuwirken.
(2) 1Studierende haben das Recht, die Schulleiter und die Lehrkräfte um Rat und Auskunft zu bitten; sie sollen sich zunächst an die jeweils zuständige Lehrkraft wenden. 2Dabei können sie, insbesondere wenn sie sich durch eine Lehrkraft ungerecht behandelt fühlen, die Vermittlung durch den Klassensprecher (§ 38) in Anspruch nehmen.
§ 16
(aufgehoben)
§ 17
Schulaufgaben
(1) 1In allen Pflicht- und Wahlpflichtfächern mit einer Wochenstunde sind in jedem Schuljahr mindestens ein Leistungsnachweis, bei zwei oder mehr Wochenstunden mindestens zwei Leistungsnachweise in Form von Schulaufgaben zu erbringen. 2An den Technikerschulen für Agrarwirtschaft, Fachrichtung Landbau sind im Fach „Projektarbeit und spezielle Themen“ in jedem Schuljahr mindestens vier Schulaufgaben durchzuführen. 3Die Schulaufgaben können in schriftlicher, mündlicher oder praktischer Form durchgeführt werden. 4In der dreijährigen Form der Fachrichtung Ernährungs- und Versorgungsmanagement ist im zweiten Schuljahr in einem Fach, in dem weniger als 50 Unterrichtsstunden erteilt werden, nur eine Schulaufgabe nach Satz 1 erforderlich; diese kann durch benotete Leistungsnachweise aus dem mediengestützten Unterricht ergänzt werden. 5An der Technikerschule für Waldwirtschaft kann im Fach Vorbereitung auf die Jägerprüfung neben einer schriftlichen Schulaufgabe der schriftliche und praktische Teil der Jägerprüfung im Sinn des § 15 Nr. 3 der Jäger- und Falknerprüfungsordnung als schriftliche und praktische Schulaufgabe gewertet werden. 6Die Schulleiter entscheiden, in welchen Wahlfächern schriftliche oder praktische Schulaufgaben stattfinden, die Schulaufgaben durch gleichwertige Arbeiten anderer Art ersetzt werden oder bei Wahlfächern auf Schulaufgaben und eine Benotung verzichtet wird.
(2) 1Inhalt und Dauer der Schulaufgabe sowie die zugelassenen Hilfsmittel bestimmt die zuständige Lehrkraft. 2Die Termine für Schulaufgaben müssen mindestens eine Woche vorher angekündigt werden. 3An einem Tag soll nicht mehr als eine Schulaufgabe angesetzt werden.
(3) Die Schulleiter können nach Rücksprache mit der Lehrkraft eine schriftliche Schulaufgabe für ungültig erklären und die Anfertigung einer neuen anordnen, wenn die Anforderungen nicht angemessen waren.
(4) 1Die Schulaufgaben sind von der zuständigen Lehrkraft zu bewerten und mit den Studierenden zu besprechen. 2Bei Vorträgen, Präsentationen und praktischen Aufgaben sind zur Benotung Bewertungsbögen zu verwenden. 3Die Schulaufgaben und Bewertungsbögen müssen drei Jahre aufbewahrt werden.
(5) Haben sich Studierende einer Überprüfung ihres Leistungsstands unterzogen, so können nachträglich geltend gemachte gesundheitliche Gründe, denen zufolge die Arbeit nicht gewertet werden soll, nicht anerkannt werden.
(6) 1Versäumen Studierende aus Gründen, die sie zu vertreten haben, eine Schulaufgabe, wird die Note „ungenügend“ erteilt. 2Ist das Versäumnis nicht zu vertreten, findet ein Nachtermin statt. 3Versäumt ein Studierender mehrere Schulaufgaben mit ausreichender Entschuldigung, so kann je Fach ein Nachtermin für mehrere Schulaufgaben angesetzt werden.
(7) 1Versäumt ein Studierender den Nachtermin mit ausreichender Entschuldigung, so kann eine Ersatzprüfung angesetzt werden. 2Eine Ersatzprüfung kann in jedem Fach nur einmal im Schulhalbjahr stattfinden. 3Sie kann sich über den gesamten bis dahin behandelten Unterrichtsstoff des Schuljahrs erstrecken. 4Der Termin der Ersatzprüfung und der Unterrichtsstoff sind dem Studierenden spätestens eine Woche vorher mitzuteilen.
(8) 1Nimmt der Studierende an der Ersatzprüfung wegen Erkrankung nicht teil, so muss die Erkrankung durch ärztliches Attest nachgewiesen werden. 2Die Schule kann die Vorlage eines schulärztlichen Zeugnisses verlangen.
§ 18
Stegreifaufgaben
(1) 1Stegreifaufgaben werden in schriftlicher, mündlicher oder praktischer Form erbracht. 2In jedem Schuljahr sind in den Pflicht- und Wahlpflichtfächern mit einer Wochenstunde mindestens eine Stegreifaufgabe, bei zwei oder mehr Wochenstunden mindestens zwei Stegreifaufgaben zu fordern. 3Die je Schuljahr geforderten Stegreifaufgaben können durch eine angekündigte Kurzarbeit von mindestens 15 Minuten Dauer erbracht werden; die Lehrkraft gibt rechtzeitig vorher den Umfang der Prüfungsinhalte bekannt. 4In der dreijährigen Form der Fachrichtung Ernährungs- und Versorgungsmanagement ist im zweiten Schuljahr in jedem Fach, in dem weniger als 50 Unterrichtsstunden erteilt werden, nur eine Stegreifaufgabe nach Satz 1 erforderlich; diese kann durch benotete Stegreifaufgaben aus dem mediengestützten Unterricht ergänzt werden. 5An der Technikerschule für Waldwirtschaft kann im Fach Vorbereitung auf die Jägerprüfung der mündliche Teil der Jägerprüfung im Sinn des § 16 Nr. 3 der Jäger- und Falknerprüfungsordnung als Stegreifaufgabe gewertet werden.
(2) 1Stegreifaufgaben haben im Wesentlichen nur den Lerninhalt des letzten Unterrichts oder den aufgegebenen laufenden Lerninhalt zum Gegenstand. 2 § 17 Abs. 4 (Bewertungsbögen) und Abs. 5 (nachträglicher Rücktritt) gelten entsprechend.
§ 19
Bewertung von Leistungen
Die Bewertung der Leistungen erfolgt nach den Notenstufen des Art. 52 BayEUG.
§ 20
Unerlaubte Hilfe
(1) 1Wer sich beim Ablegen von Leistungsnachweisen unerlaubter Hilfe bedient oder den Versuch dazu macht, erhält für diese Prüfungsleistung die Note „ungenügend“. 2Als Versuch gilt auch die Bereithaltung nicht zugelassener Hilfsmittel. 3Ebenso kann verfahren werden, wenn zu fremdem Vorteil gehandelt wird.
(2) 1Absatz 1 gilt auch dann, wenn der Verstoß erst nachträglich bekannt und nachgewiesen wird. 2Das Prüfungsergebnis ist zu berichtigen.
§ 21
Jahreszeugnis, Fachschulreife
(1) 1Zum Abschluss des ersten Schuljahrs bzw. in der dreijährigen Form der Fachrichtung Ernährungs- und Versorgungsmanagement zum Abschluss des zweiten Schuljahrs erhalten die Studierenden ein Jahreszeugnis nach dem vom Staatsministerium herausgegebenen Muster. 2Es umfasst die Leistungen im Schuljahr in den Pflichtfächern, den Wahlpflichtfächern und den Wahlfächern, soweit sie benotet werden.
(2) 1Die Zeugnisnoten werden aus den Noten für die Schulaufgaben und den Noten für die Stegreifaufgaben des ersten Schuljahrs unter Wahrung der Gleichbehandlung aller Studierenden in pädagogischer Verantwortung der Lehrkraft ermittelt, wobei in der Regel das arithmetische Mittel der Noten (Zahlenwerte) aus den Schulaufgaben zweifach und das arithmetische Mittel der Noten (Zahlenwerte) aus den Stegreifaufgaben einfach zählen. 2Das arithmetische Mittel für die Schulaufgaben und für die Stegreifaufgaben wird auf zwei Dezimalstellen berechnet. 3Die Zeugnisnote im Pflichtfach „Projektarbeit und spezielle Themen“ wird aus den Noten von Leistungsnachweisen ermittelt, wobei von der Lehrkraft nach vorheriger Absprache mit den Studierenden eine Gewichtung der Noten der einzelnen Leistungsnachweise vorgenommen werden kann. 4Die sich ergebende Zeugnisnote ist als ganze Note auszuweisen.
(3) Die Zeugnisnoten werden von der Lehrerkonferenz (§ 37) festgestellt.
(4) Bemerkungen nach Art. 52 Abs. 3 Satz 3 BayEUG und die Berechtigung zum Jagdscheinerwerb nach § 35 können in das Jahreszeugnis aufgenommen werden.
(5) Die Fachschulreife wird Studierenden zuerkannt, die die Vorrückerlaubnis in das letzte Schuljahr erhalten haben; dies wird im Jahreszeugnis vermerkt.
(6) 1Studierende der Meister- und Technikerschule für Weinbau und Gartenbau können am Ende des ersten Schuljahrs die Meister- und Wirtschafterprüfung ablegen. 2Das Jahreszeugnis der Bewerber der Technikerprüfung und das Zeugnis der Wirtschafterprüfung umfassen die Leistungen im ersten Schuljahr in den Pflichtfächern, den Wahlpflichtfächern und den Wahlfächern, soweit sie benotet werden (Jahresfortgangsnoten), sowie die bewerteten Prüfungsteile der einschlägigen Meisterprüfung. 3Die Zeugnisnoten der Pflichtfächer, die nicht mit Prüfungsteilen der Meisterprüfung zusammengeführt werden, werden entsprechend Abs. 2 gebildet. 4Bewerber, die die Meister- bzw. Wirtschafterprüfung ablegen, werden im ersten Schuljahr in den folgenden Pflichtfächern und Wahlpflichtfächern geprüft:
1.
Gartenbau
a)
Zierpflanzenbau und Technik bzw. Baumschule und Technik
b)
Betriebswirtschaft
c)
Berufsausbildung und Mitarbeiterführung
2.
Garten- und Landschaftsbau
a)
Baubetrieb
b)
Betriebswirtschaft und Betriebsführung
c)
Berufsausbildung und Mitarbeiterführung
3.
Weinbau und Oenologie
a)
Weinbauliche Produktion
b)
Traubenverarbeitung und Weinbereitung
c)
Betriebswirtschaft und Management
d)
Berufsausbildung und Mitarbeiterführung.
5Für Bewerber der Technikerprüfung nach § 25 Abs. 2 gilt Satz 4 entsprechend. 6Die Prüfungsthemen und Prüfungsanforderungen können den vom zuständigen Meisterprüfungsausschuss der jeweiligen Fachrichtung gestellten Prüfungen entsprechen. 7Bei Meisterprüfungen gehören die Prüfer dem zuständigen Meisterprüfungsausschuss an. 8Die Zeugnisnoten der Pflichtfächer werden folgendermaßen gebildet:
1.
Fachrichtung Gartenbau
a)
im Prüfungsfach „Zierpflanzenbau und Technik“ bzw. „Baumschule und Technik“ zählt die Jahresfortgangsnote einfach und aus dem Meisterprüfungsteil „Produktion, Dienstleistung und Vermarktung“ die schriftliche Prüfung einfach und die praxisbezogene Aufgabe zweifach;
b)
im Prüfungsfach „Betriebswirtschaft“ zählt die Jahresfortgangsnote einfach und aus dem Meisterprüfungsteil „Betriebs- und Unternehmensführung“ die schriftliche Prüfung einfach und die Betriebsbeurteilung zweifach;
c)
im Prüfungsfach „Berufsausbildung und Mitarbeiterführung“ zählt die Jahresfortgangsnote einfach und aus dem Meisterprüfungsteil „Berufsausbildung und Mitarbeiterführung“ die schriftliche Prüfung einfach und die praktische Ausbildungssituation mit Fachgespräch sowie die Fallstudie je zweifach;
2.
Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau
a)
im Prüfungsfach „Baubetrieb“ zählt die Jahresfortgangsnote einfach und aus dem Meisterprüfungsteil „Produktion, Dienstleistung und Vermarktung“ die schriftliche Prüfung einfach und die praxisbezogene Aufgabe zweifach;
b)
im Prüfungsfach „Betriebswirtschaft und Betriebsführung“ zählt die Jahresfortgangsnote einfach und aus dem Meisterprüfungsteil „Betriebs-und Unternehmensführung“ die schriftliche Prüfung einfach und die Betriebsbeurteilung zweifach;
c)
im Prüfungsfach „Berufsausbildung und Mitarbeiterführung“ zählt die Jahresfortgangsnote einfach und aus dem Meisterprüfungsteil „Berufsausbildung und Mitarbeiterführung“ die schriftliche Prüfung einfach und die praktische Ausbildungssituation mit Fachgespräch sowie die Fallstudie je zweifach;
3.
Fachrichtung Weinbau und Oenologie
a)
im Prüfungsfach „Weinbauliche Produktion“ zählt die Jahresfortgangsnote einfach und eine mündliche Prüfung im Weinberg einfach; die mündliche Prüfung dauert 30 Minuten;
b)
im Prüfungsfach „Traubenverarbeitung und Weinbereitung“ zählt die Jahresfortgangsnote einfach und aus dem Meisterprüfungsteil „Produktion, Verfahrenstechnik und Vermarktung“ die Weinbeschreibung einfach;
c)
im Prüfungsfach „Betriebswirtschaft und Management“ zählt die Jahresfortgangsnote einfach und die Note der Wirtschafterarbeit, die die produktionstechnische und betriebswirtschaftliche Analyse eines weinbaulichen Betriebs umfasst, einfach;
d)
im Prüfungsfach „Berufsausbildung und Mitarbeiterführung“ zählt die Jahresfortgangsnote einfach und aus dem Meisterprüfungsteil „Berufsausbildung und Mitarbeiterführung“ die schriftliche Prüfung einfach und die praktische Ausbildungssituation mit Fachgespräch sowie die Fallstudie je zweifach.
(7) In der Fachrichtung Landbau zählt im Abschlussprüfungsfach „Berufsausbildung und Mitarbeiterführung“, das im ersten Jahr geprüft wird, die Jahresfortgangsnote zweifach und aus dem Meisterprüfungsteil „Berufsausbildung und Mitarbeiterführung“ die schriftliche Prüfung einfach und die praktische Ausbildungseinheit mit Fachgespräch sowie die Fallstudie je zweifach.
§ 22
Vorrücken und Wiederholen
(1) 1Das Jahreszeugnis enthält die Feststellung, ob die Berechtigung zum Vorrücken in das folgende Schuljahr erreicht ist. 2Die Berechtigung zum Vorrücken ist nicht erreicht, wenn in einem Pflichtfach die Note „ungenügend“ oder in zwei Pflichtfächern die Note „mangelhaft“ erteilt worden ist, ohne dass ein Notenausgleich stattfindet. 3Notenausgleich kann Studierenden gewährt werden, wenn sie bei der Note „ungenügend“ in einem Pflichtfach oder bei der Note „mangelhaft“ in zwei Pflichtfächern mindestens ausreichende Leistungen in allen übrigen Pflichtfächern erzielt haben und in mindestens einem Pflichtfach die Note „sehr gut“ oder in zwei Pflichtfächern die Note „gut“ aufweisen. 4Bei der Note „ungenügend“ in einem Pflichtfach, das mit dem ersten Schuljahr ausläuft, ist ein Notenausgleich ausgeschlossen. 5Dasselbe gilt, wenn beide Noten „mangelhaft“ auf auslaufende Pflichtfächer entfallen. 6Die Feststellung über die Gewährung von Notenausgleich trifft die Lehrerkonferenz.
(2) 1Wurde die Berechtigung zum Vorrücken in das folgende Schuljahr nicht erreicht, kann das Schuljahr einmal wiederholt werden. 2 Art. 53 Abs. 3 und 5 Satz 1 BayEUG bleiben unberührt.
(3) 1Studierenden, die infolge nachgewiesener erheblicher Beeinträchtigungen ohne eigenes Verschulden wegen Leistungsminderungen die Voraussetzungen zum Vorrücken in das folgende Schuljahr nicht erfüllen (z.B. wegen Krankheit), kann das Vorrücken auf Probe gestattet werden, wenn zu erwarten ist, dass die entstandenen Lücken geschlossen werden können und das angestrebte Bildungsziel erreicht werden kann (Art. 53 Abs. 6 Satz 2 BayEUG). 2Bei Vorrücken auf Probe darf die Probezeit drei Monate nicht übersteigen.
(4) Über das Vorrücken, das Vorrücken auf Probe und die Dauer der Probezeit entscheidet die Lehrerkonferenz.
§ 23
Abschlussprüfung
1Das letzte Schuljahr endet mit einer Abschlussprüfung. 2Den Zeitpunkt der Abschlussprüfung legt das Staatsministerium fest. 3Die Abschlussprüfung besteht aus einer schriftlichen, mündlichen und praktischen Prüfung; in der Meister- und Technikerschule für Weinbau und Gartenbau findet keine praktische Abschlussprüfung statt.
§ 24
Prüfungsausschuss
(1) 1Die Abschlussprüfung wird jeweils vor einem Prüfungsausschuss abgelegt. 2Dem Prüfungsausschuss gehören an
1.
eine vom Staatsministerium bestellte Person oder in deren Vertretung der Schulleiter als vorsitzendes Mitglied,
2.
der Schulleiter oder sein Vertreter,
3.
die Lehrkräfte, die in den Pflichtfächern unterrichten und
4.
in der Meister- und Technikerschule für Weinbau und Gartenbau Praktiker aus jeder Fachrichtung bzw. jedem Schwerpunkt, die Meister, Techniker oder Hochschulabsolventen sowie Mitglied im jeweiligen Meisterprüfungsausschuss sind.
3Im Bedarfsfall können die Schulleiter weitere Ausschussmitglieder und stellvertretende Mitglieder berufen.
(2) 1Der Prüfungsausschuss entscheidet mit einfacher Mehrheit und in Anwesenheit von mindestens der Hälfte der Mitglieder. 2Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des vorsitzenden Mitglieds. 3Stimmenthaltung ist nicht zulässig.
§ 25
Prüfungen
(1) In den Fachrichtungen werden folgende Pflichtfächer geprüft:
1.
Landbau
a)
Pflanzliche Erzeugung einschließlich Bauwesen und Landtechnik oder tierische Erzeugung einschließlich Bauwesen und Landtechnik,
b)
Betriebswirtschaft und Arbeitsorganisation,
c)
Rechnungswesen und Steuerkunde,
d)
Berufsausbildung und Mitarbeiterführung;
2.
Milchwirtschaft und Molkereiwesen
a)
Produktion von Frischmilch-, Dauermilch-, Butter- und Käseerzeugnissen sowie sonstigen Erzeugnissen auf Milchbasis einschließlich Qualitäts- und Kostenmanagement,
b)
Molkereitechnik einschließlich Verfahrenstechnik,
c)
Betriebswirtschaft, Unternehmensführung, Buchführung, Statistik,
d)
Berufsausbildung und Mitarbeiterführung;
3.
Ernährungs- und Versorgungsmanagement
a)
Produktion und Organisation im Bereich Ernährung: Ernährung, Lebensmittelverarbeitung, Diätetik, Gemeinschaftsverpflegung, Catering,
b)
Produktion und Organisation im Bereich Hauswirtschaft: Objektreinigung und Wäscheversorgung, Objektgestaltung, Service,
c)
Unternehmens- und Qualitätsmanagement in Diversifizierungs- und Großhaushaltsbetrieben,
d)
Berufsausbildung und Mitarbeiterführung;
4.
Waldwirtschaft
a)
Waldökologie mit Standort- und Ertragskunde, Waldbau, Waldschutz und Naturschutz,
b)
Technische Produktion mit Arbeitslehre, Forstnutzung und Walderschließung,
c)
Betriebswirtschaft, Unternehmensführung, Holzverkauf und Marketing,
d)
Berufsausbildung und Mitarbeiterführung;
5.
Gartenbau
a)
Warenkunde, Sortimente, Freizeitgartenbau oder
Zierpflanzenbau und Technik oder Baumschule und Technik,
b)
Unternehmensführung und Personal,
c)
Marketing;
6.
Garten- und Landschaftsbau
a)
Technik und Bauabwicklung,
b)
Pflanzplanung und Gestaltung,
c)
Unternehmensführung;
7.
Weinbau und Oenologie
a)
Weinbauliche Produktion,
b)
Traubenverarbeitung und Weinbereitung,
c)
Betriebswirtschaft und Management.
(2) Die Abschlussprüfung wird wie folgt durchgeführt:
1.
in der Fachrichtung Landbau schriftlich, mündlich, praktisch und in Form einer Fallstudie; in den Prüfungsfächern nach Abs. 1 Nr. 1
a)
dauert die schriftliche Prüfung in den Buchst. a bis c jeweils 180 Minuten und in Buchst. d 150 Minuten,
b)
stehen für die schriftliche Prüfung in Buchst. a jeweils ein Thema aus den Bereichen der pflanzlichen Erzeugung einschließlich Bauwesen und Landtechnik und der tierischen Erzeugung einschließlich Bauwesen und Landtechnik zur Wahl; bei pflanzlicher Erzeugung besteht zusätzlich die Wahl aus den Bereichen Ackerbau oder Futterbau,
c)
dauert die mündliche Prüfung in den Buchst. a bis c jeweils 15 Minuten, wobei in Buchst. a der in der schriftlichen Prüfung nicht gewählten Bereich – pflanzliche Erzeugung einschließlich Bauwesen und Landtechnik oder tierische Erzeugung einschließlich Bauwesen und Landtechnik – mündlich geprüft wird,
d)
wird in Buchst. d eine praktische Ausbildungseinheit mit Fachgespräch sowie eine Fallstudie zur Mitarbeiterführung nach Maßgabe der Meisterprüfungsverordnung durchgeführt;
2.
in der Fachrichtung Milchwirtschaft und Molkereiwesen schriftlich, mündlich, praktisch und in Form einer Fallstudie; in den Prüfungsfächern nach Abs. 1 Nr. 2
a)
dauert die schriftliche Prüfung in Buchst. a 240 Minuten, in Buchst. b und c jeweils 180 Minuten und in Buchst. d 150 Minuten,
b)
dauert die mündliche Prüfung in den Buchst. a bis c jeweils 15 Minuten,
c)
wird in Buchst. d eine praktische Ausbildungseinheit mit Fachgespräch sowie eine Fallstudie zur Mitarbeiterführung nach Maßgabe der Meisterprüfungsverordnung durchgeführt;
3.
in der Fachrichtung Ernährungs- und Versorgungsmanagement schriftlich, mündlich und praktisch; in den Prüfungsfächern nach Abs. 1 Nr. 3
a)
dauert die schriftliche Prüfung in Buchst. a bis d jeweils 180 Minuten,
b)
findet über die Inhalte nach Buchst. a bzw. b ein praktischer Prüfungstag mit Auszubildenden oder Mitarbeitern von 270 Minuten Dauer und mit anschließendem Prüfungsgespräch von 15 Minuten statt; für die Ausarbeitung stehen vorher 180 Minuten zur Verfügung,
c)
wird in Buchst. d eine praktische Ausbildungseinheit mit Fachgespräch nach den Bestimmungen der Ausbildereignungs-Verordnung durchgeführt;
4.
in der Fachrichtung Waldwirtschaft schriftlich, mündlich, praktisch und in Form einer Fallstudie; in den Prüfungsfächern nach Abs. 1 Nr. 4
a)
dauert die schriftliche Prüfung in Buchst. a bis c jeweils 180 Minuten und in Buchst. d 150 Minuten,
b)
dauert die mündliche Prüfung in Buchst. c 15 Minuten,
c)
dauert die praktische Prüfung in Buchst. a und b jeweils 30 Minuten,
d)
wird in Buchst. d eine praktische Ausbildungseinheit mit Fachgespräch sowie eine Fallstudie zur Mitarbeiterführung nach Maßgabe der Meisterprüfungsverordnung durchgeführt;
5.
in der Fachrichtung Gartenbau schriftlich und mündlich; in den Prüfungsfächern nach Abs. 1 Nr. 5
a)
dauert die schriftliche Prüfung in Buchst. a und b jeweils 180 Minuten,
b)
stehen für die schriftliche Prüfung in Buchst. a und b je zwei Themen in den gewählten Pflichtfächern zur Wahl, wobei in Buchst. a jeweils ein Thema aus dem Bereich Obst/Gemüse und ein weiteres Thema aus dem Bereich Stauden/Zierpflanzen/Freizeitgartenbau oder aus dem Bereich Stauden/Baumschule/Freizeitgartenbau zur Verfügung steht,
c)
dauert die mündliche Prüfung in Buchst. a und b jeweils 30 Minuten, wobei in Buchst. a die mündliche Prüfung in dem Bereich stattfindet, der nicht für die schriftliche Prüfung gewählt wird,
d)
dauert die mündliche Prüfung in Buchst. c 45 Minuten, davon 15 Minuten Präsentation und 30 Minuten Fachgespräch,
6.
in der Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau schriftlich und mündlich; in den Prüfungsfächern nach Abs. 1 Nr. 6
a)
dauert die schriftliche Prüfung in Buchst. a und b jeweils 180 Minuten,
b)
stehen für die schriftliche Prüfung in Buchst. a und b je zwei Themen zur Wahl,
c)
dauert die mündliche Prüfung in Buchst. a und b jeweils 30 Minuten,
d)
dauert die mündliche Prüfung in Buchst. c 45 Minuten, davon 15 Minuten Präsentation und 30 Minuten Fachgespräch;
7.
in der Fachrichtung Weinbau und Oenologie schriftlich, mündlich und in Form einer Projektarbeit und einer Betriebsbeurteilung; in den Prüfungsfächern nach Abs. 1 Nr. 7
a)
dauert die schriftliche Prüfung in Buchst. a und b jeweils 120 Minuten,
b)
stehen für die schriftliche Prüfung in Buchst. a und b je zwei Themen zur Wahl,
c)
dauert die mündliche Prüfung in Buchst. a und b jeweils 30 Minuten,
d)
ist in Buchst. c eine Projektarbeit und eine Betriebsbeurteilung nach Maßgabe der Meisterprüfungsverordnung im Teil Betriebs- und Unternehmensführung zu erstellen; die Themen können den vom zuständigen Meisterprüfungsausschuss gestellten Prüfungsthemen entsprechen.
(3) 1Für die schriftlichen Prüfungen werden die Prüfungsthemen und die zugelassenen Hilfsmittel nach Vorgaben des Staatsministeriums festgelegt; die Schulleitung reicht nach Anforderung Themenvorschläge ein. 2Dabei können die Prüfungsthemen den vom zuständigen Meisterprüfungsausschuss gestellten Prüfungsthemen entsprechen.
(4) 1Die Prüfungen werden von einer zuständigen Lehrkraft als Erstprüfer und einem vom Schulleiter bestimmten und dem vorsitzenden Mitglied des Prüfungsausschusses angezeigten Zweitprüfer bewertet. 2Bei Prüfungen nach Maßgabe der Meisterprüfung an der Meister- und Technikerschule für Weinbau und Gartenbau gehören die Prüfer dem zuständigen Meisterprüfungsausschuss an. 3Bei abweichender Beurteilung sollen die beiden Prüfer eine Einigung über die Benotung versuchen. 4Kommt eine Einigung nicht zustande, entscheidet das vorsitzende Mitglied des Prüfungsausschusses.
§ 26
(aufgehoben)
§ 27
(aufgehoben)
§ 28
(aufgehoben)
§ 29
Versäumnis
(1) Wer eine Prüfungsarbeit versäumt und nicht nachweisen kann, dass ein zwingender Hinderungsgrund ohne eigenes Verschulden vorlag, erhält hierfür die Note „ungenügend“.
(2) Wer aus zwingenden Hinderungsgründen ohne eigenes Verschulden schriftliche, mündliche und praktische Teile der Abschlussprüfung oder die gesamte Abschlussprüfung versäumt, erhält einen Nachholtermin.
(3) Ob Versäumnisgründe zu vertreten sind, entscheidet der Prüfungsausschuss.
§ 30
Festsetzung des Prüfungsergebnisses
(1) Vor Beginn der Abschlussprüfung setzt die Lehrerkonferenz entsprechend § 21 Abs. 2 die von den Lehrkräften vorgeschlagenen Fortgangsnoten (Zahlenwerte) des letzten Schuljahrs der Prüfungsfächer und der übrigen Fächer fest.
(2) 1Nach Ende der Abschlussprüfung setzt der Prüfungsausschuss die Zeugnisnoten fest. 2In den Technikerschulen für Agrarwirtschaft und der Technikerschule für Waldwirtschaft wird bei der Ermittlung der Zeugnisnote eines Prüfungsfachs die auf zwei Dezimalstellen berechnete Fortgangsnote (Zahlenwert), die Note der schriftlichen Prüfung und die Note der praktischen Prüfung je zweifach, die Note der mündlichen Prüfung einfach gewertet. 3Abweichend hiervon wird in den Fachrichtungen Landbau, Milchwirtschaft und Molkereiwesen sowie Waldwirtschaft bei der Ermittlung der Zeugnisnote des Prüfungsfachs „Berufsausbildung und Mitarbeiterführung“ die auf zwei Dezimalstellen berechnete Fortgangsnote in Form eines Zahlenwerts zweifach und aus dem Teil „Berufsausbildung und Mitarbeiterführung“ nach Maßgabe der Meisterprüfung die schriftliche Prüfung einfach und die praktische Ausbildungseinheit mit Fachgespräch sowie die Fallstudie je zweifach gewertet. 4In der Fachrichtung Ernährungs- und Versorgungsmanagement wird bei der Ermittlung der Zeugnisnote in den Fächern nach § 25 Abs. 1 Nr. 3 Buchst. a und b die praktische Prüfung im jeweiligen Prüfungsfach einfach gewertet. 5In der Meister- und Technikerschule für Weinbau und Gartenbau wird bei der Ermittlung der Zeugnisnote eines Prüfungsfachs nach § 25 Abs. 2 Nrn. 5 bis 7 die auf zwei Dezimalstellen berechnete Fortgangsnote in Form eines Zahlenwerts einfach, die Note der schriftlichen Prüfung und die Note der mündlichen Prüfung je einfach, die Noten der Prüfungsfächer Marketing (§ 25 Abs. 1 Nr. 5 Buchst. c) und Unternehmensführung (§ 25 Abs. 1 Nr.6 Buchst. c) je zweifach sowie Betriebswirtschaft und Management (§ 25 Abs. 1 Nr. 7 Buchst. c) die Noten der Betriebsbeurteilung und der Projektarbeit je einfach gewertet. 6Bei den übrigen Fächern ist die Fortgangsnote zugleich die Zeugnisnote. 7Die Zeugnisnoten sind als ganze Noten auszuweisen.
(3) 1Neben den Zeugnisnoten nach Absatz 2 wird eine Gesamtnote errechnet. 2Diese ergibt sich aus dem arithmetischen Mittel der Zeugnisnoten (Zahlenwerte, ganze Noten) der Prüfungsfächer und der Zeugnisnoten (Zahlenwerte, ganze Noten) der sonstigen Pflichtfächer, wobei die Zeugnisnoten der Prüfungsfächer je zweifach, die Noten der sonstigen Pflichtfächer je einfach gewertet werden. 3In den Fachrichtungen Landbau und Waldwirtschaft zählt neben den Prüfungsfächern auch das Fach „Projektarbeit und spezielle Themen, Betriebspraktikum“ zweifach. 4Das Ergebnis wird auf zwei Dezimalstellen berechnet. 5Die Gesamtnote kann lauten:
sehr gut
= 1,00 – 1,50,


gut
= 1,51 – 2,50,


befriedigend
= 2,51 – 3,50,


ausreichend
= 3,51 – 4,50.
(4) 1Nach Vorliegen der Zeugnisnoten und der Gesamtnote entscheidet der Prüfungsausschuss über das Bestehen der Abschlussprüfung. 2Abgesehen von einer schlechteren Gesamtnote als „ausreichend“ ist die Abschlussprüfung nicht bestanden, wenn in einem Prüfungsfach oder einem sonstigen Pflichtfach die Zeugnisnote „ungenügend“ oder in zwei Fächern die Zeugnisnote „mangelhaft“ erteilt worden ist. 3Bei der Zeugnisnote „mangelhaft“ in nur einem Prüfungsfach und in einem sonstigen Pflichtfach oder in zwei sonstigen Pflichtfächern ist das Schuljahr gleichwohl mit Erfolg abgeschlossen, wenn in einem anderen Prüfungsfach die Note „sehr gut“ oder in zwei Prüfungsfächern oder in einem Prüfungsfach und in einem sonstigen Pflichtfach jeweils wenigstens die Note „gut“ erzielt wurde.
(5) 1Für die Berechnung der Gesamtnote und für das Bestehen der Abschlussprüfung zählen die Noten der Pflichtfächer des letzten Schuljahrs. 2Wird eine Abschlussprüfung bereits im ersten Jahr abgelegt, geht die ermittelte Note des ersten Jahres in die Berechnung der Gesamtnote ein; im zweiten Schuljahr kann diese Note nicht für den Notenausgleich herangezogen werden und wird zum Bestehen der Abschlussprüfung nicht berücksichtigt.
(6) 1Ist die Abschlussprüfung nicht bestanden, so kann sie nach nochmaligem Besuch des letzten Schuljahrs einmal wiederholt werden. 2Mit Genehmigung des Staatsministeriums ist eine zweite Wiederholung möglich (Art. 54 Abs. 5 Satz 2 BayEUG).
§ 31
Abschlusszeugnis
(1) 1Zum Abschluss des zweiten bzw. dritten Schuljahrs erhalten Studierende, die die Abschlussprüfung bestanden haben, ein Abschlusszeugnis. 2Für Abschlusszeugnisse sind die Muster des Staatsministeriums zu verwenden.
(2) 1Im Abschlusszeugnis sind die Gesamtnote, der auf zwei Dezimalstellen errechnete Zahlenwert der Gesamtnote, die Zeugnisnoten der Pflicht-, Wahlpflicht- und der gegebenenfalls benoteten Wahlfächer des zweiten Schuljahrs und die Zeugnisnoten der mit dem ersten Schuljahr abgeschlossenen Pflichtfächer einzutragen. 2Daneben sind die Berufsbezeichnung und die Berechtigung, welche das Zeugnis verleiht, auszuweisen (Fachliche Ausbildereignung); das Zeugnis der Technikerschule für Waldwirtschaft enthält einen Hinweis entsprechend § 35 (Berechtigung zum Jagdscheinerwerb), sofern keine Befreiung nach § 13 Abs. 4 erteilt wurde. 3Der erfolgreiche Schulbesuch der Meister- und Technikerschule für Weinbau und Gartenbau im ersten bzw. zweiten Jahr, der Technikerschule für Waldwirtschaft sowie der Fachrichtung Landbau wird als Fortbildungsveranstaltung nach § 7 der Pflanzenschutz-Sachkundeverordnung anerkannt; die Fachschulen stellen hierzu zusätzlich zum Abschlusszeugnis eine entsprechende Bescheinigung aus.
(3) Studierende, die die Abschlussprüfung nicht bestanden haben, erhalten eine Bestätigung nach dem vom Staatsministerium herausgegebenen Muster mit den Zeugnisnoten und dem Vermerk über das Nichtbestehen.
(4) In das Abschlusszeugnis oder die Bestätigung ist eine allgemeine Beurteilung nach Art. 54 Abs. 4 Satz 3 BayEUG nicht aufzunehmen, wenn sie nachteilige Aussagen enthalten müsste.
(5) Für die Beendigung des Schulbesuchs gilt Art. 55 BayEUG.
§ 32
Berufsbezeichnung, Urkunden
(1) 1Studierende, die die Abschlussprüfung bestanden haben, erhalten neben dem Abschlusszeugnis eine Urkunde nach dem Muster des Staatsministeriums. 2Sie sind berechtigt, die Berufsbezeichnung
1.
„Staatlich geprüfter Techniker/Staatlich geprüfte Technikerin für
a)
Landbau,
b)
Gartenbau,
c)
Garten- und Landschaftsbau,
d)
Weinbau und Oenologie,
e)
Ernährungs- und Versorgungsmanagement oder
f)
Milchwirtschaft und Molkereiwesen“
oder
2.
„Staatlich geprüfter Forsttechniker/Staatlich geprüfte Forsttechnikerin“
zu führen. 3Die Berufsbezeichnung kann jeweils mit oder ohne den Zusatz „Bachelor Professional in Agrarwirtschaft“ geführt werden.
(2) 1Studierende, die die Meister- oder Wirtschafterprüfung an der Meister- und Technikerschule für Weinbau und Gartenbau bestanden haben und die Schule im ersten Jahr verlassen, erhalten eine Urkunde nach dem Muster des Staatsministeriums. 2Sie sind berechtigt die Berufsbezeichnung „Staatlich geprüfter Wirtschafter oder Staatlich geprüfte Wirtschafterin für
1.
Gartenbau, Schwerpunkt Zierpflanzenbau,
2.
Gartenbau, Schwerpunkt Baumschule,
3.
Garten- und Landschaftsbau oder
4.
Weinbau und Oenologie“
zu führen. 3Die Berufsbezeichnung kann jeweils mit oder ohne den Zusatz „Bachelor Professional in Agrarwirtschaft“ geführt werden.
§ 33
Fachhochschulreife
Für den Erwerb der Fachhochschulreife gilt die Prüfungsordnung für die Ergänzungsprüfung zum Erwerb der Fachhochschulreife (ErgPOFHR) in der jeweils geltenden Fassung.
§ 34
Fachliche Ausbildereignung
(1) Studierende, die die Abschlussprüfung bestanden haben, haben die für die fachliche Eignung erforderlichen beruflichen Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten nach 30 Abs. 2 Nr. 2 des Berufsbildungsgesetzes nachgewiesen.
(2) 1Studierende haben die berufs- und arbeitspädagogischen Kenntnisse nach § 6 Abs. 3 der Ausbilder-Eignungsverordnung nachgewiesen, wenn im Fach Berufsausbildung und Mitarbeiterführung die schriftliche Prüfung und die praktische Ausbildungseinheit mit Fachgespräch jeweils mindestens mit „ausreichend“ bewertet wurde. 2Der Erwerb der berufs- und arbeitspädagogischen Eignung ist im Abschlusszeugnis sowie im Wirtschafterzeugnis bzw. Jahreszeugnis der Meister- und Technikerschule für Weinbau und Gartenbau zu vermerken. 3Studierende, die im ersten Jahr die Prüfungen nach Satz 1 abgelegt haben, können die Prüfungsteile, die schlechter als „ausreichend“ bewertet und somit nicht bestanden wurden, im zweiten Schuljahr wiederholen.
(3) 1Besteht ein Studierender das Schuljahr oder die Abschlussprüfung nicht, wurde aber die schriftliche Abschlussprüfung und die praktische Ausbildungseinheit mit Fachgespräch im Fach Berufsausbildung und Mitarbeiterführung jeweils mit mindestens „ausreichend“ bewertet, so erhält der Studierende von der Technikerschule eine Bescheinigung über die berufs- und arbeitspädagogische Eignung nach § 6 Abs. 3 der Ausbilder-Eignungsverordnung. 2Studierende, die das Schuljahr wiederholen und die berufs- und arbeitspädagogische Eignung bereits erreicht haben, können auf Antrag vom Schulleiter von der Teilnahme am Pflichtunterricht sowie an den Leistungsnachweisen während des Schuljahrs und an der Abschlussprüfung, die im Zusammenhang mit der Erreichung der berufs- und arbeitspädagogischen Eignung stehen, befreit werden.
§ 35
Berechtigung zum Jagdscheinerwerb
1Die Berechtigung zum Jagdscheinerwerb wird erteilt, wenn die der Jägerprüfung gleichgestellte Prüfung im Sinn von § 16 Nr. 3 der Jäger- und Falknerprüfungsordnung bestanden wurde. 2Bestanden ist diese, wenn in den Fächern Jagdmanagement, Jagdökologie, Jagdrecht und Vorbereitung auf die Jägerprüfung (soweit von diesem Fach nicht befreit wurde) sowie im schriftlichen, mündlichen und praktischen Teil der Jägerprüfung jeweils mindestens die Note „ausreichend“ erzielt und das erste Schuljahr erfolgreich absolviert wurde. 3Die Jägerprüfung findet im ersten Schuljahr statt und kann einmal wiederholt werden.

Siebter Teil Schulleiter, Lehrkräfte, Lehrerkonferenz

§ 36
Schulleiter, Lehrkräfte
(1) Die Schulleiter und die Vertreter der Schulleiter werden vom Staatsministerium bestellt; sie müssen zugleich hauptamtliche Lehrkräfte sein.
(2) 1Der Unterricht wird von hauptamtlichen, hauptberuflichen, nebenamtlichen und nebenberuflichen Lehrkräften erteilt. 2Hauptamtliche Lehrkräfte sind in der Regel die Beamten des höheren landwirtschaftlichen bzw. landwirtschaftlich-hauswirtschaftlichen Dienstes einschließlich des höheren landwirtschaftlichen bzw. landwirtschaftlich-hauswirtschaftlichen Lehramts, ferner Beamte des höheren Forstdienstes sowie landwirtschaftlich-hauswirtschaftliche Fachlehrerinnen oder vergleichbare Beamte. 3Nebenamtliche und nebenberufliche Lehrkräfte werden durch die Schulleiter berufen.
(3) Die Schulleiter bestimmen einen Beratungslehrer entsprechend Art. 78 Abs. 1 BayEUG, der grundsätzlich die Aufgaben des Drogenkontaktlehrers wahrnimmt.
(4) Die Schulleiter bestimmen für jede Klasse eine hauptamtliche Lehrkraft als Klassenleiter.
(5) 1Die Schulleiter üben das Hausrecht in der Schulanlage aus. 2Sie erlassen eine Hausordnung und gegebenenfalls eine Heimordnung.
§ 37
Lehrerkonferenz
(1) 1Die Lehrerkonferenz ist mindestens zweimal in jedem Schuljahr einzuberufen; ihre Sitzungen sind nicht öffentlich. 2Mitglieder der Lehrerkonferenz sind alle Lehrkräfte; sie sind verpflichtet, an den Sitzungen teilzunehmen. 3Die nebenamtlichen und nebenberuflichen Lehrkräfte sowie unterweisende Fachkräfte sind nur zur Teilnahme verpflichtet, wenn dies das vorsitzende Mitglied für erforderlich hält.
(2) Den Klassensprechern ist Gelegenheit zu geben, an der Lehrerkonferenz teilzunehmen, wenn und soweit Angelegenheiten beraten werden, welche die Studierenden allgemein betreffen; die Entscheidung hierüber trifft das vorsitzende Mitglied.
(3) 1Soweit die Lehrerkonferenz mit bindender Wirkung entscheidet, sind alle Lehrkräfte stimmberechtigt. 2Bei der Beschlussfassung entscheidet die Mehrheit der abgegebenen Stimmen. 3Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des vorsitzenden Mitglieds. 4Die Lehrerkonferenz ist beschlussfähig, wenn mehr als die Hälfte der stimmberechtigten zur Teilnahme verpflichteten Mitglieder anwesend ist. 5 § 42 Abs. 2 (Ordnungsmaßnahmen) bleibt unberührt.
(4) 1Über Beratungen und Abstimmungen, die Angelegenheiten von Studierenden, Schulpersonal oder dritten Personen betreffen, ist Verschwiegenheit zu bewahren. 2Die Lehrerkonferenz kann auch die vertrauliche Behandlung anderer Beratungsgegenstände beschließen.

Achter Teil Einrichtungen zur Mitgestaltung des schulischen Lebens

§ 38
Studierendenvertretung
(1) 1Die Studierenden jeder Klasse wählen zu Schuljahresbeginn aus dem Kreis der Studierenden jeweils eine Person zum Klassensprecher sowie eine weitere Person zu dessen Stellvertreter. 2Die Klassensprecher vertreten die Studierenden in Schulangelegenheiten (Art. 62 Abs. 1 BayEUG). 3Die Rechte der einzelnen Studierenden, insbesondere nach § 15 Abs. 1 und 2, bleiben unberührt.
(2) 1Die Klassensprecher und ihre Stellvertreter bilden die Studierendenvertretung der Technikerschule. 2Die Studierendenvertretung nimmt die Aufgaben nach Art. 62 Abs. 4 BayEUG wahr. 3Die Mitglieder der Studierendenvertretung wählen aus ihrer Mitte ein vorsitzendes Mitglied und einen Stellvertreter. 4Diese nehmen die Aufgaben und Rechte nach Art. 62 Abs. 5 BayEUG wahr.
(3) Die Schulleiter unterrichten die Studierendenvertretungen über deren Aufgaben und laufend über Angelegenheiten, die für die Technikerschule von allgemeiner Bedeutung sind, wie Beschlüsse einer Lehrerkonferenz oder Rechts- und Verwaltungsvorschriften, soweit sie Angelegenheiten der Studierenden betreffen.
§ 39
Beirat
(1) 1Bei der Technikerschule ist ein Beirat für die Dauer von vier Jahren zu bilden. 2Dem Beirat gehören an:
1.
eine Person des Staatsministeriums,
2.
der Schulleiter,
3.
der stellvertretende Schulleiter,
4.
eine Person in Vertretung des Schulaufwandsträgers,
5.
eine Person des Absolventenverbands,
6.
bei der Technikerschule für Waldwirtschaft zusätzlich je eine Person der privaten und kommunalen Waldwirtschaft.
3Die Vertreter des Staatsministeriums führen den Vorsitz (vorsitzendes Mitglied), den Schulleitern obliegt die Stellvertretung. 4Sie berufen je nach Bedarf weitere Personen auf Vorschlag einschlägiger Berufsorganisationen.
(2) 1Der Beirat wirkt bei grundsätzlichen und wichtigen Fragen des Schulbetriebs beratend mit. 2Er fasst seine Beschlüsse mit einfacher Mehrheit. 3Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des vorsitzenden Mitglieds.
(3) 1Der Beirat ist jährlich mindestens einmal durch das vorsitzende Mitglied einzuberufen. 2Er muss einberufen werden, wenn ein Drittel der Mitglieder dies unter Angabe des Beratungsgegenstands schriftlich beantragt.
(4) 1Die Tätigkeit im Beirat ist ehrenamtlich. 2Die Leistung von Aufwandsentschädigungen für die Mitglieder nach Absatz 1 Satz 2 Nrn. 5 und 6 regelt das Staatsministerium.

Neunter Teil Tätigkeiten von nicht zur Schule gehörigen Personen

§ 40
Sammlung, Werbung
Für die kommerzielle Werbung, Sammlungen und politische Werbung gilt Art. 84 BayEUG.
§ 41
Erhebungen
Erhebungen durch nicht zur Schule gehörige Personen und Organisationen einschließlich Umfragen und wissenschaftliche Untersuchungen sind in der Technikerschule nur mit Zustimmung des Staatsministeriums zulässig.

Zehnter Teil Ordnungsmaßnahmen, Aufsicht, Haftung

§ 42
Ordnungsmaßnahmen
(1) 1Studierende haben sich so zu verhalten, dass der Zweck des Unterrichts erfüllt und das Bildungsziel erreicht werden kann. 2In diesem Rahmen ist den Anordnungen der Schulleiter, der Lehrkräfte und derjenigen Personen zu folgen, denen bestimmte Aufgaben in der Technikerschule übertragen sind.
(2) 1 Art. 86 bis 88 BayEUG gelten entsprechend. 2Eine Bindung an die Reihenfolge der Ordnungsmaßnahmen nach Art. 86 Abs. 2 BayEUG besteht nicht. 3Bei den Technikerschulen kommen in der Regel folgende Ordnungsmaßnahmen in Frage:
1.
der schriftliche Verweis durch die Klassenleiter,
2.
der verschärfte Verweis durch die Schulleiter,
3.
die Androhung der Entlassung durch die Lehrerkonferenz,
4.
die Entlassung durch die Lehrerkonferenz.
(3) 1Bei Entlassung kann die Wiederaufnahme in die Technikerschule frühestens zu Beginn des nächsten gleichen Schuljahrs erfolgen. 2Studierende, die bereits zweimal entlassen wurden, können nur mit Genehmigung des Staatsministeriums wieder aufgenommen werden.
§ 43
Aufsicht
1Die Aufsichtspflicht der Technikerschule erstreckt sich auf die Zeit, in der die Studierenden am Unterricht oder an sonstigen Schulveranstaltungen teilnehmen. 2Die Schulleiter regeln die Aufsicht während des Schulbetriebs.
§ 44
Haftung
(1) In Schadensfällen haftet der Freistaat Bayern als Schulträger im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen.
(2) 1Für Schäden, die Studierende schuldhaft verursachen, sind diese dem Schulträger gegenüber nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen verantwortlich. 2Die Haftung bezieht sich auch auf das den Studierenden anvertraute Schuleigentum. 3Die Technikerschule schließt für die Studierenden eine angemessene Haftpflichtversicherung ab; die Studierenden sind verpflichtet, die Beiträge für die Haftpflichtversicherung rechtzeitig an die Technikerschule zu entrichten.
§ 44a
Übergangsvorschrift
Für Studierende, die im Schuljahr 2013/2014 mit dem Schulbesuch der Staatlichen Technikerschulen für Agrarwirtschaft sowie für Waldwirtschaft im ersten Jahr begonnen haben, gilt bis zum Abschluss der Technikerschule, längstens bis zum Ablauf des 31. Juli 2015 – im Fall der dreijährigen Form der Fachrichtung Ernährungs- und Versorgungsmanagement längstens bis 31. Juli 2016 –, die Schulordnung für die Staatlichen Technikerschulen für Agrarwirtschaft, für Waldwirtschaft sowie für die Staatliche Meister- und Technikerschule für Weinbau und Gartenbau (Technikerschulordnung Agrar – AgrTSO) vom 31. Mai 2001 (GVBl S. 292, BayRS 7803-12-L) in der bis zum Ablauf des 31. Juli 2014 geltenden Fassung sowie die einschlägigen Vorgaben der Schulversuche.
§ 45
In-Kraft-Treten
Diese Verordnung tritt am 1. August 2001 in Kraft.
§ 46
(aufgehoben)
München, den 31. Mai 2001
Bayerisches Staatsministerium für Landwirtschaft und Forsten
Josef Miller, Staatsminister
Anlage 1 (zu § 9 Abs. 1)
Stundentafel Technikerschule für Agrarwirtschaft
Fachrichtung Landbau (§ 1 Satz 2 Nr. 1 Buchst. a)


1. Schuljahr
2.Schuljahr


Wochenstunden
Wochenstunden
1.
PFLICHTFÄCHER


1.1
Allgemeinbildung


1.1.1
Deutsch1)
2
2
1.1.2
Mathematik1)
2
2
1.1.3
Englisch1)2)
2
3


6
7
1.2
Technik der landwirtschaftlichen Produktion


1.2.1
Pflanzliche Erzeugung einschließlich Bauwesen und Landtechnik
5
4
1.2.2
Tierische Erzeugung einschließlich Bauwesen und Landtechnik
6
3


11
7
1.3
Dienstleistung und Unternehmensführung


1.3.1
Informationstechnik und Büroorganisation
3
2
1.3.2
Recht und Soziales1)
3
2
1.3.3
Berufsausbildung und Mitarbeiterführung
1.3.4
Rechnungswesen und Steuerkunde
3
3
1.3.5
Gesprächsführung und Marketing
2
2
1.3.6
Betriebswirtschaft und Arbeitsorganisation
5
4


20
13
1.4
Projektarbeit und spezielle Themen, Betriebspraktikum 3)
8

Mindestpflichtstunden
37/36 4)
35
2.
WAHLFÄCHER


2.1
Englisch-Vertiefung
1
2.2
Mathematik-Vertiefung
1

1) [Amtl. Anm.:] Das Fach ist in die Ergänzungsprüfung zum Erwerb der Fachhochschulreife einzubringen.
2) [Amtl. Anm.:] In dem Fach ist die schriftliche Ergänzungsprüfung abzulegen.
3) [Amtl. Anm.:] Am Ende des ersten Schuljahrs wird ein dreiwöchiges Betriebspraktikum durchgeführt. Die Note des Betriebspraktikums fließt im zweiten Schuljahr in das Fach „Projektarbeit und spezielle Themen“ ein.
4) [Amtl. Anm.:] Bei Durchführung der BAP-Übungen im Block gelten 36 Wochenstunden bzw. drei Unterrichtsstunden.
Anlage 2 (zu § 9 Abs. 1)
Stundentafel Technikerschule für Agrarwirtschaft
Milchwirtschaft und Molkereiwesen (§ 1 Satz 2 Nr. 1 Buchst. b)


1. Schuljahr
2.Schuljahr


Wochenstunden
Wochenstunden
1.
PFLICHTFÄCHER


1.1
Allgemeinbildung


1.1.1
Deutsch1)
2
2
1.1.2
Mathematik1)
2
2
1.1.3
Englisch1)2)
2
3


6
7
1.2
Technik und Technologie in der Milchwirtschaft


1.2.1
Naturwissenschaftliche Grundlagen und Milcherzeugung
5
1.2.2
Produktion von Frischmilch-, Dauermilch-, Butter-und Käseerzeugnissen sowie sonstigen Erzeugnissen auf Milchbasis einschließlich Qualitäts- und Kostenmanagement
12
10
1.2.3
Molkereitechnik einschließlich Verfahrenstechnik
2
2


19
12
1.3
Dienstleistung und Unternehmensführung


1.3.1
Informationstechniken und Büroorganisation, Steuerung
2
2
1.3.2
Recht und Soziales1)
2
1.3.3
Berufsausbildung und Mitarbeiterführung
1
3
1.3.4
Betriebswirtschaft, Unternehmensführung, Buchführung, Statistik
3
3
1.3.5
Managementstrategien, Marketing
1
2


7
12
1.4
Projektarbeit und spezielle Themen
4
4

Mindestpflichtstunden
36
35
2.
WAHLFÄCHER


2.1
Englisch-Vertiefung
1

1) [Amtl. Anm.:] Das Fach ist in die Ergänzungsprüfung zum Erwerb der Fachhochschulreife einzubringen.
2) [Amtl. Anm.:] In dem Fach ist die schriftliche Ergänzungsprüfung abzulegen.
Anlage 3a (zu § 9 Abs. 1)
Stundentafel Technikerschule für Agrarwirtschaft
Ernährungs- und Versorgungsmanagement (§ 1 Satz 2 Nr. 1 Buchst. c) (zweijährige Form)


1. Schuljahr
2.Schuljahr


Wochenstunden
Wochenstunden
1.
PFLICHTFÄCHER


1.1
Allgemeinbildung


1.1.1
Deutsch1)
2
2
1.1.2
Fachspezifische Mathematik
2
1.1.3
Englisch1)2)
2
3


6
5
1.2
Hauswirtschaft und Ernährung


1.2.1
Produktion und Organisation im Bereich Ernährung: Ernährung, Lebensmittelverarbeitung, Diätetik, Gemeinschaftsverpflegung, Catering
9
8
1.2.2
Produktion und Organisation im Bereich Hauswirtschaft: Objektreinigung und Wäscheversorgung, Objektgestaltung, Service
9
8


18
16
1.3
Dienstleistung und Unternehmensführung


1.3.1
Informationstechnik und Büroorganisation
2
2
1.3.2
Recht und Soziales1)
2
1.3.3
Berufsausbildung und Mitarbeiterführung
3
3
1.3.4
Unternehmens- und Qualitätsmanagement in Diversifizierungs- und Großhaushaltsbetrieben
4
4
1.3.5
Betriebspraktikum3) und fächerübergreifende Projekte
4
3


12
14

Mindestpflichtstunden
36
35
2.
WAHLFÄCHER


2.1
Englisch-Vertiefung1)2)
2
2.2
Mathematik-Vertiefung1)
2
2
2.3
Service und Gestalten
2
2.4
Business-Etikette
2
2.5
Rehabilitationspädagogische Zusatzqualifizierung
2

1) [Amtl. Anm.:] Das Fach ist in die Ergänzungsprüfung zum Erwerb der Fachhochschulreife einzubringen.
2) [Amtl. Anm.:] Im Fach Englisch ist zum Erwerb der Fachhochschulreife eine schriftliche Ergänzungsprüfung abzulegen.
3) [Amtl. Anm.:] Mediengestützter Unterricht, praktikumsbegleitend
Anlage 3b (zu § 9 Abs. 1)
Stundentafel Technikerschule für Agrarwirtschaft
Ernährungs- und Versorgungsmanagement (§ 1 Satz 2 Nr. 1 Buchst. c)
(dreijährige Form)


1. Schuljahr3)
2. Schuljahr4)
3. Schuljahr


Wochenstunden
Wochenstunden
Wochenstunden
1.
PFLICHTFÄCHER



1.1
Allgemeinbildung



1.1.1
Deutsch1)
2
2
2
1.1.2
Fachspezifische Mathematik
2
2
1.1.3
Englisch1)2)
2
2
3


6
6
5
1.2
Hauswirtschaft und Ernährung



1.2.1
Produktion und Organisation im Bereich Ernährung: Ernährung, Lebensmittelverarbeitung, Diätetik, Gemeinschaftsverpflegung, Catering
9
9
8
1.2.2
Produktion und Organisation im Bereich Hauswirtschaft: Objektreinigung und Wäscheversorgung, Objektgestaltung, Service
9
9
8


18
18
16
1.3
Dienstleistung und Unternehmensführung



1.3.1
Informationstechnik und Büroorganisation
2
2
2
1.3.2
Recht und Soziales1)
2
1.3.3
Berufsausbildung und Mitarbeiterführung
3
3
3
1.3.4
Unternehmens- und Qualitätsmanagement in Diversifizierungs- und Großhaushaltsbetrieben
4
4
4
1.3.5
Fächerübergreifende Projekte
3
3
3


12
12
14

Mindestpflichtstunden
36
36
35
1.4
Berufspraktikum



1.4.1
Mediengestützter Unterricht
5
5
1.4.2
Praktikum Großküche
35
1.4.3
Praktikum Hausreinigung/Wäsche und Hotel/Gästebeherbergung
35

Mindestpflichtstunden
40
40
2.
WAHLFÄCHER



2.1
Englisch-Vertiefung1)2)
2
2.2
Mathematik-Vertiefung1)
2
2
2
2.3
Service und Gestalten
2
2
2.4
Business-Etikette
2
2.5
Rehabilitationspädagogische Zusatzqualifizierung
2

1) [Amtl. Anm.:] Das Fach ist in die Ergänzungsprüfung zum Erwerb der Fachhochschulreife einzubringen.
2) [Amtl. Anm.:] Im Fach Englisch ist zum Erwerb der Fachhochschulreife eine schriftliche Ergänzungsprüfung abzulegen.
3) [Amtl. Anm.:] Ausbildungsabschnitte im ersten Schuljahr: 28 Wochen Unterricht, zwölf Wochen Praktikum Großküche
4) [Amtl. Anm.:] Ausbildungsabschnitte im zweiten Schuljahr: 14 Wochen Praktikum Reinigung/Wäsche, zwölf Wochen Unterricht, 14 Wochen Praktikum Hotel/Gästebeherbergung
Anlage 4 (zu § 9 Abs. 1)
Stundentafel Technikerschule für Waldwirtschaft (§ 1 Satz 2 Nr. 2)


1. Schuljahr
2. Schuljahr


Wochenstunden
Wochenstunden
1.
PFLICHTFÄCHER


1.1
Allgemeinbildung


1.1.1
Deutsch1)
2
2
1.1.2
Mathematik1)
2
2
1.1.3
Englisch1)2)
3
2


7
6
1.2
Wald und Forstwirtschaft


1.2.1
Waldökologie mit Standort- und Ertragskunde, Waldbau, Wald- und Naturschutz
9
5
1.2.2
Technische Produktion mit Arbeitslehre, Forstnutzung und Walderschließung
5
2
1.2.3
Jagdmanagement, Jagdökologie, Jagdrecht
3
1.2.4
Vorbereitung auf die Jägerprüfung3)
4


21
7
1.3
Management


1.3.1
Betriebswirtschaft, Unternehmensführung, Holzverkauf und Marketing
3
4
1.3.2
Recht und Soziales, Forstpolitik, Waldpädagogik1)
5
3
1.3.3
Berufsausbildung und Mitarbeiterführung
4
1.3.4
Informationstechniken, Datenverarbeitung, Geoinformationssysteme (GIS)
2


10
11
1.4
Projektarbeit und spezielle Themen, Betriebspraktikum 4)
2
8
2.
WAHLPFLICHTFÄCHER
2
2.1
Unternehmensgründung5)


2.2
Projektmanagement5)


2.3
Geschäftsführung forstlicher Zusammenschlüsse5)


2.4
Qualifizierte Baumschau und -kontrolle5)


2.5
Vertiefung: Geoinformationssysteme (GIS) /EDV-Fachverfahren5)



Mindestpflichtstunden
40
34
3.
WAHLFÄCHER


3.1
Englisch-Vertiefung
1
3.2
Mathematik-Vertiefung
1

1) [Amtl. Anm.:] Das Fach ist in die Ergänzungsprüfung zum Erwerb der Fachhochschulreife einzubringen.
2) [Amtl. Anm.:] In dem Fach ist die schriftliche Ergänzungsprüfung abzulegen.
3) [Amtl. Anm.:] Studierende, welche über die Berechtigung zum Erwerb des Jagdscheins verfügen, können auf Antrag von der Teilnahme befreit werden.
4) [Amtl. Anm.:] Im ersten Schuljahr sind keine Leistungsnachweise zu erbringen; im zweiten Schuljahr wird ein zweiwöchiges Betriebspraktikum durchgeführt.
5) [Amtl. Anm.:] Aus den angebotenen, jeweils einstündigen Wahlpflichtfächern wählt der Studierende zwei Fächer aus.
Anlage 5 (zu § 9 Abs. 1)
Stundentafel Meister- und Technikerschule für Weinbau und Gartenbau
Gartenbau
Schwerpunkt Zierpflanzenbau und Schwerpunkt Baumschule (§ 1 Satz 2 Nr. 3 Buchst. a)


1. Schuljahr
2. Schuljahr


Wochenstunden
Wochenstunden

PFLICHTFÄCHER


1.
Allgemeinbildende Fächer


1.1
Deutsch1)
2
1.2
Mathematik1)
3
1.3
Englisch1)2)
2
3


4
6
2.
Produktion und Dienstleistung


2.1
Grundlagen der Kulturführung
3

WAHLPFLICHTFÄCHER


2.2
Zierpflanzenbau und Technik
103)
104)
2.3
Baumschule und Technik
103)
104)
2.4
Warenkunde, Sortimente, Freizeitgartenbau
104)




2.5
Gärtnerische Dienstleistung
2


13
12
3.
Betriebs- und Unternehmensführung


3.1
Betriebswirtschaft
6
3.2
Unternehmensführung und Personal
6
3.3
Marketing
3
7
3.4
Recht und Steuern1)
3
3.5
Informations- und Kommunikationstechnik
2
3.6
Berufsausbildung und Mitarbeiterführung
4
-
3.7
Internationaler Gartenbau5)
4


18
17

Mindestpflichtstunden
35
35
4.
WAHLFÄCHER


4.1
Vertiefung Zierpflanzenbau
2
4.2
Vertiefung Baumschule
2

1) [Amtl. Anm.:] Das Fach ist in die Ergänzungsprüfung zum Erwerb der Fachhochschulreife einzubringen.
2) [Amtl. Anm.:] In dem Fach ist die schriftliche Ergänzungsprüfung für die Fachhochschulreife abzulegen.
3) [Amtl. Anm.:] Schwerpunkt „Baumschule und Technik“ oder „Zierpflanzenbau und Technik“ ist zu wählen.
4) [Amtl. Anm.:] Schwerpunkt „Zierpflanzenbau und Technik“ oder „Baumschule und Technik“ oder „Warenkunde, Sortimente, Freizeitgartenbau“ ist zu wählen (Auswahl entsprechend des nicht gewählten Schwerpunkts im ersten Jahr).
5) [Amtl. Anm.:] Im zweiten Schuljahr wird ein mindestens dreiwöchiges Betriebspraktikum durchgeführt.
Anlage 6 (zu § 9 Abs. 1)
Stundentafel Meister- und Technikerschule für Weinbau und Gartenbau
Garten- und Landschaftsbau (§ 1 Satz 2 Nr. 3 Buchst. b)


1. Schuljahr
2.Schuljahr


Wochenstunden
Wochenstunden

PFLICHTFÄCHER


1.
Allgemeinbildende Fächer


1.1
Deutsch1)
2
1.2
Mathematik1)
3
1.3
Englisch1)2)
2
3


4
6
2.
Produktion, Dienstleistung, Vermarktung


2.1
Grünflächenbau
8
2.2
Pflanzenverwendung
6
2.3
Baubetrieb
3
2.4
Technik und Bauabwicklung
9
2.5
Pflanzplanung und Gestaltung
9


17
18
3.
Betriebs- und Unternehmensführung


3.1
Betriebswirtschaft und Betriebsführung
4
3.2
Informations- und Kommunikationstechnik
2
3.3
Recht und Steuern1)
3
3.4
Unternehmensführung4)
9
3.5
Berufsausbildung und Mitarbeiterführung
4


13
9
4.
Seminare, Übungen, Projekte
3
5.
WAHLPFLICHTFÄCHER
2
5.1
Naturschutz, Landschaftspflege- und Ingenieurbiologie3)


5.2
Computer Added Design(CAD) Anwendung3)


5.3
Baumpflege- und Baumsanierung3)




2

Mindestpflichtstunden
37
35

1) [Amtl. Anm.:] Das Fach ist in die Ergänzungsprüfung zum Erwerb der Fachhochschulreife einzubringen.
2) [Amtl. Anm.:] In dem Fach ist die schriftliche Ergänzungsprüfung für die Fachhochschulreife abzulegen.
3) [Amtl. Anm.:] An einem der Wahlpflichtfächer ist teilzunehmen.
4) [Amtl. Anm.:] Im zweiten Schuljahr wird ein mindestens dreiwöchiges Betriebspraktikum durchgeführt.
Anlage 7 (zu § 9 Abs. 1)
Stundentafel Meister- und Technikerschule für Weinbau und Gartenbau
Weinbau und Oenologie (§ 1 Satz 2 Nr. 3 Buchst. c)


1. Schuljahr
2.Schuljahr


Wochenstunden
Wochenstunden

PFLICHTFÄCHER


1.
Allgemeinbildende Fächer


1.1
Deutsch1)
2
1.2
Mathematik1)
3
1.3
Englisch1)2)
2
3


4
6
2.
Produktion


2.1
Weinbauliche Produktion
10
5
2.2
Traubenverarbeitung und Weinbereitung
8
9


18
14
3.
Betriebs- und Unternehmensführung


3.1
Betriebswirtschaft und Management
7
3
3.2
Marketing und Unternehmensführung3)
2
9
3.3
Recht und Steuern1)
2
2
3.4
Informations-und Kommunikationstechnik
2
2
3.5
Berufsausbildung und Mitarbeiterführung
4


17
16

Mindestpflichtstunden
39
36

1) [Amtl. Anm.:] Das Fach ist in die Ergänzungsprüfung zum Erwerb der Fachhochschulreife einzubringen.
2) [Amtl. Anm.:] In dem Fach ist die schriftliche Ergänzungsprüfung für die Fachhochschulreife abzulegen.
3) [Amtl. Anm.:] Im zweiten Schuljahr wird ein mindestens sechswöchiges Betriebspraktikum durchgeführt.