Inhalt

BerFöR
Text gilt ab: 01.01.2020
Gesamtvorschrift gilt bis: 31.12.2021

6. Zuwendungsvoraussetzungen

6.1 Allgemeine Verpflichtungen des Zuwendungsempfängers

Der Zuwendungsempfänger muss
die Beratungsleistungen im Verbund mit der staatlichen Beratung durchführen,
fachliche Feststellungen und Erkenntnisse aus der Beratungsarbeit, die für die Beratung von allgemeinem Interesse sind, für entsprechende Auswertungen an die Landesanstalt für Landwirtschaft, die Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau und Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten weitergeben,
stichprobenartige Kundenbefragungen zur Qualitätssicherung der Beratung durchführen und dem Staatsministerium auf Verlangen zugänglich machen,
in der Rechnung die Höhe der gewährten Zuwendungen durch den Freistaat Bayern und der abgerechneten Stunden aufgeschlüsselt nach Beratung vor Ort sowie ggf. Zeitbedarf für Vor- und Nachbereitung, Telefon- und Faxberatung, Kurzbesuche aufführen,
die Beratungsleistungen entsprechend der gewährten Zuwendung verbilligt abgeben,
der Landwirtschaftsverwaltung auf Verlangen die nach Nr. 6.2 zu erstellenden Protokolle – möglichst in elektronischer Form – zur Verfügung stellen,
detaillierte Aufzeichnungen zu den in den einzelnen Fördergegenständen geleisteten Arbeitszeiten führen, aufgeschlüsselt nach Beratung vor Ort sowie ggf. Zeitbedarf für Vor- und Nachbereitung, Telefon- und Faxberatung, Kurzbesuche und diese auf Verlangen des Staatsministeriums zur Prüfung der Angemessenheit der Förderpauschalen vorlegen,
Aufzeichnungen über jede der Einzelbeihilfen zehn Jahre lang, vom Zeitpunkt ihrer Gewährung an, zur Verfügung halten,
die Einnahmen und Ausgaben der geförderten Maßnahmen durch getrennte Rechnungslegung ausweisen und von sonstigen geförderten und nicht geförderten Tätigkeiten wirtschaftlich trennen.

6.2 Besondere Verpflichtungen des Zuwendungsempfängers

6.2.1 

Der Zuwendungsempfänger prüft die Antragsunterlagen (siehe Nr. 9.1.1) und erfasst elektronisch die Informationen und einschlägigen Unterlagen, die notwendig sind, um feststellen zu können, dass alle Voraussetzungen der Verordnung (EU) Nr. 702/2014 erfüllt sind.

6.2.2 

1Der Zuwendungsempfänger muss bei einzelbetrieblichen Beratungsleistungen nach den Nrn. 3.1.1, 3.1.2 und 3.1.4 Beratungsprotokolle mit folgenden Mindestinhalten erstellen:
Name des Beratungsunternehmens und des Beraters,
Name des Begünstigten mit Betriebsnummer,
Datum der Beratung,
Anlass der Beratung,
Beratungsempfehlung,
Unterschrift des Beraters und des Begünstigten.
2Dem Begünstigten ist ein Beratungsprotokoll auszuhändigen.
3Die Rechnung an den Begünstigten muss mindestens enthalten:
Zahl der Beratungsstunden aufgeschlüsselt nach Beratung vor Ort, sowie ggf. Zeitbedarf für Vor- und Nachbereitung, Telefon- und Faxberatung, Kurzbesuche,
Preis je Stunde (ohne Umsatzsteuer),
Gesamtbetrag (ohne Umsatzsteuer),
Umsatzsteuer,
Gesamtbetrag (inkl. Umsatzsteuer),
Förderbetrag,
Endbetrag für den Begünstigten.

6.2.3 

Der Zuwendungsempfänger muss bei sonstigen Beratungsleistungen nach Nrn. 3.2.1 und 3.2.2 (Arbeitskreise, Workshop)
Mitgliederlisten führen (Name und Betriebsnummer, Unterschrift),
Zahlungsnachweise über die Eigenbeteiligung der Mitglieder führen und
Protokolle je Treffen erstellen (Datum, Inhalt, Dauer).

6.2.4 

Bei sonstigen Beratungsleistungen nach Nrn. 3.2.3 und 3.2.4 (Feldbegehungen, Weinbergbegehungen)
Teilnehmerlisten führen (Name und Betriebsnummer, Unterschrift) und
Protokolle je Begehung erstellen (Datum, Inhalt, Dauer).

6.2.5 

Bei sonstigen Beratungsleistungen nach Nr. 3.2.5 (Fach-Hotline)
eine Liste mit Name und Ort oder Betriebsnummer des Anrufers sowie des Beratungsgegenstands führen.

6.2.6 

1Bei sonstigen Beratungsleistungen nach 3.2.6 (produktionstechnische Orientierungsberatung) Beratungsprotokolle mit folgenden Mindestinhalten erstellen:
Name des Beratungsunternehmens und des Beraters,
Name des Begünstigten mit Betriebsnummer,
Datum und Dauer der Beratung,
Anlass der Beratung,
Beratungsempfehlung.
2Dem Begünstigten ist ein Beratungsprotokoll auszuhändigen.