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ESchV
Text gilt ab: 01.01.2016
Fassung: 26.11.2015
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Anlage (zu § 3)
Bestimmung von Erosionsgefährdungsklassen für Feldstücke
I.
Bestimmung von Wassererosionsgefährdungsklassen – Vorgehensweise –
Für Feldstücke werden die Wassererosionsgefährdungsklassen CC-Wasser 1 oder CC-Wasser 2 bestimmt, wenn folgende Bedingungen erfüllt sind:
1.
Der Median der KS-Rasterzellenwerte eines Feldstücks fällt nach der Tabelle in Anlage 2 AgrarZahlVerpflV in die Wassererosionsgefährdungsklasse CC-Wasser 1 oder CC-Wasser 2. Bei der Berechnung werden alle Rasterzellen berücksichtigt, deren Mittelpunkte innerhalb der Feldstücksgrenzen liegen. Rasterzellen, deren Mittelpunkte innerhalb eines Landschaftselements liegen, werden von der Berechnung ausgeschlossen.
2.
Das Feldstück ist größer als 0,5 ha. Berücksichtigt wird die unmittelbar als Ackerland, Dauergrünland oder mit Dauerkulturen genutzte Fläche ohne Landschaftselemente im Sinn des § 19 der InVeKoS-Verordnung (InVeKosV) vom 24. Februar 2015 (BGBl. I S. 166) in der jeweils geltenden Fassung und des § 8 Abs. 1 der Verordnung zur Umsetzung der Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik.
3.
Fällt ein Feldstück in die Klasse CC-Wasser 2, wird mit einem mathematischen Verfahren geprüft, ob das Feldstück ausgeprägt schmal und lang zugeschnitten ist und damit eine Terrassenlage angenommen werden kann. Die Berechnungsformel schätzt Seitenbreite (B) und Seitenlänge (L) eines Feldstücks unter der Annahme einer rechteckigen Geometrie und verwendet dazu Fläche (F) und Flächenumfang (U) des Feldstücks.
Berechnung Seitenbreite:
Berechnung Seitenlänge:
Sind für ein Feldstück folgende Bedingungen erfüllt:
B < 40 m und L/B > 3 und CC-Wasser 2,
dann wird das Feldstück von CC-Wasser 2 auf CC-Wasser 1 zurückgestuft.
II.
Bestimmung von Winderosionsgefährdungsklassen – Vorgehensweise –
1Für Feldstücke wird die Winderosiongefährdungsklasse CC-Wind 1 bestimmt, wenn der Rasterzellenwerte überwigend (≥ 75 v.H. der Rasterzellen) in standortabhängige Erosionsgefährdung nach der Tabelle in Anlage 3 AgrarZahlVerpflV aufweisen. 2Eine Prüfung der Schutzwirkung von Windhindernissen – Wald, Gehölz, Baumreihe, Hecke, Bebauung – für Feldstücke mit Einstufung in CC-Wind 1 erfolgt auf Antrag des Betriebsinhabers durch das zuständige Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. 3Geprüft wird, ob der Windschutzbereich innerhalb eines Feldstücks so viele Rasterzellen mit CC-Wind 1-Einstufung überdeckt, dass deren Anteil unter 75 v.H. sinkt. 4In diesem Fall veranlasst das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten für das Feldstück die Rücknahme der Einstufung in CC-Wind 1. 5Der Windschutzbereich wird nach folgender Tabelle – pauschal anrechenbare Windschutzwirkung von Windhindernissen in windabgewandter [Lee] und windzugewandter [Luv] Richtung – für eine Hauptwindrichtung aus West bis Südwest ermittelt:
Objekt
Lee (Meter)
Luv (Meter)
Wald, Forst
400
100
Feldgehölz
300
75
Bebauung (Ortslage, Gebäude, Industrie-, Gewerbefläche)
200
50
Baumreihen
200
50
Hecken
160
40
Feldweg, Rain
20
5