Titel:
Gegenstandswertfestsetzung im personalvertretungsrechtlichen Wahlanfechtungsverfahren
Normenkette:
RVG § 23 Abs. 3 S. 2, § 33
Leitsatz:
In personalvertretungsrechtlichen Beschlussverfahren ist in Wahlanfechtungsverfahren als Gegenstandswert der Auffangwert von 5.000 Euro festzusetzen; der Streitwertkatalog für die Arbeitsgerichtsbarkeit ist nicht entsprechend anzuwenden (stRspr, vgl. BVerwG, B.v. 7.10.2020 – 5 PB 7.18 – juris Rn. 6; BayVGH, B.v. 30.5.2017 – 18 P 16.1700 – BayVBl 2018, 177 Rn. 19). (Rn. 2)
Schlagworte:
Personalvertretungsrechtliches Beschlussverfahren, Festsetzung des Gegenstandswerts in Wahlanfechtungsverfahren, Beschlussverfahren, Gegenstandswert, Streitwertkatalog, Auffangwert, Beschwerdeverfahren, Arbeitsgerichtsbarkeit, Rechtsmittel, RVG, Wahlanfechtungsverfahren, Beteiligten, juris, Euro, BayVGH, Gegenstandswertfestsetzung, Personalvertretungsrecht, Verwaltungsgerichtshof, Öffentliches Dienstrecht, Anwendbarkeit des Streitwertkatalogs für die Arbeitsgerichtsbarkeit (verneint), Festsetzung des Auffangwerts, personalvertretungsrechtliches Beschlussverfahren, Streitwertkatalog für die Arbeitsgerichtsbarkeit
Vorinstanz:
VG München, Beschluss vom 31.03.2025 – 14 P 24.2486
1
Die Entscheidung über den von den Bevollmächtigten des Beteiligten zu 1 gestellten Antrag, den Gegenstandswert für das Beschwerdeverfahren nach § 33 Abs. 1 und 2 RVG in Höhe von 17.500 Euro festzusetzen, ergeht ohne mündliche Anhörung durch die Vorsitzende (§ 33 Abs. 8 RVG).
2
Die Festsetzung des Gegenstandswerts auf 5.000 Euro beruht auf § 23 Abs. 3 Satz 2 Halbs. 2 RVG. Der Verwaltungsgerichtshof setzt in ständiger Rechtsprechung in personalvertretungsrechtlichen Wahlanfechtungsverfahren – bei diesen handelt es sich um nicht vermögensrechtliche Streitigkeiten – den Gegenstandswert gemäß § 23 Abs. 3 Satz 2 Halbs. 2 RVG auf 5.000 Euro fest (vgl. BayVGH, B.v. 7.3.2017 – 17 P 16.2124 – juris Rn. 19; B.v. 20.2.2019 – 18 P 17.2228 – n.v.; vgl. auch BVerwG, B.v. 7.10.2020 – 5 PB 7.18 – juris). Gründe, hiervon abzuweichen, liegen nicht vor. Insbesondere scheidet eine entsprechende Anwendung des Streitwertkatalogs für die Arbeitsgerichtsbarkeit, auf dessen Nr. II. 2.3 die antragstellende Rechtsanwaltskanzlei Bezug nimmt, nach ständiger Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts und des Verwaltungsgerichtshofs aus, weil das Personalvertretungsrecht anders als das Betriebsverfassungsrecht nicht zum privaten Arbeitsrecht gehört, sondern Teil des öffentlichen Dienstrechts ist, das von anderen Grundsätzen bestimmt wird (vgl. BVerwG, B.v. 7.10.2020 a.a.O. Rn. 6 m.w.N.; BayVGH, B.v. 30.5.2017 – 18 P 16.1700 – BayVBl 2018, 177 Rn. 19).