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Text gilt ab: 01.01.2007
Fassung: 28.05.1852
Art. 48
(1) Die Zuständigkeit der Gerichte bleibt jedoch außer den in Art. 32 gedachten Fällen auch dann vorbehalten, wenn darüber Streitigkeiten entstehen:
1.
ob überhaupt das behauptete Weiderecht bestehe,
2.
ob dasselbe ein gemessenes oder ungemessenes ist,
3.
ob dasselbe ein ausschließliches ist, oder ob noch andere das Mithütungsrecht haben,
4.
ob es ein einseitiges oder gegenseitiges ist,
5.
zu welcher Art und Zahl von Weidevieh ein gemessenes berechtigt, und
6.
ob und in welchem Maß der Weideberechtigte zu Gegenleistungen an den Weidepflichtigen verbunden ist.
(2) Die Durchführung der Ablösung von Weiderechten vor den Verwaltungsbehörden ist durch die vorgängige rechtskräftige Entscheidung der von Absatz 1 Nrn. 1 bis 6 erwähnten Streitigkeiten, wo solche bestehen, oder durch vorgängige amtliche Deponierung der Wertsumme des streitigen Gegenstands von seiten der Antragsteller bedingt.