Inhalt

I. Lehrnebenvergütung

1. Unterrichtsvergütung

Bedienstete, die hauptberuflich im öffentlichen Dienst beschäftigt und nebenamtlich mit der Aus- und Fortbildung der Beamten im Geschäftsbereich des Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten befasst sind, erhalten eine Lehrnebenvergütung nach Maßgabe der Nrn. 2 bis 4. Die Lehrnebenvergütung ist eine Vergütung für die Wahrnehmung eines Nebenamts im Sinne des Art. 81 Bayerisches Beamtengesetz. Sie setzt sich zusammen aus der Unterrichtsvergütung und der Klausurvergütung.

2. Unterrichtsvergütung

2.1 

Die Unterrichtsvergütung beträgt je Unterrichtsstunde (45 Minuten) bei der Aus- und Fortbildung von Beamten der

2.1.1 

ersten Qualifikationsebene      9,35 €

2.1.2 

zweiten Qualifikationsebene
an der Staatl. Führungsakademie für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten sowie an der Bayerischen Forstschule      
13,70 €
im Übrigen
10,45 €

2.1.3 

dritten Qualifikationsebene      13,70 €

2.1.4 

vierten Qualifikationsebene      23,87 €

2.2 

Bei der Aus- und Fortbildung von Beamten auf Widerruf im Vorbereitungsdienst, Dienstanfängern, Praktikanten, Aufstiegsbeamten und anderen Nachwuchskräften richtet sich die Lehrnebenvergütung nach der Qualifikationsebene, zu der das Eingangsamt ihrer Laufbahn gehört. Nehmen an einer Aus- oder Fortbildung Beamte verschiedener Qualifikationsebenen teil, so richtet sich die Lehrnebenvergütung nach der Qualifikationsebene des dienstranghöchsten Teilnehmers.

2.3 

Als Unterricht gilt auch das Besprechen von Klausurarbeiten.

2.4 

Die Unterrichtsvergütung wird für höchstens 252 Unterrichtsstunden (45 Minuten) im Kalenderjahr gewährt. Mehr als 48 Unterrichtsstunden im Kalendermonat können vergütet werden, soweit der verstärkte Einsatz des Beamten zur Durchführung des Unterrichts erforderlich war. Bei der Berechnung der Höchstgrenzen ist auch jeder andere im Bereich des öffentlichen Dienstes gehaltene Unterricht zu berücksichtigen.

2.5 

Unterricht im Sinne der Nrn. 2.1, 2.3 und 2.4 wird nur vergütet beziehungsweise angerechnet, wenn er mindestens 45 Minuten dauert. Angeordneter Unterricht von längerer Dauer als 45 Minuten ist für Zwecke der Vergütung beziehungsweise der Anrechnung nach Nr. 2.4 umzurechnen.

3. Klausurvergütung

3.1 

Die Klausurvergütung beträgt

3.1.1 

für das Erstellen einer im Unterrichtsplan vorgeschriebenen oder von der hierfür zuständigen Stelle angeordneten Klausurarbeit mit Lösungsvorschlag bei Klausuren
für Beamte der zweiten Qualifikationsebene      
je Klausurstunde (60 Minuten)
13,37 €
für Beamte der dritten Qualifikationsebene      
je Klausurstunde (60 Minuten)
17,82 €
für Beamte der vierten Qualifikationsebene      
je Klausurstunde (60 Minuten)
26,62 €

3.1.2 

für das Abhalten der Klausurarbeiten                 3,25 €
(Aufsichtsführung)
je angefangene Klausurstunde (60 Minuten)

3.1.3 

für das Bewerten einer Klausurarbeit je Klausurstunde (60 Minuten) und Teilnehmer
der zweiten Qualifikationsebene      
0,55 €
der dritten Qualifikationsebene      
0,61 €
der vierten Qualifikationsebene      
0,77 €

3.1.4 

Ist das Bewerten von Klausuraufgaben nicht mit einem Unterrichtsauftrag verbunden oder steht die Zahl der zu bewertenden Aufgaben zur Zahl der zu erteilenden Unterrichtsstunden in keinem angemessenen Verhältnis, beträgt die Vergütung nach der Nr. 3.1.3 das Doppelte des dort genannten Betrages.

3.1.5 

Nr. 2.2 gilt für die Klausurvergütung entsprechend.

3.2 

Für Klausuren von längerer oder kürzerer Dauer als 60 Minuten ist die Vergütung umzurechnen. Eine Klausurvergütung wird jedoch nur gewährt, wenn die Klausur mindestens 45 Minuten dauert.

4. 

Vorstehende Regelungen gelten bei der Aus- und Fortbildung von Arbeitnehmern sinngemäß.

5. 

Die Bediensteten erhalten Reisekostenvergütung entsprechend dem Bayerischen Reisekostengesetz.