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FHVRDiplV
Text gilt ab: 01.05.2019
Fassung: 09.08.1996
§ 3
(1) Wer in Bayern die Ausbildung (Einführung) für eine Laufbahn des gehobenen nichttechnischen Dienstes vor dem 1. Oktober 1974 begonnen, an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung und Rechtspflege oder an der Bayerischen Verwaltungsschule fortgesetzt und mit der Laufbahnprüfung erfolgreich abgeschlossen hat, erhält auf Antrag den jeweiligen Diplomgrad nach § 1 Abs. 1 als akademischen Grad nachträglich verliehen.
(2) Wer nach dem 6. November 1946 nach mindestens zweijähriger Ausbildung (Einführung) die Laufbahnprüfung für eine Laufbahn des gehobenen nichttechnischen Dienstes im Geltungsbereich des Bayerischen Beamtengesetzes (BayBG) bestanden hat und nicht die Voraussetzungen des Absatzes 1 erfüllt, aber mindestens fünf Jahre in einem der Laufbahnprüfung entsprechenden Beruf tätig gewesen ist, erhält auf Antrag den jeweiligen Diplomgrad nach § 1 Abs. 1 als staatliche Bezeichnung nachträglich verliehen.
(3) Für Absolventinnen einer Ausbildung für eine Laufbahn des gehobenen nichttechnischen Dienstes im Sinn der Abs. 1 und 2, die vor dem 1. Juli 1996 bereits eine Urkunde gemäß § 4 erhalten haben, gilt § 1 Abs. 3 entsprechend.
(4) 1Auf die zweijährige Ausbildung (Einführung) nach Abs. 2 können Zeiten einer beruflichen oder praktischen Tätigkeit, die geeignet sind, die für die Laufbahn erforderlichen Fähigkeiten zu vermitteln, in angemessenem Umfang angerechnet werden. 2Dies gilt auch für Zeiten, die vor der Laufbahnprüfung auf die Ausbildung angerechnet worden sind.
(5) 1Der Nachweis einer mindestens fünfjährigen beruflichen Tätigkeit nach Abs. 2 ist in der Regel durch eine Bestätigung des Dienstherrn oder Arbeitgebers zu führen. 2Als entsprechende berufliche Tätigkeit ist insbesondere die Tätigkeit in der Laufbahn, in der die Laufbahnprüfung abgelegt worden ist, oder in einer entsprechenden oder einer gleichwertigen Laufbahn anzusehen. 3Bestehen Zweifel, ob die ausgeübte Tätigkeit der Prüfung entspricht, kann ein Fachgespräch geführt werden.
(6) Die Entscheidungen nach den Abs. 4 und 5 trifft die nach § 5 zuständige Stelle; sie führt auch das Fachgespräch.