Inhalt

FpInstV
Text gilt ab: 04.07.2018
Fassung: 06.12.1985
Gesamtansicht
Link abrufen
Vorheriges Dokument (inaktiv)
Nächstes Dokument (inaktiv)

Verordnung zur wissenschaftlichen Begleitung in der Frühpädagogik
(Frühpädagogik-Institute-Verordnung – FpInstV)
Vom 6. Dezember 1985
(GVBl. S. 833)
BayRS 2211-6-1-A

Vollzitat nach RedR: Frühpädagogik-Institute-Verordnung (FpInstV) vom 6. Dezember 1985 (GVBl. S. 833, BayRS 2211-6-1-A), die zuletzt durch Verordnung vom 4. Juli 2018 (GVBl. S. 569) geändert worden ist
Auf Grund des § 1 der Verordnung über die Einrichtung der staatlichen Behörden (BayRS 200-1-S) in Verbindung mit Art. 6 Abs. 1 des Bayerischen Kindergartengesetzes (BayRS 2231-1-K) erläßt das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus folgende Verordnung:

Teil 1 Staatsinstitut für Frühpädagogik

§ 1
Einrichtung
Es besteht ein Staatsinstitut für Frühpädagogik (IFP) mit Sitz in München und Amberg.
§ 2
Aufgaben
(1) 1Das IFP hat die Aufgabe, die Frühpädagogik ständig weiterzuentwickeln. 2Dies umfasst insbesondere Folgendes:
1.
Grundlagenforschung und angewandte Forschung auf den Gebieten der Anthropologie, der Entwicklungspsychologie und der Pädagogik der frühen Kindheit unter besonderer Berücksichtigung der Einrichtungen des Elementarbereichs,
2.
Entwicklung, Überprüfung und Übertragung von Hilfen und Anregungen zur pädagogischen Praxis für Kinder im Elementarbereich und für Kinder mit besonderen Bedürfnissen,
3.
Entwicklung von Maßnahmen zur Förderung der Zusammenarbeit zwischen Kindergarten, Familie, Schule und anderen Einrichtungen,
4.
Entwicklung und Überprüfung von Hilfen zur Förderung der Aus- und Fortbildung sozialpädagogischer Fachkräfte, insbesondere für den Elementarbereich.
(2) 1Die Tätigkeit des IFP beruht auf Analyse, Dokumentation und Auswertung von Forschungsarbeiten, Forschungsergebnissen, Forschungsmethoden und Statistiken. 2Die wissenschaftliche Arbeit des IFP wird entsprechend den wissenschaftlichen Standards durchgeführt. 3Nach außen wirkt das IFP durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit, insbesondere durch Veröffentlichungen, Vorträge sowie Durchführung von wissenschaftlichen und praxisorientierten Tagungen und Kolloquien.

Teil 2 Zentrum für Medienkompetenz in der Frühpädagogik

§ 3
Einrichtung
1Es wird ein Zentrum für Medienkompetenz in der Frühpädagogik (ZMF) eingerichtet. 2Es hat seinen Sitz in Amberg.
§ 4
Aufgaben
1Das ZMF hat die Aufgabe, die digitale Bildung zu fördern. 2Dies umfasst insbesondere Folgendes:
1.
Schaffung von Fortbildungsmöglichkeiten und Beratungsangeboten in der pädagogischen Arbeit mit digitalen Medien von pädagogischem Personal in Kindertageseinrichtungen und anderen Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe sowie von Kindertagespflegepersonen; dies erfolgt insbesondere durch die Entwicklung von Angeboten zu medienpädagogischen, -technischen und -rechtlichen Themen,
2.
Unterstützung der Eltern bei der Medienerziehung,
3.
Förderung des selbstbestimmten, kritischen und verantwortlichen Umgangs von Kindern und Jugendlichen mit Medien,
4.
Erschließung der Vorteile der frühkindlichen digitalen Bildung und zugleich fachliche Einschätzung der Risiken, die damit einhergehen können, und Entwicklung von Maßnahmen, die Risiken entgegenwirken,
5.
Erstellen und Pflege von Online-Angeboten für die Vernetzung und Unterstützung der beteiligten Stellen, Kinder und Eltern und
6.
Erarbeiten, Bereitstellen und Pflege von digitalen Informations- und Kommunikationsmitteln.
§ 5
Aufsicht, Leitung
1Das IFP und das ZMF sind eigenständige, dem Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales (Staatsministerium) unmittelbar nachgeordnete Behörden. 2Sie unterstehen der Aufsicht des Staatsministeriums. 3Die Behördenleitungen werden durch das Staatsministerium bestellt.
§ 6
Zusammenarbeit
Die Behörden arbeiten in enger Verbindung mit der Praxis, den Hochschulen und dem Landesamt für Statistik.

Teil 4 Schlussbestimmungen

§ 7
Inkrafttreten
Diese Verordnung tritt am 1. Januar 1986 in Kraft.
München, den 6. Dezember 1985
Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus
Prof. Hans Maier, Staatsminister