Inhalt

1. Adressaten, Ziele und Inhalte von GribS

GribS richtet sich ausschließlich an Grundschulen, welche die Heterogenität ihrer Schülerinnen und Schüler als pädagogische Herausforderung verstehen und die es sich zur Aufgabe gemacht haben und machen wollen, eine systematische individuelle Förderung aller Schülerinnen und Schüler in den Fokus zu stellen.
Von besonderem Interesse soll dabei ein breiter Zugang zu den Naturwissenschaften sein. Ziel des Schulversuchs ist es, durch die Betonung und Förderung der Naturwissenschaften die Leistungen der Schülerinnen und Schüler auch in anderen Fächern und Fachbereichen zu steigern. Zu diesem Zweck sollen die Modellschulen Unterrichtseinheiten und Materialien entwickeln, die auch die mathematische und sprachliche Förderung berücksichtigen. Aus den gewonnenen Erfahrungen der beteiligten Lehrkräfte sollen Fortbildungskonzepte für Grundschullehrerinnen und -lehrer entstehen.
Stellvertretend für alle anderen bayerischen Grundschulen werden in den GribS-Schulen Konzepte zur individuellen Förderung aller Schülerinnen und Schüler erarbeitet, erprobt und evaluiert. Leistungsschwächere Schülerinnen und Schüler sollen ebenso wie besonders begabte optimal gefördert werden. Auch der unterschiedliche Zugang von Buben und Mädchen zu den Naturwissenschaften ist Gegenstand des Modellversuchs; hier sollen die Ergebnisse ebenfalls in neue Förderkonzepte einfließen.
Für die Teilnahme an GribS ist eine breite Zustimmung aller am Schulleben Beteiligter erforderlich. Die Schulen stimmen einer regelmäßigen Evaluation durch die wissenschaftliche Begleitung zu und sind bereit, den Modellversuch konstruktiv mitzugestalten.
GribS-Schulen arbeiten in drei Arbeitsfeldern. Die folgenden Beispiele dienen lediglich als Ideengeber und bieten Anregungen für eigene Vorschläge:
Arbeitsfeld 1: Pädagogisch-unterrichtliche Maßnahmen
Unterrichtsmodelle im naturwissenschaftlichen Bereich unter Berücksichtigung der mathematischen und sprachlichen Förderung
Modelle zur Sicherung der Nachhaltigkeit des Lernens, Auflösen des Klassenverbands (Förderung in kleinen Gruppen)
Stärkere Handlungsorientierung im Unterricht, Experimentieren, Erfinden und Erkunden
Patenschaften mit Schülern weiterführender Schulen („Groß hilft Klein “)
Arbeitsfeld 2: Lehrerwissen - Lehrerkompetenz
Weiterqualifizierung der Lehrkräfte
Unterrichtsvorbereitung im Team
Aufbau von Materialsammlungen und „Forscherlaboren “
neue Formen der Lernerfolgsmessung und intensiver Austausch über die erkennbaren Lernfortschritte der Kinder
Arbeitsfeld 3: Öffnung nach außen
Austausch mit Lehrkräften weiterführender Schulen
Kooperation mit externen Partnern (Gemeinde, Universitäten, Unternehmen)
Unterstützung durch Stiftungspartner E.ON im naturwissenschaftlichen Bereich
Einbeziehung der Eltern in den Unterricht
Kooperationskonzepte (konsistente Förderung in der Schule und zu Hause)
Die Bearbeitung der drei Arbeitsfelder ist für alle Modellschulen verpflichtend; eine Schwerpunktbildung ist dabei möglich und wünschenswert.
Besonders die Bearbeitung und Umsetzung der Arbeitsfelder 1 und 3 liegen in der Verantwortung der einzelnen Modellschule. Hier sollen Ideen und Maßnahmen entwickelt und erprobt werden, die als best-practice-Beispiele an andere Schulen weitergegeben werden können.
Bei der Bearbeitung des Arbeitsfelds 2 bekommen die Modellschulen Anregung und intensive Unterstützung von Seiten der Stiftung Bildungspakt Bayern, z.B. regelmäßige Vollversammlungen aller Projektschulen, Fortbildungen, enge Zusammenarbeit mit dem Stiftungspartner E.ON.