Inhalt

22. Verkehr mit Fischen

22.1 Fischkrankheiten

Das Verbot des Inverkehrbringens nach § 25 Abs. 2 Satz 1 AVFiG bezieht sich insbesondere auf folgende Fischkrankheiten:
Infektiöse Pankreasnekrose der Forellen und forellenartigen Fische (IPN), meldepflichtig,
Ansteckende Blutarmut der Lachse (ISA), anzeigepflichtig,
Infektiöse Hämatopoetische Nekrose der Salmoniden (IHN), anzeigepflichtig,
Virale Hämorrhagische Septikämie der Salmoniden (VHS), anzeigepflichtig,
Koi Herpesvirus – Infektion der Karpfen (KHV), anzeigepflichtig.
Auf die Anzeigepflichten nach § 9 Tierseuchengesetz bei Ausbruch oder zu befürchtendem Ausbruch von ISA, IHN, VHS oder KHV wird hingewiesen. Zur Bekämpfung anzeigepflichtiger Fischseuchen verfügt die zuständige Kreisverwaltungsbehörde über weitreichende Anordnungsbefugnisse. Anderweitige Vorschriften zur Bekämpfung von Fischkrankheiten, insbesondere die Fischseuchen-Verordnung (vgl. Nr. 20.4), bleiben unberührt.

22.2 Abgabe lebender Krebse

Die Hinweispflicht nach § 25 Abs. 2 Satz 2 AVFiG hat zu erfüllen, wer lebende Zehnfußkrebse aller Arten (mit Ausnahme des Edel- und Steinkrebses) in den Verkehr bringt. Der Hinweis muss schriftlich mit dem vorgeschriebenen Wortlaut gegeben werden. Eine vorsätzliche Missachtung der Hinweispflicht ist als Ordnungswidrigkeit mit Geldbuße bedroht (§ 31 Nr. 12c AVFiG).

22.3 Aufzeichnungspflicht

Die Aufzeichnungen nach § 25 Abs. 3 AVFiG müssen Angaben enthalten über
Bestand (Stichtag, Art, Menge, Altersklasse),
Zugang (Datum, Herkunft, Art, Menge, Altersklasse),
Abgabe (Datum, Verbleib, Art, Menge, Altersklasse).