Inhalt

24. Fischsterben

24.1 Anzeigepflicht

Zur Anzeige verpflichtet sind nach Art. 72 Abs. 2 FiG
Fischereiberechtigte (Inhaber des Eigentümerfischereirechts oder des selbstständigen Fischereirechts),
Fischereipächter und andere zur Fischereiausübung in vollem Umfang Befugte (z.B. Vorstände von Bewirtschaftungsgenossenschaften oder Mitglieder von rechtsfähigen Berufsfischervereinigungen nach Art. 27 Abs. 2 FiG),
besonders aufgestellte Fischer oder ständige Vertreter nach Art. 20 Abs. 1 Nr. 1, Art. 25 Abs. 2, Art. 27 Abs. 1 oder Art. 30 Abs. 1 Satz 1 FiG,
Inhaber von Erlaubnisscheinen, Gäste und Helfer.
Auf die Bußgeldvorschrift des Art. 101 Nr. 4 FiG wird hingewiesen.

24.2 Vorgehen nach Anzeige

Wird ein Fischsterben angezeigt, handelt die Kreisverwaltungsbehörde nach der Gemeinsamen Bekanntmachung über die Zusammenarbeit der Verwaltungs- und Strafverfolgungsbehörden bei der Bekämpfung von Verstößen gegen die Umwelt vom 22. September 1988 (AllMBl S. 783) in der jeweils geltenden Fassung. Sie informiert unverzüglich die Polizei, das Wasserwirtschaftsamt sowie den Fischereifachberater und verständigt die Regierung. Auf die Vorschriften des Art. 68a BayWG über Verantwortlichkeiten und Maßnahmen bei Gewässerverunreinigungen sowie das Merkblatt des Landesamtes für Wasserwirtschaft (jetzt: Landesamt für Umwelt) über Maßnahmen bei Gewässerverunreinigung und Fischsterben wird hingewiesen.