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UniAUGAbwV
Text gilt ab: 01.07.2018
Gesamtvorschrift gilt bis: 30.09.2019
Fassung: 23.05.2007
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Verordnung über abweichende Regelungen vom Bayerischen Hochschulgesetz an der Universität Augsburg
(Abweichungsverordnung Uni Augsburg – UniAUGAbwV)
Vom 23. Mai 2007
(GVBl. S. 364)
BayRS 2210-2-18-WK

Vollzitat nach RedR: Abweichungsverordnung Uni Augsburg (UniAUGAbwV) vom 23. Mai 2007 (GVBl. S. 364, BayRS 2210-2-18-WK), die zuletzt durch § 16 der Verordnung vom 10. Juni 2018 (GVBl. S. 502) geändert worden ist
Auf Grund des Art. 106 Abs. 2 Satz 1 des Bayerischen Hochschulgesetzes (BayHSchG) vom 23. Mai 2006 (GVBl S. 245, BayRS 2210-1-1-WFK), geändert durch Art. 12 Abs. 1 des Gesetzes vom 9. Mai 2007 (GVBl S. 320), erlässt das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst folgende Verordnung:
§ 1
Geltungsbereich
Diese Verordnung trifft für die Universität Augsburg abweichende Regelungen von Bestimmungen des Bayerischen Hochschulgesetzes.
§ 2
Organe und Organisationseinheiten
1Abweichend von Art. 19 Abs. 1 BayHSchG erhalten die Hochschulleitung die Bezeichnung Universitätsleitung und der Hochschulrat die Bezeichnung Universitätsrat. 2Abweichend von Art. 19 Abs. 1 BayHSchG sind zentrale Organe der Hochschule
1.
die Universitätsleitung,
2.
die Erweiterte Universitätsleitung und
3.
der Universitätsrat.
§ 3
Auswahlkommission für die Präsidentenwahl
(1) Abweichend von Art. 21 Abs. 1 Satz 3 BayHSchG erstellt eine von der Erweiterten Universitätsleitung und vom Universitätsrat eingesetzte Auswahlkommission den Wahlvorschlag.
(2) Der Auswahlkommission gehören an:
1.
ein Vertreter oder eine Vertreterin der Hochschullehrer und Hochschullehrerinnen von jeder Fakultät,
2.
ein Vertreter oder eine Vertreterin der Gruppe der wissenschaftlichen und künstlerischen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen,
3.
ein Vertreter oder eine Vertreterin der Gruppe der wissenschaftsstützenden Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen,
4.
ein Vertreter oder eine Vertreterin der Gruppe der Studierenden und
5.
die Frauenbeauftragte.
§ 4
Erweiterte Universitätsleitung
(1) 1Abweichend von Art. 24 Abs. 1 Satz 1 BayHSchG gehören der Erweiterten Universitätsleitung folgende Mitglieder an:
1.
die Mitglieder der Universitätsleitung,
2.
die Dekane und Dekaninnen der Fakultäten,
3.
fünf Vertreter oder Vertreterinnen der Gruppe der Hochschullehrer und Hochschullehrerinnen; drei dieser Vertreter oder Vertreterinnen werden wie folgt bestimmt: die Katholisch-Theologische Fakultät bildet mit der Philosophisch-Sozialwissenschaftlichen Fakultät und der Philologisch-Historischen Fakultät, die Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät mit der Juristischen Fakultät und die Mathematisch-Naturwissenschaftlich-Technische Fakultät mit der Fakultät für Angewandte Informatik jeweils einen Wissenschaftsbereich und jeder dieser Wissenschaftsbereiche entsendet jeweils einen gewählten Vertreter oder eine gewählte Vertreterin in die Erweiterte Universitätsleitung,
4.
ein Vertreter oder eine Vertreterin der Gruppe der wissenschaftlichen und künstlerischen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen,
5.
ein Vertreter oder eine Vertreterin der Gruppe der wissenschaftsstützenden Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen,
6.
zwei Vertreter oder Vertreterinnen der Gruppe der Studierenden und
7.
die Frauenbeauftragte.
2Die gewählten Vertreter oder Vertreterinnen nach Satz 1 Nrn. 3 bis 6 sind mit den Vertretern oder Vertreterinnen nach § 5 Nrn. 1 bis 4 identisch. 3Für die Wahl der Vertreter oder Vertreterinnen nach Satz 1 Nrn. 3 bis 6 gelten die Vorschriften der Wahlordnung für die staatlichen Hochschulen (BayHSchWO) vom 16. Juni 2006 (GVBl S. 338, BayRS 2210-1-1-2-WFK) entsprechend. 4Die Stimmabgabe erfolgt getrennt für die Vertreter oder Vertreterinnen der Wissenschaftsbereiche nach Nr. 3 Halbsatz 2 und die weiteren Vertreter und Vertreterinnen nach Nr. 3.
(2) 1Abweichend von Art. 24 Abs. 3 BayHSchG nimmt die Erweiterte Universitätsleitung nicht nur die dort genannten Aufgaben wahr, sondern auch alle Aufgaben, die der Senat nach dem Bayerischen Hochschulgesetz oder anderen Rechtsvorschriften wahrzunehmen hat. 2Für die Vorbereitung der nach dem Bayerischen Hochschulgesetz und anderen Rechtsvorschriften dem Senat obliegenden Angelegenheiten kann die Erweiterte Universitätsleitung einen vorbereitenden Ausschuss bilden, der mit den gewählten Vertretern und Vertreterinnen nach Abs. 1 Satz 1 Nrn. 3 bis 6 und der Frauenbeauftragten zu besetzen ist.
(3) Art. 25 BayHSchG findet für die Organisationsstruktur der Universität keine Anwendung.
§ 5
Universitätsrat
1Abweichend von Art. 26 Abs. 1 Satz 1 BayHSchG gehören dem Universitätsrat an:
1.
fünf Vertreter oder Vertreterinnen der Hochschullehrer und Hochschullehrerinnen (§ 4 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3),
2.
ein Vertreter oder eine Vertreterin der wissenschaftlichen und künstlerischen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen (§ 4 Abs. 1 Satz 1 Nr. 4),
3.
ein Vertreter oder eine Vertreterin der wissenschaftsstützenden Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen (§ 4 Abs. 1 Satz 1 Nr. 5),
4.
zwei Vertreter oder Vertreterinnen der Gruppe der Studierenden (§ 4 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6) und
5.
neun Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Kultur sowie aus Wirtschaft und beruflicher Praxis.
2Abweichend von Art. 26 Abs. 4 Satz 2 BayHSchG wählt der Hochschulrat den stellvertretenden Vorsitzenden oder die stellvertretende Vorsitzende aus der Mitte der hochschulangehörigen Mitglieder; das Nähere regelt die Grundordnung.
§ 6
Kompetenzzentren
1Abweichend von Art. 19 Abs. 5 Satz 3 BayHSchG werden die Kompetenzzentren der Universität Augsburg kollegial von einem Vorstand geleitet. 2Als Mitglied des Vorstands kann neben Hochschullehrern und Hochschullehrerinnen auch ein anderes Mitglied der zentralen wissenschaftlichen Einrichtungen vorgeschlagen und von der Universitätsleitung bestellt werden.
§ 7
(aufgehoben)
§ 8
Inkrafttreten, Außerkrafttreten
1Diese Verordnung tritt mit Wirkung vom 1. April 2007 in Kraft. 2Sie tritt mit Ablauf des 30. September 2019 außer Kraft.
München, den 23. Mai 2007
Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst
Dr. Thomas Goppel, Staatsminister