Inhalt

6. Arbeitszeit

6.1 

Für die Arbeitszeit zu Hause gelten die allgemeinen Regelungen über die Arbeitszeit. Regelungen über die Präsenz- und Rahmenzeiten gelten für die Wohnraum- und/oder Telearbeitskraft nicht, soweit sie die Arbeitsleistung zu Hause oder unterwegs erbringt. In der Individualregelung ist aber eine tägliche Präsenzzeit festzulegen, an der die Wohnraum- und/oder Telearbeitskraft an ihrer häuslichen Arbeitsstätte erreichbar sein muss. Fahrtzeiten zwischen häuslicher und dienstlicher Arbeitsstätte gelten nicht als Arbeitszeit, Fahrkosten werden hierfür nicht erstattet (vgl. Nr. 2.2 Satz 3 VV-BayRKG vom 10. Mai 2002, StAnz Nr. 21 S. 3). Mehrarbeitsstunden bzw. Überstunden können nur mit vorheriger Genehmigung erbracht werden.

6.2 

Bei der alternierenden Wohnraum- und Telearbeit wird die in der Arbeitszeitverordnung bzw. tarif- oder arbeitsrechtlich vereinbarte durchschnittliche regelmäßige Arbeitszeit auf die dienstliche und die häusliche Arbeitsstätte aufgeteilt. Die Verteilung der Arbeitszeit auf die beiden Arbeitsorte ist schriftlich zu regeln bzw. zu vereinbaren. Abweichungen im Einzelfall bedürfen der Abstimmung mit dem Vorgesetzten. Die Arbeitszeit zu Hause wird durch Selbstaufschreibung in einem kalendarischen Arbeitstagebuch festgehalten. Für die in der Dienststelle zu erbringende Arbeitszeit gilt die dort bestehende Arbeitszeitregelung. Die Wohnraum- und/oder Telearbeitskraft teilt sich in der Regel einen Arbeitsplatz in der Dienststelle mit einem oder mehreren anderen geeigneten Mitarbeitern. Bei der reinen Telearbeit kann auf Wunsch der Telearbeitskraft die Arbeitszeit im Einvernehmen mit dem Vorgesetzten statt im Weg der Selbstaufschreibung auch mittels des DV-Verfahrens BayZeit erfasst werden.

6.3 

Bei der reinen Wohnraum- und Telearbeit sind die Zeitabstände, in denen die Wohnraum- und/oder Telearbeitskraft bei der Beschäftigungsbehörde vorstellig zu werden hat (je nach Tätigkeit einwöchig, vierzehntägig oder monatlich), schriftlich zu vereinbaren. Es muss die Möglichkeit und Bereitschaft bestehen, dass die Wohnraum- und/oder Telearbeitskraft ihre Dienstleistung in dienstlich notwendigen Fällen (teilweise) im Dienstgebäude erbringt. In einem kalendarischen Arbeitstagebuch sind durch Selbstaufschreibung Beginn und Ende der Tätigkeiten, Krankheit und Urlaub sowie betriebsbedingte Störungen festzuhalten. Das Arbeitstagebuch wird vom Vorgesetzten regelmäßig geprüft und überwacht.

6.4 

Die Präsenzzeit darf unterschritten und für den Arbeitszeitausgleich in Anspruch genommen werden, soweit Beschäftigte zwingende familiäre Pflichten unvorhergesehener und unaufschiebbarer Art (z.B. Abholung eines erkrankten Kindes aus dem Kindergarten und dessen Betreuung) erfüllen. Die Präsenzzeitunterschreitung ist dem Vorgesetzten und der zentralen Zeiterfassungsstelle unverzüglich anzuzeigen und kurz zu begründen.