Text gilt ab: 01.01.2009

I. 
Allgemeines

1. Manöver und andere Übungen

Manöver und andere Übungen im Sinn dieser Bekanntmachung sind Ausbildungstätigkeiten von Einheiten und Verbänden der Bundeswehr, der Stationierungsstreitkräfte und der Streitkräfte anderer Entsendestaaten außerhalb der ihnen zur ständigen Benutzung überlassenen Liegenschaften, insbesondere von Standort- und Truppenübungsplätzen, bei denen Sonderrechte in Anspruch genommen werden. Übungen, die ausschließlich im Luftraum stattfinden, und Marschübungen werden durch diese Bekanntmachung nicht erfasst.

2. Gesetzliche Grundlagen

2.1 

Für Übungen der Bundeswehr gelten die Vorschriften des Dritten Teils des Bundesleistungsgesetzes (BLG) in der Fassung vom 27. September 1961 (BGBl I S. 1769), zuletzt geändert durch Art. 2 Abs. 10 des Gesetzes vom 12. August 2005 (BGBl I S. 2354) und die Verordnung über Anforderungsbehörden und Bedarfsträger nach dem Bundesleistungsgesetz vom 12. Juni 1989 (BGBl I S. 1088), zuletzt geändert durch Art. 370 der Verordnung vom 31. Oktober 2006 (BGBl I S. 2407).

2.2 

Diese Vorschriften gelten auch für die Übungen der ausländischen Streitkräfte, soweit nicht
das NATO-Truppenstatut vom 19. Juni 1951 (BGBl 1961 II S. 1190),
das Zusatzabkommen zum NATO-Truppenstatut vom 3. August 1959, zuletzt geändert durch Abkommen vom 18. März 1993 (BGBl 1994 II S. 2598),
das Unterzeichnungsprotokoll zum Zusatzabkommen vom 3. August 1959 (BGBl 1961 II S. 1313), zuletzt geändert durch Abkommen vom 16. Mai 1994 (BGBl II S. 3712)
das Abkommen zu Art. 45 Abs. 1 des Zusatzabkommens vom 3. August 1959 (BGBl II 1961 S. 1355), zuletzt geändert durch Abkommen vom 18. März 1993 (BGBl II 1994 S. 2635) und
die jeweiligen Streitkräfteaufenthaltsabkommen auf Grundlage des Streitkräfteaufenthaltsgesetzes vom 20. Juli 1995 (BGBl II S. 554), zuletzt geändert durch Gesetz vom 30. Juli 2004 (BGBl I S. 1950)
im Ausnahmefall etwas anderes bestimmen.

2.3 

Gemeinsame Übungen werden den Streitkräften zugerechnet, in deren Federführung die Übung liegt.