Inhalt

6. Regelungen für den Schulbesuch

Der Auftrag zur Individualisierung der Förderung ergibt sich aus den spezifischen Ausprägungen des sonderpädagogischen Förderbedarfs des einzelnen Kindes oder Jugendlichen. Eine Unterrichtsführung und Erziehungsplanung, die die persönliche Weiterentwicklung und die sozialen und emotionalen Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler in besonderer Weise beachten und zum Ausgangs- und Zielpunkt von Unterricht machen, brauchen einen schulischen Gestaltungsrahmen, der auf die langfristige Stabilisierung ausgerichtet ist und auf aktuelle Herausforderungen reagieren kann.
Aus diesem Grunde werden bei Vorgaben bezüglich der Ziele und Inhalte, der Stundentafel, der Leistungsbeurteilung und Zeugnisgebung, der Versetzung, der Verlängerung der Schulpflicht sowie der Übergangsbestimmungen für weiterführende Schularten die vorhandenen Modifikationsmöglichkeiten genutzt.
Bei Leistungsanforderungen und -kontrollen sowie bei Prüfungen darf den Schülerinnen und Schülern aufgrund der Beeinträchtigung im Bereich des emotionalen Erlebens und sozialen Handelns kein Nachteil entstehen. Erforderlichenfalls ist ein Nachteilsausgleich zum Beispiel durch Zulassen oder Bereitstellen von Hilfen oder die Gewährung einer Zeitzugabe zu schaffen.