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Text gilt seit: 01.08.2015
Fassung: 22.12.1998
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Verordnung zur Ausführung des Gesetzes über das Wappen des Freistaates Bayern
(AVWpG)
in der Fassung der Bekanntmachung vom 22. Dezember 1998
(GVBl. 1999 S. 29)
BayRS 1130-2-2-I

Vollzitat nach RedR: Verordnung zur Ausführung des Gesetzes über das Wappen des Freistaates Bayern (AVWpG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 22. Dezember 1998 (GVBl. 1999 S. 29, BayRS 1130-2-2-I), die zuletzt durch § 2 Abs. 1 des Gesetzes vom 17. Juli 2015 (GVBl. S. 243) geändert worden ist
Auf Grund des Art. 55 Nr. 2 Satz 2 der Verfassung erlässt die Bayerische Staatsregierung zur Ausführung des Gesetzes über das Wappen des Freistaates Bayern folgende Verordnung:
§ 1
Das große Staatswappen führen:
1.
Der Bayerische Ministerpräsident,
die Bayerische Staatskanzlei,
die Bayerischen Staatsministerien und die Mitglieder der Staatsregierung für Sonderaufgaben,
der Bayerische Landtag,
der Bayerische Verfassungsgerichtshof,
der Bayerische Oberste Rechnungshof,
der Landesbeauftragte für den Datenschutz.
2.
Im Geschäftsbereich des Bayerischen Staatsministeriums des Innern, für Bau und Verkehr
der Bayerische Verwaltungsgerichtshof,
die Regierungen,
die Verwaltungsgerichte,
die Landesanwaltschaft Bayern,
das Bayerische Landesamt für Statistik,
die Versicherungskammer Bayern, Versicherungsanstalt des öffentlichen Rechts,
die Bayerische Versorgungskammer,
das Landesamt für Datenschutzaufsicht,
das Bayerische Landesamt für Verfassungsschutz,
die Polizeipräsidien,
das Präsidium der Bayerischen Bereitschaftspolizei,
das Bayerische Landeskriminalamt,
das Bayerische Polizeiverwaltungsamt,
die Autobahndirektionen.
3.
Im Geschäftsbereich des Bayerischen Staatsministeriums der Justiz
die Oberlandesgerichte,
die Staatsanwaltschaften bei den Oberlandesgerichten,
der Bayerische Dienstgerichtshof für Richter und die Bayerischen Dienstgerichte für Richter,
die Landgerichte,
die Staatsanwaltschaften bei den Landgerichten,
die Amtsgerichte,
die Landesjustizkasse Bamberg,
der Bayerische Ehrengerichtshof für Rechtsanwälte,
die Landesberufsgerichte und die Berufsgerichte für die Heilberufe und für die Architekten,
die Ehrengerichte für die Bezirke der Rechtsanwaltskammern München, Nürnberg und Bamberg.
4.
Im Geschäftsbereich des Bayerischen Staatsministeriums für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst
die staatlichen Hochschulen,
die Bayerische Akademie der Wissenschaften,
das Zentralinstitut für Kunstgeschichte,
das Internationale Künstlerhaus Villa Concordia,
das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege,
die Generaldirektion der Staatlichen naturwissenschaftlichen Sammlungen Bayerns,
die Generaldirektion der Staatlichen Archive Bayerns,
die Bayerische Staatsbibliothek,
die Direktion der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen,
das Bayerische Nationalmuseum,
das Haus der Bayerischen Geschichte,
die Bayerische Staatsoper,
das Bayerische Staatsschauspiel,
das Staatstheater am Gärtnerplatz,
die Akademie für Lehrerfortbildung und Personalführung.
5.
Im Geschäftsbereich des Bayerischen Staatsministeriums der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat
das Bayerische Landesamt für Steuern,
das Landesamt für Finanzen,
die Finanzgerichte,
das Landesamt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung,
die Bayerische Verwaltung der Staatlichen Schlösser, Gärten und Seen,
die Staatliche Lotterieverwaltung,
die Fachhochschule für öffentliche Verwaltung und Rechtspflege in Bayern,
das Bayerische Hauptmünzamt,
die Bayerische Staatshauptkasse,
die Staatsoberkasse Bayern in Landshut,
die Bayerische Landesbank und ihre Zweigniederlassungen,
die LfA Förderbank Bayern,
der Bayerische Landespersonalausschuss,
die Immobilien Freistaat Bayern.
6.
Im Geschäftsbereich des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie
das Bayerische Landesamt für Maß und Gewicht.
7.
Im Geschäftsbereich des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz
das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit,
das Bayerische Landesamt für Umwelt,
die Bayerische Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege.
8.
Im Geschäftsbereich des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten
die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft,
die Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau,
die Staatliche Führungsakademie für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten,
das Technologie- und Förderzentrum im Kompetenzzentrum für Nachwachsende Rohstoffe,
die Ämter für Ländliche Entwicklung,
die Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft.
9.
Im Geschäftsbereich des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Soziales, Familie und Integration
das Bayerische Landessozialgericht,
die Landesarbeitsgerichte,
das Zentrum Bayern Familie und Soziales,
die Sozialgerichte,
die Arbeitsgerichte.
10.
Als nachgeordnete Behörden des Bayerischen Obersten Rechnungshofs
die Staatlichen Rechnungsprüfungsämter.
§ 2
Die übrigen staatlichen Behörden und staatlichen Stellen führen das kleine Staatswappen; die Einrichtungen der staatlichen Hochschulen jedoch nur insoweit, als sie vom Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst dem Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr benannt werden.
§ 3
Das kleine Staatswappen führen außerdem:
1.
Die Standesbeamten
Die Umschrift im Dienstsiegel lautet im unteren Halbbogen „Standesamt …“ (Amtssitz).
2.
Die Notare
Die Umschrift im Dienstsiegel enthält im unteren Halbbogen den Namen des Notars und die Wörter „Notar in …“ (Ort).
3.
Die kommunalen Schulen, wenn der Träger der Schule das kleine Staatswappen führt.
Die Umschrift entspricht der Umschrift im Dienstsiegel des Schulträgers. In den unteren Halbbogen kann in einer weiteren Schriftenreihe der Name der Schule oder die Bezeichnung der Schulgattung aufgenommen werden.
4.
Die der Aufsicht bayerischer Staatsbehörden unterstehenden Körperschaften, Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts, die hoheitliche Aufgaben wahrnehmen.
§ 4
Das Recht zur Wappenführung umfasst die Befugnis, das Wappen im Dienstsiegel, im Briefkopf, auf amtlichen Drucksachen und auf Amtsschildern zu verwenden.
§ 5
Für die Genehmigung zur Verwendung der Staatswappen oder von Teilen der Staatswappen nach Art. 2 Abs. 1 Satz 2 des Gesetzes über das Wappen des Freistaates Bayern ist die Regierung von Oberfranken zuständig.
§ 6
(1) 1In die Umschrift des Dienstsiegels ist die Bezeichnung der Behörde oder der Stelle, die das Staatswappen führt, aufzunehmen. 2Sofern die Behörden oder Stellenbezeichnung das Wort „bayerisch“ nicht enthält, ist im oberen Halbbogen der Umschrift das Wort „Bayern“ anzubringen.
(2) 1Führt eine Behörde oder Stelle mehrere Dienstsiegel, so sollen diese fortlaufend nummeriert werden. 2Als weitere Zusätze sind nur Sternchen oder ähnliche Abgrenzungszeichen in der Umschrift zulässig.
(3) Das Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr kann Ausnahmen von den Absätzen 1 und 2 zulassen.
(4) Für die Umschrift soll modernisierte Antiqua verwendet werden.
(5) 1Umschriften von größerem Umfang können aus mehreren Schriftenreihen bestehen. 2Ist die Umschrift fortlaufend, so zeigen die Füße der Buchstaben zum Wappenbild; ist sie geteilt, so zeigen im oberen Teil die Füße, im unteren Teil die Köpfe der Buchstaben zum Wappenbild.
§ 7
(1) 1Siegel mit dem großen Staatswappen haben in den Fällen des § 1 Nr. 1 einen Durchmesser von 40 mm, in den übrigen Fällen einen Durchmesser von 35 mm. 2Siegel mit dem kleinen Staatswappen haben einen Durchmesser von 35 mm.
(2) Für besondere Zwecke kann ausnahmsweise ein Siegel mit einem kleineren Durchmesser hergestellt werden.
§ 8
(1) 1Die Dienstsiegel sind als Prägesiegel (Trockensiegel oder Lacksiegel) oder als Farbdrucksiegel aus Metall auszuführen. 2Die Prägesiegel zeigen Wappenbild und Schrift erhaben in Prägung. 3Das Farbdrucksiegel bringt Wappen und Schrift in dunklem Farbaufdruck.
(2) Für die Abstempelung der amtlichen Kraftfahrzeug-Kennzeichenschilder dürfen Stempelplaketten verwendet werden, deren Siegel- und Schriftbild dem Dienstsiegel entspricht.
(3) An Stelle des Dienstsiegels darf ein Klebesiegel verwendet werden, das die Bezeichnung der Behörde oder der Stelle, die das Staatswappen führt, enthalten muss.
(4) Für die Siegelung von Schriftstücken, die mit Hilfe drucktechnischer oder elektronischer Einrichtungen erstellt werden, kann ein Abdruck des Dienstsiegels maschinell eingedruckt sein oder aufgedruckt werden.
§ 9
Die Dienstsiegel sind so zu verwahren, dass Verlust und Missbrauch ausgeschlossen sind.
§ 10
Die besonderen Vorschriften über die Führung des Wappens des Freistaates Bayern durch die Gemeinden und die Gemeindeverbände bleiben unberührt.
§ 11
Diese Verordnung tritt am 1. August 1964 in Kraft*).

*) [Amtl. Anm.:] Diese Vorschrift betrifft das Inkrafttreten der Verordnung in der ursprünglichen Fassung vom 24. Juli 1964 (GVBl. S. 153). Der Zeitpunkt des Inkrafttretens der späteren Änderungen ergibt sich aus den jeweiligen Änderungsverordnungen.