Inhalt

7. Einsatz und Qualifikation des Personals

Die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen mit sonderpädagogischen Förderbedarf im Bereich der geistigen Entwicklung macht den Einsatz von Teams erforderlich. Sonderschullehrerinnen und Sonderschullehrer mit fachrichtungsbezogener Ausbildung in Verbindung mit der Ausbildung in anderen sonderpädagogischen Fachrichtungen arbeiten mit pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die über eine sonderpädagogische Zusatzausbildung verfügen sollten. Therapeutische Kräfte und gegebenenfalls weitere Betreuungs- und Pflegekräfte werden ebenfalls je nach Bedarf in die Teamarbeit einbezogen. Eine Vernetzung mit außerschulischen Institutionen ist anzustreben.
Die im Förderschwerpunkt ausgebildeten Lehrkräfte sollen über Kompetenzen in allen Aufgabenbereichen der sonderpädagogischen Förderung von Schülerinnen und Schülern mit geistiger Behinderung verfügen. Dazu gehören auch die Vermittlung der Kulturtechniken unter erschwerten Bedingungen und die Anbahnung lebenspraktischer Fertigkeiten. Die Lehrkräfte sind zu befähigen, an verschiedenen Lernorten wirksam zu werden.
Die Ausbildung der sonderpädagogischen Lehrkräfte muss die Breite und Struktur des jeweiligen Tätigkeitsbereiches und dessen Anforderungen an die einzelnen Personen gewährleisten. Sie vermittelt die Grundkompetenz für die Ziele und Aufgaben der Pädagogik für Menschen mit sonderpädagogischem Förderbedarf im Bereich der geistigen Entwicklung, auch für solche mit schwerer Mehrfachbehinderung.
Unabdingbare Qualifikationsmerkmale sind Kenntnisse über Schweregrad und Ausprägung der geistigen Behinderung, deren Begleiterscheinungen und mögliche psychosoziale Zusammenhänge und Auswirkungen. Die Lehrkräfte müssen besonders befähigt sein, auf der einen Seite Nähe zu gestalten und andererseits Distanz herzustellen sowie Erwartungen und Erfahrungen mit anderen zu erörtern und abzustimmen. Kenntnisse über die basalen Wahrnehmungsprozesse, über die Entwicklung geistiger Fähigkeiten, die Formen der Ausdrucks- und der lautsprachlichen und nicht lautsprachlichen Kommunikationsförderung müssen situations-bezogen und flexibel umgesetzt werden können.
Die in der Ausbildung erworbenen Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten sollen durch Teamsitzungen, Beratungen, Hospitationen, Fortbildungsveranstaltungen und Weiterbildungsmaßnahmen regelmäßig aktualisiert und erweitert werden.