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Text gilt seit: 30.08.2014
Fassung: 01.03.2001
§ 30
Särge, Sargausstattungen, Bekleidung von Leichen
(1) 1Für Erdbestattungen und für Einäscherungen sind Särge aus Vollholz zu verwenden. 2Für Erdbestattungen ist die Verwendung anderer Materialien zulässig, wenn die Särge so beschaffen sind, dass
1.
bis zur Bestattung Flüssigkeit nicht austreten kann,
2.
die physikalische, chemische oder biologische Beschaffenheit des Bodens oder des Grundwassers nicht nachteilig verändert wird,
3.
die Verwesung der Leiche innerhalb der Ruhezeit ermöglicht wird,
4.
keine Zersetzungsstoffe austreten können, wenn die Särge zur Bestattung in Grüften dienen,
5.
bei der Verbrennung nach dem Stand der Technik die geringstmöglichen Emissionen entstehen.
3Für Einäscherungen ist die Verwendung anderer Materialien als Vollholz zulässig, wenn die Särge den Anforderungen des Satzes 2 Nrn. 1 und 5 entsprechen.
(2) Überurnen zur Beisetzung von Urnen müssen so beschaffen sein, dass die physikalische, chemische oder biologische Beschaffenheit des Bodens oder des Grundwassers nicht nachteilig verändert wird.
(3) Särge und Überurnen dürfen zur Bestattung oder Einäscherung nur angenommen werden, wenn der Hersteller durch Sachverständigengutachten nachweist, dass sie den vorstehenden Anforderungen entsprechen.
(4) 1Für Sargausstattungen und zur Bekleidung der Leichen ist leicht vergängliches Material zu verwenden. 2Absatz 1 Satz 2 Nrn. 2, 3, 5 und Absatz 3 gelten entsprechend.