Inhalt

6. Besondere Regelungen für den Schulbesuch

Für Schülerinnen und Schüler mit Beeinträchtigungen im Bereich des Lernens ist eine differenzierende und in besonderem Maße individualisierende Förderung notwendig, die auf die jeweiligen Lernvoraussetzungen und Lerngegebenheiten eingeht. Die Unterrichtsführung bedarf eines schulischen Gestaltungsrahmens, der entsprechende pädagogische Freiräume ermöglicht. Alle Vorgaben bezüglich der Ziele und Inhalte, der Stundentafel, der Leistungsbeurteilung und Zeugniserteilung, der Versetzung und der Verlängerung der Dauer des Schulbesuchs sowie für den Wechsel in eine allgemeine Schule müssen deshalb notwendige Gestaltungsräume für die Lehrkräfte zulassen.
Der Unterricht orientiert sich an allgemein gültigen Zielvorstellungen und Lehrplänen. Es ist zu gewährleisten, dass über eine vergleichende und an den Vorgaben orientierte Leistungsbeurteilung hinaus auch die individuelle Leistung vor dem Hintergrund des Förderplans der einzelnen Schülerin und des einzelnen Schülers Berücksichtigung findet, um so der angestrebten Individualisierung der sonderpädagogischen Förderung konsequent Rechnung tragen zu können. In diesem Zusammenhang sollte soweit wie möglich einer verbalen Beurteilung der Vorzug vor Zifferbenotungen gegeben werden. Aus den Zeugnissen der Schülerinnen und Schüler mit Sonderpädagogischem Förderbedarf muss gegebenenfalls hervorgehen, in welchen Unterrichtsfächern entsprechend den Anforderungen der Lehrpläne der Schule für Lernbehinderte unterrichtet wurde.