Inhalt

Text gilt ab: 01.09.2017
Gesamtvorschrift gilt bis: 31.12.2020

5. Art und Umfang, Höhe der Zuwendung

1Die Fördermittel werden im Wege von Förderaufrufen vergeben, wobei in der Regel das zentrale Kriterium die geringsten Förderausgaben pro kW Ladeleistung sein sollen. 2Die erste Förderperiode soll auch dazu dienen, die Marktnachfrage und die Investitionsbereitschaft zu analysieren. 3Die für die jeweilige Förderperiode für alle Zuwendungsempfänger geltenden Höchstbeträge für Zuwendungen werden in den Förderaufrufen mit ergänzenden Hinweisen zur Förderrichtlinie festgelegt (vgl. Nr. 7.2). 4Die Beträge können nach unten abweichen. 5Die Zuwendung wird im Wege der Projektförderung als nicht rückzahlbarer Zuschuss als Anteilfinanzierung gewährt. 6Es dürfen maximal 20 % der jährlich zur Verfügung stehenden Mittel an einen Antragsteller vergeben werden. 7Innerhalb eines Förderaufrufs können ergänzend Obergrenzen pro Antragsteller definiert werden. 8Bemessungsgrundlage für die Zuwendung sind die zuwendungsfähigen Gesamtausgaben. 9Die zuwendungsfähigen Gesamtausgaben setzen sich zusammen aus den Anschaffungsausgaben der Ladeeinrichtung, den einmaligen Errichtungs- und Anschlussausgaben einschließlich der Netzertüchtigung sowie Modernisierungsmaßnahmen (jeweils ohne Umsatzsteuer). 10Eine kumulierte Förderung in Verbindung mit anderen öffentlichen Förderprogrammen ist nicht möglich.

5.1 Höchstsätze für Normalladepunkte

Normalladepunkte bis einschließlich 22 kW werden gefördert mit einem prozentualen Anteil von
maximal 60 % bis höchstens 3 000 Euro pro Ladepunkt.

5.2 Höchstsätze für Schnellladepunkte

Schnellladepunkte werden gefördert mit einem prozentualen Anteil von
maximal 60 % bis höchstens 12 000 Euro für Ladepunkte kleiner als 100 kW,
maximal 60 % bis höchstens 30 000 Euro für Ladepunkte ab einschließlich 100 kW.

5.3 Höchstsätze für Netzanschluss

1Ergänzend wird der Netzanschluss pro Standort gefördert mit einem prozentualen Anteil von
maximal 60 % bis höchstens 5 000 Euro für den Anschluss an das Niederspannungsnetz,
maximal 60 % bis höchstens 50 000 Euro für den Anschluss an das Mittelspannungsnetz.
2Bei der Entscheidung über die Anschlussleistung ist auf die zukünftige Ausbaufähigkeit bei einer steigenden Nachfrage durch E-Fahrzeug-Nutzer zu achten. 3Kann vom Antragssteller im Rahmen einer Vergleichsrechnung dargestellt werden, dass zur Stromversorgung der Ladestation eine Kombination aus Netzanschluss und Pufferspeicher kostengünstiger ist als ein reiner Netzanschluss, ist ein Pufferspeicher entsprechend der Fördersätze für diesen Netzanschluss förderfähig. 4Der Nachweis für die Vergleichsrechnung ist per Netzanschlussvertrag zu erbringen. 5Der Pufferspeicher hat der Versorgung von E-Fahrzeugen zu dienen.