Inhalt

Text gilt seit: 01.10.2017
gesamte Vorschrift gilt bis: 31.12.2020

Teil 3 
Verfahren

8. Vorschlagsverfahren

8.1 

Die Auszeichnung mit dem Bayerischen Filmpreis erfolgt auf Vorschlag.

8.2 

Vorschlagsberechtigt sind die Mitglieder des Auswahlausschusses sowie die länderübergreifenden Verbände und Einrichtungen des deutschen Films und der FilmFernsehFonds Bayern.

8.3 

1Die Vorschläge sollen bis spätestens vier Wochen vor der Sitzung des Auswahlausschusses dem Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie zugesandt werden. 2Jeder Vorschlagsberechtigte darf maximal drei Vorschläge einreichen.

9. Vergabeverfahren

9.1 

1Den zweckgebundenen Produzentenpreis erhält der Hersteller des Films. 2Bei in Gemeinschaftsproduktion hergestellten Filmen kann die Jury eine Empfehlung dahingehend abgeben, dass nur einer oder nur einzelne Koproduzenten der Gemeinschaft den Preis erhalten sollen. 3Entgegenstehende Vereinbarungen zwischen den Koproduzenten sind für das Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie unbeachtlich. 4Wird eine solche Empfehlung nicht abgegeben, erhält die Gemeinschaft den Preis. 5Bei von deutschen und ausländischen Herstellern in Gemeinschaftsproduktion hergestellten Filmen erhält nur der deutsche Hersteller den Preis.

9.2 

1Der zweckgebundene Produzentenpreis muss für die Herstellung eines neuen programmfüllenden Films auf der Grundlage eines tragfähigen Finanzierungsplans in Anspruch genommen werden. 2Der Hersteller des neuen Films hat das Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie über Inhalt und Gestaltung des Filmvorhabens zu informieren. 3Er hat insbesondere Drehbuch, Stab- und Besetzungsliste, Kosten- und Finanzierungsplan sowie einen Verleihvertrag oder eine konkrete Darlegung der Verleih- und Vertriebspläne einzureichen.

9.3 

1Der Produzentenpreis wird ausgezahlt, sobald das Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie das neue Projekt abgenommen hat und der Produzent nachweist, dass mit der Herstellung des neuen Films begonnen worden ist. 2Der Anspruch erlischt, wenn der mit dem Preis herzustellende Film nicht innerhalb von fünf Jahren nach Preisvergabe fertiggestellt ist. 3Ist der Produzentenpreis bereits ausgezahlt, so muss er in diesem Fall zurückgezahlt werden. 4In begründeten Ausnahmefällen kann die Frist auf Antrag verlängert werden.

9.4 

1Ein Rechtsübergang des Anspruchs auf Auszahlung des Produzentenpreises ist von der Zustimmung des Staatsministeriums für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie abhängig. 2Dies gilt auch für die Auszahlung des Preisgeldes, wenn der neu herzustellende Film eine Gemeinschaftsproduktion ist.

9.5 

1Die Erstauswertung des herzustellenden Films hat in öffentlichen Vorführungen in Filmtheatern zu erfolgen. 2Im Abspann des mit Mitteln des Produzentenpreises hergestellten Films ist auf die Unterstützung durch den Bayerischen Filmpreis in geeigneter Weise hinzuweisen.