Inhalt

BayFHVRG
in Kraft ab: 30.08.2014
Fassung: 09.10.2003
Art. 1
Errichtung und Aufgabe
(1) 1Zur Ausbildung für den Einstieg in der dritten Qualifikationsebene wird eine Fachhochschule für öffentliche Verwaltung und Rechtspflege errichtet.2Der Sitz der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung und Rechtspflege wird durch Verordnung der Staatsregierung bestimmt.
(2) 1Die Fachhochschule für öffentliche Verwaltung und Rechtspflege vermittelt den Studierenden auf der Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse eine auf die Aufgaben der Verwaltung und der Rechtspflege bezogene Bildung, die zur Erfüllung der Dienstaufgaben befähigt.2Sie hat die Aufgabe, die Fähigkeit der Studierenden zur Übernahme von Verantwortung in Staat und Gesellschaft zu entwickeln.
(3) 1Der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung und Rechtspflege obliegt nach Maßgabe der Zulassungs-, Ausbildungs- und Prüfungsordnungen und der hierzu erlassenen Verwaltungsvorschriften auf der Bildungsebene der Fachhochschulen die Ausbildung für den Einstieg in der dritten Qualifikationsebene
1.
in der Fachlaufbahn Verwaltung und Finanzen:
a)
fachlicher Schwerpunkt Steuer,
b)
fachlicher Schwerpunkt nichttechnischer Verwaltungsdienst,
c)
fachlicher Schwerpunkt Staatsfinanz,
d)
fachlicher Schwerpunkt Sozialverwaltung,
2.
in der Fachlaufbahn Bildung und Wissenschaft:
a)
fachlicher Schwerpunkt Archivwesen,
b)
fachlicher Schwerpunkt Bibliothekswesen,
3.
in der Fachlaufbahn Justiz:
a)
Rechtspfleger,
b)
Vollzugsverwaltungsdienst bei den Justizvollzugsanstalten,
4.
in der Fachlaufbahn Polizei und Verfassungsschutz, fachlicher Schwerpunkt Polizeivollzugsdienst,
5.
in der Fachlaufbahn Naturwissenschaft und Technik, fachlicher Schwerpunkt Verwaltungsinformatik.
2Der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung und Rechtspflege kann durch das jeweils zuständige Staatsministerium im Einvernehmen mit dem Staatsministerium der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat (Staatsministerium) die Ausbildung zu weiteren Fachlaufbahnen, fachlichen Schwerpunkten oder in weiteren Studiengängen übertragen werden.3Zur Erfüllung ihrer Lehraufgaben können die hauptamtlichen Lehrpersonen anwendungsorientierte Forschung betreiben.
(4) 1Darüber hinaus obliegt der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung und Rechtspflege die fachübergreifende Fortbildung der Beamten der Besoldungsgruppen A 9 bis A 12 sowie der Beamten der Besoldungsgruppe A 13, die nicht in der vierten Qualifikationsebene eingestiegen sind.2Daneben können die Fachbereiche durch das jeweils nach Art. 2 Abs. 2 zuständige Staatsministerium im Einvernehmen mit dem Staatsministerium auch mit fachbezogener Fortbildung beauftragt werden.3Die Aufgaben sonstiger Fortbildungsträger bleiben unberührt.
(5) Der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung und Rechtspflege können im Einvernehmen mit dem Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst weitere Bildungsaufgaben aus dem Bereich des öffentlichen Dienstes übertragen werden.
(6) Die Fachhochschule für öffentliche Verwaltung und Rechtspflege ist den staatlichen Fachhochschulen gleichwertig.