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in Kraft ab: 01.09.2014
Fassung: 02.03.2007
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Schulordnung für die staatlichen Landwirtschaftsschulen
(LwSO)
Vom 2. März 2007
(GVBl. S. 223)
BayRS 7803-1-L

Vollzitat nach RedR: Schulordnung für die staatlichen Landwirtschaftsschulen (LwSO) vom 2. März 2007 (GVBl. S. 223, BayRS 7803-1-L), die zuletzt durch Verordnung vom 19. September 2014 (GVBl. S. 436, 486) geändert worden ist
Auf Grund von Art. 5 Abs. 1 Satz 2, Art. 44 Abs. 2 Satz 1, Art. 45 Abs. 2, Art. 46 Abs. 1 und 4, Art. 49 Abs. 1 Sätze 2 und 3, Art. 52 Abs. 2 Satz 1, Abs. 3 Satz 2, Abs. 4, Art. 53 Abs. 4 Satz 2, Art. 58 Abs. 6, Art. 62 Abs. 8, Art. 84 Abs. 1 Satz 1, Abs. 2 und 3, Art. 89 und 128 Abs. 1 des Bayerischen Gesetzes über das Erziehungs- und Unterrichtswesen (BayEUG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 31. Mai 2000 (GVBl S. 414, ber. S. 632, BayRS 2230-1-1-UK), zuletzt geändert durch Gesetz vom 26. Juli 2006 (GVBl S. 397), erlässt das Bayerische Staatsministerium für Landwirtschaft und Forsten folgende Verordnung:

Inhaltsübersicht

Erster Teil Allgemeine Vorschriften
§ 1 Geltungsbereich
§ 2 Ausbildungsziele
Zweiter Teil Aufnahme
§ 3 Anmeldung
§ 4 Aufnahme
§ 5 Höchstzulassung, Mindestzulassung
§ 6 Studierendenheim (Art. 107 BayEUG)
Dritter Teil Dauer und Struktur des Unterrichts
§ 7 Semestergestaltung
§ 8 Stundentafel
§ 9 Lernmittel (Art. 51 Abs. 1 BayEUG)
Vierter Teil Grundsätze des Schulbetriebs
§ 10 Unterrichtszeit
§ 11 Teilnahme am Unterricht und sonstigen Veranstaltungen
§ 12 Verhinderung am Schulbesuch
Fünfter Teil Leistungsnachweise, Zeugnisse, Vorrücken und Wiederholen
§ 13 Schulaufgaben, Semesterarbeiten
§ 14 Sonstige Leistungsnachweise
§ 15 Bewertung von Leistungen
§ 16 Unerlaubte Hilfe
§ 17 Zeugnisse
§ 18 Semesterziel, Erlaubnis zum Vorrücken
§ 19 Wiederholen eines Semesters
Sechster Teil Schulabschluss
§ 20 Prüfungen
§ 21 Abschlusszeugnis
§ 22 Berufsbezeichnung, Urkunden
§ 23 Berufs- und arbeitspädagogische Eignung
Siebter Teil Schulleiter, Lehrkräfte, Lehrerkonferenz
§ 24 Schulleiter, Lehrkräfte (Art. 57, 58, 59 und 78 BayEUG)
§ 25 Lehrerkonferenz (Art. 58 BayEUG)
Achter Teil Einrichtungen zur Mitgestaltung des schulischen Lebens
§ 26 Studierendenvertretung
Neunter Teil Tätigkeiten von nicht zur Schule gehörigen Personen
§ 27 Werbung
§ 28 Erhebungen
Zehnter Teil Ordnungsmaßnahmen, Aufsicht, Haftung, Datenschutz
§ 29 Ordnungsmaßnahmen
§ 30 Aufsicht
§ 31 Haftung
Elfter Teil Schlussvorschriften
§ 32 Inkrafttreten, Übergangsvorschriften
Anlage 1 Stundentafel Landwirtschaftsschule, Abteilung Landwirtschaft, dreisemestrig
Anlage 2 Stundentafel Landwirtschaftsschule, Abteilung Hauswirtschaft, dreisemestrig
Anlage 3 Stundentafel Landwirtschaftsschule, Abteilung Hauswirtschaft, zweisemestrig
Anlage 4 Stundentafel Landwirtschaftsschule, Abteilung Hauswirtschaft, einsemestrig

Erster Teil Allgemeine Vorschriften

§ 1
Geltungsbereich
1Diese Schulordnung gilt für die Landwirtschaftsschulen. 2Die Landwirtschaftsschulen sind staatliche Fachschulen der Landwirtschaft. 3Sie gliedern sich in die Abteilung Landwirtschaft und die Abteilung Hauswirtschaft. 4Die Abteilung Hauswirtschaft kann ein-, zwei- oder dreisemestrig geführt werden. 5Der dreisemestrige Studiengang in der Abteilung Hauswirtschaft wird mit dem Fachgebiet „Ernährung, Haushalt und Betriebsführung“, der zweisemestrige mit dem Fachgebiet „Haushalt und Familie“ (Teil I der Weiterbildung zur staatlich geprüften Dorfhelferin) geführt.
§ 2
Ausbildungsziele
(1) 1Im Rahmen des gemeinsamen Bildungs- und Erziehungsauftrags aller Schulen (Art. 1 BayEUG) hat die Landwirtschaftsschule die Studierenden auf ihren späteren Beruf als landwirtschaftlicher bzw. landwirtschaftlich-hauswirtschaftlicher Unternehmer oder landwirtschaftliche bzw. landwirtschaftlich-hauswirtschaftliche Unternehmerin und Betriebsleiter oder Betriebsleiterin vorzubereiten. 2Dabei sollen die Studierenden in ihrer Persönlichkeit gestärkt werden mit dem Ziel, Verantwortung für die Belange der Landwirtschaft, Hauswirtschaft und des ländlichen Raums zu übernehmen sowie selbstständig und nachhaltig wirtschaftend zu agieren. 3 Die berufs- und arbeitspädagogische Eignung im Sinn der Ausbilder-Eignungsverordnung ist in der Hauswirtschaft zu vermitteln.
(2) 1Die dreisemestrige Landwirtschaftsschule baut auf dem in der betrieblichen Ausbildung und in der Berufsschule erworbenen Wissen und Können auf und dient der Vorbereitung auf die Meisterprüfung. 2Teile der Meisterprüfung, in der Abteilung Hauswirtschaft alle Teile der Meisterprüfung, können im Zusammenhang mit dem Schulbesuch abgelegt werden. 3Dabei hat
1.
die Abteilung Landwirtschaft Wissen und Können in der Betriebs- und Unternehmensführung und insbesondere die notwendige Handlungs- und Entscheidungskompetenz zu vermitteln. Das Wissen in der umwelt- und tiergerechten Produktions- und Verfahrenstechnik ist zu vertiefen. Die fachtheoretischen Grundlagen der Berufsbildung und der Mitarbeiterführung sind zu vermitteln.
2.
die Abteilung Hauswirtschaft Wissen und Können zur Führung eines landwirtschaftlichen Unternehmerhaushalts, zur Übernahme von Führungsaufgaben in Großhaushalten bis hin zur Gründung bzw. Führung von hauswirtschaftlichen Einkommenskombinationen in landwirtschaftlichen Unternehmen oder eigenständigen hauswirtschaftlichen Unternehmen zu vermitteln.
(3) Der zweisemestrige Studiengang vermittelt Grundlagen zur Leitung fremder landwirtschaftlicher Unternehmerhaushalte unter besonderer Beachtung sozialer und pädagogischer Aspekte und zur Existenzgründung im Rahmen der Ausbildung zur staatlich geprüften Dorfhelferin.
(4) 1Der einsemestrige Studiengang vermittelt komplexe hauswirtschaftliche und soziale Kompetenzen zur Führung des eigenen Haushalts, insbesondere des landwirtschaftlichen Unternehmerhaushalts, sowie zur Übernahme hauswirtschaftlicher Versorgungs- und Betreuungsleistungen im ländlichen Raum. 2Er vermittelt weiterhin Grundlagen zur Ausübung selbstständiger und nichtselbstständiger Tätigkeiten in landwirtschaftlich-hauswirtschaftlichen bzw. hauswirtschaftlichen Unternehmen und Dienstleistungsbetrieben und dient der Umschulung für den Ausbildungsberuf Hauswirtschafter/Hauswirtschafterin.
§ 3
Anmeldung
In der Abteilung Landwirtschaft müssen Aufnahmeanträge mit den nach § 4 Abs. 4 erforderlichen Unterlagen bis spätestens 1. September bei der Landwirtschaftsschule eingehen, in der Abteilung Hauswirtschaft zum von der Schule bekannt gegebenen Termin.
§ 4
Aufnahme
(1) 1Die Aufnahme in die Landwirtschaftsschule setzt eine entsprechende schulische Vorbildung voraus. 2Diese ist durch das Abschlusszeugnis einer Berufsschule oder eines gleichwertigen Bildungsgangs nachzuweisen.
(2) Zur Aufnahme
1.
in den dreisemestrigen Studiengang der Abteilung Landwirtschaft ist ferner der Berufsabschluss in einem anerkannten Ausbildungsberuf der Landwirtschaft und zusätzlich ein Jahr einschlägige Berufspraxis,
2.
in den zwei- und dreisemestrigen Studiengang der Abteilung Hauswirtschaft sind ferner der Berufsabschluss im Ausbildungsberuf Hauswirtschafter/Hauswirtschafterin, im Fachgebiet „Ernährung, Haushalt und Betriebsführung“ zusätzlich ein Jahr einschlägige Berufspraxis,
erforderlich.
(3) 1Zur Aufnahme in den einsemestrigen Studiengang sind ein Schulabschluss nach Abs. 1 und ein außerhauswirtschaftlicher Berufsabschluss mit daran anschließender Berufserfahrung nachzuweisen. 2Im Rahmen verfügbarer Plätze können abweichend von Satz 1 im interdisziplinären Grundlagenseminar sowie im Fach Berufs- und Arbeitspädagogik externe Interessenten zur Teilnahme am Unterricht aufgenommen werden, sofern dies mit dem Ziel des Unterrichts und den pädagogischen Grundsätzen vereinbar ist.
(4) Mit dem Aufnahmeantrag sind vorzulegen
1.
die Nachweise gemäß den Abs. 1 bis 3,
2.
bei Bewerbern, die im Studierendenheim (§ 6) wohnen werden, eine ärztliche Bescheinigung über die Unbedenklichkeit der Aufnahme in ein Studierendenheim,
3.
bei Ausländern aus dem nicht deutschen Sprachraum ein Nachweis über ausreichende Kenntnisse der deutschen Sprache.
(5) 1Über die Aufnahme entscheidet der Schulleiter oder die Schulleiterin durch schriftlichen Bescheid; ablehnende Entscheidungen sind zu begründen. 2In Ausnahmefällen kann der Schulleiter oder die Schulleiterin bzw. für die Abteilung Hauswirtschaft das Fortbildungszentrum für Landwirtschaft und Hauswirtschaft im Rahmen noch verfügbarer Studienplätze von einzelnen Aufnahmevoraussetzungen nach Richtlinien des Staatsministeriums befreien.
(6) 1Dem Bescheid über die Zulassung ist die Schulordnung beizufügen. 2Sofern ein Auswahlverfahren (§ 5 Abs. 2) durchgeführt wird, bestimmt die Landwirtschaftsschule im Zulassungsbescheid einen Termin, bis zu dem zu erklären ist, ob der Studienplatz angenommen wird. 3Geht die Erklärung bis zu diesem Termin bei der Landwirtschaftsschule nicht ein, wird der Zulassungsbescheid unwirksam.
§ 5
Höchstzulassung, Mindestzulassung
(1) Der Schulleiter oder die Schulleiterin legt jeweils die Höchstzulassungszahlen für die ersten Semester fest.
(2) 1Übersteigt die Zahl der zulassungsfähigen Bewerber nach § 4 Abs. 1 bis 3 die Höchstzulassungszahl, sind zunächst Studienplätze auf Antrag an die Bewerber zu vergeben, bei denen im Fall der Nichtzulassung unter Zugrundelegung eines strengen Maßstabs eine außergewöhnliche, insbesondere soziale und familiäre Härte gegeben ist. 2Darüber hinaus findet ein Auswahlverfahren statt. 3Die Auswahl erfolgt über die Aufnahmebedingungen (§ 4 Abs. 2 und 3) hinaus in der Reihenfolge der Gesamtnote in der Abschlussprüfung nach § 37 des Berufsbildungsgesetzes in den Berufen nach § 4 Abs. 2 und 3. 4Bei gleicher Note ist der Umfang der nachgewiesenen einschlägigen Praxiszeit entscheidend. 5Abgeleisteter Wehr- und Zivildienst wird dabei zur Hälfte angerechnet. 6Beim Auswahlverfahren für den einsemestrigen Studiengang der Abteilung Hauswirtschaft sind in der Reihenfolge der Zulassung zunächst Bewerbungen von Personen zu berücksichtigen, die bereits eine Tätigkeit in einem landwirtschaftlichen Betrieb oder dem der Landwirtschaft vor- und nachgelagerten Bereich ausüben, dann Personen, die eine derartige Tätigkeit anstreben.
(3) 1Ein erstes Semester wird nur bei mindestens 16 Studierenden eröffnet. 2In Ausnahmefällen kann das Staatsministerium Abweichungen zulassen.
§ 6
Studierendenheim (Art. 107 BayEUG)
(1) Der Landwirtschaftsschule, Abteilung Hauswirtschaft, kann ein Studierendenheim angeschlossen sein.
(2) 1Der Schulleiter oder die Schulleiterin erlässt zum Betrieb des Studierendenheims eine Heimordnung. 2 § 24 Abs. 5 Satz 1 findet Anwendung.
§ 7
Semestergestaltung
(1) Ein Semester erstreckt sich in der Regel über 20 Unterrichtswochen.
(2) 1Der dreisemestrige Studiengang der Abteilung Landwirtschaft umfasst zwei fachtheoretische und ein fachpraktisches Semester im zweiten Semester. 2Dieses umfasst 15 Schultage sowie eine Semesterarbeit in Form einer Betriebsdokumentation mit Betriebsbeschreibung und Erfassung der Leistungs- und Kostenzahlen von mindestens drei wichtigen Produktionsverfahren.
(3) 1Der dreisemestrige Studiengang der Abteilung Hauswirtschaft umfasst insgesamt drei Semester. 2Das zweite Semester umfasst elf Wochen Vollzeitunterricht in Modulform sowie vier Wochen Betriebspraktikum in einem hauswirtschaftlichen Mittel- oder Großbetrieb gemäß den Richtlinien des Staatsministeriums.
(4) Der zweisemestrige Studiengang der Abteilung Hauswirtschaft umfasst zwei Semester und ein insgesamt achtwöchiges Vorpraktikum bestehend aus einem zweiwöchigen Tierhaltungslehrgang und einem sechswöchigen Betriebspraktikum.
(5) 1Der einsemestrige Studiengang der Abteilung Hauswirtschaft umfasst ein fachtheoretisches Semester mit 22 Unterrichtswochen in Vollzeitform. 2Der Unterricht kann auch in Teilzeitform durchgeführt werden; dabei soll die Semesterdauer 20 Monate nicht überschreiten.
§ 8
Stundentafel
(1) 1Für die Unterrichtsgestaltung gelten die Stundentafeln nach den Anlagen 1 bis 4. 2Die Fächer, in denen unterrichtet wird, sind entweder Pflichtfächer oder Wahlfächer.
(2) 1Unterricht in Wahlfächern kann eingerichtet werden, wenn zu Beginn des Semesters mindestens zwölf Studierende, bei Fortführung im dritten Semester mindestens acht Studierende daran teilnehmen. 2Die erstmalige Einrichtung weiterer Wahlfächer ist unter Angabe von Fachbezeichnung, Inhalt und Zeitumfang dem Staatsministerium vor Unterrichtsbeginn anzuzeigen.
§ 9
Lernmittel (Art. 51 Abs. 1 BayEUG)
1Im Unterricht sind Lernmittel zu verwenden, die vom Staatsministerium zugelassen sind. 2Über die Auswahl unter den zugelassenen Lernmitteln entscheidet die Lehrerkonferenz auf Vorschlag des Schulleiters oder der Schulleiterin.
§ 10
Unterrichtszeit
(1) 1Der Unterricht wird von Montag bis Freitag ganztägig erteilt. 2Ausgenommen davon ist der einsemestrige Studiengang in Teilzeitform.
(2) Eine Unterrichtsstunde dauert 50 Minuten.
§ 11
Teilnahme am Unterricht und sonstigen Veranstaltungen
(1) 1Die Studierenden haben pünktlich und regelmäßig am Unterricht und an allen sonstigen Schulveranstaltungen, deren Besuch nicht ausdrücklich als freiwillig erklärt wird, teilzunehmen. 2Die Teilnahme an Veranstaltungen der Studierendenvertretung ist freiwillig. 3Ihre Durchführung bedarf der Genehmigung durch die Schulleitung. 4Der Schulleiter oder die Schulleiterin kann Veranstaltungen der Studierendenvertretung als Schulveranstaltungen anerkennen.
(2) 1Befreiung von einzelnen Unterrichtsstunden sowie von verbindlichen Schulveranstaltungen bis zur Dauer eines Schultags können auf schriftlichen Antrag die Semesterleiter erteilen. 2Eine längere Unterrichtsbefreiung kann nur der Schulleiter oder die Schulleiterin gewähren. 3Im fachpraktischen Semester ist eine Unterrichtsbefreiung nicht möglich.
(3) Wer die berufs- und arbeitspädagogische Eignung für die Berufsausbildung nach § 1 oder § 6 der Ausbilder-Eignungsverordnung nachweist, kann auf Antrag durch die Schulleitung von der Teilnahme am Pflichtunterricht sowie an den Leistungsnachweisen und an der schriftlichen sowie praktischen Abschlussprüfung im Fach Berufs- und Arbeitspädagogik befreit werden.
§ 12
Verhinderung am Schulbesuch
1Studierende, die wegen Erkrankung oder aus einem anderen zwingenden Grund am Schulbesuch verhindert sind, haben dies unverzüglich mitzuteilen. 2Bei einer länger als drei Tage dauernden Erkrankung ist ein ärztliches Zeugnis vorzulegen. 3Unabhängig von der Dauer der Abwesenheit kann die Landwirtschaftsschule ein ärztliches Zeugnis verlangen, wenn sich krankheitsbedingte Schulversäumnisse häufen oder an der Erkrankung berechtigte Zweifel bestehen.
§ 13
Schulaufgaben, Semesterarbeiten
(1) 1Die Schulaufgaben können in schriftlicher, mündlicher oder praktischer Form durchgeführt werden. 2Diese bestehen in jedem fachtheoretischen Semester bei Pflichtfächern mit einer oder zwei Wochenstunden aus mindestens einer Schulaufgabe, bei allen übrigen Pflichtfächern mit Ausnahme der Praxisfächer des einsemestrigen Studiengangs aus mindestens zwei Schulaufgaben.
(2) Im Pflichtfach Rhetorik und Gesprächsführung treten an die Stelle der Schulaufgabe ein Vortrag oder eine Moderation.
(3) In der Abteilung Hauswirtschaft ist in Pflichtfächern mit praktischem Unterricht mindestens eine der Schulaufgaben in praktischer Form durchzuführen.
(4) 1Im dreisemestrigen Studiengang der Abteilung Hauswirtschaft ist abweichend von Abs. 1 Satz 2 im ersten und dritten Semester in jedem Pflichtfach mindestens eine Schulaufgabe durchzuführen. 2Im zweiten Semester dieses Studiengangs werden die Inhalte aller Fächer mit Ausnahme des Fachs Berufs- und Arbeitspädagogik mit mindestens einer Schulaufgabe abgeprüft.
(5) 1Inhalt und Dauer der Schulaufgaben sowie die zugelassenen Hilfsmittel bestimmt die zuständige Lehrkraft. 2Die Termine für Schulaufgaben müssen mindestens eine Woche im Voraus angekündigt werden. 3An einem Tag soll nicht mehr als eine Schulaufgabe angesetzt werden. 4Die Schulaufgaben und Bewertungsbögen müssen drei Jahre aufbewahrt werden.
(6) Haben sich Studierende einer Überprüfung ihres Leistungsstands unterzogen, so können nachträglich geltend gemachte gesundheitliche Gründe, denen zufolge die Arbeit nicht gewertet werden soll, nicht anerkannt werden.
(7) 1Versäumen Studierende aus Gründen, die sie zu vertreten haben, eine Schulaufgabe, wird die Note „ungenügend“ erteilt. 2Ist das Versäumnis nicht zu vertreten, findet ein Nachtermin statt.
(8) 1In der Abteilung Landwirtschaft ist die Betriebsdokumentation bis zum Semesterende vorzulegen. 2Die zuständige Lehrkraft bewertet die Betriebsdokumentation. 3Abs. 5 Satz 4 gilt entsprechend.
§ 14
Sonstige Leistungsnachweise
(1) Sonstige Leistungsnachweise werden in mündlicher Form oder als schriftliche bzw. praktische Stegreifaufgabe erbracht.
(2) 1In jedem fachtheoretischen Semester werden in den Pflichtfächern mit einer Wochenstunde mindestens eine Stegreifaufgabe sowie in allen anderen Pflichtfächern mindestens zwei Stegreifaufgaben durchgeführt. 2In Wahlfächern entfallen Stegreifaufgaben. 3 § 13 Abs. 4 bleibt unberührt.
(3) 1Schriftliche und praktische Stegreifaufgaben haben im Wesentlichen nur den Lerninhalt des letzten Unterrichts und den aufgegebenen laufenden Lerninhalt zum Gegenstand. 2Stegreifaufgaben werden nicht vorher angekündigt. 3Stegreifaufgaben können durch eine angekündigte Kurzarbeit über den Stoff mehrerer Unterrichtsstunden ersetzt werden. 4 § 13 Abs. 5 Satz 4 gilt entsprechend.
(4) 1Im fachpraktischen Semester der Abteilung Landwirtschaft ist zum Abschluss jedes Schultags eine Stegreifaufgabe zu erstellen. 2In den Schultagen Rechnungswesen wird der Buchabschluss als Stegreifaufgabe gewertet. 3Die Stegreifaufgaben sind zu benoten. 4 § 13 Abs. 5 Satz 4 gilt entsprechend.
§ 15
Bewertung von Leistungen
(1) 1Der Begriff „Anforderungen“ im Art. 52 Abs. 2 Satz 1 BayEUG bezieht sich auf den Umfang sowie auf die selbstständige und richtige Anwendung der Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten sowie auf die Art der Darstellung. 2Zwischennoten sind nicht zulässig.
(2) 1Für die Berechnung der Noten aus mehreren Einzelleistungen oder Einzelnoten wird, sofern im Folgenden nichts anderes bestimmt ist, das arithmetische Mittel gebildet. 2Als Note ergibt sich bei einem arithmetischen Mittel von
1,00
bis
1,50
=
Note 1,
1,51
bis
2,50
=
Note 2,
2,51
bis
3,50
=
Note 3,
3,51
bis
4,50
=
Note 4,
4,51
bis
5,50
=
Note 5,
5,51
bis
6,00
=
Note 6.
§ 16
Unerlaubte Hilfe
(1) 1Wer sich beim Ablegen von Leistungsnachweisen unerlaubter Hilfe bedient oder den Versuch dazu macht, erhält für diese Prüfungsleistung die Note „ungenügend“. 2Als Versuch gilt auch die Bereithaltung nicht zugelassener Hilfsmittel. 3Ebenso kann verfahren werden, wenn zu fremdem Vorteil gehandelt wird.
(2) 1Abs. 1 gilt auch dann, wenn der Verstoß erst nachträglich bekannt und nachgewiesen wird. 2Die Prüfungsergebnisse sind zu berichtigen.
§ 17
Zeugnisse
(1) 1Studierende des dreisemestrigen Studiengangs erhalten zum Abschluss des ersten und zweiten Semesters, die Studierenden des zweisemestrigen Studiengangs zum Abschluss des ersten Semesters je ein Semesterzeugnis. 2Zum Abschluss des ein- und zweisemestrigen Studiengangs wird ein Zeugnis ausgestellt, wobei das Zeugnis des zweisemestrigen Studiengangs als Teil I der Abschlussprüfung zum Staatlich geprüften Dorfhelfer oder zur Staatlich geprüften Dorfhelferin gewertet wird. 3Semesterzeugnisse und Zeugnisse werden nach den vom Staatsministerium herausgegebenen Vorlagen erstellt.
(2) Die Noten der Semesterzeugnisse und Zeugnisse werden von einer Lehrerkonferenz bzw. Teilkonferenz (§ 25) festgesetzt.
(3) 1Die Noten der Semesterzeugnisse und Zeugnisse werden aus den Noten für die Schulaufgaben und Stegreifaufgaben bzw. Kurzarbeiten und für die Semesterarbeit bzw. der Arbeitsunterweisung (praktischer Teil im Sinn der Ausbilder-Eignungsverordnung) ermittelt. 2Dabei werden jeweils die arithmetischen Mittel der Noten (Zahlenwerte) für die Schulaufgaben, für die Stegreifaufgaben bzw. Kurzarbeiten und für die praktische Arbeitsunterweisung auf zwei Dezimalstellen berechnet, wobei jeweils die dritte Dezimalstelle unberücksichtigt bleibt, und die Note für die Semesterarbeit als ganze Note festgesetzt. 3Für die Ermittlung der Noten der Semesterzeugnisse und Zeugnisse zählt der Mittelwert aus den Noten für die Schulaufgaben zweifach, der Mittelwert aus den Noten für die Stegreifaufgaben bzw. Kurzarbeiten einfach. 4Bei der Ermittlung der Semester-Zeugnisnote bzw. der schriftlichen Note (einsemestriger Studiengang) im Prüfungsfach Berufs- und Arbeitspädagogik wird die auf zwei Dezimalstellen berechnete Fortgangsnote (Zahlenwert) und die auf zwei Dezimalstellen berechnete Note der schriftlichen Abschlussprüfung (Zahlenwert) zu gleichen Teilen gewertet. 5Die sich ergebenden Zeugnisnoten sind als ganze Noten auszuweisen.
(4) 1Die Teilnahme an den Seminaren laut Stundentafel sowie an Wahlfächern wird in das Zeugnis mit der Bemerkung „teilgenommen“ eingetragen. 2Bemerkungen nach Art. 52 Abs. 3 Satz 3 BayEUG können aufgenommen werden.
§ 18
Semesterziel, Erlaubnis zum Vorrücken
(1) 1Das Semesterzeugnis enthält die Feststellung ob das Semesterziel erreicht und damit die Erlaubnis zum Vorrücken in das nächste Semester erteilt ist. 2Das Semesterziel ist nicht erreicht, wenn
1.
im ersten Semester in einem Pflichtfach die Note „ungenügend“ oder in zwei Pflichtfächern die Note „mangelhaft“ erteilt worden ist, ohne dass ein Notenausgleich stattfindet. Notenausgleich kann Studierenden gewährt werden, wenn bei der Note „ungenügend“ in einem Pflichtfach oder bei der Note „mangelhaft“ in zwei Pflichtfächern mindestens ausreichende Leistungen in allen übrigen Pflichtfächern erzielt und in mindestens einem Pflichtfach die Note „sehr gut“ oder in zwei Pflichtfächern die Note „gut“ erreicht wurden. Bei der Note „ungenügend“ in einem Pflichtfach, das mit dem beendeten Semester ausläuft, ist ein Notenausgleich ausgeschlossen. Dasselbe gilt, wenn beide Noten „mangelhaft“ auf auslaufende Pflichtfächer entfallen;
2.
im zweiten Semester an mehr als einem Pflichtschultag (Abteilung Landwirtschaft) nicht teilgenommen oder die Semesterarbeit nicht termingerecht vorgelegt wurde oder im Zeugnis einmal die Note „ungenügend“ oder zweimal die Note „mangelhaft“ erteilt worden ist, wobei Notenausgleich nicht möglich ist.
(2) 1Im ein- und zweisemestrigen Studiengang der Abteilung Hauswirtschaft ist das Semesterziel nicht erreicht, wenn die Gesamtnote schlechter als „ausreichend“ ist oder einmal die Note „ungenügend“ oder zweimal die Note „mangelhaft“ in einem Pflichtfach erreicht wurden. 2Bei der Note „mangelhaft“ in zwei Pflichtfächern ist das Semesterziel gleichwohl erreicht, wenn mindestens in einem Pflichtfach die Note „sehr gut“ oder in zwei Pflichtfächern die Note „gut“ und mindestens ausreichende Leistungen in allen übrigen Pflichtfächern erreicht wurden. 3Bei der Note „ungenügend“ in einem Pflichtfach ist ein Notenausgleich ausgeschlossen. 4Wahlpflichtfächer sind Pflichtfächern gleichgestellt.
(3) Über das Erreichen des Semesterziels und das Vorrücken entscheidet die Lehrerkonferenz bzw. Teilkonferenz; bei Vorrücken auf Probe (Art. 53 Abs. 6 Satz 2 und Art. 55 Abs. 1 Nr. 2 BayEUG) darf die Probezeit vier Wochen nicht übersteigen.
§ 19
Wiederholen eines Semesters
1Wurde das Semesterziel nicht erreicht, kann das Semester einmal wiederholt werden. 2Die einmalige Semesterwiederholung ist auch zur Notenverbesserung zulässig; die Studierenden haben die Wahl, welches Semesterzeugnis sie gelten lassen wollen. 3 Art. 53 Abs. 3 und 5 Satz 1 BayEUG bleiben unberührt.
§ 20
Prüfungen
(1) 1Die Prüfungen werden vor einem Prüfungsausschuss abgelegt. 2Den Vorsitz in den Prüfungsausschüssen führt der Schulleiter oder die Schulleiterin oder deren Vertreter. 3Lehrkräfte, die in den Prüfungsfächern unterrichten, gehören den Prüfungsausschüssen als beisitzende Mitglieder an. 4Im Bedarfsfall kann der Schulleiter oder die Schulleiterin zusätzliche Ausschussmitglieder berufen. 5 § 25 Abs. 6 gilt entsprechend.
(2) 1Wer eine Prüfungsarbeit versäumt und nicht nachweisen kann, dass ein zwingender Hinderungsgrund ohne eigenes Verschulden vorlag, erhält die Note „ungenügend“. 2Ist das Versäumnis nach der Entscheidung des Prüfungsausschusses nicht zu vertreten, so findet in den betreffenden Fächern eine Nachholprüfung statt.
(3) 1Über die Prüfungsvorgänge ist eine Niederschrift zu fertigen und vom Vorsitzenden des Prüfungsausschusses zu unterzeichnen. 2 § 13 Abs. 5 Satz 4 gilt entsprechend.
(4) Es werden folgende Pflichtfächer geprüft:
1.
in der Abteilung Landwirtschaft
a)
Unternehmensführung,
b)
Pflanzliche Produktion und Vermarktung,
c)
Tierische Produktion und Vermarktung,
d)
Berufsausbildung und Mitarbeiterführung,
2.
in der Abteilung Hauswirtschaft
a)
Fachgebiet Ernährung, Haushalt und Betriebsführung
aa)
Hauswirtschaftliche Versorgungs- und Betreuungsleistungen,
bb)
Betriebs- und Unternehmensführung,
cc)
Berufs- und Arbeitspädagogik,
b)
Fachgebiet Haushalt und Familie
aa)
Haushaltsmanagement,
bb)
Ernährung und Service,
cc)
Erziehung und Familie,
dd)
Unternehmensgründung,
ee)
Berufs- und Arbeitspädagogik,
c)
einsemestriger Studiengang
aa)
fächerübergreifende fachpraktische Prüfung,
bb)
Berufs- und Arbeitspädagogik.
(5) 1Die Abschlussprüfung wird
1.
in der Abteilung Landwirtschaft schriftlich und in Form einer Wirtschafterarbeit durchgeführt. Die schriftlichen Prüfungen dauern in den Prüfungsfächern nach Abs. 4 Nr. 1 Buchst. b und c 180 Minuten und nach Abs. 4 Nr. 1 Buchst. d 150 Minuten. In den Prüfungsfächern nach Abs. 4 Nr. 1 Buchst. b und c stehen zwei Themen zur Wahl. Im Prüfungsfach nach Abs. 4 Nr. 1 Buchst. a ist eine Wirtschafterarbeit als Hausarbeit zu erstellen. Die Wirtschafterarbeit umfasst die produktionstechnische und betriebswirtschaftliche Analyse sowie die Entwicklungsmöglichkeiten eines landwirtschaftlichen Betriebs oder eines wesentlichen Betriebszweigs;
2.
in der Abteilung Hauswirtschaft, Fachgebiet Ernährung, Haushalt und Betriebsführung durchgeführt; in Abs. 5 Nr. 2 Buchst. a Doppelbuchst. aa sowie nach Abs. 5 Nr. 2 Buchst. a Doppelbuchst. bb schriftlich mit einer Dauer von 180 Minuten durchgeführt;
3.
in der Abteilung Hauswirtschaft, Fachgebiet Haushalt und Familie, schriftlich und praktisch durchgeführt. Die schriftliche Prüfung dauert in den Prüfungsfächern nach Abs. 5 Nr. 2 Buchst. b Doppelbuchst. aa sowie nach Abs. 5 Nr. 2 Buchst. b Doppelbuchst. dd 180 Minuten, in den Prüfungsfächern nach Abs. 5 Nr. 2 Buchst. b Doppelbuchst. bb und Buchst. b Doppelbuchst. cc je 90 Minuten. Die Prüfung im Prüfungsfach nach Abs. 5 Nr. 2 Buchst. b Doppelbuchst. dd umfasst eine dokumentierte Präsentation (15 Minuten) und ein Kolloquium (30 Minuten) zum Thema der Präsentation. Das Thema der Präsentation wird zu Beginn des zweiten Semesters auf Vorschlag des Prüflings von der zuständigen Lehrkraft festgelegt;
4.
in der Abteilung Hauswirtschaft, einsemestriger Studiengang, findet eine fächerübergreifende fachpraktische Prüfung über insgesamt 150 Minuten zuzüglich 50 Minuten Vorbereitung statt.
2Die Abschlussprüfung im Prüfungsfach Berufs- und Arbeitspädagogik findet entsprechend § 4 Abs. 2 der Ausbilder-Eignungsverordnung statt.
(6) 1Für die schriftliche Prüfung werden die Prüfungsthemen und die zugelassenen Hilfsmittel nach Vorgaben des Staatsministeriums festgelegt; der Schulleiter oder die Schulleiterin reicht nach Anforderung Themenvorschläge ein. 2Dabei können die Prüfungsthemen in den Prüfungsfächern nach Abs. 5 Nr. 1 Buchst. b bis c den vom zuständigen Meisterprüfungsausschuss in Teil „Produktions- und Verfahrenstechnik“ der Meisterprüfung gestellten Prüfungsthemen entsprechen. 3Auch in den Prüfungsfächern nach Abs. 5 Nr. 2 Buchst. a Doppelbuchst. aa bis cc und Buchst. c können die Themen den vom zuständigen Meisterprüfungsausschuss gestellten Prüfungsthemen entsprechen. 4Am Ende des zweiten Semesters wird ein Themenvorschlag für die Wirtschafterarbeit unter Berücksichtigung von Vorschlägen der Prüfungsteilnehmer von der zuständigen Lehrkraft bzw. nach Zulassung zur Meisterprüfung vom zuständigen Meisterprüfungsausschuss erarbeitet. 5Nach Festlegung des Themas der Wirtschafterarbeit steht für die Anfertigung ein Zeitraum von sechs Monaten zur Verfügung.
(7) 1Die Leistungen in den Prüfungen nach Abs. 5 werden von der zuständigen Lehrkraft als Erstkorrektor und einer weiteren Lehrkraft oder einem Mitglied des Meisterprüfungsausschusses als Zweitkorrektor unabhängig voneinander nach den Richtlinien des Staatsministeriums bewertet. 2Die Noten für die Leistungen in den Prüfungen nach Abs. 5 ergeben sich jeweils aus dem Mittelwert der Noten des Erst- bzw. Zweitkorrektors, wobei jeder Prüfer die Leistung mit einer ganzen Note bewertet. 3Für die Ermittlung der Gesamtnote der Prüfung nach Abs. 4 Nr. 2 Buchst. b Doppelbuchst. dd zählen der Mittelwert aus der Note der Präsentation zweifach und der Mittelwert aus der Note des Kolloquiums einfach. 4§ 13 Abs. 5 Satz 4 gilt entsprechend.
(8) 1Die Prüfungsnote im Prüfungsfach Berufs- und Arbeitspädagogik ergibt sich aus dem Mittelwert der Semesterzeugnisnote bzw. der schriftlichen Note (einsemestriger Studiengang) und der Note der praktischen Unterweisung mit Fachgespräch. 2Die Prüfungsnote im Prüfungsfach Unternehmensgründung besteht aus der von beiden Prüfern gemeinsam festgelegten ganzen Note.
§ 21
Abschlusszeugnis
(1) Vor Beginn der Abschlussprüfung werden in der Lehrerkonferenz entsprechend § 17 Abs. 3 die Fortgangsnoten festgestellt.
(2) 1Bei Ermittlung der Zeugnisnote eines Prüfungsfachs der Abschlussprüfung wird die auf zwei Dezimalstellen berechnete Fortgangsnote (Zahlenwert) und die auf zwei Dezimalstellen berechnete Prüfungsnote (Zahlenwert) zu gleichen Teilen gewertet. 2In den übrigen Fächern ist die Fortgangsnote zugleich die Zeugnisnote. 3Die Zeugnisnoten sind als ganze Noten auszuweisen.
(3) 1Im Abschlusszeugnis wird neben den Zeugnisnoten nach Abs. 2 eine Gesamtnote ausgewiesen; diese ergibt sich aus dem arithmetischen Mittel der Zeugnisnoten (Zahlenwert) der Prüfungsfächer und Wahlpflichtfächern und den Zeugnisnoten (Zahlenwert) der sonstigen Pflichtfächer und Wahlpflichtfächer; dabei werden die Zeugnisnoten der Prüfungsfächer und Wahlpflichtfächern je zweifach, die Zeugnisnoten der sonstigen Pflichtfächer und Wahlpflichtfächer je einfach gewertet. 2Das Ergebnis wird auf zwei Dezimalstellen berechnet; die dritte Dezimalstelle bleibt unberücksichtigt. 3In der Prüfung nach § 20 Abs. 5 Satz 1 Nr. 4 ist die Prüfungsnote zugleich die Zeugnisnote. 4Die Gesamtnote kann lauten:
sehr gut
=
1,00
bis
1,50,
gut
=
1,51
bis
2,50,
befriedigend
=
2,51
bis
3,50,
ausreichend
=
3,51
bis
4,50.
(4) 1Im einsemestrigen Studiengang der Abteilung Hauswirtschaft wird eine Gesamtnote ermittelt, die sich aus dem auf zwei Dezimalstellen errechneten arithmetischen Mittel der Noten (Zahlenwert) der Pflichtfächer sowie der Prüfung nach § 20 Abs. 5 Satz 1 Nr. 4 ergibt. 2Im Zeugnis wird der auf zwei Dezimalstellen errechnete Zahlenwert der Gesamtnote und die Zeugnisnoten der Pflichtfächer ausgewiesen.
(5) Für die Bildung der Gesamtnote im Abschlusszeugnis und das Bestehen des dritten Semesters zählen nur die Noten der Pflichtfächer des dritten Semesters.
(6) 1Abgesehen von einer schlechteren Gesamtnote als „ausreichend“ ist das Abschlusssemester nicht bestanden, wenn bei der Abschlussprüfung in mehr als einem Prüfungsfach die Prüfungsnote „ungenügend“ oder in mehr als zwei Prüfungsfächern die Prüfungsnote „mangelhaft“ oder wenn im Abschlusszeugnis in einem Pflichtfach die Zeugnisnote „ungenügend“ oder in zwei Pflichtfächern die Zeugnisnote „mangelhaft“ erteilt worden ist. 2Bei der Zeugnisnote „mangelhaft“ in nur einem Prüfungsfach und in einem sonstigen Pflichtfach oder in zwei sonstigen Pflichtfächern ist das Semester gleichwohl mit Erfolg abgeschlossen, wenn in einem anderen Prüfungsfach mindestens die Zeugnisnote „gut“ erzielt wurde. 3Wahlpflichtfächer sind Pflichtfächern gleichgestellt.
(7) 1Im Abschlusszeugnis sind die Gesamtnote, der auf zwei Dezimalstellen errechnete Zahlenwert der Gesamtnote, die Zeugnisnoten der Pflichtfächer des letzen Semesters und der im ersten Semester abgeschlossenen Pflichtfächer sowie Themen und Bewertung der Semesterarbeit des zweiten Semesters und der Wirtschafterarbeit auszuweisen. 2Die Seminare laut Stundentafel und Wahlfächer werden in das Abschlusszeugnis mit der Bemerkung „teilgenommen“ eingetragen. 3In das Abschlusszeugnis ist eine allgemeine Beurteilung nach Art. 52 Abs. 3 Satz 3 BayEUG nicht aufzunehmen, wenn sie nachteilige Aussagen enthalten müsste.
(8) Studierende, die das Abschlusssemester nicht bestanden haben, erhalten ein Zeugnis mit den Einzelnoten und dem Vermerk über das Nichtbestehen dieses Semesters.
(9) 1Bei Nichtbestehen kann das Abschlusssemester einschließlich der Abschlussprüfung einmal wiederholt werden. 2Mit Genehmigung des Staatsministeriums ist eine zweite Wiederholung möglich (Art. 54 Abs. 5 Satz 2 BayEUG).
(10) Für die Beendigung des Schulbesuchs gilt Art. 55 BayEUG.
(11) Zeugnisse und Abschlusszeugnisse werden nach den vom Staatsministerium herausgegebenen Vordrucken erstellt.
§ 22
Berufsbezeichnung, Urkunden
(1) Studierende der Abteilung Landwirtschaft, die das dritte Semester bestanden haben, erhalten neben dem Abschlusszeugnis eine Urkunde nach dem Vordruck des Staatsministeriums; sie sind berechtigt, die Berufsbezeichnung „Staatlich geprüfter Wirtschafter für Landbau“ und „Staatlich geprüfte Wirtschafterin für Landbau“ zu führen.
(2) 1Studierende der Abteilung Hauswirtschaft, die das dritte Semester bestanden haben, erhalten neben dem Abschlusszeugnis eine Urkunde nach dem Vordruck des Staatsministeriums. 2Studierende der Abteilung Hauswirtschaft, Fachgebiet Ernährung, Haushalt und Betriebsführung, sind berechtigt, die Berufsbezeichnung „Staatlich geprüfter Wirtschafter für Ernährung und Haushaltsmanagement“ oder „Staatlich geprüfte Wirtschafterin für Ernährung und Haushaltsmanagement“ zu führen. 3Studierende der Abteilung Hauswirtschaft, Fachgebiet Haushalt und Familie, haben mit Bestehen des Teil I der Abschlussprüfung die Berechtigung erworben, die Weiterbildung zum Dorfhelfer oder zur Dorfhelferin zu besuchen. 4Studierende des einsemestrigen Studiengangs der Abteilung Hauswirtschaft sind berechtigt, mit Bestehen der Fachschule die Bezeichnung „Fachkraft für Ernährung und Haushaltsführung“ zu führen.
§ 23
Berufs- und arbeitspädagogische Eignung
1Studierende haben die berufs- und arbeitspädagogische Eignung nach § 6 Abs. 3 der Ausbilder-Eignungsverordnung, wenn die Abschlussprüfung im Prüfungsfach „Berufs- und Arbeitspädagogik“ im schriftlichen und praktischen Teil mit mindestens „ausreichend“ bewertet wurde. 2Der Nachweis der berufs- und arbeitspädagogischen Eignung wird im Abschlusszeugnis eingetragen.
§ 24
Schulleiter, Lehrkräfte (Art. 57, 58, 59 und 78 BayEUG)
(1) Der Schulleiter oder die Schulleiterin oder deren Vertreter sowie die Leiter der Abteilungen Landwirtschaft und Hauswirtschaft werden vom Staatsministerium bestellt; sie müssen zugleich hauptamtliche Lehrkräfte sein.
(2) 1Der Unterricht wird von hauptamtlichen, nebenamtlichen und unterhälftig beschäftigten Lehrkräften erteilt. 2Hauptamtliche Lehrkräfte sind Beamte oder Beamtinnen des höheren agrarwirtschaftlichen und hauswirtschaftlichen Beratungs-, Verwaltungs- und Fachschuldienstes; hauptamtliche Lehrkräfte für den fachpraktischen Unterricht sind in der Regel die landwirtschaftlich-hauswirtschaftlichen Fachlehrerinnen oder vergleichbare Beamte oder Beamtinnen. 3Nebenamtliche und unterhälftig beschäftigte Lehrkräfte werden durch den Schulleiter oder die Schulleiterin berufen.
(3) 1Die Aufgaben der Beratungslehrkräfte (Art. 78 Abs. 1 BayEUG) werden vom Schulleiter oder von der Schulleiterin wahrgenommen. 2Zur Information und Aufklärung über die Gefahren des Drogen- und Rauschmittelmissbrauchs bestellt der Schulleiter oder die Schulleiterin die Drogenkontaktlehrkraft.
(4) Der Schulleiter oder die Schulleiterin beauftragt für jedes Semester eine hauptamtliche Lehrkraft mit der Semesterleitung.
(5) 1Der Schulleiter oder die Schulleiterin übt das Hausrecht in der Schulanlage aus. 2Er oder sie erlässt eine Hausordnung.
§ 25
Lehrerkonferenz (Art. 58 BayEUG)
(1) 1An jeder Schule besteht eine Lehrerkonferenz. 2An Schulen, die sowohl eine Abteilung Landwirtschaft wie eine Abteilung Hauswirtschaft führen, kann jeweils eine Teilkonferenz der Lehrkräfte der Abteilungen eingerichtet werden. 3Der Schulleiter oder die Schulleiterin führt den Vorsitz in der Lehrerkonferenz und in der Teilkonferenz (vorsitzendes Mitglied); sie können den Vorsitz in der Teilkonferenz an die Leiter der Abteilungen delegieren. 4Die Aufgaben des Schulleiters oder der Schulleiterin und die pädagogische Verantwortung der einzelnen Lehrkräfte bleiben unberührt.
(2) 1Die Lehrerkonferenz bzw. Teilkonferenz ist bei Bedarf, mindestens jedoch vor Beginn, nach der Hälfte und vor Abschluss der fachtheoretischen Semester sowie mindestens einmal während der fachpraktischen Semester einzuberufen; ihre Sitzungen sind nicht öffentlich. 2Soweit an Schulen Teilkonferenzen eingerichtet sind, ist neben den Teilkonferenzen mindestens einmal im Semester die Lehrerkonferenz einzuberufen.
(3) 1Mitglieder der Lehrerkonferenz bzw. der Teilkonferenz sind alle hauptamtlichen, nebenamtlichen und unterhälftig beschäftigen Lehrkräfte sowie die Beamten im Vorbereitungsdienst, die an der Schule eigenverantwortlich Unterricht erteilen. 2Nebenamtliche und unterhälftig beschäftigte Lehrkräfte sowie die Referenten des Seminars „Soziale und religiöse Bildung“ sind zur Teilnahme verpflichtet, wenn dies das vorsitzende Mitglied für erforderlich hält.
(4) Den Semestersprechern ist Gelegenheit zu geben, an der Lehrerkonferenz bzw. Teilkonferenz teilzunehmen, wenn und soweit Angelegenheiten beraten werden, welche die Studierenden allgemein betreffen; die Entscheidung hierüber trifft das vorsitzende Mitglied.
(5) 1Soweit die Lehrerkonferenz bzw. Teilkonferenz mit bindender Wirkung entscheidet, sind jene Lehrkräfte stimmberechtigt, die Unterricht in Pflichtfächern erteilen. 2Bei der Beschlussfassung entscheidet die Mehrheit der abgegebenen Stimmen. 3Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des vorsitzenden Mitglieds. 4Die Lehrerkonferenz bzw. Teilkonferenz ist beschlussfähig, wenn mehr als die Hälfte der stimmberechtigten Mitglieder anwesend ist. 5 § 29 Abs. 2 bleibt unberührt.
(6) Über Beratungen und Abstimmungen, die Angelegenheiten von Studierenden, Schulpersonal oder dritte Personen betreffen, ist Verschwiegenheit zu bewahren.
(7) 1Über den Ablauf jeder Lehrerkonferenz bzw. Teilkonferenz ist eine Niederschrift anzufertigen. 2Die Niederschrift muss enthalten
1.
den Tag, Ort und Dauer der Sitzung,
2.
die Teilnehmer,
3.
die Tagesordnung,
4.
die Ergebnisse, bei Abstimmungen auch das Stimmverhältnis.
3Konferenzteilnehmer können abweichende Meinungen zu Protokoll geben.

Achter Teil Einrichtungen zur Mitgestaltung des schulischen Lebens

§ 26
Studierendenvertretung
(1) 1Die Studierenden jedes Semesters wählen aus dem Kreis der Studierenden jeweils eine Person zum Semestersprecher oder zur Semestersprecherin sowie eine weitere Person zu deren Stellvertreter. 2Auf Antrag der Mehrheit der Studierenden kann eine Neuwahl durchgeführt werden.
(2) Der Semestersprecher oder die Semestersprecherin vertritt die Studierenden in Schulangelegenheiten (Art. 62 Abs. 1 BayEUG).
(3) 1Der Semestersprecher oder die Semestersprecherin und deren Stellvertreter bilden die Studierendenvertretung der Schule. 2Bei mehr als zwei Mitgliedern wählt die Studierendenvertretung ein Mitglied zum Vorsitzenden oder zur Vorsitzenden sowie ein weiteres Mitglied zu deren Stellvertreter. 3Die Studierendenvertretung nimmt Aufgaben wahr, die über den Bereich eines Semesters hinausgehen.
(4) Der Schulleiter oder die Schulleiterin unterrichtet die Studierendenvertretungen über deren Aufgaben und laufend über Angelegenheiten, die für die Landwirtschaftsschule von allgemeiner Bedeutung sind, wie Beschlüsse einer Lehrerkonferenz oder Rechts- und Verwaltungsvorschriften, soweit sie Angelegenheiten der Studierenden betreffen.

Neunter Teil Tätigkeiten von nicht zur Schule gehörigen Personen

§ 27
Werbung
1Für die kommerzielle und politische Werbung gilt Art. 84 BayEuG. 2Ausnahmen nach Art. 84 Abs. 1 Satz 2 BayEuG genehmigt die Schulleitung.
§ 28
Erhebungen
Erhebungen durch nicht zur Schule gehörige Personen und Organisationen einschließlich Umfragen und wissenschaftliche Untersuchungen sind in der Landwirtschaftsschule nicht zulässig.

Zehnter Teil Ordnungsmaßnahmen, Aufsicht, Haftung, Datenschutz

§ 29
Ordnungsmaßnahmen
(1) 1Studierende haben sich so zu verhalten, dass der Zweck des Unterrichts erfüllt und das Bildungsziel erreicht werden kann. 2In diesem Rahmen sind die Anordnungen des Schulleiters oder der Schulleiterin, der Lehrkräfte und derjenigen Personen zu befolgen, denen bestimmte Aufgaben in der Landwirtschaftsschule übertragen sind.
(2) 1Zur Sicherung des Bildungs- und Erziehungsauftrags sowie zum Schutz von Personen und Sachen können nach dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit gegenüber Studierenden folgende Ordnungsmaßnahmen getroffen werden:
1.
der Verweis durch die Lehrkraft,
2.
der verschärfte Verweis durch den Schulleiter oder die Schulleiterin,
3.
die Androhung der Entlassung durch die Lehrerkonferenz bzw. Teilkonferenz,
4.
die Entlassung durch die Lehrerkonferenz bzw. Teilkonferenz.
2Für Entscheidungen nach Satz 1 Nrn. 3 und 4 sind alle Mitglieder der Lehrerkonferenz bzw. Teilkonferenz stimmberechtigt. 3Die Entlassung kann die Lehrerkonferenz bzw. Teilkonferenz nur mit mindestens zwei Drittel der Stimmen ihrer anwesenden stimmberechtigten Mitglieder beschließen; die Lehrerkonferenz bzw. Teilkonferenz ist beschlussfähig, wenn mindestens zwei Drittel ihrer stimmberechtigten Mitglieder anwesend sind.
(3) Bevor eine Ordnungsmaßnahme verfügt wird, ist der betroffenen Person Gelegenheit zu geben, sich zur Sache zu äußern.
(4) 1Bei Entlassung kann die Wiederaufnahme in die Landwirtschaftsschule frühestens zu Beginn des nächsten gleichen Semesters erfolgen. 2Studierende, die bereits zweimal entlassen wurden, können nur mit Genehmigung des Staatsministeriums wieder aufgenommen werden.
§ 30
Aufsicht
1Die Aufsichtspflicht der Landwirtschaftsschule erstreckt sich auf die Zeit, in der die Studierenden am Unterricht oder an sonstigen Schulveranstaltungen teilnehmen, einschließlich einer angemessenen Zeit vor Beginn und nach Beendigung des Unterrichts oder der Schulveranstaltung. 2Der Schulleiter oder die Schulleiterin regelt die Aufsicht während des Schulbetriebs.
§ 31
Haftung
(1) In Schadensfällen haftet der Freistaat Bayern als Schulträger im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen.
(2) 1Für Schäden, die Studierende schuldhaft verursachen, sind diese dem Schulträger gegenüber nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen verantwortlich. 2Die Haftung bezieht sich auch auf das den Studierenden anvertraute Schuleigentum. 3Die Landwirtschaftsschule kann für die Studierenden eine angemessene Haftpflichtversicherung abschließen; die Studierenden sind verpflichtet, die Beiträge für die Haftpflichtversicherung rechtzeitig an die Landwirtschaftsschule zu entrichten.

Elfter Teil Schlussvorschriften

§ 32
Inkrafttreten, Übergangsvorschriften
(1) Diese Verordnung tritt mit Wirkung vom 1. September 2006 in Kraft.
(2) 1Für Studierende, die sich am 1. September 2014 in einem laufenden Semester befinden, findet bis zum Abschluss des Schulbesuchs, im Nichtbestehensfall bis zum nächstmöglichen Zeitpunkt der Wiederholungsprüfung die Schulordnung für die staatlichen Landwirtschaftsschulen in der bis zum 31. August 2014 geltenden Fassung Anwendung. 2Abweichend davon können Studierende des einsemestrigen Studiengangs die Abschlussprüfung auf Antrag nach der ab 1. September 2014 geltenden Verordnung absolvieren.
München, den 2. März 2007
Bayerisches Staatsministerium
für Landwirtschaft und Forsten
Josef Miller, Staatsminister
Anlage 1 (zu § 8 Abs. 1)
Stundentafel
Landwirtschaftsschule, Abteilung Landwirtschaft, dreisemestrig


1. Sem.
Wochenstunden
2. Sem.
Schultage
3. Sem.
Wochenstunden
1.
PFLICHTFÄCHER



1.1
Produktions- und Verfahrenstechnik



1.1.1
Pflanzliche Produktion und Vermarktung1)
5
1 EDV

5
1.1.2
Tierische Produktion und Vermarktung1)
5
1 EDV

5
1.1.3
Naturschutz und Landschaftspflege
2

1.1.4
Tiergesundheit und Tierschutz

2
1.1.5
Waldwirtschaft mit Seminar Waldbau1)
1

1.2
Betriebs- und Unternehmensführung



1.2.1
Betriebslehre1)
5

5
1.2.2
Unternehmensführung1)

9
1.2.3
Rechnungswesen
3
2 EDV

1.2.4
Rechtslehre

2
1.2.5
Steuer- und Sozialrecht

2
1.2.6
Volkswirtschaft und Agrarpolitik
1

1
1.3
Berufliche und persönliche Bildung



1.3.1
Berufsausbildung und Mitarbeiterführung
5
1.3.2
Rhetorik, Gesprächsführung und Präsentation
1
1
2.
SCHULTAGE



2.1
Produktionstechnik im Bereich Pflanzenbau1)

4

2.2
Produktionstechnik im Bereich Tierhaltung1)

4

2.3
Rechnungswesen
4
2.4
Einkommensalternativen
1
2.5
Naturschutz und Landschaftspflege
1
2.6
Ökologischer Landbau
1

Mindestpflichtstunden/Schultage
32
15
32
3.
WAHLFÄCHER



3.1
Musische Bildung
1

1
3.2
Sport
1

1


1. Sem.
Schultage
2. Sem.
Schultage
3. Sem.
Schultage
4.
SEMINARE



4.1
Landmaschinenseminar
5
4.2
Soziale und religiöse Bildung
5
5
4.3
Persönlichkeitsbildung
1
4.4
Waldbau
1–2
4.5
Ökologischer Landbau
1–2
4.6
Berufsausbildung und Mitarbeiterführung (Fallstudie)
1–2

1) [Amtl. Anm.:] In den Fächern Pflanzliche Produktion und Vermarktung, Tierische Produktion und Vermarktung und Waldwirtschaft sowie in Betriebslehre und Unternehmensführung (3. Semester) können je nach regionalem Schwerpunkt jeweils eine Stunde im Tausch verringert bzw. erhöht werden. Ein Tausch um jeweils einen Schultag ist auch bei den Schultagen Pflanzenbau und Tierhaltung möglich bzw. an Stelle eines Schultags Pflanzenbau kann auch ein Schultag Waldbau angeboten werden.
Anlage 2 (zu § 8 Abs. 1)
Stundentafel
Landwirtschaftsschule, Abteilung Hauswirtschaft, dreisemestrig
– Fachgebiet Ernährung, Haushalt und Betriebsführung –


1. Sem.
Wochenstunden
2. Sem. 1)
Wochenstunden
3. Sem.
Wochenstunden
1.
PFLICHTFÄCHER



1.1
Betriebs- und Unternehmensführung
5
6
1.2
Personal- und Qualitätsmanagement
4
3
1.3
Projektmanagement
1
4
1.4
Hauswirtschaftliche Versorgungs- und Betreuungsleistungen
6
6
1.5
Verpflegung
4
4
6
1.6
Haus- und Textilpraxis
4
4
6
1.7
Hausgartenbau
2
2
1
1.8
Berufs- und Arbeitspädagogik
3
2
1.9
Landwirtschaftliche Produktion und Betriebsführung
1
2
4
1.10
Rhetorik und Gesprächsführung
2
1.11
Einkommensalternativen im ländlichen Bereich
7
1.12
Großhaushalt
5
1.13
Haushaltstechnik
3

Mindestpflichtstunden/Woche
32
33
32
2
WAHLFÄCHER



2.1
Musische Bildung
1
1
2.2
Sport
1
1
3
SEMINARE
Seminartage
3.1
Soziale und religiöse Bildung
5
3.2
Aufbereitung landwirtschaftlicher Produkte
4
3.3
Haushaltstechnik
4
3.4
Ökologischer Landbau
1–2

1) [Amtl. Anm.:] im schulischen Teil, modular
Anlage 3 (zu § 8 Abs. 1)
Stundentafel Landwirtschaftsschule, Abteilung Hauswirtschaft, zweisemestrig
– Fachgebiet Haushalt und Familie –


1. Sem.
Wochenstunden
2. Sem.
Wochenstunden 1)

PFLICHTFÄCHER


1.
Haushalt und Familie


1.1
Erziehung und Familie
3
3
1.2
Ernährung und Service
7
7
1.3
Haushaltsmanagement
7
7
1.4
Nutz- und Wohngarten
1
3
1.5
Projektmanagement
3
3
2.
Landwirtschaft und Unternehmensführung


2.1
Berufs- und Arbeitspädagogik
3
2
2.2
Betriebsführung und Tierhaltung
3
4
2.3
Unternehmensgründung
4
2

Mindestpflichtstunden/Woche
32
32
3.
SEMINARE
Seminartage
3.1
Tierhaltung1)
10
3.2
Religiöse und soziale Bildung
5
3.3
Haushaltstechnik
4
3.4
Aufbereitung landwirtschaftlicher Produkte
5
3.5
Ökologischer Landbau
1–2
4.
PRAKTIKA
Praktikumswochen
4.1
Betriebspraktikum1)
6
4.2
Großhaushalt2)
2
4.3
Kindergarten3)
2
4.4
Einsatzpraktikum3)
3
4.5
Station für Dorfhelfer/Dorfherlferinnen


1) [Amtl. Anm.:] Als Bestandteil des Vorpraktikums
2) [Amtl. Anm.:] Integriert im 1. Semester
3) [Amtl. Anm.:] Integriert im 2. Semester
Anlage 4 (zu § 8 Abs. 1)
Stundentafel Landwirtschaftsschule, Abteilung Hauswirtschaft, einsemestrig


Wochenstunden
1.
PFLICHTFÄCHER

1.1
Familie, Persönlichkeit und hauswirtschaftliche Betreuung
3
1.2
Haushalts- und Finanzmanagement
3
1.3
Ernährungslehre
3
1.4
Berufs- und Arbeitspädagogik
3
1.5
Unternehmensführung
4
1.6
Küchenpraxis
6
1.7
Haus- und Textilpraxis
6
1.8
Hausgartenbau
2

Mindestpflichtstunden/Woche
30
2.
WAHLFÄCHER

2.1
Grundlagen der Buchführung
2
2.2
Direktvermarktung
1
2.3
Ländliche Gästebeherbergung
1
2.4
Religion
1
2.5
Haushaltstechnik
1
3.
SEMINARE1)
Seminartage
3.1
Ökologischer Landbau
1–2

1) [Amtl. Anm.:] Bei Bedarf kann ein zwei- bis dreitägiges Religionsseminar angeboten werden.