Inhalt

LUFV
in Kraft ab: 30.08.2014
Fassung: 14.02.2007
§ 6
Lehrverpflichtung an Kunsthochschulen
(1) 1An Kunsthochschulen (Art. 1 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2 BayHSchG) haben die Lehrpersonen folgende Lehrverpflichtung (§ 2 Abs. 1):
1.
Professoren und Professorinnen mit Lehrtätigkeit in künstlerischen (künstlerisch-praktischen/künstlerisch-theoretischen) Fächern
19 Lehrveranstaltungsstunden,
2.
Professoren und Professorinnen mit Lehrtätigkeit in künstlerischen (künstlerisch-praktischen/künstlerisch-theoretischen) Fächern, im Rahmen einer Lehrprofessur (Art. 9 Abs. 1 Satz 3 BayHSchPG)
bis 23 Lehrveranstaltungsstunden,
3.
Professoren und Professorinnen in den wissenschaftlichen Fächern
13 Lehrveranstaltungsstunden,
4.
Professoren und Professorinnen in den wissenschaftlichen Fächern, im Rahmen einer Lehrprofessur (Art. 9 Abs. 1 Satz 3 BayHSchPG)
bis 17 Lehrveranstaltungsstunden,
5.
Juniorprofessoren und Juniorprofessorinnen in wissenschaftlichen Fächern


a)
in der ersten Phase (Art. 15 Abs. 1 Satz 1 BayHSchPG)
7 Lehrveranstaltungsstunden,

b)
in der zweiten Phase (Art. 15 Abs. 1 Sätze 2 bis 4 BayHSchPG)
9 Lehrveranstaltungsstunden,
6.
für Lehrkräfte für besondere Aufgaben in der Laufbahn des Akademischen Rats und der Akademischen Rätin
22 Lehrveranstaltungsstunden,
7.
Lehrkräfte für besondere Aufgaben in der Laufbahn der Fachlehrer und Fachlehrerinnen
28 Lehrveranstaltungsstunden,
8.
Akademische Räte und Rätinnen im Beamtenverhältnis auf Zeit mit der Funktion künstlerischer Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen (Art. 22 Abs. 3 BayHSchPG)
10. Lehrveranstaltungsstunden,
9.
Akademische Räte und Rätinnen im Beamtenverhältnis auf Zeit mit der Funktion wissenschaftlicher Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen (Art. 22 Abs. 3 BayHSchPG)
7 Lehrveranstaltungsstunden.
2Die ebenfalls zu den Lehrkräften für besondere Aufgaben zählenden Werkstattleiter und Werkstattleiterinnen an den Akademien der Bildenden Künste erfüllen ihre Lehrverpflichtung innerhalb der regelmäßigen Arbeitszeit des öffentlichen Dienstes. 3Entsprechend dem Unterrichtsbedürfnis kann die Erfüllung der Lehrverpflichtung auch für die unterrichtsfreie Zeit eines Semesters angeordnet werden. 4Die Verpflichtung der Lehrkräfte für besondere Aufgaben, während der regelmäßigen Arbeitszeit des öffentlichen Dienstes zur Dienstleistung an den Akademien der Bildenden Künste anwesend zu sein, bleibt unberührt.
(2) 1Bei Angestellten richtet sich die Lehrverpflichtung nach der Ausgestaltung des Dienstverhältnisses. 2Nehmen Angestellte auf Grund vertraglicher Vereinbarung die gleichen Dienstaufgaben wahr wie die in Abs. 1 genannten Beamten und Beamtinnen, haben sie die für diese jeweils festgelegte Lehrverpflichtung zu erfüllen. 3Eine geringere Lehrverpflichtung darf nicht vereinbart werden. 4Für die Lehrverpflichtung der nebenberuflich tätigen Abteilungsleiter und Abteilungsleiterinnen der Hochschule für Fernsehen und Film gilt Satz 1 entsprechend.
(3) 1Bei Professoren, Professorinnen, Juniorprofessoren, Juniorprofessorinnen sowie künstlerischen und wissenschaftlichen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen an der Hochschule für Fernsehen und Film wird die Lehrverpflichtung durch die Mitwirkung bei den Übungs- und Abschlussproduktionen (Stoff- und Projektentwicklung, Produktionsvorbereitungen, Produktionsbetreuung und Abschlussgestaltung) in den Abteilungen „Film- und Fernsehspiel“ und „Dokumentarfilm und Fernsehpublizistik“ zur Hälfte und in den Abteilungen „Kommunikations- und Medienwissenschaft“, „Technik“ und „Produktion und Medienwirtschaft“ zu einem Viertel erfüllt. 2Daneben werden die erforderlichen Lehrveranstaltungen außerhalb der Vorlesungszeit gemäß § 3 Abs. 6 Satz 2 angerechnet.