Inhalt

BFSO Pflege
in Kraft ab: 01.08.2017
Fassung: 19.05.1988
§ 4
Aufnahmevoraussetzungen
(1) 1Die Aufnahme setzt die gesundheitliche Eignung für den angestrebten Beruf voraus. 2Sie setzt ferner voraus:
1.
bei der Berufsfachschule für Krankenpflege und für Kinderkrankenpflege
a)
einen mittleren Schulabschluss oder
b)
den erfolgreichen Abschluss der Mittelschule oder eine gleichwertige Schulbildung sowie
aa)
eine abgeschlossene mindestens zweijährige Berufsausbildung oder
bb)
eine Erlaubnis als staatlich geprüfter Pflegefachhelfer (Krankenpflege) oder staatlich geprüfte Pflegefachhelferin (Krankenpflege) oder
cc)
eine abgeschlossene mindestens einjährige landesrechtlich geregelte Ausbildung in der Krankenpflegehilfe oder Altenpflegehilfe,
2.
bei der Berufsfachschule für Altenpflege
a)
einen mittleren Schulabschluss oder
b)
den erfolgreichen Abschluss der Mittelschule oder eine gleichwertige Schulbildung sowie
aa)
eine abgeschlossene mindestens zweijährige Berufsausbildung oder
bb)
die Erlaubnis als staatlich geprüfter Pflegefachhelfer (Krankenpflege), staatlich geprüfte Pflegefachhelferin (Krankenpflege), staatlich geprüfter Pflegefachhelfer (Altenpflege) oder staatlich geprüfte Pflegefachhelferin (Altenpflege) und
c)
zusätzlich für eine Teilzeitausbildung nach § 3 Abs. 1 Sätze 2 und 3, dass der Bewerber nicht mehr der Schulpflicht unterliegt,
3.
bei der Berufsfachschule für Hebammen die Vollendung des 17. Lebensjahres sowie
a)
einen mittleren Schulabschluss oder
b)
den erfolgreichen Abschluss der Mittelschule oder eine gleichwertige Schulbildung sowie
aa)
eine mindestens zweijährige abgeschlossene Berufsausbildung oder
bb)
die Erlaubnis als staatlich geprüfter Pflegefachhelfer (Krankenpflege) oder staatlich geprüfte Pflegefachhelferin (Krankenpflege) oder
cc)
den zweijährigen Besuch einer Pflegevorschule,
4.
bei der Berufsfachschule für Notfallsanitäter
a)
einen mittleren Schulabschluss oder
b)
den erfolgreichen Abschluss der Mittelschule oder eine gleichwertige Schulbildung sowie eine mindestens zweijährige abgeschlossene Berufsausbildung,
5.
bei der Berufsfachschule für Krankenpflegehilfe die Vollendung des 17. Lebensjahres oder bei hinreichender persönlicher Ausbildungsreife die Vollendung des 16. Lebensjahres sowie
a)
den erfolgreichen Abschluss der Mittelschule oder eine gleichwertige Schulbildung oder
b)
eine abgeschlossene Berufsausbildung,
6.
bei der Berufsfachschule für Altenpflegehilfe die Vollendung des 17. Lebensjahres oder bei hinreichender persönlicher Ausbildungsreife die Vollendung des 16. Lebensjahres sowie
a)
den erfolgreichen Abschluss der Mittelschule und
b)
zusätzlich für eine Teilzeitausbildung nach § 3 Abs. 3 Satz 2, dass der Bewerber nicht mehr der Schulpflicht unterliegt.
(2) 1Die Entscheidung über die Aufnahme trifft der Schulleiter. 2Die Aufnahme ist zu versagen, wenn
1.
das Vorliegen der allgemeinen Aufnahmevoraussetzungen nicht vollständig nachgewiesen ist,
2.
der Bewerber die staatliche Prüfung an einer Berufsfachschule der gleichen Ausbildungsrichtung bereits abgelegt hat, nicht bestanden hat und nicht mehr wiederholen darf,
3.
der Bewerber die Probezeit an einer Berufsfachschule der gleichen Ausbildungsrichtung bereits zweimal nicht bestanden hat,
4.
bei Bewerbern für die Ausbildung an Berufsfachschulen für Krankenpflege, Kinderkrankenpflege, Altenpflege, Hebammen oder Notfallsanitäter Tatsachen vorliegen, die nach Feststellung der zuständigen Regierung gemäß § 2 Abs. 1 Nr. 2 KrPflG, § 2 Abs. 1 Nr. 2 AltPflG, § 2 Abs. 1 Nr. 2 HebG oder § 2 Abs. 1 Nr. 2 NotSanG die Versagung der Erlaubnis rechtfertigen würden, bzw. bei Bewerbern für die Ausbildung an Berufsfachschulen für Krankenpflegehilfe oder Altenpflegehilfe Tatsachen vorliegen, die nach Feststellung der zuständigen Regierung in entsprechender Anwendung der genannten Vorschriften die Versagung der Erlaubnis rechtfertigen würden oder
5.
ein Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz vorliegt.
3Mit Zustimmung der Regierung können Bewerber ausnahmsweise zugelassen werden, wenn die festgestellten Tatsachen zwar zum Zeitpunkt der Entscheidung die Versagung der Erlaubnis rechtfertigen würden, das Hindernis für die Zukunft jedoch behebbar erscheint und es unverhältnismäßig wäre, seinetwegen die Ausbildung zu verhindern.