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BayEUG
in Kraft ab: 01.07.2016
Fassung: 31.05.2000
Art. 37
Vollzeitschulpflicht
(1) 1Mit Beginn des Schuljahres werden alle Kinder schulpflichtig, die bis zum 30. September sechs Jahre alt werden oder bereits einmal von der Aufnahme in die Grundschule zurückgestellt wurden.2Ferner wird auf Antrag der Erziehungsberechtigten ein Kind schulpflichtig, wenn zu erwarten ist, dass das Kind voraussichtlich mit Erfolg am Unterricht teilnehmen kann.3Bei Kindern, die nach dem 31. Dezember sechs Jahre alt werden, ist zusätzliche Voraussetzung für die Aufnahme in die Grundschule, dass in einem schulpsychologischen Gutachten die Schulfähigkeit bestätigt wird.
(2) 1Ein Kind, das am 30. September mindestens sechs Jahre alt ist, kann für ein Schuljahr von der Aufnahme in die Grundschule zurückgestellt werden, wenn zu erwarten ist, dass das Kind voraussichtlich erst ein Schuljahr später mit Erfolg oder nach Maßgabe von Art. 41 Abs. 5 am Unterricht der Grundschule teilnehmen kann.2Die Zurückstellung soll vor Aufnahme des Unterrichts verfügt werden; sie ist noch bis zum 30. November zulässig, wenn sich erst innerhalb dieser Frist herausstellt, dass die Voraussetzungen für eine Zurückstellung gegeben sind.3Die Zurückstellung ist nur einmal zulässig; Art. 41 Abs. 7 bleibt unberührt.4Vor der Entscheidung hat die Schule die Erziehungsberechtigten zu hören.5Für den Widerruf einer Aufnahme auf Antrag gelten Satz 2 Halbsatz 2 und Satz 4.
(3) 1Die Vollzeitschulpflicht endet nach neun Schuljahren.2Sie kann durch Überspringen von Jahrgangsstufen verkürzt werden.3Das Staatsministerium wird ermächtigt, das Überspringen von Jahrgangsstufen in den Schulordnungen zu regeln.