Inhalt

Text gilt seit: 01.09.2011
Fassung: 19.07.2001
§ 28
Festsetzung des Prüfungsergebnisses
(1) 1Vor Beginn der Abschlussprüfung setzt die Lehrerkonferenz die von den Lehrkräften vorgeschlagenen Fortgangsnoten (Zahlenwerte) der Prüfungsfächer und der übrigen Fächer fest. 2Die Jahresfortgangsnote eines Prüfungsfachs bzw. die Zeugnisnote eines sonstigen Fachs wird auf Grund der Einzelnoten für Schulaufgaben und Stegreifaufgaben unter Wahrung der Gleichbehandlung aller Studierenden in pädagogischer Verantwortung der Lehrkraft ermittelt, wobei in der Regel das arithmetische Mittel der Noten (Zahlenwerte) aus den Schulaufgaben zweifach und das arithmetische Mittel der Noten (Zahlenwerte) aus den Stegreifaufgaben einfach zählen. 3Das arithmetische Mittel für die Schulaufgaben und für die Stegreifaufgaben wird auf zwei Dezimalstellen berechnet. 4Die dritte Dezimalstelle bleibt unberücksichtigt. 5Die sich ergebende Zeugnisnote ist als ganze Note auszuweisen.
(2) 1Nach Ende der Abschlussprüfung setzt der Prüfungsausschuss die Zeugnisnoten fest. 2Bei der Ermittlung der Zeugnisnoten werden gewertet:
im Fach nach § 22 Nr. 1 die Fortgangsnote und die mündliche Prüfung je einfach;
im Fach nach § 22 Nr. 2 die Fortgangsnote und die schriftliche Prüfung je einfach;
im Fach nach § 22 Nr. 3 die Fortgangsnote und die schriftliche Prüfung je einfach;
im Fach nach § 22 Nr. 4 die Fortgangsnote zweifach, die schriftliche Prüfung und die mündliche Prüfung je einfach.
3Bei den übrigen Fächern ist die Fortgangsnote zugleich die Zeugnisnote. 4Die Zeugnisnoten sind als ganze Noten auszuweisen.
(3) 1Neben den Zeugnisnoten nach Absatz 2 wird eine Gesamtnote errechnet. 2Bei der Berechnung der Gesamtnote werden die Zeugnisnoten des Prüfungsfachs Produktion und Betriebsführung und der Facharbeit je dreifach, die Zeugnisnoten der sonstigen Prüfungsfächer je zweifach und die Zeugnisnoten der sonstigen Pflichtfächer einfach gewertet. 3Das Ergebnis wird auf zwei Dezimalstellen berechnet. 4Die Gesamtnote kann lauten:
Sehr gut
= 1,00
– 1,50,
gut
= 1,51
– 2,50,
befriedigend
= 2,51
– 3,5 0,
ausreichend
= 3,51
– 4,50.
(4) 1Nach Vorliegen der Zeugnisnoten und der Gesamtnote entscheidet der Prüfungsausschuss über das Bestehen der Abschlussprüfung. 2Die Abschlussprüfung ist nicht bestanden, wenn in der Facharbeit eine schlechtere Note als „ausreichend“ oder in einem Prüfungsfach oder einem sonstigen Pflichtfach die Zeugnisnote „ungenügend“ oder in zwei Fächern die Zeugnisnote „mangelhaft“ erteilt worden ist. 3Notenausgleich ist nicht möglich.
(5) 1Ist die Abschlussprüfung nicht bestanden, so kann sie nach nochmaligem Besuch des Schuljahrs einmal wiederholt werden. 2Hat ein Prüfungsteilnehmer die Abschlussprüfung deshalb nicht bestanden, weil er in der Facharbeit keine ausreichende Leistung erzielt hat, kann er abweichend von Satz 1 die Facharbeit im darauf folgenden Schuljahr ohne Teilnahme am Unterricht einmal wiederholen; das Thema der Facharbeit erhält er bei Schuljahresbeginn. 3Mit Genehmigung des Staatsministeriums ist eine zweite Wiederholung möglich (Art. 54 Abs. 5 Satz 2 BayEUG).
(6) Absatz 5 Satz 1 gilt entsprechend, wenn die Abschlussprüfung zur Notenverbesserung wiederholt wird; die Studierenden haben die Wahl, welches Prüfungszeugnis sie gelten lassen wollen.