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BayGAPV
Text gilt seit: 30.08.2014
Fassung: 02.06.2005
§ 10
Umbruch von Dauergrünland
(1) 1Sobald sich das Verhältnis Dauergrünland zu landwirtschaftlich genutzter Fläche im Freistaat Bayern um mehr als 5 v. H. bezogen auf das Verhältnis im Referenzjahr 2003 im Sinn von Art. 3 Abs. 4 der Verordnung (EG) Nr. 1122/2009 verringert, bedarf jeglicher Umbruch von Dauergrünland der vorherigen Genehmigung durch das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. 2Die Genehmigungspflicht wird durch das Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten öffentlich bekannt gemacht. 3Die Genehmigung gilt als erteilt, wenn der Umbruch von Flächen im Rahmen von Verfahren nach dem Flurbereinigungsgesetz zur Herstellung der Wertgleichheit der Landabfindung gemäß Flurbereinigungsplan erforderlich ist.
(2) Verringert sich das Verhältnis Dauergrünland zu landwirtschaftlich genutzter Fläche im Freistaat Bayern um mehr als 10 v. H. bezogen auf das in Abs. 1 genannte Referenzjahr, haben diejenigen Landwirte, die in den letzten 24 Monaten Dauergrünland umgebrochen haben oder die Ackerflächen bewirtschaften, die im oben genanntem Zeitraum aus dem Umbruch von Dauergrünland entstanden sind, Fläche in einem vom Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten festzusetzenden Umfang wieder einzusäen.