Inhalt

I. Bestellung des Heimatpflegers

1. 

Die zuständige kommunale Gebietskörperschaft bestellt den ehrenamtlichen Heimatpfleger. Im Hinblick auf die Größe der Landkreise und einzelner kreisfreier Städte sowie den insbesondere durch das Denkmalschutzgesetz gewachsenen Aufgabenbereich wird es häufig zweckmäßig sein, mehrere Heimatpfleger zu bestellen, damit alle Aufgabengebiete der Heimatpfleger gleichmäßig betreut werden können. Zuständigkeitsbereiche mehrerer Heimatpfleger werden in der Regel geographisch oder nach fachlichen Gesichtspunkten abzugrenzen sein. Zu Heimatpflegern sollen Personen bestellt werden, die auf Grund ihrer Orts- und Fachkenntnisse sowie ihrer Arbeitskraft für dieses Amt geeignet sind. Vor der Bestellung oder Abberufung sollen die Regierung, der Bezirksheimatpfleger, das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege und der Bayerische Landesverein für Heimatpflege rechtzeitig gehört werden. Der Heimatpfleger erhält eine Urkunde über die Bestellung und einen Dienstausweis.

2. 

Die Tätigkeit des Heimatpflegers ist mit erheblichem Zeitaufwand und Auslagen verbunden. Nach Art. 20a Abs. 1 Gemeindeordnung bzw. Art. 14a Abs. 1 Landkreisordnung haben ehrenamtlich tätige Bürger der Gemeinde bzw. des Landkreises Anspruch auf angemessene Entschädigung. Die Entschädigung erstreckt sich nicht nur auf Ersatz von Auslagen, sie soll auch in angemessener Weise den Aufwand an Mühe und Zeit abgelten. Das Nähere ist durch Satzung zu regeln. Für die notwendige Teilnahme an Sitzungen, Besprechungen und anderen Veranstaltungen kann auch ein Ersatz des Verdienstausfalls in Betracht kommen (Art. 20a Abs. 2 GO, Art. 14a Abs. 2 LKrO).

3. 

Die Gebietskörperschaften sollen „Richtlinien für den Vollzug der Heimatpflege“ erlassen.