Inhalt

Text gilt seit: 01.01.2016
gesamte Vorschrift gilt bis: 31.12.2019

1. Ziele des Wettbewerbs und Nutzen für die Dörfer

1Der bayerische Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft – Unser Dorf soll schöner werden“ ist ein Wettbewerb der Menschen. 2Dabei werden besonders das Engagement der Bürger und herausragende Ideen und Projekte zur zukunftsfähigen Entwicklung der Dörfer herausgestellt. 3Positive Beispiele sollen zur Nachahmung anregen.

1.1 Ziele

1Ziel ist es, die Menschen dazu zu bewegen, ihre Chancen zu erkennen und die Zukunft ihrer Dörfer aktiv in die eigenen Hände zu nehmen. 2Dazu sollen ehrenamtliches Engagement und erbrachte Eigenleistungen für den unmittelbaren Lebensraum, unter Berücksichtigung der Ausgangslage, gefördert werden. 3Der Wettbewerb geht dabei von der Unverwechselbarkeit eines jeden Dorfes aus. 4Entscheidend sind dabei sowohl das Erscheinungsbild von Dorf und Landschaft als auch die örtliche Wirtschaftskraft. 5Die sozialen und kulturellen Aktivitäten der verschiedenen Bevölkerungsgruppen werden ebenso berücksichtigt wie der örtliche Beitrag zur Sicherung der ökologischen Ressourcen. 6Besondere Leistungen werden öffentlich mit Auszeichnungen geehrt.
Freiwilligkeit & Eigeninitiative
Der Dorfwettbewerb schafft Anreize für die Bürger, den gemeinsamen Lebensraum in eigener Verantwortung aktiv zu gestalten. Er motiviert die Menschen, selbst Hand anzulegen und bietet ihnen hierfür Hilfe zur Selbsthilfe.
„Wir-Gefühl“ & positive Beispiele
Der Dorfwettbewerb würdigt gemeinschaftliches Handeln und stellt das Erreichte als nachahmenswert heraus.
Eigene Stärken & Perspektiven
Der Dorfwettbewerb schärft das Bewusstsein für die Werte im eigenen Dorf und eröffnet Chancen für eine zukunftsorientierte Entwicklung der Lebensqualität.

1.2 Nutzen für die teilnehmenden Dörfer

Die Teilnahme am Wettbewerb bietet nicht nur Chancen, sondern hat auch bleibenden Nutzen, wie zum Beispiel:
Gemeinsam Aktionen angehen, für zukunftsfähige Projekte Akzeptanz schaffen und sie in die Tat umsetzen (z.B. im Rahmen der Agenda 21, Biodiversitätsrichtlinie, Grünflächengestaltung etc.)
Die Unverwechselbarkeit des eigenen Dorfes erkennen, erhalten und entwickeln (z.B. im Rahmen einer Stärken-Schwächen-Analyse)
Soziales Engagement und Verantwortung für alle Generationen übernehmen (z.B. Neubürger in die Dorfgemeinschaft einbinden)
Beratung erhalten und in die Dorfentwicklung einbeziehen (z.B. Hilfe bei Verbesserungsmaßnahmen für Haus, Hof und Garten)
Wertschätzung durch Experten unterschiedlichster Fachrichtungen erfahren (z.B. im Rahmen der Ortsbegehung und im schriftlichen Abschlussbericht)
Attraktivität und Bekanntheitsgrad des eigenen Dorfes steigern (z.B. für touristische Angebote)
Gemeinsam Erreichtes mit Anerkennung und Stolz pflegen (z.B. neue Netzwerke knüpfen und miteinander Feste feiern)