Inhalt

in Kraft ab: 01.01.2016
außer Kraft ab: 01.01.2020

15.  Raumprogramm und Ausstattung

15.1 

1Gefördert werden Einzelapartments mit einem Individualraum, einer Sanitärzelle, einer Kleinküche und einem Vorraum und/oder Wohngruppen mit bis zu acht Individualräumen. 2Die Individualräume in den Wohngruppen sollen zumindest im Neubau mit eigenen Sanitärräumen, aber gemeinsamer Küche mit Essplatz ausgestattet sein. 3Im Bestand sind statt eigener Sanitärzellen auch Gemeinschaftssanitärbereiche möglich. 4Zur Mindestausstattung von Gemeinschaftssanitärbereichen gehören ein Waschbecken für je zwei Personen, wenn in den Zimmern keine Waschbecken sind, eine Dusche für jeweils vier Personen sowie ein WC und ein Handwaschbecken für je vier Personen.

15.2 

1Die Bemessung und die Ausstattung des Individualraums müssen Möglichkeiten zum Studieren, Wohnen und Schlafen bieten. 2Der Individualraum darf nicht kleiner als 13 m² sein. 3Hierin nicht enthalten ist die Fläche eines etwaigen Vorraums, auch wenn er nicht baulich abgetrennt ist. 4Der Individualraum darf kein Durchgangsraum sein und soll nicht nach Norden ausgerichtet sein.

15.3 

1Für Studierende mit einem oder mehreren Kindern können geeignete Apartments eingeplant werden (Eltern-Kind-Apartments). 2Neben Dubletten aus zwei gleichwertigen Individualräumen mit Küche und Bad sind auch Apartments mit zusätzlichem, kleinem Kinderzimmer möglich.

15.4 

1Ein gemeinschaftlich nutzbarer Raum ist in einem Wohnheim mit mehr als 20 Wohnplätzen erforderlich. 2Die Fläche der Gemeinschaftsräume soll etwa 1 m² je Bewohner betragen. 3Gemeinschaftsräume können auch Fitnessräume, Hobbyräume, Musikräume oder Ähnliches sein; sie sind entsprechend zu möblieren. 4Als Nebenräume können eine Garderobe, eine WC-Anlage und ein Stuhllager vorgesehen werden.

15.5 

Räume zur Geschäftsführung können ab rund 100 Wohnplätzen vorgesehen werden.

15.6 

1Abstellräume sind in einer Größe von etwa 0,5 m² je Wohnplatz nachzuweisen. 2Je Wohnplatz muss ein überdachter Fahrradabstellplatz geschaffen werden. 3Die Hälfte der Fahrradabstellplätze ist in verschließbaren Räumen unterzubringen. 4Wasch- und Trockenräume mit Waschmaschinen, Wäschetrocknern und Ausgussbecken sind in ausreichender Zahl zu schaffen.

15.7 

Die Verkehrsflächen sollen 25 % der Wohnflächen und gegebenenfalls der Geschäftsflächen nicht überschreiten.