Inhalt

FSO
in Kraft ab: 01.08.2016
Fassung: 06.09.1985
§ 5
Aufnahme
(1) 1Die Aufnahme in das erste Schuljahr setzt das Abschlußzeugnis der Berufsschule und die notwendige und entsprechende berufliche Vorbildung (Absatz 2) voraus.2Das Abschlußzeugnis der Berufsschule ist nicht erforderlich bei Bewerbern, die bis zur Aufnahme in die Fachschule nicht zum Besuch der Berufsschule verpflichtet waren und diese auch nicht als Berufsschulberechtigte besucht haben.
(2) 1Notwendige berufliche Vorbildung im Sinn von Absatz 1 ist
1.
eine für die Ausbildungsrichtung einschlägige abgeschlossene Berufsausbildung in einem staatlich anerkannten Ausbildungsberuf mit einer Regelausbildungsdauer von mindestens zwei Jahren und eine spätere einschlägige berufliche Tätigkeit von mindestens einem Jahr.
oder
2.
eine für die Ausbildungsrichtung einschlägige abgeschlossene Ausbildung zum staatlich geprüften technischen oder kaufmännischen Assistenten und eine spätere einschlägige berufliche Tätigkeit von mindestens einem Jahr
oder
3.
eine für die Ausbildungsrichtung einschlägige berufliche Tätigkeit von mindestens sieben Jahren.
2Bei Teilzeitunterricht kann die spätere einschlägige berufliche Tätigkeit bis zur Hälfte während des Besuchs der Fachschule abgeleistet werden.3Abweichend von Satz 1 kann in die Meisterschule für Holzbildhauer auch aufgenommen werden, wer erfolgreich eine Gesellenprüfung als Holzbildhauer abgelegt hat.4Die Aufnahme in die Fachschule für Produktdesign setzt den Abschluss der Berufsfachschule für Produktdesign voraus.
(3) 1Die Schulaufsichtsbehörde kann in Härtefällen Ausnahmen von den Voraussetzungen des Absatzes 1 genehmigen.2Bei der Aufnahme in eine Meisterschule erfolgt die Entscheidung in Abstimmung mit dem zuständigen Meisterprüfungsausschuß.
(4) 1Bestehen Zweifel, ob der Bewerber den Anforderungen der Schule gewachsen ist und das Ausbildungsziel in der Regelausbildungszeit erreichen kann, stellt die Schule durch eine Aufnahmeprüfung fest, ob er die notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten besitzt.2Eine nicht bestandene Aufnahmeprüfung kann nur einmal, frühestens zum nächsten Aufnahmetermin, wiederholt werden.
(5) 1Die Aufnahme erfolgt zu Beginn des Schuljahres; sie setzt die Teilnahme am Unterricht am ersten Unterrichtstag oder den spätestens am dritten Unterrichtstag zu erbringenden Nachweis voraus, daß zwingende Gründe eine Teilnahme am Unterricht verhindert haben.2Eine nachträgliche Aufnahme ist auch bei Vorliegen eines wichtigen Grundes nur während der ersten sechs Wochen nach Unterrichtsbeginn möglich.
(6) 1Die Aufnahme ist unbeschadet anderer Bestimmungen zu versagen, wenn der Bewerber
1.
zweimal die Probezeit an einer Fachschule nicht bestanden hat oder vor ihrem Ablauf ausgetreten ist oder
2.
zweimal eine Jahrgangsstufe der Fachschule ohne Erfolg besucht hat.
2Bewerber, die bereits die Fachschule besucht haben und während eines Schuljahres ausgetreten sind, sind Bewerbern gleichgestellt, die dieses Schuljahr ohne Erfolg besucht haben.3Dies gilt nicht, wenn die Lehrerkonferenz eine Ausnahme gewährt, weil der Austritt durch anerkennenswerte Gründe gerechtfertigt war.
(7) Die Aufnahme kann versagt werden, wenn die Anmeldung nicht rechtzeitig erfolgt ist oder die Unterlagen für die Anmeldung nicht rechtzeitig vorgelegt wurden.