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5.2 Sonderpädagogische Förderung im gemeinsamen Unterricht

Hörgeschädigte Kinder und Jugendliche mit sonderpädagogischem Förderbedarf können allgemeine Schulen besuchen, wenn dort die notwendige sonderpädagogische Unterstützung sowie die sächlichen und die räumlichen Voraussetzungen geschaffen werden können. Zu den notwendigen Voraussetzungen gehören vor allem, die Möglichkeit Sprache vom Munde abzusehen durch eine geeignete Sitzordnung, günstige Lichtverhältnisse, angemessene Raumakustik, dazu die Versorgung mit elektroakustischen und anderen technischen Hilfsmitteln und die sonderpädagogische Förderung durch Lehrkräfte mit entsprechender sonderpädagogischer Befähigung. Eine angemessene Schülerzahl muss mitbedacht werden. Es sind individualisierende Formen der Planung, Durchführung und Kontrolle der Unterrichtsprozesse und eine abgestimmte Zusammenarbeit der beteiligten Lehr- und Fachkräfte zwingend erforderlich. Zudem ist eine inhaltliche, methodische und organisatorische Einbeziehung .pädagogischer Maßnahmen, sind auch individuelle behinderungsspezifische Inhalte in die Unterrichtsvorhaben für die gesamte Schulklasse vorzusehen, da dies für alle Kinder von Bildungswert ist. Äußere Differenzierungen für spezifische Fördermaßnahmen können aber auch erforderlich sein.
Das Aufgabenfeld der Sonderschulkräfte umfasst im Wesentlichen die Bereiche
Förderung des hörgeschädigten Kindes beziehungsweise Jugendlichen bei Entwicklung der Lautsprache, bei Hörerziehung und bei Förderung des Absehens, des Sprechens und des taktilen Empfindens sowie
Zusammenarbeit mit anderen Diensten.
Zum besonderen Aufgabenfeld aller Lehrkräfte gehören in diesem Zusammenhang
Bereitschaft zur Kooperation und die Berücksichtigung sonderpädagogischer Belange im Unterricht,
Förderung des gemeinsamen Lernens,
Förderung der Kontakte zu Nichtbehinderten,
Förderung der Zusammenarbeit mit allen Personen der Schule, die für die Bildung der Hörgeschädigten Verantwortung tragen und
Zusammenarbeit mit den Erziehungsberechtigten.