Inhalt

1.2 Pädagogische Ausgangslage

Eine Hörschädigung oder Beeinträchtigung der auditiven Wahrnehmung bei Kindern und Jugendlichen ist verbunden mit sprachlichen und psycho-sozialen Folge- und Begleiterscheinungen. So sind die Wahrnehmung und Verfügbarkeit von Sprache sowie das Sprechen und die Kommunikation ebenso betroffen wie die Wahrnehmung und das Verstehen der sozialen und sächlichen Umwelt.
Bei Hörgeschädigten bestehen in der Regel vom frühen Lebensalter an Schwierigkeiten, vor allem gesprochene Sprache aufzufassen. Eine von früher Kindheit an beeinträchtigte Sprachaufnahme führt zu Verzögerungen im Sprachenverb, zur Einschränkung des passiven und aktiven Sprachbesitzes. Der unvollständige Erwerb und die lückenhaften Kenntnisse grammatischer Formen und Satzstrukturen wirken sich negativ auf Sprachverständnis und mündlichen und schriftlichen Sprachgebrauch aus. Begriffe sind oft nicht bekannt, auf den konkreten Wortinhalt oder auf einen Teilinhalt eingeengt. Schwierigkeiten gibt es bei der Bildung von Oberbegriffen. Die Sinnentnahme aus Texten und das Sprachverstehen werden durch eingeschränkte Beherrschung der Grammatik und der syntaktischen Strukturen beeinträchtigt.
Die Hörschädigung als eine schwerwiegende Beeinträchtigung der Wahrnehmung hat Auswirkungen auf die Gesamtentwicklung von Kindern und Jugendlichen, wobei vor allem die Bereiche
der emotionalen und sozialen Entwicklung,
der körperlichen und motorischen Entwicklung,
der Entwicklung des sprachlogischen Denkens,
der geistigen Entwicklung,
des Lern- und Leistungsverhaltens, zu nennen sind.
Es ist daher Aufgabe sonderpädagogischer Förderung, das Bedingungsgefüge der Hörschädigung - ihre Ausgangspunkte und Entwicklungsdynamik zu erkennen. Das Ausmaß der Folgen einer Hörschädigung wird im Einzelfall durch eine Vielzahl von Faktoren bestimmt:
Beginn der Hörschädigung,
Art und Grad der Hörschädigung,
Beginn und Art der durchgeführten Fördermaßnahmen,
Versorgung mit technischen Hilfen,
Kommunikation und Spracherfahrung,
Lern- und Leistungsverhalten,
Einstellung und Verhalten von Bezugspersonen und Umwelt.
Es ist eine weitere Aufgabe sonderpädagogischer Förderung, die Bedeutung der Schädigung für den Bildungs- und Lebensweg des Kindes oder Jugendlichen einzuschätzen. Die Hörschädigung führt zu einer für die jeweilige Art der Schädigung charakteristischen Informationseinbuße und damit zu Beeinträchtigungen im emotionalen, sozialen und kognitiven Bereich. Die mit der Hörschädigung verbundenen Störungen in den Entwicklungsbereichen erschweren das Erfassen und Herstellen von Beziehungen zwischen wahrgenommenen Ereignissen sowie die Bildung zeitlicher, ursächlicher und bedingungsmäßiger Verknüpfungen. Der Mangel an sozialen Kontakten führt zu einem Mangel an sprachlichen Begegnungen, umgekehrt erschwert der Mangel an Sprachkompetenz die sprachliche Interaktion. Damit werden die Möglichkeiten der Deutung von Wahrgenommenem und die Einordnung von Einzelheiten in einen Sinnzusammenhang sowie das Erkennen von sozialen Bezügen beeinflusst. Aus all dem erwachsen Hemmnisse für Identitätsfindung und Persönlichkeitsbildung.
Es ist Aufgabe, die sonderpädagogische Förderung in Erziehung und Unterricht so zu verwirklichen, dass die Betroffenen fähig werden, ein Leben mit einer Hörschädigung sowohl in sozialer Begegnung mit Hörenden als auch mit Hörgeschädigten sinnerfüllt zu gestalten und - wann immer möglich - eine weitergehende Kompensation der negativen Auswirkungen der Behinderung anzustreben.
Es ist Aufgabe, dass sich sonderpädagogische Förderung an der individuellen und sozialen Situation des hörgeschädigten Kindes oder Jugendlichen orientiert. Sie muss die persönlichkeits- und sozialbezogene Vorbereitung auf künftige Lebenssituationen einschließen. Sie muss dazu beitragen, dass Hörgeschädigte zu einem positiven Selbstwertgefühl kommen und selbstbewusste Persönlichkeiten werden. Sonderpädagogische Förderung gibt daher begleitende, auf die Hörschädigung bezogene Hilfen mit dem Ziel, bestehende Abhängigkeiten und Hemmnisse soweit wie möglich zu überwinden. Dies bedeutet, dass bei der Gestaltung des Unterrichts Freiräume und Entscheidungskompetenzen der Lehrkräfte ausgeschöpft werden, damit besondere Aufgabenschwerpunkte gesetzt werden können. Dazu gehören Hörerziehung, Wahrnehmungslernen, Sprachenverb, Artikulation, Absehen, taktiles Empfinden, manuelle Kommunikationsmittel und rhythmisch-musikalische Erziehung. Auch müssen die Unterrichtsinhalte eine vertiefende Behandlung erfahren, die mangelnde Umwelterfahrung der Kinder beachtet sowie deren Interessen berücksichtigt werden, um eine Förderung im gesamten psycho-sozialen Bereich zu gewährleisten.
2.
Sonderpädagogischer Förderbedarf
Sonderpädagogischer Förderbedarf ist bei hörgeschädigten Kindern und Jugendlichen in der Regel gegeben. Sie bedürfen in Erziehung und Unterricht der sonderpädagogischen Unterstützung. Dabei sind auch häufig therapeutische und soziale Hilfen weiterer, außerschulischer Maßnahmenträger notwendig. Hörgeschädigte Kinder und Jugendliche bilden jedoch keine einheitliche Gruppe. Art und Grad der Hörbeeinträchtigung, Ergebnisse der bisherigen Förderung, weitere Behinderungen und Gegebenheiten des Umfeldes bestimmen einen unterschiedlichen Förderbedarf.
Sonderpädagogischer Förderbedarf wird im Rahmen einer breit angelegten, interdisziplinären Verlaufsdiagnostik ermittelt. Art und Grad der individuellen Hörbeeinträchtigung, persönliche Fähigkeiten, Lernstärken und Lernschwächen, Entwicklungsverläufe, Interessen und Zukunftserwartungen sowie das erzieherische und sprachliche Umfeld des Kindes oder Jugendlichen müssen bedacht werden.
Daher sind für Art und Umfang der sonderpädagogischen Förderung die Voraussetzungen und Möglichkeiten der elementaren Bereiche der Entwicklung wie Wahrnehmung, vor allem auditive Wahrnehmung, Motorik, Motivation, sprachliche Kommunikation in Laut-, Schrift- und Gebärdenformen, Interaktion, Emotionalität und Kreativität in eine Kind-Umfeld-Analyse einzubeziehen.
Besondere Anforderungen an eine individuelle Förderung stellen zunehmend Kinder und Jugendliche mit schweren Mehrfachbehinderungen, wodurch die inhaltliche Ausformung der Förderung weitere Schwerpunkte erfährt. Bei hörgeschädigten Kindern und Jugendlichen mit schweren Mehrfachbehinderungen sind verschiedene Förderschwerpunkte insbesondere zur Sicherstellung einer basalen Förderung zu beachten. Liegen zusätzliche Behinderungen vor, so ist in Teilbereichen mit geringerer Belastbarkeit, herabgesetzter Konzentrationsfähigkeit, verminderter Ausdauer und weiteren Lernerschwerungen zu rechnen. Sonderpädagogische Förderung schließt so z.B. bei Taubblinden spezifische Maßnahmen ein, vor allem bei der Gestaltung des Unterrichts, bei der Bereitstellung von Hilfen und Medien, bei der Sprachentwicklung, bei der Pflege und bei der Gewährleistung räumlicher Voraussetzungen.
Der sonderpädagogische Förderbedarf wird im Blick auf den Einzelnen festgelegt. Mit der Bestimmung und Beschreibung des sonderpädagogischen Förderbedarfs ist ein komplexes Verständnis von Hörsprachbehinderung verbunden, das die Bedeutung für den Bildungsweg der Betroffenen über Frühförderung, Schule, Berufsausbildung und Freizeitbereiche, die Folgen für die Aneignungsweisen sowie für das Sprach- und Lernverhalten in den Vordergrund rückt. Der sonderpädagogische Förderbedarf Hörgeschädigter umfasst daher unterschiedliche Aufgaben der Förderung:
Eine zentrale Förderaufgabe ist die Entwicklung des Hörens und der Lautsprache. Beim hörgeschädigten Kind sind durch frühestmögliche Förderung die Voraussetzungen für das natürliche Hineinwachsen in die Lautsprache zu schaffen. Um ihm die Lautsprache zu erschließen, bedarf es der frühzeitig beginnenden Hör- und Spracherziehung.
Die Entwicklung der Sprache und die dafür notwendige Auswahl der muttersprachlichen Mittel erfolgen handlungsorientiert, betrachten die Sprachsituation, richten sich nach den Bedürfnissen des Kindes oder des Jugendlichen und berücksichtigen Prinzipien und Gesetzmäßigkeiten der allgemeinen Sprachentwicklung. Die Sprachentwicklung ist umso erfolgreicher, je mehr die außerschulische Wirklichkeit einbezogen wird und je mehr die Erziehungsberechtigten insbesondere während der Phase der Frühförderung mitwirken.
Die sonderpädagogische Förderung zielt darauf, die sprachliche Kommunikationsfähigkeit zu entwickeln und zu fördern. Hierzu sind die Anwendungsbereiche sprachlicher Inhalte und Formen zu verdeutlichen. Der Wortbestand ist zu erweitern und zu sichern, Wort- und Satzstrukturen sind zu erarbeiten.
Der Schriftsprache kommt bei hörgeschädigten Kindern und Jugendlichen ein besonderer Stellenwert für die Entwicklung und Entfaltung der Lautsprache zu. Sie ist gerade für Kinder und Jugendliche mit hochgradigen Hörschädigungen und spezifischen Lernbeeinträchtigungen von besonderer Bedeutung.
Hörgeschädigte, die nicht über Lautsprache als primäres Kommunikationsmittel verfügen, sind auf den Gebrauch gebärdensprachlicher Kommunikationsmittel angewiesen. Dabei ist zu sehen, dass die Lebenswelt auch mit gebärdensprachlichen Mitteln geordnet und bewältigt werden kann. Darüber hinaus ermöglichen Angebot und Verfügbarkeit gebärdensprachlicher Kommunikationsmittel hochgradig Hörgeschädigten eine entspanntere Kommunikation. Individuelle Gegebenheiten, z.B. bei Mehrfachbehinderungen, machen die Verwendung von Gebärden als lautsprachersetzendes Sprachsystem notwendig. Mimik und Gestik unterstützen das Verstehen von Sprache. Phonem- und graphembestimmte Zeichen sind weiter Mittel zur Verbesserung der Sprachwahrnehmung und des Sprechens.
Hörerziehung findet unter ständiger Überprüfung des Hörvermögens statt und berücksichtigt die verbliebene Hörfähigkeit unter Einbeziehung anderer Sinne. Die pädagogischen Maßnahmen zielen darauf, die Verarbeitung der Höreindrücke zu verbessern. Dazu bedarf es frühester und ständiger Begegnung mit der akustischen Wirklichkeit sowie systematischer Hörübungen. Bei der Hörerziehung ist es wichtig, das durch eine bestmögliche Hörgeräteanpassung vorhandene Hörvermögen oder das durch ein Cochlea-Implantat ermöglichte Hören für die Sprachwahrnehmung zu erschließen. Absehen und Hören sowie taktiles Empfinden können sich dabei gegenseitig unterstützen. Eine bestmögliche Nutzung des Restgehörs ermöglicht Kommunikation mit der Umwelt und vertieft soziale Beziehungen. Es ist auch ein wichtiges Ziel der Hörerziehung, die Fähigkeit zur Selbstkontrolle des eigenen Sprechens zu entwickeln.
Hörgerichtete Erziehung dient im Besonderen
der Verbesserung der auditiven Wahrnehmung, der auditiven Erfassung sprachlicher Strukturen, dem Auffassen rhythmischer, dynamischer, prosodischer und melodischer Merkmale der Sprache,
der Erarbeitung antizipierender Schemata für das Erfassen sprachlicher Inhalte,
der Verbesserung des Sprachgedächtnisses,
der Sprechgliederung.
Erziehung zur Hörgerichtetheit ist unabdingbarer Bestandteil der Gesamterziehung des Unterrichts. Sie erweist sich auch bei sehr geringem Hörvermögen als notwendig und nützlich. Voraussetzungen sind die bestmögliche Anpassung und frühestmögliche Gewöhnung an die ständige Nutzung technischer Hörhilfen sowie deren sachgerechter und pfleglicher Einsatz. Eine ständige Überprüfung der Hörhilfen auf Funktionsfähigkeit ist unerlässlich.
Die Schulung des Absehens hat ebenso Bedeutung bei der Wahrnehmung gesprochener Sprache. Absehen erfährt durch technische Hörhilfen wirkungsvolle Unterstützung. Die Kinder und Jugendlichen müssen lernen, dass sichtbar und teilweise sichtbar gebildete Laute und Lautverbindungen mit dazugehörigen nicht sichtbar gebildeten Lauten verbunden werden. Prägnante und deutlich wahrnehmbare Mundbilder beim Sprechablauf sind Voraussetzung für erfolgreiches Lernen. Auf gute Lichtverhältnisse ist zu achten. Geeignete optische, akustische, akusto-vibratorische und taktile Hilfsmittel sowie manuelle Zeichen verhelfen zum besseren Absehen.
Aufgaben der Abseherziehung sind vor allem
Ausweitung und Durchgliederung der visuellen Wahrnehmung,
Schulung gerichteter visueller Wahrnehmung,
Hilfestellung bei der Einordnung der Wahrnehmungsinhalte in Zusammenhänge,
Koppelung der -visuellen Wahrnehmung mit dem auditiven Wahrnehmen sowie dem taktilen Empfinden.
Schulung der Artikulation als individuelle Sprechförderung ist während der gesamten Schulzeit notwendig. Das verständliche Sprechen wird durch Übung und Kontrolle der Sprechbewegung, der Stimme, der Sprechatmung sowie durch Beachtung von Rhythmus, Dynamik, Prosodie und Melodik gefördert.
Fördermaßnahmen der Sprechfertigkeit sind
Hörerziehung,
basale Schulung der Motorik,
Stimm- und Atemübung,
rhythmisch-melodische Sprecherziehung,
Artikulation von Einzellauten und Lautgefügen,
Übung von Sprechbewegungsabläufen,
therapeutische Maßnahmen bei individuellen Sprechschwierigkeiten,
Sicherung des Lautbestandes.
Technische Hilfen sollen auch zur Förderung des taktilen Empfindens beitragen. Aufgabe der Schulung des taktilen und akusto-vibratorischen Wahrnehmens sind
kompensatorische Nutzung taktiler und akusto-vibratorischer Impulse für die Spracherkennung,
Einbeziehung taktiler und akusto-vibratorischer Empfindungen bei der Korrektur des Sprechverhaltens,
planmäßige Übungen zur Verfeinerung des taktilen und akusto-vibratorischen Wahrnehmens sowohl isoliert als auch unter Einbeziehung anderer Sinnesgebiete.
Rhythmisch-musikalische Erziehung schafft Freude an Musik und Bewegung. Sie trägt zur Entwicklung der Gesamtpersönlichkeit bei. Sie steigert die Unterscheidungsfähigkeit für die Strukturiertheit von Sprechbewegungs- und Lautgestalten. Das Kind lernt, Eigenschaften der Lautsprache in Tonfall, Dynamik, Rhythmus, Mimik und Gestik darzustellen. Die rhythmisch-musikalische Erziehung hat im gesamten Unterricht die Aufgabe, Sprache zu verdeutlichen und die eingeschränkte Wahrnehmung auszugleichen. Sie verhilft zum Empfinden für Sprachformen, wie z.B. Fragen, Auffordern, Antworten, Aussagen, und sie verdeutlicht Sprachstrukturen. Rhythmisieren des Sprechens gibt der Sprache einen lebendigen Charakter und stützt Sprachauffassung, Sprachverständnis und Empfinden für sprachliche Gliederung.
Sonderpädagogische Förderung im psycho-sozialen Bereich ist von grundsätzlicher Bedeutung für die seelische Entwicklung hörgeschädigter Kinder. Hörschädigungen führen häufig zu Erfahrungsmängeln und Beziehungsstörungen. Das Nachholen von Umwelterfahrungen und das Aufarbeiten gestörter sozialer sowie das Anbahnen neuer Beziehungen sind daher besondere Aufgaben der Förderung.
Das Erlernen vielfältiger sozialer Normen, Spielregeln und Verhaltensweisen erfordert die wirklichkeitsnahe und damit erlebnisnahe Begegnung und Auseinandersetzung mit Personen, Institutionen, Sachen, Bezügen, die für die Lebensgestaltung des Hörgeschädigten bedeutsam sind. Sozialerziehung muss daher über die Schule hinaus in den Freizeitbereich hineinwirken.
Kommunikation ist Grundlage sozialer Beziehungen. Sie fördert die Fähigkeit, außersprachliche und sprachliche Informationen in den mannigfachen Formen zwischenmenschlicher Begegnung anzuwenden. Dabei soll den hörgeschädigten Kindern und Jugendlichen bewusst werden, dass soziale Kommunikation mehr ist als korrekter Sprachgebrauch. Es ergeben sich dazu folgende Aufgaben:
Aufgreifen, Bewusst machen und Vermitteln der Bedeutung außersprachlicher Informationen sowie deren bewusster Einsatz,
Vermittlung sozial bestimmter Sprachmittel,
Einübung von Gesprächsformen.
Die Schüler und Schülerinnen müssen darauf vorbereitet werden, dass soziale Integration eigener Anstrengungen bedarf und dass die Möglichkeiten der beruflichen und gesellschaftlichen Eingliederung auch Grenzen haben.
Rollenspiel, szenische Darstellungen und andere Formen des Sich-Darstellens verhelfen dazu, soziales Verhalten einzuüben, sich selbst besser verstehen zu lernen und soziale Beziehungen zu erhellen und das Gelernte miteinander zu verbinden.
3.
Feststellung von sonderpädagogischem Förderbedarf
Die Feststellung sonderpädagogischen Förderbedarfs umfasst die Ermittlung des individuellen Förderbedarfs sowie die Entscheidung über den Bildungsgang und den Förderort. Förderung erfolgt in und durch allgemeine Schulen, Schulen für Gehörlose, Schulen für Schwerhörige oder Förderzentren. Die Feststellung des sonderpädagogischen Förderbedarfs findet statt in der Verantwortung von Schule und Schulaufsicht, die entweder selbst über eine auf den Förderschwerpunkt Hören bezogene sonderpädagogische Kompetenz und ausreichende Erfahrungen in der schulischen Förderung Hörgeschädigter verfügen oder fachkundige Beratung hinzuziehen.