Inhalt

3. Persönliche Voraussetzungen für die Teilnahme

3.1 

1Telearbeit stellt – bedingt durch die Eigenverantwortlichkeit der Arbeitsausführung – besonders hohe Anforderungen an die Beschäftigten. 2In Bezug auf die Bediensteten sind daher ein bestehendes Vertrauensverhältnis zum Vorgesetzten, ausreichende fachliche Kenntnisse, Berufserfahrung, Selbstdisziplin, Eigenmotivation, Flexibilität, Freude am Neuen, die Fähigkeit zur Selbstorganisation und Anpassungsfähigkeit zu fordern.

3.2 

Eine Teilnahme an Telearbeit ist nur aus familien- oder sozialpolitischen Gründen möglich, insbesondere zur Betreuung eines Kindes unter 18 Jahren oder eines pflegebedürftigen Angehörigen, mit dem Ziel der Wiedereingliederung in die Arbeitswelt oder auf Grund einer Schwerbehinderung.

3.3 

1Telearbeit kann grundsätzlich gewährt werden für einen Anteil von mindestens 10 % und höchstens 20 % der jeweiligen individuellen Arbeitszeit. 2Die genehmigte Telearbeit soll nicht auf mehr als zwei Tage je Woche verteilt werden.

3.4 

1Die Teilnahme an Telearbeit ist auch in Verbindung mit einer Teilzeitbeschäftigung im Umfang von grundsätzlich mindestens 50 % der regelmäßigen Arbeitszeit möglich. 2Die Einrichtung eines Telearbeitsplatzes erfolgt auf freiwilliger Basis. 3Ein Anspruch auf die Einrichtung besteht nicht.

3.5 

1Bei der Vergabe ist der besonderen Situation schwerbehinderter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Rechnung zu tragen. 2Die Zuteilung eines Telearbeitsplatzes erfolgt unter angemessener Berücksichtigung der sozialen Belange der übrigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und der dienstlichen Erfordernisse bevorzugt an schwerbehinderte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Abschnitt VII Nr. 5 der Fürsorgerichtlinien vom 3. Dezember 2005 Nr. PB- P 1132-002-40617/05).

3.6 

Es muss ein geeignetes dienstliches und familiäres Umfeld bei der Telearbeitskraft vorhanden sein.

3.7 

Die Einrichtung von Telearbeitsplätzen ist nur innerhalb Bayerns möglich.

3.8 

1Neben den sachlichen und persönlichen Anforderungen sind bei der Ermessensausübung auch die technischen und organisatorischen Belange zu berücksichtigen. 2Die Bewilligung von Telearbeit kann daher nur ermöglicht werden, wenn die technischen Voraussetzungen hierfür vorliegen. 3Dies ist jeweils vor der Genehmigung durch die IT-Leitstelle bei der Bayerischen Justizvollzugsakademie zu bestätigen.

3.9 

Im Übrigen wird auf Art. 11 Abs. 1 des Bayerischen Gesetzes zur Gleichstellung von Frauen und Männern (Bayerisches Gleichstellungsgesetz - BayGlG) vom 24. Mai 1996 (GVBl. S. 186) in der jeweils gültigen Fassung hingewiesen.